21.05.2013 12:15 Merkliste 0

Gesundheit: Warnungen vor Ärztemangel am Land

18.07.2012 | 18:38 |  IRIS BONAVIDA (Die Presse)

Unattraktive Rahmenbedingungen, fehlende Anreize: Schon jetzt sind viele Jungmediziner nur schwer für eine Praxis am Land zu motivieren. Auf das Gesundheitssystem kommt eine doppelte demografische Herausforderung

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien. Den ländlichen Gebieten Österreichs könnte ein Ärztemangel drohen. Das liege allerdings nicht daran, dass zu wenige Mediziner ausgebildet werden – sondern an einer schlechten Verteilung. Zu diesem Fazit kam der Bundesrat am Mittwoch, der unter anderem Ärztekammer-Präsident Arthur Wechselberger zu einem Hearing eingeladen hatte.

Wohl auch, weil der neue Präsident der Österreichischen Ärztekammer als praktischer Arzt in Tirol selbst von der Problematik betroffen ist, zeigte sich Wechselberger von seiner emotionalen Seite – wild gestikulierend und immer lauter werdend: Er warnte davor, dass der Arztberuf auf dem Land immer unattraktiver werde. Schuld daran seien schlechte Rahmenbedingungen: „Wir brauchen mehr Hausapotheken“, forderte er.

Außerdem sollten die Kompetenzen der niedergelassenen Ärzte überdacht werden und die Zusammenarbeit der Ärzte in einzelnen Bereichen gestärkt werden. Er monierte zudem, dass die Zahl der Ärzte in den vergangenen Jahren zwar „gewaltig gestiegen“ sei, aber Kassenstellen „nahezu gleich geblieben sind“.

Auf das Gesundheitssystem komme allgemein eine doppelte demografische Herausforderung zu: Der „Durchschnittsarzt mit Kassenvertrag“ sei 56 Jahre alt, drei Viertel der Betreffenden seien männlich. Bei den Turnusärzten dagegen betrage der Frauenanteil 60 Prozent. Hier sei „nicht nur mit einem Generationswechsel zu rechnen, sondern auch mit einem ganz gewaltigen Geschlechtertausch“.

Norbert Mutz, Vizerektor der Med-Uni Innsbruck, sah am Mittwoch vor allem ein Problem: Viele Medizinabsolventen würden abwandern. Es sei schwer, Jungmediziner dazu zu motivieren, „in die Praxis auf dem Land zu gehen“.

Auch laut Josef Kandlhofer, Generaldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungen, müsse man „die regionale Ausgewogenheit im Auge behalten“. Und: „Die Mediziner drängen in die Spitäler.“ Viele Patienten würden ebenfalls lieber in die Ambulanz gehen, als sich vom niedergelassenen Arzt behandeln zu lassen.

Bei den Kassenstellen sei die Lage unterschiedlich: In manchen Gegenden seien Mehrfachausschreibungen nötig. „Wir werden uns durchaus Anreizsysteme überlegen müssen“, meinte er – etwa eine bessere Honorierung für Ärzte, die „an die Peripherie gehen“. Im Umkehrschluss werde es dann wohl auch „negative Anreize“ für Niederlassungen in Ballungsräumen geben. Außerdem plädierte er für die Finanzierung aus einer Hand.

 

Ländern die Spitäler wegnehmen

Wechselberger hat bereits in der Vorwoche vorgeschlagen, den Bundesländern die Verantwortung für die Spitäler zu entziehen. Denn es könne nicht sein, dass die Länder gleichzeitig Gesetzgeber, Spitalsträger und Leistungsanbieter seien – und am Finanzierungstopf säßen. Für die niedergelassenen Ärzte blieben so nicht mehr viele Ressourcen übrig. Sein Vorschlag stieß bei den Landeshauptleuten allerdings nur auf Kritik. Bundesratspräsident Georg Keuschnigg (ÖVP) stellte fest, es dürfe zu keiner „geografischen Zweiklassenmedizin“ kommen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.07.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

45 Kommentare
 
12
Gast: LDino
27.07.2012 18:01
0 0

Warum wollen Ärztinnen keine praxis auf dem Land eröffnen?

Frauen wurden ja massiv gefördert um Medizinerin zu werden.

So - zwei Drittel aller Absolventen des Med-studiums sind weiblich.
Insofern also ein "Erfolg" der feministischen Sozial-ingenieurInnen!

Aber - man hat ein "Problem" beseitigt, aber viele neue Felder aufgemacht.

Denn - was machen die vielen jungen Ärztinnen dann?

Wollen die aufs flache Land als prakt. Ärztinnen gehen?

Nein, die meisten nicht, DENN:

aufm Land gibts eben wenige Männer die diese hochgelehrten und anspruchsvollen Damen gut genug sind!

Männer heiraten ja meist nach unten, so war es für männl. Ärzte nie ein Problem eine Partnerin auch aufm Land zu finden, weil die meisten eh irgendein Frau heirateten.

Männer haben da nicht so hohe ansprüche an das Einkommen und das geistige Niveau potentieller Partnerinnen.

Aber - die weibl. prakt. Ärztin ist dann auf der sozialen/gesellschaftlichen Pyramide in einem kleinen Ort an der Spitze - und ALLEIN!

Denn- diese "SChande" nach unten zu heiraten- NEIN, das würde wohl eine Ärztin nicht verwinden...

Damit ist das Problem das eben wenige Frauen in entlegene Regionen wollen, die suchen sich ihre Partner dann im Spital oder auf der Unni!

Und- der wird dann wohl selten mit nach Stinkneusiedl ziehen, sondern in der Stadt bleiben.

Insofern schuf man mit der FRauenbevorzugung hier neue Probleme.

Will man jetzt Männer bestrafen wenn sie NICHT aufs Land als Gemeindeärzte gehen wollen?

Bei den anderen Männerdiskriminierungen vorstellbar...

Gast: Ein Allgemeinmediziner
22.07.2012 20:13
0 0

Ausbildung

Das ganze Gehauchle um die Verbesserung der Ausbildung von Turnusärzten ist doch reine Schaumschlägerei! Die Ausbildung von TA's beschränkt sich dzt. auf Flascherl anhängen, Blut abnehmen, Zettel ausfüllen, Leitungen legen (manchmal endlos!) telefonieren, faxen, subcutan spritzen, uvm... Und das ist schon seit zig Jahren so! Es wird immer evauliert und herumgeredet, aber was hat sich im Endeffekt getan? NICHTS! Die TA's sind das allerletzte! Und genau so werden sie auch behandelt. Sie haben keine Lobby und werden von allen nur belächelt. TA's wollen Ultraschall üben, TA's wollen Behandlungsstrategien mit OA's besprechen, in Ruhe und nicht im Vorbeigehen, TA's wollen bei Endoskopien dabei sein und nicht ständig Hakl halten! TA'S wollen Tipps und Tricks lernen für später/draussen TA's wollen...und können nicht...weil ihnen jegliche Unterstürtzung fehlt. und jetzt kommen die ach so g'scheiten Herren drauf, dass sich da was ändern muss. :-) Die Arbeit am Patienten sollte sich nicht darauf beschränken, dass man Blut abnimmt oder über etwas aufklärt, was der man nicht einmal selbst durchführt (!!!) TA's sind der Fußabtreter für alles und jeden. Wenn man dann die 3 od 4 Jahre durchgehalten hat ist man "draussen" für alles selbst verantwortlich und sollte alles wissen und können. Woher nehmen, wenn nicht stehlen! Mich wundert nichts mehr!

Antworten Gast: Ich bin der Meinung
24.07.2012 21:33
0 0

Re: Ausbildung

ganz richtig!

Die Aussage in Bezug auf Linzer Med Uni: Wir brauchen Systemerhalter in den Spitälern, womöglich akademisch gebildet (Quote), die mit entsprechender Spitalssoftware (SAP oder Systema) umgehen kann. Und im Übrigen den Primar und Oberärzten eigentlich nur die Zeit stiehlt wenn gefragt wird.

Außerdem wehen die TÄ nicht die Krankheiten, die in einer Landpraxis zu erwarten sind. Deshalb haben die meisten Schiss vor entsprechender Verantwortung.

Das ist schon Jahrzehnte so und wenn sich da nichts gravierendes ändert wird das System nicht stabilisiert geschweige denn wieder verbessert.


Gast: Facharzt für Administration
22.07.2012 11:32
0 0

Endlich Ärzte gscheit ausbilden!!

Man sollte endlich das Übel an der Wurzel packen und die Ärzte gescheit ausbilden damit die Allgemeinmedizin wieder attraktiver wird! Heutzutage muss man (abgesehen von Wien), nach dem Studium nicht mehr lange auf einen Turnusplatz warten, aber die Ausbildung ist so miserabel das ein Großteil der Kollegen es vorzieht für eine bessere Ausbildung (als Facharzt) ins Ausland zu gehen. Die, die Turnus machen, streben auch nur danach soschnell wie möglich in eine Facharztausbildung zu rutschen, die wenigsten wollen den Turnus fertigmachen und als Allgemeinmediziner arbeiten. Die Allgemeinmedizin gilt unter Turnusärzten eher als "minderwertig" als als erstrebenswert. Kein Wunder, ist man doch nach 3 Jahren Flaschl anhängen, Kaszetteln ausfüllen, Termine ausmachen, Blutdruck messen....kaum in der Lage als kompetenter Allgemeinmediziner zu arbeiten. Viele trauen sich nach dem Turnus gar nicht alleine zu arbeiten weil sie währenddessen keinen einzigen Patienten selbständig begutachtet und therapiert haben. Als guter Allgemeinmediziner braucht man jedoch ein breitgefächertes Know-how und viel Routine. Was hat sich in den letzten 30 Jahren getan? Es wird in den Spitälern, der Ärztekammer etc. immer nur evaluiert, evaluiert...das Ergebnis ist immer das gleiche: Die Turnusausbildung ist schlecht, unzureichend, nicht zeitgemäß - Bisher hat es keine Reaktion der Politik darauf gegeben!!! Wenn das so weitergeht wird der Beruf Allgemeinmediziner zur aussterbenden Rasse!

Re: Endlich Ärzte gscheit ausbilden!!

Meines Wissens gibt es seit Jahren auch die Möglichkeit, einen Teil des Turnus in Lehrpraxen zu absolvieren. Ist das nicht ein Schritt in die richtige Richtung? Wie viel wird diese Möglichkeit genützt? Ich kann mir vorstellen, wenn Jungärzte bei erfahrenen Allgemeinmedizinern das "Alltagsgeschäft" kennen lernen, könnte dies ein Ansporn sein, auch Allgemeinmediziner zu werden.

ganz klassisch - ein mangel kreiert vom staat

zuerst die kosten des medizin-studiums auf knapp 0 senken, dann sich wundern, warum 10.000 bewerber auf 1000 studienplaetze kommen, dann diskriminieren und plaetze nach gutduenken zuweisen und sich wundern WARUM UM ALLES IN DER WELT ZUWENIG MEDIZINABSOLVENTEN herauskommen

big time L O L - sind die politiker wirklich so bloed? weil wenn nicht, dann sind es begnadete schauspieler.

ich kann auch den preis fuer einen neuwagen auf 1000 euro setzen und mich wundern, warum 500.000 leute dieses auto kaufen wollen ich aber nur 50.000 / jahr produzieren kann und am ende es einen mangel gibt

der staat kreiert diesen mangel, wie ueberall wo durch interventionen / preiskontrollen das verhaeltnis von angebot und nachfrage gestoert wird

Auch auf dem Land gibt es Maturanten,

die Medizin studieren! Und viele Absolventen dieses Studiums würden wieder in ihren Heimatort zurückkehren, wenn es nicht so schwierig wäre, einen Kassenvertrag zu bekommen! Bzw. einen Ausbildungsplatz für ein Fach zu finden!

Früher dachte ich immer, es wären die Krankenkassen, die bei der Vergabe dieser Stellen so restriktiv wären, aber jetzt weiß ich, dass die Ärztekammer ein gewichtiges Wörtchen mitredet! Die Tendenz, als Wahlarzt tätig zu sein, wird sich verstärken. Und Wahlärzte fallen automatisch aus der Statistik!

Mein Rat: keine Panik, es wird auch in 20 Jahren genug Ärzte geben. Wie es allerdings mit den Kassenärzten aussieht, kann ich nicht prognostizieren.

Antworten Gast: ich bin der Meinung
21.07.2012 17:41
1 0

Re: Auch auf dem Land gibt es Maturanten,

richtig!

Antworten Gast: Hubert Gmach
21.07.2012 17:28
0 0

Nein, wer vom Land in die Stadt geht

kommt nicht mehr zurück.

Gast: ich bin der Meinung
20.07.2012 09:35
1 0

Und dann gibt es so wahnsinnige Politiker

wie der oö LH der glaubt, durch die Schaffung neuer Medizinunis dieses Problem beheben zu können.

Und ein Gesundheitsminister, der diesem nicht widerspricht oder sich nicht traut.

So schauts aus ....

Wie heisst es so schön: Jedes Land hat seine Politiker die es verdient!

Also all die Klagen über Ärztemangel finden eben ihren Ausgang im völlig desorientierten Gesundheitssystem und das hat weiland der Sinowatz gesagt: Es ist ja alles so kompliziert ....


Antworten Gast: Harro von Wenen
21.07.2012 13:17
0 0

Wieso sollen mehr ausgebildete Mediziner

nicht einem Ärztemangel abhelfen?

Antworten Antworten Gast: Ich bin der Meinung
24.07.2012 21:35
0 0

Re: Wieso sollen mehr ausgebildete Mediziner

Leider irren Sie, aber für Aufklärung sollten Sie Apotheker bzw. Ihren Arzt fragen ......

Weniger Ärzte, weniger Schaden!

Ärzte von heute sind absolute Daugenichts. Es scheitert schon daran Rippenbrüche zu erkennen oder einen Ohrenunterdruck innerhalb von vier Wochen!! mittel Druckausgleich zu behandeln.

Weg mit dennen - die richten nur Schaden an.

Gast: JungDoc
20.07.2012 07:01
3 0

Ausbildung

Man wird doch so schlecht während des Turnuses ausgebildet, sodass man lieber erst nicht ans Land geht. Man würde die Patienten dort regelrecht umbringen. Am Land muss man viel mehr können (denke beispielsweise an Geburtshilfe, Unfälle etc.)

0 0

das geht nur über das geld

Gebt den geldverschendern in den krankenäusern weniger geld.
Die werden schon nicht am hungertuch nagen.

2 0

Unfairer Wettbewerb

Ambulanz: jederzeit stationäre Aufnahme möglich, wenn es dem Aufnahme-Arzt zu heiß ist;
keine Rechtfertigung der Ambulanz-Rezepte vor den Einschränkungen der Sozialversicherung;
keine Rechtfertigung von Laboruntersuchungen gegenüber der Krankenkasse nötig;
bei den Verbandmaterialien volle Bedienung aus dem Krankenhaus-Sortiment, keine Rechtfertigung gegenüber der Krankenkasse nötig;
in der Diabetes-Ambulanz keine Kosten zu zahlen für die Beratung durch die Diätassistentin, in der Arztpraxis hingegen schon (wenn dort angeboten);
Ambulanz = rund um die Uhr offen (wenn auch nachts oft grantiges Personal, falls Bagatelle), in der Praxis kann der Inhaber nicht kostendeckend weitere Kollegen bezahlen;
überhaupt: die Abgänge im Krankenhaus zahlen Bund, Länder, Gemeinden und Kasse, bei Misswirtschaft der Arztpraxis haftet der Inhaber mit dem Privatvermögen;
in der meizinischen Hierarchie oft Belächelung des niedergelassenen Arztes als geldgierigen Typen, der sich nur die Rosinen herausholt (man schaue sich aber die Löhne der Spitalsärzte einmal im Vergleich dazu an);
im niedergelassenen Bereich Kontrolle der baulichen, fachlichen, hygienischen und arbeitsrechtlichen Auflagen, im Spital eigene Verantwortliche und diesbezüglich keine Geldsorgen.

Mit besserer Bezahlung des Landarztes ist es überhaupt nicht getan; es müssen die Arbeitsbedingungen sein, die verbessert gehören.

Gast: Dr. DC
19.07.2012 15:58
7 1

PROBLEMLÖSENDE PROVOKATION

"Wir brauchen mehr Hausapotheken"? NEIN! Stattdessen bräuchten wir endlich die Internetapotheke, die ALLES zuschickt!

"Die Mediziner drängen in die Spitäler, die Patienten in die Ambulanzen"? Wir brauchen KEINE Krankenversorgungsfabriken, wo mit wahnwitzigem technischen, personellen und bürokratischem Aufwand auch Pflaster über Buttermesserwunden geklebt werden. Stattdessen bräuchten wir nur damit aufhören, das Spital für des Ösi liebstes Zweitwohnzimmer zu halten (© Ingrid Korosec).

"eine bessere Honorierung für Ärzte, die an die Peripherie gehen"? Wir brauchen keine Berge, die zum Propheten kommen! Wir bräuchten nur die Aufgabe der Pröllschen Illusion, dass es sich in der Peripherie mindestens so gut lebt wie in der Stadt, wenn nicht gar um 3 (10?) Klassen besser.

"Zahl der Ärzte zwar gewaltig gestiegen, aber Kassenstellen nahezu gleich geblieben"? Wir brauchen aber auch keine Horden von Nebenerwerbs(wahl)ärzten, die zwischen Golf- und Tennisplatz eh nur die Pulverln befreundeter Pharmavertreter verschreiben, und für diese 10 Praxisstunden/Woche allmonatlich ein paar Tausender nto abzocken wollen, weil die Kasse, die Privatversicherungen und die Patienten habens ja eh so dick! Stattdessen bräuchten wir jene leidenschaftlichen Mediziner, die in Entwicklungs- und Krisengebieten mit CHARAKTER und menschlicher Grösse beweisen wie das mit Hippokrates und so ursprünglich einmal gemeint war.

Österreich ist ein langsames Land!

Zu viele Lobbyisten, Möchtegerns in Politik und Wirtschaft verhindern rasche und der Zeit angepasste Reformen.

Das ewige aufpassen auf Rücksichtl und Vorsichtl bringt unser Land in einen Zustand der Ressourcenverschwendung auf vielen Ebenen, die zum einen leicht vermeidbar wären, viele Chancen für Junge kostet und uns v.a. einen Wettbewerbsnachteil in EU und der globalen Märkte beschert.


Österreich ist ein langsames Land!

Zu viele Lobbyisten, Möchtegerns in Politik und Wirtschaft verhindern rasche und der Zeit angepasste Reformen.

Das ewige aufpassen auf Rücksichtl und Vorsichtl bringt unser Land in einen Zustand der Ressourcenverschwendung auf vielen Ebenen, die zum einen leicht vermeidbar wären, viele Chancen für Junge kostet und uns v.a. einen Wettbewerbsnachteil in EU und der globalen Märkte beschert.


Gast: Walbur
19.07.2012 11:19
0 0

Ich verstehe nicht ganz

warum man sich über die Warnungen so aufregt, seit mehr als 1 Jahr findet man in Feldkirch keine Anästhesisten mehr, dort wird seit 1 Jahr nur noch eingschränkt operiert, die Patienten haben entsprechend lange Wartezeiten und jammern.
Es war in der letzten Zeit in Vorarlberg bei 5 Stellen von Allgemeinärzten (Kassenstellen) kein Bewerber zu finden. Es gibt unbesetzte Haut-Kassenstellen, derzeit sind etwa 10% der Turnusplätze in Vorarlberg nicht mehr zu besetzen. Man jammert über lange Facharztwartezeiten, und und und
Das einzige was zu kritisieren ist, ist der Kandlhofer, der noch nichts begriffen hat.

Landarzt.

Man will die Landärzte mit der Wegnahme der Hausapotheke gezielt aushungern. Ausserdem wohnen immer weniger Leute am Land. Alles zieht in oder in die Nähe der Stadt. Das kann nur schief gehen. Was soll der Landarzt in den leeren Dörfern wo nur mehr vereinzelt ein paar Bauern sind.,

Gast: E.T.
19.07.2012 10:08
2 2

Jungärzte könnten Hausärzte unterstützen

Nachdem wir ohnehin Ärzte kostenlos ausbilden in Österreich und viele nach der Ausbildung wieder zurück in ihr Heimatland gehen, schlage ich vor, jeder fertige Arzt praktiziert mal 1 Jahr bei einem Hausarzt.

Gast: eh_klar
19.07.2012 09:43
4 4

Ich


verstehe nicht ganz, was die Ärztekammer schon wieder will?!?

Seit Jahren sagt diese der Bevölkerung einersetis es kommt ein Ärztemangel andererseits hat es noch nie so viele personen gegeben, die den aufnahmetest machen.

Könnte es vielleicht sein, dass in Krankenanstalten viel mehr bezahlt wird als am Land, wo früher oder später die Hausapotheken völlig korrekt, abgedreht werden?

Ärzte könnten wirklich nie genug bekommen. 4.000 netto sind diesem Klientel einfach zu wenig. Ein normaler Akademiker ist froh, wenn er vor der Pension 3.000 erhält.

Re: Ich

Mir fällt da spontan ein: If you pay peanuts, you get monkeys. Sie wollen also, dass auch die Ärzte so frustriert wie Sie sind, weil sie für ihren verantwortungsvollen Beruf nicht adäquat bezahlt werden?
Was verstehen Sie unter einem "normalen" Akademiker? Einen der tausenden Politologen, Zeitungswissenschaftler, Psychologen usw., die sich freiberuflich durchs Leben plagen und irgendwann feststellen müssen, dass sie das falsche Studium gewählt haben? Der Neid und die Missgunst sind leider immer noch österreichische Krankheiten!!

Wer Quellwasser trinkt,

braucht keinen Arzt.

0 1

Re: Wer Quellwasser trinkt,

Am besten gleich Granderwasser und in der Früh mit geweihtem Granderwasser = Weihgranderwasser bespritzen!
SBVT

 
12