Karin Prokop: "Franks Auftritt ist verständlich"

02.12.2012 | 18:25 |  GEORG RENNER (Die Presse)

Die Chefin der Stronach-Landespartei und Tochter von VP-Legende Liese Prokop spricht im Interview über ihre Kandidatur in Niederösterreich.

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Die Presse: Wie fühlt man sich eigentlich als Team-Stronach-Funktionärin, wenn man einen TV-Auftritt wie jenen vom Donnerstagabend in der „ZiB2“ sieht?

Karin Prokop: Der Frank ist immer authentisch. Er hat unglaublich viel in seinem Leben erreicht und fühlt sich halt ungerecht behandelt, wenn man das niedermachen will. Das ist auch verständlich, weil er unglaublich viel für das Land gemacht hat.

Aber gibt einem das das Recht, den Moderator eine ganze Sendung lang niederzuschreien?

Ich würde das nicht so machen. Mit achtzig Jahren reagiert man vielleicht auch anders. Trotzdem möchte ich mit achtzig noch so viel Energie haben wie dieser Mann.

Mit „energiegeladenen, authentischen“ Männern werden Sie als Niederösterreich-Chefin Ihrer Partei ja öfter Kontakt haben. Werden Sie bei der Landtagswahl im Frühjahr kandidieren?

Nachdem noch nicht einmal ein Wahltermin feststeht, haben wir diese Entscheidung noch nicht getroffen. Es liegt auch bei der niederösterreichischen Bevölkerung, ob es möglich ist, weil das Antreten für neue Parteien massiv erschwert wurde: Wir müssen in 21 Bezirken je 50 Unterschriften sammeln, um kandidieren zu können.

Wenn wir von einer Landtagswahl Mitte März ausgehen, was wären die Kriterien für ein Antreten von Team Stronach?

Neben den Unterschriften ist vor allem die Frage, wie weit wir mit unserer Organisation kommen – wir haben bereits 500 Zuschriften von Menschen, die mitmachen wollen. Da müssen wir schauen, dass wir Bezirksstrukturen aufbauen – die werden wir auch für die Nationalratswahl brauchen.

Was wollen Sie den Niederösterreichern denn außer den Namen Stronach und Prokop bieten?

Arbeit für das Land. Wir wollen Österreich erneuern und genauso Niederösterreich.

Was soll denn das konkret heißen? Eines der großen Themen im Land ist z. B. die Pendlerfrage nach der Parkpickerlausweitung in Wien; haben Sie dazu irgendwelche Ideen?

Das ist noch in Ausarbeitung, weil wir uns noch nicht entschlossen haben, in Niederösterreich anzutreten. Natürlich beschäftigen wir uns damit, aber wir arbeiten ja erst an unserem Programm. Die große Linie bleibt, was Frank Stronach sagt: Es soll allen Bürgern gut gehen. Und da gehört die Ungerechtigkeit beim Parken dazu.


Sie kennen die niederösterreichische VP nicht nur aus Ihrer Familiengeschichte – Ihre Mutter war ja Landesrätin und später Innenministerin –, sondern auch aus eigener Erfahrung: Sie sitzen auf einem VP-Ticket – inzwischen als wilde Mandatarin – im Gemeinderat von Maria Enzersdorf. Was hat Sie bewogen, die Partei zu verlassen?

Ich habe mich schon länger aus der ÖVP zurückgezogen, weil ich nicht mehr damit einverstanden war, wie es läuft – in Gemeinde, Land und Bund. Dann habe ich mich im März wieder einmal mit Frank Stronach getroffen, er hat mir seine Ideen geschildert; nach einigen Überlegungen habe ich mich entschieden mitzumachen.

Was hat Ihnen denn an der ÖVP nicht gepasst?

Der Umgang untereinander – und dass der wirkliche Kontakt zu den Bürgern abhandengekommen ist.

Würden Sie Erwin Pröll wieder zum Landeshauptmann wählen, wenn Sie in den Landtag kommen?

Das steht derzeit nicht zur Diskussion – wir müssen jetzt erst einmal entscheiden, ob wir überhaupt antreten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2012)

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13 Kommentare

Den Beratern von Stronach

sei der folgende treffliche Kommentar von Herrn Asamer ermpfohlen:

http://diepresse.com/home/leben/mensch/walk/1319213/Walk-of-Haeme

Es ist mir unverständlich, wieso Stronach nicht einsieht, dass seine zornigen und langatmigen Rechtfertigungsversuche in schlechtem Deutsch das Gegenteil von dem erreichen, was er möchte.

Warum schickt er nicht seinen Pressesprecher, oder antwortet in knappen und nüchternen Sätzen?

Frank


liebe Frau prokop der edle Spender Frank hat auch genug genommen von Österreich ,oder schon vergessen mit dem Altmeister zu sprechen " lernen sie Geschichte " und legen sie ihren ÖVP Platz zurück sie wurden nicht für das was machen gewählt.

1 2

Frank Stronach, eine Koryphäe, welcher Industrien über Kontinente revolutionierte,

. . . ist sich bewusst, dass nur ein kompetentes Management Erfolg bringt. Und so wird er sein "Team" gegen die Privilegien- und Pfründewirtschaft verpflichten, die uns noch bankrottierte.

Eine Erweiterung der Stronach Sammlung

von frustrierten Einzelgängern, Hinterbänklern und geldgeilen Opportunisten, die uns nichts zu sagen haben. (Das ist noch in Ausarbeitung).

6 2

Genug von den Phrasen

Auswendig gelernt von den Parteien

5 2

Bravo

Frank!

5 1

Sehr gut!

Wünsche Alles Gute, es kann nicht sein daß nur das geschieht, was Brüssel (FMI, EZB) wiill.

wessen brot ich ess'

dessen lied ich sing...

Karin Prokop:Franks Auftritt ist verständlich

Ich schätze Frank als Unternehmer, da ich er jemand ! Jedoch in der Politik ist er ein Niemand !

Ich würde ihm raten, wenn jemand seiner Presseabteilung zu den Interviews geht !!!

Auch sein Partei -Manager hat bei der Sendung Im Zentrum nicht schlagkräftig ausgesehen. Herr
Böhmdorfer hatte für das Team Stronach die besseren Argumente !!

Ich würde, anstelle von Frank - Herrn Böhmdorfer anwerben !!


Es war schon hoch an der Zeit,


dass sich "Die Presse" eindeutig als Mitglied der Jagd- und Hetz-Gemeinschaft gegen das Team Stronach deklariert!

Dies ist gestern völlig eindeutig klar gemacht, und mit der sogenannten "Interview-Führung" (siehe oben) bestätigt worden.

Bei einer Hetzkampagne mitzumachen ist legitim, so lange man es offen tut, wie es positiv "Die Presse" vormacht, und nicht auf hinterfotzige Art, wie es andere Medien betreiben.

Jetzt, da alles klar ist, können wir als "Presse"-Leser der Redaktion nur dankbar dafür sein, dass uns bewusst gemacht wurde, wo "Die Presse" eindeutig und offen wirklich steht.

Re: Es war schon hoch an der Zeit,

die Medien brauchen doch Geld um nicht an Austrocknung mangels Geist zu verenden.Manche liegen ja bereits auf der Intensiv.

Selber hackeln ist der Prokops Sache nicht! War ja schon die Innenministerin eine veritable Katastrophe an die sich keiner mehr erinnern will, schon gar nicht die ÖVP!

Und die Frankie-Partei wird ihr auch nicht bis zur Pensi die Kohle reinschieben!

3 1

Re: Selber hackeln ist der Prokops Sache nicht! War ja schon die Innenministerin eine veritable Katastrophe an die sich keiner mehr erinnern will, schon gar nicht die ÖVP!

Immer feste drauf auf den Stronach und seine Leute.

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