26.05.2012 09:49 | Meine Presse Merkliste 0

Weltbank: Europa muss mehr arbeiten

25.01.2012 | 18:15 |  von Jeannine Hierländer (Die Presse)

Die Europäer arbeiten, um zu leben – und arbeiten dabei zu wenig, um ihren sozialen Wohlstand zu sichern, warnt die Weltbank. In Europa arbeitet man deutlich weniger als in den USA oder in Japan.

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Wien. Frau B. ist ein Bild von einer Frau: Mit 55 Jahren sieht sie aus, als hätte sie gerade einmal die Mitte ihrer 40er erreicht. Sie ist jener Typ Großmutter, der mit den Enkeln noch im Garten Fangen spielt: sportlich, aktiv, gut gelaunt. An ihrem Arbeitsplatz in einer mittelgroßen Steuerberatungskanzlei war sie mit ihrer langjährigen Erfahrung die rechte Hand des Chefs. Nach 40 Jahren ging sie in Pension. Dank Hacklerregelung ohne Abschläge.

Herr W. ist erst 30 Jahre alt, kann aber schon über drei Jahre Arbeitslosigkeit vorweisen. Weil er zunächst keinen fixen Job bekam, begann der HAK-Absolvent zur Überbrückung erst einmal ein Studium, um es bald wieder abzubrechen. Dann lebte er vom AMS, bis er endlich Arbeit fand.

Die beiden gibt es tatsächlich. Und ähnliche Beispiele zuhauf. Und Fälle wie diese werden langsam, aber sicher zum Problem für Europa, warnt die Weltbank in einer aktuellen Studie. Das Modell des europäischen Arbeitsmarktes biete beispiellose Sicherheiten für Menschen, die Arbeit haben, großzügige Leistungen für jene, die keine haben, und mache es den Menschen ziemlich einfach, in Pension zu gehen. Dazu kommen umfassende Urlaubsansprüche und geringe Wochenarbeitszeiten. Unter dem Strich arbeitet man in Europa also deutlich weniger als in den USA oder in Japan. Mit dem Resultat, dass die Produktivität der Arbeit (erwirtschaftete Leistung pro Stunde) seit Mitte der 1990er in den führenden Volkswirtschaften Europas im Vergleich zu jener in den USA und Japan gesunken ist.

 

„Work-Life-Balance“ als Marke

Die Autoren zeigen das am Beispiel Frankreich: Im Jahr 2000 wurde die Wochenarbeitszeit von 39 auf 35 Stunden gesenkt. Das Argument dahinter: Wenn es nur eine gewisse Zahl an verfügbaren Arbeitsstunden gebe, sei es besser, sie auf mehrere Arbeitskräfte aufzuteilen. So könnten Arbeitsplätze geschaffen, die Arbeitslosigkeit reduziert werden. Studien bescheinigten den französischen Arbeitern zudem eine überdurchschnittliche Produktivität. Warum also, so der Tenor, sie nicht dafür belohnen – mit vollem Lohnausgleich für weniger Arbeit?

Doch die Rechnung ging nicht auf. Die Arbeitslosigkeit sank nicht merklich – dafür der Output: Zwischen 1990 und 2000 stieg dieser im Produktionssektor sowohl in Frankreich als auch in den USA noch um je vier Prozent im Jahr. Zwischen 2000 und 2007 kletterte der jährliche Anstieg in den USA auf sechs Prozent – und fiel in Frankreich auf 3,3 Prozent.

Nun mag Frankreich ein Extremfall sein – doch es ist nicht das einzige EU-Land, das bald unter seiner Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik leiden könnte. Das – durchaus lobenswerte – Markenzeichen Europas sei, so die Weltbank, die „Work-Life-Balance“ – der Ausgleich zwischen Lebens- und Arbeitszeit. Während die Amerikaner lebten, um zu arbeiten, sei es in Europa umgekehrt: „Die Amerikaner kaufen mit ihrem Wohlstand mehr Güter und Dienstleistungen, die Europäer mehr Freizeit.“

 

Modell anpassen, nicht aufgeben

Nun sei die Skepsis berechtigt, ob die in den USA üblichen zwei Wochen Jahresurlaub nicht über Stress letztlich auch zu weniger Output führten. Aber man müsse auch fragen, ob Europa nach seinem Goldenen Zeitalter zwischen 1950 und 1973 nicht ins entgegengesetzte, aber genauso fragwürdige Extrem abgedriftet sei. Umso mehr, als Europa ein demografisches Problem habe: Während die europäische Erwerbsbevölkerung bis 2050 um über ein Fünftel schrumpfe, wachse sie in den USA um ein Viertel.

Das europäische Modell der „Lifestyle-Supermacht“ – eine auf starken Firmen basierende Wirtschaft in Kombination mit der höchsten Lebensqualität – sei dennoch einzigartig. Es müsse daher angepasst, nicht aufgegeben werden, argumentiert die Weltbank. Die Europäer hätten die Wahl: entweder produktiver arbeiten, um ihr soziales Modell zu erhalten – oder einen wesentlichen Teil davon aufgeben.

Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2012)

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158 Kommentare
 
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Burgos
26.01.2012 16:24
1 1

Die Dienstnehmer

in Österreich sind fleissig, dies kann ich als ehemaliger kleiner Unternehmer sagen. Letzten Endes kommt es nicht darauf an wieviele Stunden gearbeitet werden, sondern wie groß der betriebs- und volkswirtschaftliche Output ist.

Dies heisst Erzeugung und Verkauf von intelligenten Produkten, die nur bei sehr gut ausgebildeten Dienstnehmern möglich ist.

Um ein längeres Arbeiten werden wir wahrscheinlich trotzdem nicht herumkommen. Die offene Frage ist wer beschäftigt in Österreich ältere Dienstnehmer?

Dieses strukturelle Problem ist seit längerer Zeit bekannt, es wird jedoch dagegen nichts konkret unternommen, viele ältere Menschen, die gesundheitlich noch in Ordnung sind, würden gerne arbeiten!

Gast: bankerandermacht
26.01.2012 16:06
0 0

jahrzehnte haben die arbeitnehmer, asvg hackler, u. asvg pensionisten beinahe wie die maden im speck und über ihre verhältnisse gelebt, sagen viele politiker, medien und die casinofinanzexperten- so kanns nicht mehr weitergehen- so die bankerlobbys auf der ganzen welt.

jahrzehnte haben die arbeitnehmer, asvg hackler, u. asvg pensionisten beinahe wie die maden im speck und über ihre verhältnisse gelebt, sagen die meisten politiker, medien und die casinofinanzexperten- so kanns nicht mehr weitergehen-die eu völker wollen nur mehr auf kosten der reichen kapitalvermögenden, vips, und bankengewinne leben. damit ist nun schluß, so faymann und die spö, eine schuldenbremse>sozialabbau fürs asvg volk u. asvg pensionen und weitere abermilliarden für die finanzmärkte und steueraoasen ist der neue sozialistische -bankerweg des 21.jhrdt.

Antworten Gast: Halbwissen
26.01.2012 16:13
0 0

Re: jahrzehnte haben die arbeitnehmer, asvg hackler, u. asvg pensionisten beinahe wie die maden im speck und über ihre verhältnisse gelebt, sagen viele politiker, medien und die casinofinanzexperten- so kanns nicht mehr weitergehen- so die bankerlobbys auf der ganzen welt.

Aktionäre ( Unternehmer ) haben im Schnitt in den letzten 10 Jahren nichts verdient !

Gast: Wutbuerger-XXX
26.01.2012 15:49
1 1

Ich zitiere Frank Stronach

Die Mitarbeiter haben ein moralisches Recht darauf, am Erfolg ihrer Firma beteiligt zu sein. Darüber hinaus führt die Beteiligung zu einem Umdenken: Wenn Mitarbeiter am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt sind, sind sie viel motivierter, dadurch wird die Firma automatisch Konkurrenzfähiger.
Ich denke, Mitarbeiter am Erfolg ihrer Firma zu beteiligen ist ein wichtiger Beitrag, um Wohlstand in unserer Gesellschaft zu schaffen.
Zitat Ende.
Und die Politik sollte sich endlich besinnen, die Interessen des Volkes zu vertreten.

Antworten Gast: Halbwissen
26.01.2012 16:11
1 1

Re: Ich zitiere Frank Stronach

Und die Eigentümer sollen nur am Misserfolg teilhaben ?

Sehen Sie sich doch einmal die Aktienkurse der letzten 10 Jahre an !
Selbst mit Dividende und ohne Inflation nur Verluste.

Gast: k.u.k. Feldmarschall
26.01.2012 15:37
0 0

Gäbe es keine Beamten, keien ÖBBler, keine ASFINAG, keine Sozialversicherungs"angestellten" etc - kurz alle die nicht, die nur nehmen und nie was beitragen, dann könnten wir alle mit 45 wie die ÖBBler in Pension gehen, aber mit doppeltem Letztbezug, weil wir diese Sauger und deren Luxus nicht mehr erhalten müssten.

Aber so zahlen wir weiter, weiter, weiter, weiter........................

Re: Gäbe es keine Beamten, keien ÖBBler, keine ASFINAG, keine Sozialversicherungs"angestellten" etc - kurz alle die nicht, die nur nehmen und nie was beitragen, dann könnten wir alle mit 45 wie die ÖBBler in Pension gehen, aber mit doppeltem Letztbezug, weil wir diese Sauger und deren Luxus nicht mehr erhalten müssten.

Es gibt tatsächlich (Industrie)staaten, in denen diese Personengruppen gar nicht (oder nur sehr sehr schwach ausgeprägt) existieren.
Interessanterweise gehen die Leute dort nicht mit 45 und dem doppelten Letztbezug in Pension. In der Praxis scheint´s also nicht zu funktionieren.

Gast: dmueller
26.01.2012 15:20
0 0

Tja, ist klar - die Bevölkerung schafft es eben nichtmehr

die Zinsen für das geschöpfte virtuelle Kapital zu erwirtschaften.

Die Lücke wird immer grösser, die Ansprüche der Super/Reichen an die "restlichen" 99,9% der im Vergleich zu ihnen Nichtshabenden werden immer grösser -

mittels Exponentialfunktion.

Wer eine technische Ausbildung hat, kann vielleicht das Teuflische an der Exponentialfunktion erahnen!

Mittels dieser math. Funktion verschiebt sich das Vermögen zwangsweise von der Masse immermehr zu immer Weniger Reichen - automatisch!

Die Staatsverschuldung ist auch nur eine Folge dieser Vermögensverschiebung - weil die Staaten sich stellvertretend für die Ärmsten verschulden müssen, um keine Aufstände oder Hungerkriege zu riskieren!

Und - das teufl. daran ist auch, dass die Reichen und Banken die 'Macht über die Medien haben (WER besitzt dide Medien?), sodass diese auch indirekt den Reichen zuarbeiten.

Politik detto.

SOmit wäre ein Teufelskreis geschlossen, der wohl (auch lt. D. Müller) nur durch Revolution oder gewaltsame Auswüchse beendet werden kann, wenn keine anderen Wege (Zwangsenteignung) gefunden werden können...

Die Masse wird automatisch immermehr enteignet, die Bringschuld gegenüber den wenigen SuperReichen wird gleichzeitig aber immer grösser.

Irgenddwann kann die rel. besitzlose Masse dann die Ansprüche der wenigen SuperReichen nichtmehr erfüllen - oder will auch nichtmehr!

Denn - die SuperReichsten 100 Menschen im Lande hatten voriges Jahr eine Vermögenssteigerung von

14 Milliarden EURO !!

WARUM?

Gast: Gutbürger
26.01.2012 15:12
0 0

Wieviel arbeitet ein Investor, um seinen Wohlstand zu sichern

?

Gast: Insiderwissen
26.01.2012 14:00
3 0

Genau die Herren Superbanker sind die erzkonservativsten Leute der Welt!

Wer es nicht glaubt: Warum ist am 4. Juli Börsenfeiertag?

Warum ist die Börse nicht auch am Samstag, Sonntag, Ostern und Weihnachten rund um die Uhr offen?

Richtig: Weil die ganze Herrschaftselite selber ultrakonservativ lebt aber vom Rest der Welt Arbeit bis zum Umfallen erwartet.

Das ist Scheinheiligkeit pur, die Verlogenheit und Gier dahinter reißt diesen Personen die Larve vom Gesicht!!!

Gast: Komgerner W
26.01.2012 13:50
6 0

Sündteures Sozialsystem

Die Einen hackeln bis zu Umfallen, während die Anderen lustig, sippenweise in Parks und Ambulanzen herumsitzen und sich über die "Familienvergrößerung" durch Zuzug und reichlich belohntem Kindersegen, freuen!

2 0

Dann orientieren wir uns in Zukunft eben an den Afrikanern.

Anstatt Entwicklungshilfe und whatnot dorthin zu pumpen.

ASTRO-WOLF
26.01.2012 13:11
2 0

"Rudert schneller, ihr faulen Säcke!", brüllt der peitschenknallende Sklaventreiber auf der ASVG-Galeere, und wischt sich den hart "erarbeiteten" Schweiß von seiner Stirn!?!


Seltsamer Fortschritt

Dank technischen und wissenschaftlichen Fortschritts ist es nun möglich, mit immer weniger menschlicher Arbeitszeit immer mehr zu produzieren und dennoch will man uns von oben herab belehren, dass wir noch mehr schuften müssen.

Bloß: Es fehlen jetzt schon 500.000 Arbeitsplätze, wo sollen die den her kommen?

Nach der EU Agenda 2020, die höhere Erwerbstätigkeit von oben herab vorschreibt (Planwirtschaft!) ohne dass der Kuchen für die Lohnarbeit größer wird, bedeutet ja nur, dass wir für immer weniger Geld mehr arbeiten sollen damit eine kleine Ausbeuter- und Schmarotzerschicht auf unsere Kosten noch reicher und reicher wird. Das ist eben Klassenkampf von oben herab!

Gast: Ojemine
26.01.2012 12:50
2 2

Was versteht denn die Weltbank unter Produktivität

Dass möglichst viel Ramsch erzeugt wird, am besten gleich mit Kinderarbeit?
Wenn nur Sinnvolles produziert würde, könnte die Lebensqualität der Menschen sehr viel höher sein, in Europa und anderswo.

Gast: Patrik J
26.01.2012 11:50
0 0

Guck mal das an Weltbank!

So heißt es nach dem Sündenfall in Genesis 3:19: Im Schweiße Deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.[4] – ora et labora bezeichnet also den Glauben, dass der Weg zur Gottheit schlussendlich nur über Gebet und harte Arbeit führt.

ASTRO-WOLF
26.01.2012 11:48
4 0

Wofür braucht man eine "Weltbank"? FÜR DIE WELTHERRSCHAFT!!!


Antworten Gast: Picard
26.01.2012 22:13
0 0

Re: Wofür braucht man eine "Weltbank"? FÜR DIE WELTHERRSCHAFT!!!

Na,na.Welche'Gottheit' meinen's denn,patrik J? Den rachesüchtigen orientalischen ,despotischen-Rauschebart-Gott des Alten Testamentes oder den Gott der Christen,mit ihren tausenden von Sekten und dubiosen religiösen Klinkenputzern?Mann,lesen Sie mal die Schrift:" DIE GOTTESPEST" vo.J.Most.Vielleicht tröpfelt's dann bei Ihnen.Und darüberhinaus: "Es gibt eine unermüdliche Geschäftigkeit,die den Menschen aus der Welt des Geistes ausschliesst und auf eine Stufe mit den Tieren stellt, die instinktiv immer in Bewegung sein müssen.Zitat:(S.Kierkegaard)Und wer arbeitet wie ein Pferd und Abends müde ist wie ein Hund; der sollte mal dringend zum Tierarzt gehen,es könnte sein,dass er ein dummer ESEL ist(oder Idiot),Wie mann's nimmt...Die Weltbank-Banausen sind eben solche Esel!Im übrigen geht mir ihr 'Gottesbild' völlig am Ar.....vorbei!Wenn schon,dann lieber Luzifer,er wagte es mutig,dem herrschsüchtigen,tyrannischen ,despotischen Herrrscher-Gott' zu widerstehen!

arno-graz
26.01.2012 11:46
2 0

So ein Nonsense aber auch!

Der japanischen Bevölkerung kann sicher niemand aufrichtig ins Gesicht sagen, sie würden zu wenig arbeiten.

Und dennoch: nach 31 Jahren erfolgreichen Schuftens haben sie nun im Vorjahr wieder ein Handelsbilanzdefizit erwirtschaftet.

Antworten Elevator
26.01.2012 12:23
2 0

Re: So ein Nonsense aber auch!

Denken Sie bitte einmal ganz scharf nach, was in Japan vor diesem Defizit passiert ist.

Abgesehen davon ist Japan eine Wirtschaftsmacht. Ein kleiner Besuch in Tokyo reicht aus um zu erkennen, dass wir lieber nicht von oben auf die Japaner herab sehen sollten.

Antworten Antworten arno-graz
26.01.2012 14:15
2 0

Wer blickt auf wen von oben herab?

Sie haben mich gründlich missverstanden!

Wir müssen akzeptieren, dass auch ein "immer mehr" seine natürlichen (siehe: Hayek, freier Markt ...) Grenzen hat.

Es ist daher zu jeder Zeit vernünftig, darüber nachzudenken, welche Präferenzen wir als Gesellschaft setzen wollen. Burn out zB ist auch so eine Grenze.

Einfach nur zu fordern, Europa solle mehr arbeiten (auch wenn kritische Äußerungen dazu nachgeliefert werden) ist eine grundfalsche Botschaft!

Die Botschaft müsste lauten: Wir sollten ANDERS arbeiten!!!!!!!!!!

Doch darauf ist das herkömmliche kapitalistische System nicht programmiert, denn innerhalb seiner Rahmenbedingungen wird zuerst davon ausgegangen, dass das investierte Finanzkapital mit allen (denkmöglichen) Mitteln seine Renditen einspielen soll.

Und erst an zweiter Stelle - wenn Sie so wollen auch mit zeitlicher Verzögerung - kommen andere Werte ins Spiel. Oftmals aber erst im Zuge einer "kreativen Zerstörung". Diese sollten wir intelligenterweise ins System derart integrieren, dass es zu keinen gravierenden Störfällen kommt.

Walter2
26.01.2012 11:33
3 0

Die Aussage über die Arbeitsstunden,

ist so nicht korrekt. Denn sie bezieht sich auf die gesetzliche Arbeitszeit von Unselbstständigen.

Es ist aber die Anzahl der Selbstständigen (zumindest in Österreich und Deutschland) in den letzten Jahren stark gestiegen. Für diese gelten keine Arbeitszeitbestimmungen und deren durchschnittliche Wochenarbeitszeit kann locker auf 50-60 stunden je Woche, im Schnitt gehen. Zudem bedeutet hier "Urlaub" immer auch unbezahlter Urlaub.

Und genau diese Leute kompensieren den offiziellen Stundenschnitt inpffiziell wieder um einiges nach oben. Was mit ein Grund ist, dass die "Produktivität-Vergleichszahlen" der niedrigen Wochenstunden, ebenfalls positiv geschönt werden.

lurch
26.01.2012 11:31
2 0

mehr arbeiten?

Bitte wo und was, wenn es jetzt schon zu wenig Arbeit gibt um alle Menschen im arbeitsfähigen Alter zu beschäftigen!

Unsere Situation ist doch unleugbar die, daß sich der Reichtum auf einen ganz kleinen Kreis von Personen zu konzentrieren beginnt auf Kosten der Habenichtse und "kleinen Leuten", die sich nicht wehren können! Diese Spirale nach unten dreht sich offensichtlich immer schneller. Und als Zuschauer sehen wir verwundert unsere so "glorreiche" SPÖVP-Regierung, die mit Alibiaktionen dem Desaster zu entkommen versucht!

Antworten Walter2
26.01.2012 11:39
0 0

Re: mehr arbeiten?

Vorhandene Arbeit ergibt sich als Resultat von a) wer möchte diese Arbeit konsumieren und b), wie viel ist dieser jemand bereit, dafür zu bezahlen.

Wenn jedoch jemand für eine zugekaufte Arbeitsstunde selbst 2,5 - 3,5 mal so viel arbeiten muss (das Meiste dieses Multiplikationsfators geht zu Lasten der dafür zu bezahlenden Steuern und Abgaben), so ist er ja bereits gezwungen, auf viele Dinge zu verzichten.

Eine simple Tatsache, welche sich in üblicherweise erhöten Steuereinnahmen bei Steuersenkungen niederschlägt. Und vice versa.

Gast: Castanjen D
26.01.2012 11:23
7 0

Die Europäer hätten die Wahl: entweder produktiver arbeiten, um ihr soziales Modell zu erhalten – oder einen wesentlichen Teil davon aufgeben.

Was das soziale Modell anbelang:

Europa muss Milliarden Aufwenden um die unkontrollierte und falsche Zuwanderungspolitik und deren Folgeschäden weiterhin finanzieren zu können.
Österreich liegt im Spitzenfeld bei den Kosten für Alphabetisierung und "Durchfütterung" von Stimmvieh.
Diese Kosten haben die USA nicht. Sie leisten sich diesen LUXUS auch nicht. Die lassen nur rein, wen sie brauchen und integrieren müssen sie sich selber.

Antworten Gast: Leider, Herr Schneider
26.01.2012 11:42
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Re: Die Europäer hätten die Wahl: entweder produktiver arbeiten, um ihr soziales Modell zu erhalten – oder einen wesentlichen Teil davon aufgeben.

Wir nehmen wahllos alles, ob es gebraucht wird oder nicht. Es darf alles ungefragt rein. Weil wir von verantwortungslosen Politikern sowie Gutmenschen regiert werden.Es ist leider so,wenn wir selbst überleben wollen müssen wir uns den Bösmenschen zuwenden.

 
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