20.06.2013 06:14 Merkliste 0

Regierung schafft befristete Invaliditätspension ab

24.07.2012 | 11:43 |   (DiePresse.com)

Die "I-Pension" wird nun doch für alle vorübergehend Arbeitsunfähigen zur Gänze gestrichen. Künftig gibt es Rehab- und Umschulungsgeld. SP-Minister Hundstorfer erwartet 700 Millionen Euro Netto-Einsparungen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer hat am Dienstag eine Überraschung geliefert: Die befristete Invaliditätspension (I-Pension) soll nun doch zur Gänze abgeschafft werden. Das sieht der Entwurf vor, den Hundstorfer nun zur Begutachtung ausschickte. Die I-Pension wird damit für alle vorübergehend Arbeitsunfähigen auslaufen. Bisherige Pläne hatten nur eine Abschaffung für unter 50-Jährige vorgesehen.

Wer zu krank ist, um seinen Beruf weiter auszuüben, soll in Zukunft falls möglich medizinisch rehabilitiert oder auf einen anderen Beruf umgeschult werden. Die bisher befristeten Invaliditätspensionisten erhalten dann ein "Rehabilitations-" oder "Umschulungsgeld".

Netto-Einsparungen von 700 Millionen Euro

Die Neuregelung soll nach Ende der Begutachtungsfrist im September das Parlament passieren und mit 1. Jänner 2014 für alle dann unter 50-Jährigen in Kraft treten. Die befristete Invaliditätspension wird damit in den nächsten 15 Jahren auslaufen.

Das Sozialministerium erwartet sich bereits bis 2018 Einsparungen von einer Milliarde Euro bei der Pensionsversicherung. Gleichzeitig verursacht die Reform wegen der vorgesehenen Umschulungen und Rehabilitätsmaßnahmen allerdings mehr Kosten, etwa beim Arbeitsmarktservice (AMS). Das Sozialministerium geht daher davon aus, dass abzüglich dieser Mehrausgaben Nettoeinsparungen von 700 Millionen Euro möglich sein werden. Ressortchef Hundstorfer hatte zuvor noch von Netto-Einsparungen im Ausmaß von 400 Millionen Euro berichtet.

--> Arbeiterkammer fordert Malus-System für Firmen

Derzeit wird Krankengeld für maximal 52 Wochen ausbezahlt, eine befristete I-Pension wird gewährt, wenn jemand voraussichtlich länger als ein halbes Jahr arbeitsunfähig ist. Im Vorjahr wurde 7200 Personen unter 50 Jahren eine I-Pension zuerkannt, davon 6400 befristet.

Ist jemand vorübergehend invalide, erhält er künftig nach dem Krankengeldanspruch von der Krankenkasse ein Rehabilitationsgeld in der Höhe von 60 Prozent des Letzbezugs. Das Rehab-Geld wird zwar grundsätzlich nur für ein Jahr gewährt, der Bezug kann jedoch verlängert werden. Es gibt auch einen Sanktions-Mechanismus: Werden zumutbare medizinische Rehab-Maßnahmen verweigert, bleibt auch die Auszahlung des Geldes "für die Zeit der Verweigerung der Mitwirkung" aus. Die Kosten des Rehab-Geldes werden den Krankenkassen von der Pensionsversicherungsanstalt ersetzt.

"Qualifikationsschutz" statt Berufsschutz

Ein weiterer wichtiger Teil des Maßnahmepakets: Wer seinen erlernten Beruf krankheitsbedingt nicht mehr ausüben kann, muss sich künftig umschulen lassen. Der für Angestellte und gelernte Kräfte geltende Berufsschutz wird dabei in einen "Qualifikationsschutz" umgewandelt. Das bedeutet, der Betreffende hat das Recht auf eine hochwertige Qualifikation, die seinem bisherigen Ausbildungsniveau (Lehrabschluss, Fachschule etc.) entspricht.

Als Beispiel für eine mögliche Umschulung nannte Hundstorfer einen Tischler, der wegen seiner Bandscheibenprobleme den erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann. Dieser könne dann etwa als Fachberater in einem Baumarkt tätig werden.

Während der Dauer der Umschulung erhält der Betroffene ein "Umschulungsgeld" in der Höhe des Arbeitslosengeldes plus 25 Prozent. Damit soll das durchschnittliche Umschulungsgeld laut Sozialministerium die durchschnittliche Höhe der derzeitigen I-Pension (957 Euro 14 Mal pro Jahr) erreichen. Im Sozialministerium geht man davon aus, dass etwa 80 Prozent der befristeten Invaliditätspensionisten rehabilitiert oder umgeschult werden können.

Spindelegger: "Entscheidende Veränderung"

SP-Bundeskanzler Werner Faymann sieht die neue Regelung unter dem Motto "Länger gesund arbeiten". Schließlich wolle man nicht, wie andere Länder, den Kranken Leistungen solange kürzen, bis diese trotz ihrer Krankheit wieder arbeiten gehen. Spindelegger sprach von einer entscheidenden Veränderung, die helfen werde, das Pensionssystem funktionsfähig zu halten.

Kosten & Einsparungen
Die Einsparungen werden von 2014 bis 2018 auf insgesamt 713 Millionen Euro geschätzt. Im ersten Jahr werden noch Mehraufwendungen von 13,7 Mio. Euro erwartet, 2015 soll es dann schon zu Einsparungen von 44,9 Mio. Euro kommen, die sich bis 2018 auf 328,9 Mio. Euro erhöhen.

Im Detail sollen sich dabei in der Pensionsversicherung in diesem Zeitraum Einsparungen von insgesamt einer Milliarde Euro ergeben, weil mehr Menschen im Erwerbsleben bleiben und später in Pension gehen. Die von der PVA zu tragenden Kosten für die berufliche Umschulung werden rund 300 Mio. Euro betragen, sodass die Pensionsversicherungsanstalt bis 2018 in Summe etwas mehr als 700 Mio. Euro einsparen soll.

(APA)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

199 Kommentare
 
12 3 4 5
Gast: samumate
27.07.2012 23:58
0 0

Warum????????????????

gibt man erst 50 Jährige die nur wegen miniskus Operation und Berufsschutz in Pension sind, erst 54 Jahre sind nicht zurück am Arbeizsplatz? Die könnte Hunde Kake konrollieren. Die Hundesteur kann man auf 100 euro setzen im jahr den die schießn ohnedies in der stadt alles an. Überhauüt am Randbezirk. Steht zwar 38,- euro sackerfürs gackerl Kein Mensch kontrollierts in Asparn, in Hirschstettnm in Floridsdorf etc. Für die Frühzeitieg Pension die denen nicht zusteht sollen die solche tätigkeit ausüben. Wenns nach mir geht müßten Arebitslose am Straßenbau für öffentluche verkehrsmittel auch mithelfen um das Arbeitslosengeld. Die Arbeiten müssen die die nix tun wollen erhalten. Das ist nicht gerechtkeit.

Gast: wien 10
27.07.2012 20:02
0 0

shichtarbeit mit + 50

solang das Arbeitsrecht nicht geändert wird und + 50 bis 65 Schichtarbeiten müßen , werden die I - Pensionen steigen . Es kann mir keiner erzählen , wenn ein Mensch Schlafstörungen hat , kann man Schichtarbeit Unfallfrei arbeiten ?? Aber wenn man das Alter erhöhen will , muß man das Gesetz ändern .
Ansonst bestraft man nr den Arbeitgeber und vielleicht wähler der SPÖ und so treibt man sie zur eine Anderen !

Gast: CA
26.07.2012 09:49
1 0

Kein Cent wird Eingespart -

Im Endeffekt würde dieser Entwurf dem System mehr kosten - von Einsparung keine Spur.

Für jeden Kranken der ins Arbeitsleben gepresst wird, wird ein Gesunder arbeitslos, denn mehr Arbeitsplätze werden dadurch nicht geschaffen.
Ein I-Pensionist ,wenn er es überhaupt irgendwie schafft zu arbeiten(ich kann es mir nicht wirklich vorstellen wie das gehen soll) ,wird doch in der Praxis nur eingestellt wenn es von seiten des BSA ordentlich Förderung gibt. Der I-Pensionist geht dann für ein geringes Gehalt unter Schmerzen arbeiten. Zufolge bringt er keine optimale Leistung und auch der Arbeitgeber ist unzufrieden.

Fazit:
Eine normalbezahlte steuerzahlende Arbeitsstelle fällt weg oder wird nicht nachbesetzt und eine schlechtbezahlte hochsubventionierte nicht steuerzahlende Stelle wird geschaffen.
Zufolge ist ein Gesunder mehr arbeitslos. Hier fällt Arbeitslosengeld an.
Das Ergebnis ist also das weniger Lohnsteuer und weniger Pensionsbeiträge reinkommen im Gegenzug aber ordentlich Förderungen und Arbeitslosengeld ausgegeben wird.
- ach ja man spart sich ja eine extrem hohe I-Pension ein

Es wäre schön wenn Politiker über den Tellerrand gucken könnten und das Gesamte sehen könnten.


Re: Kein Cent wird Eingespart -

Glaub eher, dass viele "Rehabilitierte" dann in Sozialökonomischen Betrieben auf ein Jahr befristete Anstellungen bekommen werden, um dort Hilfstätigkeiten unter 1000 Euro Netto auszuführen. Dann wieder arbeitslos, zu niedrigeren Bezügen und damit auch niederigerer Pension.

Umschulen ist gut

Das ist echt schlau, bei zunehmender Automatisierung und dem daraus resultierenden Arbeitsrückgang (durch politische Inkompetenz in "Arbeitslosigkeit" resultierend) auch noch die Invaliden zum Arbeiten zwingen zu wollen.

Dann haben wir bald 15 % Arbeitslosenrate.

Wie bitte soll das gehen?

Beispiel: der 50-jährige Jurist, Rechtsbürochef einer Bank laboriert seit Jahren an einer therapieresistenten, endogenen bipolaren Störung, in deren Verlauf sich massive Somatisierungen manifestiert haben (viele bezeichnen ja psychisch Kranke als Hypochonder oder Simulanten....). Den will man nun auf dem Niveau seines akademischen Studiums umschulen? Naja, vielleicht zum DI für Elektronik, weniger soll es ja nicht sein, immerhin ist er hoch qualifizierter Akademiker. Das Studium soll er nun trotz/mit seiner Krankheit schaffen und dann (die Krankheit hat er natürlich immer noch) mit 56 eine neue Karriere beginnen, wobei er durch seine Erkrankung nicht mehr beeinträchtigt ist?
Wenn man nur ein bisschen analytisch denkt wird man erkennen, dass das einfach Unsinn ist.

Re: Wie bitte soll das gehen?

Herr Hundstorfer wünscht sich natürlich das so jemand noch ein paar jahre auf der Post Briefe sortiert oder beim nächsten Spar warme Leberkassemmerl zubereitet.

Re: Re: Wie bitte soll das gehen?

Tja, auch das wird der in meinem Beispiel Angedachte nicht können; wenn sich zu seiner bipolaren Störung eine Trigeminusneuralgie gesellt hat (relativ häufig bei Somatisierungserscheinungen!) kann er in das Leberkassemmerl nicht einmal mehr reinbeißen ohne die Wände hoch zu gehen oder vorher mindestens ein paar Opiate in seien Körper gepumpt zu haben.....

Re: Wie bitte soll das gehen?

natürlich ist das Unsinn, aber es ist ja eh nur ein Lippenbekenntnis und klingt gut für die Öffentlichkeit/Nichtbetroffenen.

Zudem vermute ich, bei diesem "Qualitätsschutz" ist von Anfang an "nur" ein Lehrabschluss gemeint.

Aber was soll's , MarintheClown jubelt schon...

Antworten Gast: Stephan
25.07.2012 20:26
0 0

Re: Wie bitte soll das gehen?

Es wird eh kaum gehen b.z.w. nur selten gelingen.

Jemand mit z.b. ausgeprägten Sozialer Angststörung wird sich nicht mal dazu überwinden können irgendeine Umschlung überhaupt zu besuchen, auch wenn er dann noch so "muss".
Politiker sind nunmal keine Ärtzte und stellen sich das zu leicht vor : Einige Wochen Therapie, bisi umschulen und fertig. Verkaufen das ganze dann auch noch als sozialen Fortschritt weil ja jetzt allen so viel besser geholfen werden kann.Na ist auch klar : Um so schlimmer der Inhalt, um so schöner die Verpackung.

Aber mal sehen wie es mit dem Euro, Schuldenkrise & Co. weitergeht. Wenn da der grosse Crash kommt wird es diese Pensionart wohl nicht mal mehr in unbefristeter Form geben.

Gerechtigkeit kostet leider auch Geld und dieses schwindet in den Staatskassen immer mehr. Der Sozialabbau hat hiermit begonnen.

und was die Umschulungen betrifft,

so wird sich das ungefähr so abspielen:

alsdern, Herr Doktor und auch Sie Herr Dipl.Ing, jetzt nehmans den Besen und kommens mit, aber pronto...

- dafür brauchen wir natürlich wieder ein paar hundert (partei)qualifizierte "Fachleute" zum Einschulen, und natürlich noch ein paar hundert zum Überwachen und Disziplinieren, denn die bisher schon damit Beschäftigten sind ja mit Bezugskürzungen total ausgelastet

Gast: I-Pensionen
25.07.2012 13:35
2 0

I-Pensionen und Beamte

Sagt mir dann ein Beamter "sie erhalten keine I-Pension", der dann aber selber in I-Pension geht oder wie läuft das in unserem Staat ab?

Re: I-Pensionen und Beamte

Ja.

Gast: WolfgangWanz
25.07.2012 13:25
2 0

Die Realität

In Wahrheit werden die (älteren) Menschen dann in Transitfirmen wie z.B.: trendwerk gesteckt, wo diese dann gemäß der TAK-Entlohnung in Höhe einer Lehrlingsentschädigung (oft Teilzeit und daher unter dem Arbeitslosengeld bzw. den Lebenshaltungskosten) arbeiten müssen.

Seltsamerweise haben der kollektivvertraglichen TAK-Entlohnung von 1.238 Euro brutto die Sozialpartner zugestimmt..Anmerkung: Im 4.Lehrjahr gibt es 1.230 Euro brutto lt. BABE.

Es gibt nun "ältere" akademische Arbeitslose mit vielen Jahren Berufserfahrung die für 820 Euro netto (teilzeit) arbeiten müssen, ansonsten droht Entzug des AMS-Unterstützung (was dann in der Regel auch Wohnungsverlust etc. bedeutet).

Hier scheinen sich alle (Sozialpartner, Parteien) in systemischer Weise geeinigt zu haben, dieses rückschrittliche Mittel zu schaffen.

Also nix mit "Arbeitslosengeldes plus 25 Prozent", hier wird wieder eine Lüge verbreitet, um die Wahrheit zu vertuschen.

Gast: Stephan
25.07.2012 13:25
1 0

Milliarden für die Banken, sparen bei den Kranken....

...Ausnahme : Beamten.

Eine Schande.

Antworten Gast: sozisfürbanker
25.07.2012 18:28
0 0

Re: Milliarden für die Banken, sparen bei den Kranken....

ja richtig, mrd. für die banken und sparen bei den kranken und arbeitnehmern ist fürwahr eine schande für österreichs sozialisten. die faymann und hundstorfer SPÖ und der ögb zeigens vor- es geht noch weiter nach unten mit dem sozialen frieden und sozialen ausgleich. die banker und spekulanten haben in dieser eu und dieser spö das sagen.und die linken roten politiker spuren alle; sozialabbau pur bei der bevölkerung- das ist der weg den die sozialisten mit faymann und hundstorfer eingeschlagen haben. und dies ist erst der beginn des sozialabbaus. die menschen sollen wieder mit viel weniger auskommen, viel abhängiger werden von sozinahen institutionen und im alter in armut leben,so werden die menschen nicht mehr so alt. die asvg pensionen werden systematisch verschlechtert. somit werden den privaten versicherungen bankenmärkten wieder geschäfte mit den lebensversicherungen zugeschanzt.(mit staatlichen förderungen der steuerzahler natürlich!!) die allianz sozialisten und banken funktioniert also wie immer bestens-auf kosten der asvg arbeitnehmer, asvg pensionen und des sozialen wohlstandes.

Gast: derabgezockte
25.07.2012 12:31
4 0

Und unsere Beamten?

Und was ist mit unseren armen Magistratsbeamten (Politjobs) die viel früher in Rente gehen? Den Popo platt vom vielen sitzen und die Ellenbogen abgescheuert vom herumlümmeln sind diese armen geschundenen Kreaturen Gott sei Dank nicht davon betroffen.
Das Defizit zahlen wir dann locker mit dem Parkpickerl.

wo bleibt die Gesamtlösung?

Das ist durchaus interessant. Bleibt freilich die Frage, ob denn für all jene Menschen genug Arbeitsplätze vorhanden sind. Vor allem solche, von denen man einigermassen leben kann. Oder befindet der Sozialminister etwa, dass ein Einkommen knapp über der Mindestsicherung zum Überleben ausreicht? Fürwahr, eine Vorstellung, die hoffentlich nicht Wirklichkeit wird, teilweise ist dies ja bereits Realität.
Und wann werden all jene Firmen zur Kasse gebeten, die die menschen ausbeuten, um sie dann schnell bzu kündigen? Muss das die Allgemeinheikt berappen? Wer die Menschen ausbeutet, von deren Arbeitskraft profitiert, ist verpflichtet, die Folgekosten zu tragen.

Antworten Gast: asdu
25.07.2012 12:32
0 0

Re: wo bleibt die Gesamtlösung?

unternehmen stellen mal prinzipiell jüngere als ältere menschen ein, im allgemeinen würde ich auch sagen gesunde vor invaliden.
man könnte für solche unternehmen anreize schaffen, auch einen invaliden 50+ einzustellen, zB durch einen verminderten dgabgabebetrag für die ersten 2 jahre oder so...

Re: wo bleibt die Gesamtlösung?

Also für (schwer)kranke Menschen 50+ und künftig noch älter, gibt es so gut wie keinen Arbeitsmarkt. Das ist aber auch nicht nötig, da das ASVG bereits jetzt von "theoretisch" vorhandenen Arbeitsplätzen ausgeht. Die Folge wird einfach sein, dass wesentlich mehr Menschen, denen es ohnehin schon schlecht geht, in eine aussichtslose soziale Lage und am Schluss vermutlich in die Mindestsicherung getrieben werden. Bringen tut das bis 2018 angeblich (keiner weiß das wirklich) 700 Mio. Euro, zu Lasten der sozial Schwächsten. Ach ja: wie viel haben wir gleich in die Hypo Kärnten, die ÖVAG, den ESM die Kommunalkredit....gepumpt? Wie war das in dem Zusammenhang mit der Korruption? Hätten wir diese Sümpfe und sauren Wiesen nicht (seit Jahrzehnten!!!), wären 957,- Euro Durchschnittsinvaliditätspension für Menschen, die ohnehin um fast 11 Jahre kürzer leben, wohl kein Problem. Richtig?

Die von der PVA zu tragenden Kosten für die berufliche Umschulung werden rund 300 Mio. Euro betragen, sodass die Pensionsversicherungsanstalt bis 2018 in Summe etwas mehr als 700 Mio. Euro einsparen soll.

Fast gleichzeitig mit der Ankündigung von wagen Einsparungen bei Österreichern die durch ihre Arbeit ihre Gesundheit verloren haben unterzeichnet die Regierung einen sogenannten ESM.

Als Einstadsgeschenk an diesen ESM werden 2,1 Milliarden € in Cash an Pleiteländer und ihre Banken überwiesen und für ca. 19 Milliarden Haftungen ohne Beschränkungen übernommen.

Wenn schon nei Invaliden gespart wird, dann soll das Geld auch in Österreich bleiben Herr "Sozial"-Minister...


Gast: vivit et ineptias
25.07.2012 09:45
6 0

Was wird sein?

Die Unternehmen können sich freuen! Sie dürfen in Zukunft hochqualifizierte Fachleute mit einem zusätzlich im Rahmen einer Umschulung erworbenen Lehrabschluss zu einem Lehrlingsgehalt anstellen. Herzlichen Dank Herr Minister!!!

Gast: goetzzitat
25.07.2012 09:24
9 0

die Beamten sind also ausgenommen -

da werden die burnout Pensionisten aber nicht weniger werden

Gast: gastg
25.07.2012 09:05
2 0

na schau,

jetzt ist der tischler auf einmal angestellter. nicht dass es heißt, die reform ändert nichts ;-)

Beamte sind nicht betroffen!!

das sagt doch alles. wieder nur die ausgebeuteten Asvg-ler und unsere Staatsdiener gehen mit 52 Jahren wegen burnout in Pension.

6 0

Sicher ein guter Ansatz. Nur 2 Fragen:


- Ich war bisher der Meinung, dass vor Zuerkennung der I-Pension die Rehabilitation und / oder Umschulung steht. Nun, wenn das jetzt besser institutionalisiert wird unf die I-Pension in Reha-Geld umgetauft wird, soll's mir auch recht sein.

- Die Beispiele (in der Printausgabe des Kurier) sind von einer kindlichen Naivität. Wobei ich nicht weiß, ob sie vom Sozialministerium oder vom Kurier stammen). Die 48 jährige Friseurin, wegen burn-out und Neurodermitis arbeitsunfähig, welche zur Computertechnikerin umgeschult hurtig einen Arbeitsplatz findet, schau ich mir an. Im Sozialministerium vielleicht als Quotenfrau. In der freien Wildbahn finden kaum junge Humboldt-"Computertechniker" einen Arbeitsplatz, geschweige denn Friseurinnen, die mit 48 zum ersten Mal einen PC gesehen haben. Oder die 47 - jährige Putzfrau, die gerne kocht und eine Schnellsieder-kochlehre macht.

Und wollen das die Firmen? Finden doch heute gut ausgebildete 45 - 50 jährige keinen Job! Wenn die Einstellung der Human ressources Manager (Personalchef gibt's kane mehr) sich nicht ändert, dann werden alle diese Ansätze scheitern.

 
12 3 4 5