"Po-Grapsch-Paragraf": Karl erteilt Forderung der SPÖ Absage

29.01.2013 | 18:19 |  Von Philipp Aichinger (Die Presse)

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will strengere Normen gegen Belästigung. Konkret will sie eine strafrechtliche Verfolgung bei „Po-Grapschen“ Doch was ist erlaubt, was verboten?

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Wien. Im Zuge der Debatte um den FDP-Politiker Rainer Brüderle, der sich Frauen gegenüber ungebührlich verhalten haben soll, fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) erneut strengere Regeln gegen sexuelle Belästigung. Konkret will sie eine Gesetzesänderung, damit das sogenannte Po-Grapschen strafrechtlich verfolgt wird. Im Vorjahr war die Staatsanwaltschaft Graz ja zum Schluss gekommen, dass das Anfassen des Gesäßes noch nicht strafbar sei. Der „Presse“-Bericht darüber hatte im vergangenen November die Diskussion entfacht.

Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) erteilt den Wünschen Heinisch-Hoseks nun aber eine Absage. Sie sei gegen Anlassgesetzgebung, erklärte sie am Dienstag. Zudem gebe es andere Normen, die das Anfassen des Gesäßes untersagen. Doch was ist tatsächlich erlaubt und was verboten? „Die Presse“ ging den wichtigsten Fragen nach.

1. Warum ist das Po-Grapschen bisher nicht vom Strafgesetz erfasst?

§218 des Strafgesetzbuchs (StGB) verbietet es, eine Person durch „eine geschlechtliche Handlung“ zu belästigen. Die Staatsanwaltschaft Graz kam aber zum Schluss, dass das Po-Grapschen nicht strafbar ist, weil der Hintern kein Geschlechtsteil darstelle. Das Frauenministerium will nun, dass der Begriff der geschlechtlichen Handlung im Gesetz definiert wird. Der Begriff soll auch Körperpartien, die nicht zur unmittelbaren Geschlechtssphäre gehören, betreffen. Und zwar dann, wenn „aus den Umständen eine sexuelle Tendenz erweislich ist“.

Helmut Fuchs, Vorstand des Instituts für Strafrecht an der Universität Wien, zeigt sich zu diesem Vorschlag skeptisch: „Ich halte diese Formulierung für zu unbestimmt, um einen Tatbestand daran zu knüpfen“, sagt er zur „Presse“. Die bisherigen Strafnormen würden ausreichen. Zudem könnte das Anfassen des Gesäßes unter Umständen schon jetzt als Beleidigung strafbar sein, meint Fuchs, der hinzufügt: „Und nicht alles, was nicht strafbar ist, ist erlaubt.“

2. Inwiefern ist das Po-Grapschen schon jetzt verboten?

Zivilrechtlich könnte man gegen den Belästiger vorgehen und versuchen, Folgeschäden (psychische Behandlung) einzuklagen.

Passiert der Vorfall am Arbeitsplatz, wird eigens das Gleichbehandlungsgesetz schlagend, das einen immateriellen Schadenersatz für die sexuelle Belästigung normiert. So kann eine Frau sowohl den Mitarbeiter, der sie belästigt, zur Verantwortung ziehen als auch den Arbeitgeber, wenn er gegen bekannte Vorgänge nichts unternimmt. Das Anfassen des Gesäßes werde am Arbeitsplatz immer Schadenersatz auslösen, erklärt Ingrid Nikolay-Leitner, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft. Das Justizministerium verweist zudem auf verwaltungsstrafrechtliche Verbote: So gebe es etwa in der Steiermark die „Anstandsverletzung“, unter die das Po-Grapschen falle.

Die grüne Abgeordnete Judith Schwentner kritisiert indes, dass Heinisch-Hosek nicht schon längst dafür gesorgt habe, dass das Po-Grapschen bundesweit vom Verwaltungsstrafrecht sanktioniert wird. Das Frauenministerium verteidigt dies: Das Anfassen des Gesäßes sei etwas anderes als eine Parkstrafe und gehöre daher nicht ins Verwaltungsstrafrecht.

3. Wie oft kommt es zu Po-Grapsch-Attacken in Österreich?

Es gibt keine Statistik nach Körperteilen. Im Gleichbehandlungsbericht 2010/2011 wurden aber 44 Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz registriert. Nikolay-Leitner fürchtet allerdings eine hohe Dunkelziffer.

4. Kann man auch für sexistische Äußerungen Schadenersatz fordern?

Verbale Belästigungen sind, wenn sie am Arbeitsplatz oder im Geschäftsleben stattfinden (etwa wenn man Kunde in einem Geschäft ist), durch das Gleichbehandlungsgesetz verboten. Bei Äußerungen à la „Sie können ein Dirndl ausfüllen“ (dies soll Brüderle gesagt haben) müsste man laut Experten aber zunächst wohl darauf hinweisen, dass man so nicht angesprochen werden will. Kommt es dann zu weiteren anzüglichen Äußerungen, droht Schadenersatz.

5. Welche Sanktionen drohen bei Po-Grapschen oder sonstiger sexueller Diskriminierung?

Das Gleichbehandlungsgesetz sieht bei sexueller Belästigung einen Schadenersatz von mindestens tausend Euro vor (keine Höchstgrenze). Sollte Po-Grapschen künftig unter §218 StGB fallen, würden Tätern im schlimmsten Fall sechs Monate Gefängnis drohen.

Auf einen Blick

Ein Grazer Fall löste im Vorjahr die Debatte erstmals aus: Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen einen Beschuldigten ein, der einer Frau ans Gesäß gefasst hatte. Die Staatsanwaltschaft sah kein Delikt, weil es sich beim Gesäß um kein Geschlechtsteil handle. Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) fordert nun eine Änderung des Strafgesetzes, damit auch solche Fälle bestraft werden. Justizministerin Karl (ÖVP) lehnt das ab und verweist auf zivilrechtliche Gesetze. Man werde aber im Rahmen einer Evaluierung des gesamten Strafgesetzes bis 2015 alles überprüfen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.01.2013)

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252 Kommentare
 
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Re: Für den Öffentlichen (Bundes)Dienst gibt es dann noch die "Dienstanweisung betreffend Vermeidung Lüsternheit konnotierender Sichtkontakte innerhalb der Dienststelle" und den "Außendienstkeuschheitserlass".

Danke.
Aber es ist mein voller Ernst, meine volle Ernstin.
Die h.o. o.a. Normen sind ja solche des Bundes.
Diese bedürfen einer landesgesetzlichen Präzisierung, einer regionalen Interpretation und einer gemeindespezifischen Auslegung, so dass sich insgesamt eine durchgängiges, hierarchisches Normengebäude herstellen läßt.
Dem/der Normunterworfene(n) ist ja Orientierungssicherheit zu geben, er/sie ist vor Unrechtsfolgen zu bewahren bis hin zum letzten Bergdorf.
Jedenfalls hat jede dieser Normen zu beginnen mit:
"Ein Po im Sinne dieses Gesetzes ist ..."
Es ist freilich noch die Frage zu klären, inwieweit hier geschlechtsneutrale Formulierungen, genauerhin qualitativ und quantitativ geschlechtsspezifische Definitionen Platz greifen sollen, genauer müssen.
Jedenfalls ist die vorausgesetzte Grundnorm in der Natur der Sache selbst zu suchen und zu finden.
Mit einem Wort:
Zur Sache Schätzchen.

Re: Re: Für den Öffentlichen (Bundes)Dienst gibt es dann noch die "Dienstanweisung betreffend Vermeidung Lüsternheit konnotierender Sichtkontakte innerhalb der Dienststelle" und den "Außendienstkeuschheitserlass".

wieso Geschlechterneutralität vortäuschen? Ist doch schon seit Jahrzehnten von Fr. Schwarzer erwiesen, dass Frauen einen Po haben und Männer meistens ein Ar*** (sind).

Aber grundsätzlich gehört eine bundesweite Sexualbeauftragtin her; mit 9 Zweigbüros. Und eine Volksbefragung muss ebenfalls umgehend terminisiert werden.
Lei-Lei - was auch zu diesem wichtigen Thema passt.

Re: Re: Re: Für den Öffentlichen (Bundes)Dienst gibt es dann noch die "Dienstanweisung betreffend Vermeidung Lüsternheit konnotierender Sichtkontakte innerhalb der Dienststelle" und den "Außendienstkeuschheitserlass".


es gehört auch ein sexualbeauftragter her,
der die männliche seite vertritt und solchen einseitig geprägten gehirnakrobatinnen paroli bietet.

Was total hilfreich wäre die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht

in einer Art "Anders-Geschlecht-Erfahrgruppe!"
Wenn ich in der Pension bin, kann ich mich ja darum bemühen!

Sexualbeaufgtragte mit 9 Zweigbüros & Volksbefragung

Hört sich nicht schlecht an. Bedarf scheint ja gegeben!

Diese bedürfen einer landesgesetzlichen Präzisierung, einer regionalen Interpretation und einer gemeindespezifischen Auslegung, so dass sich insgesamt eine durchgängiges, hierarchisches Normengebäude herstellen läßt.

Super!
Das wäre noch spannend, was man dem Po in der landesgesetzlichen Präzisierung, der regionalen Interpretation und der gemeindespezifischen Auslegung andichtet!
Das ganze Thema scheint ein wenig überzogen, doch gerade deswegen ist es es wert, wenn Frauen und Männer darüber ins Gespräch kommen, finde ich!

Es entsteht nämlich inzwischen der Eindruck, das Frauen und Männer so tun, als ob
sie nicht miteinander könnten, und sich deswegen befeinden, um nicht zu sagen, bekriegen!

Achja, deswegen die Brüderle Propaganda,

weil gleichgeschaltet hier Gesetze ohne Aufschrei eingeführt werden sollen, um das Gesellschaftliche Links-linke versaute Weltbild per Gesetz garantieren zu können.

Und was machen die Medien? Genau, die sind nur noch reinste Propagandamaschinen der versauten Linken!

Propagandamaschinen der versauten Linken!

die eu schadet nicht wegen der linken, dort regieren seit jahrzehnten die rechten.

Re: Propagandamaschinen der versauten Linken!

Aha, interessant. Wer hat ihnen das erzählt? Darf man fragen, wie stark ist diese Fraktion? Und evtl. ein paar Namen!

die versauten Linken!

evp - 271 sitze (rechte)
spe - 189 sitze (linke)

Re: die versauten Linken!

A net schlecht, konservative Partien wie die ÖVP sind rechts. Deswegen verschleudern sie unser Steuergeld für AL-Staaten und holen die AL nach der Reihe zu uns rein.

Re: Re: die versauten Linken!

für einen gestandenen linkslinken sind alle anderen parteien rechts bis rechtsextrem ^^.

Re: die versauten Linken!

Als ob die EVP rechts wäre, Ha Ha

Re: primitiv, niveau- und argumentationslos :-(


Re: Re: primitiv, niveau- und argumentationslos :-(

Bei diesem Post liegt die Betonung tatsächlich auf argumentationslos.

Re: Re: primitiv, niveau- und argumentationslos :-(

Gelächter! Als wenn die links-linken hier Argumente hätten!!!

Man braucht gegen Pseudo links-linke Ansichten und Pseudo Forderungen keine Argumente. Das wäre circa so einen vier jährigen zu erklären, warum Papa morgen nicht auf den Mond fliegen kann!

Oba so wie sie schreiben, passen Sie eh gut zu den linken. Das sollten Sie ja nicht aufgeben!

Die Frau Ministerin ist Vorgesetzte der Beamtenschaft,

nicht der Bürger. In ihrem Wirkungskreis kann sie ihre Regeln einführen.

anregung für haüpl für einen neuerlichen volksbefragungsversuch:

zu beantworten mit ja oder nein :
sollen künftig die menschlichen ( weiblichen und männlichen ) gesäßbacken (so wie bisher die weiblichen brüste, die vagina und der penis) GESCHLECHTSTEILE sein ?
sollte es (so wie mit der wehrpflichtfrage) wieder nicht klappen --- neuerliche volksbefragung (zur sicherung der stimmen wenigstens der homosexuellen) :
ist der anus , insbesondere der männliche, ein geschlechtsteil ?

Re: anregung für haüpl für einen neuerlichen volksbefragungsversuch:

Also ich könnte Ihnen gar nicht genug rote Stricherl für diesen dummen Kommentar geben!

Re: anregung für haüpl für einen neuerlichen volksbefragungsversuch:

Des ist guat! Echt guat!

In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.

Es geht um eine neue Kultur des Umgangs miteinander, die sowohl das nichtadäquate Verhalten von Frauen Männern gegenüber zur Sprache bringt als auch das der Männer Frauen gegenüber.
Vermutlich würden dann auch Frauen etwas großzügiger Männern gegenüber sein.
Doch ein Verhaltenskodex für Frauen Männern gegenüber ist noch nicht einmal angedacht worden. Wenn der dann noch per Gesetz einklagbar wäre, na Gute Nacht!

Re: In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.


der neue umgang heisst:
finger weg von den frauen!

(am besten:
'ned amoi aunstraafn' oder
'ned amoi ignoriern')

ps: ... und ich bin kein vertreter einer
orientalischen religiösen bewegung!

Re: Re: In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.

Dass sich Männer diesbezüglich gekränkt fühlen kann ich nachvollziehen. Aber in der Kränkung stehen zu bleiben, dass schneidet nicht nur den Männern den Lebensodem ab, sondern letztlich auch den Frauen. Männer, wir brauchen euch, dringendst sogar. Und dennoch, wenn wir euch brauchen haben wir Bedarf uns über unsere unterschiedlichen Vorstellungen auszutauschen.
Ich glaube da gibt es noch viel zu entdecken. Das Ziel sollte sein, dass sich eben der Mann nicht dauerhaft wie ein Hund vorkommen muss, wo er auf seine Beschaffenheit stößt.
Ich verstehe nicht, warum keiner der Männer, hier in diesem Forum fähig dazu ist, zu sagen wie es ihm geht, was er fühlt, wenn er abgewiesen wird, usw.. Sind nicht gerade jene Männer, die das am meisten betrifft, die größten Bremser?

Re: In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.

Ja rein in ein Ghetto oder in den Gulag mit den Weibern die das selber wollen. B-)

Eine endgültige Lösung

Um diesen offensichtlichen Missstand der Natur endlich zu korrigieren, sollte man gentechnisch eingreifen um nur noch Neutrums zu erzeugen. Diese könnten dann friedlich in staatlich geprüften Reagenzgläsern heranreifen und müssten sich später nicht mit diesen lästigen Trieben auseinandersetzen - man sieht ja, wozu all dieser Sex seit Jahrtausenden geführt hat.
Generell halten Emotionen ohnehin nur auf und noch dazu muss man vielleicht ja fürchten künftig im Gefängnis zu landen, wenn man einer hübschen Frau hinterhersieht. Mit meinem Vorschlag wären all diese Probleme aus der (schönen, neuen) Welt...

Im Ernst: Dass wildes Herumgegrapsche, zumal am Arbeitsplatz, nichts verloren hat sollte jedem mit etwas Hirn im Kopf klar sein. Es scheint ja auch eher daran zu scheitern, dass eben diese Zahl von Menschen rückläufig zu sein scheint. Pauschale Gesetzes-Rundumschläge (mit hohem Missbrauchspotential) helfen bei derart persönlichen/subjektiven Themen allerdings auch nicht weiter. Finde ich.

Pauschale Gesetzes-Rundumschläge (mit hohem Missbrauchspotential) helfen bei derart persönlichen/subjektiven Themen allerdings auch nicht weiter. Finde ich.

Finde ich letztlich auch! Sich Gedanken zu machen wie man zu einer angemessenen Kultur zwischen Männer und Frauen, und zwischen Frauen und Männer kommt, das wäre ideal!

Ich fände Gesprächszirkeln total darüber angebracht, oder eine Internetplattform, in der man das Thema breiter diskutieren kann. Wäre, denke ich höchst an der Zeit.

Alles verboten.

Meine Güte, muss denn das sein. Als nächstes folgen Anstarr-, anti-Anrede-, anti-Voll-Laber-, anti-tanz-mir-nicht-im-weg-Paragraf.

Werbeangebote, auch wenn sie nicht besonders raffiniert sind und man Anfängerfehler begeht, müssen erlaubt sein. Natürlich ist der wiederholte Anfängerfehler eines 50 jährigen Lüstlings etwas grenzwertig.
Richard Lugner, zugegeben kein Vorbild an zivilisierter Beziehungsanbahnung, müsste dann ständig Strafe zahlen. Er ist zwar nicht jeder Fraus geschmack, aber kein Unmensch.

Frau Heinisch Hosek finde ich völlig weltfremd und stellt unrealistische Anforderungen an die Welt der Liebe.

Traurig, dass es so weit kommen musste. Das zeitalter der experimentierfreudigen Freizügigkeit verschwindet und weicht einer prüden Reglementierungswut über die Liebe.

In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.

In dem Punkt behaupte ich, nähern wir uns einem lebensfeindlichen reglementierten Interaktion zwischen Mann und Frau an, wo ich mir denke, da kann ich doch gleich in den Iran. Es gibt Frauenabteile, Frauenparkplätze, Frauenurlaube, Frauenalles, denn wir Männer grabschen, glotzen und stören. Sollen die Frauen in eine Frauenzone, die es wollen.

Es geht um eine neue Kultur des Umgangs miteinander, die sowohl das nichtadäquate Verhalten von Frauen Männern gegenüber zur Sprache bringt als auch das der Männer Frauen gegenüber.
Vermutlich würden dann auch Frauen etwas großzügiger Männern gegenüber sein.
Doch ein Verhaltenskodex für Frauen Männern gegenüber ist noch nicht einmal angedacht worden. Wenn der dann noch per Gesetz einklagbar wäre, na Gute Nacht!

„...aus den Umständen eine sexuelle Tendenz erweislich ist“.

Noch schwammiger formulieren bitte!

sexismus

Dass frau sich in der diskothek ein getränk spendieren lässt, sich umdreht und geht, und darauf angesprochen meint: 'das ist doch normal dass die männer zahlen' ist nicht sexistisch?

Re: sexismus

Ja dann spendieren Sie eben keine Getränke.

Es scheint als sei so etwas wie ein Dialog über diese Thematik angebracht

Es geht hier im eigentlichen Sinn darum, dass auch Frauen in vielen Dingen Männern gegenüber nicht adäquat verhalten. Und darüber sollte man auch reden dürfen. Dies mit einer billigen Empfehlung abzuspeisen, das halte ich auch nicht angebracht. Frauen wären über eine so billige Empfehlung "Dann verlassen Sie halt die Bar!" auch nicht erfreut!

Re: Es scheint als sei so etwas wie ein Dialog über diese Thematik angebracht

In der oben von Hoffäxx geschilderten Situation hat sich die Frau zwar vielleicht besonders nett verhalten, strafrechtliche Relevanz hat so was aber noch lange nicht. Von daher ist Vergleich mit sexueller Belästigung nicht sinnvoll.

strafrechtliche Relevanz hat so was aber noch lange nicht.

Solange es kein Gesetz dafür gibt nicht, doch wir Frauen treiben es noch soweit, dass die Männer auch auf die Idee kommen könnten, gegen Belästigungen und unrechtes Verhalten von Frauen Gesetze einzufordern!
Auch die Missbrauchs Gesetze sind ja erst nach und nach gekommen, weil sie nach und nach gefordert wurden.

Re: Re: sexismus

Ist das eine antwort attf meine frage?

Re: Re: Re: sexismus

Wenn jemand so blöd ist und nich checken kann, wann er zahlt oder sich blöd benommen hat, dass Frau geht: Selber schuld!

Re: Re: Re: sexismus

Schauen Sie, das ist eine Situation, die Sie selbst herbeigeführt haben. Ob es sexistisch ist oder nicht, Sie haben ihr das Getränk freien willens spendiert. Was erwarten Sie sich denn? Ein Gesetz, das Frauen dazu verpflichtet mit Ihnen den Abend zu verbringen, wenn Sie ihnen ein Getränk zahlen?

Re: Re: Re: Re: sexismus

na, vielleicht dass die dame das getränk ablehnt wenn sie den abend mit jemand anders verbringen will?

Re: Re: Re: Re: Re: sexismus

Ha, ha, ha....
Sie ticken tatsächlich so, wie Sie das beschreiben? Unfassbar naiv!

Re: Re: Re: Re: Re: sexismus

Klar, das wär natürlich das Richtige. Aber wenn Sie das nicht tut? Rufen Sie dann die Polizei?

Re: Re: Re: Re: Re: Re: sexismus

im sinne der gleichberechtigung wäre daswohl die richtige vorgangsweise: raub eines getränkes - da sieht man wie blöd diese emanzipation ist und die fr. minister ...

Schlag nach bei Herrn Prammer!

Frau MinisterIN kann ja Frau ParlamentspräsidentIN fragen

Korrektur des vorausgegangenen Postings

Ich habe genügend Männer kennengelernt, für die
das sich Anschwatzen lassen von Frauen als Belästigung empfunden wird.
Würde es da auch ein Gesetz geben, das Männer vor solcher Art der Kommunikation bzw. vor Bevormundung schützen sollte, würde es dies bestimmt nicht wenige Frauen treffen.

Eigentlich sollte einem der Hausverstand sagen ...

... wann Belästigung beginnt.

Und Po-Grapschen wie auch das Angrapschen anderer Körperteile sind sicher Belästigungen. Und nicht nur wenn ein Mann dies bei einer Frau tut ...

Re: Eigentlich sollte einem der Hausverstand sagen ...

Im Amtsgebrauch ist die Deckung und die Haftung weit vor dem Sinn des Gesetzes angelegt. Das Wohl des Beamten geht vor dem des Bürgers.

Ich habe genügend Männer kennengelernt, für die

das Anschwatzen von Frauen als Belästigung erlebt wird.
Würde da es ein Gesetz geben, das Männer vor solchen Anschwatzen oder Bevormundung schützen soll, würde es dies bestimmt nicht wenige Frauen treffen.

anlaßgesetzgebung

wieso darf man den von der frau ministerin karl ganz offensichtlich angesprochenen (auch von der presse berichteten) ANLASS (afgahnischer täter in graz ) nicht erwähnen ?

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die Ausfälle der Hosek sind schon richtig abgegangen

die SPÖ wird sich noch wundern wie ihre dämlichen SpitzenpolitikerInnen die Wähler vertreiben - aber nicht nur männliche...

Vielleicht sollte mn die Sittenpolizei der seligen Maria Theresia wieder einführen ?

Man könnte sie ja Gender-Cobra nennen.

Re: Vielleicht sollte mn die Sittenpolizei der seligen Maria Theresia wieder einführen ?

Ich weiss nicht Cobra der geeignete Name für so eine Organisation wäre. Immerhin sind männlichen Exemplare dieser Spezies gleich mit 2 Penisen (kein Witz, googlen Sie!) ausgestattet!

gegen anlaßgesetzgebung

was heißt hier "anlaß" ?
(po)gegrapscht wird permanent seit jahrtausenden !
die frage ist, ob man (neben den bisherigen gesetzlichen möglichkeiten zusätzlich ) ein (gerichtliches) strafgesetz braucht, um es abzustellen --- oder ob es durch (um)erziehung abgestellt werden kann ---auf geeignete weise "abzustellen" ist es allemal !

 
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