"Po-Grapsch-Paragraf": Karl erteilt Forderung der SPÖ Absage

29.01.2013 | 18:19 |  Von Philipp Aichinger (Die Presse)

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will strengere Normen gegen Belästigung. Konkret will sie eine strafrechtliche Verfolgung bei „Po-Grapschen“ Doch was ist erlaubt, was verboten?

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Wien. Im Zuge der Debatte um den FDP-Politiker Rainer Brüderle, der sich Frauen gegenüber ungebührlich verhalten haben soll, fordert Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) erneut strengere Regeln gegen sexuelle Belästigung. Konkret will sie eine Gesetzesänderung, damit das sogenannte Po-Grapschen strafrechtlich verfolgt wird. Im Vorjahr war die Staatsanwaltschaft Graz ja zum Schluss gekommen, dass das Anfassen des Gesäßes noch nicht strafbar sei. Der „Presse“-Bericht darüber hatte im vergangenen November die Diskussion entfacht.

Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) erteilt den Wünschen Heinisch-Hoseks nun aber eine Absage. Sie sei gegen Anlassgesetzgebung, erklärte sie am Dienstag. Zudem gebe es andere Normen, die das Anfassen des Gesäßes untersagen. Doch was ist tatsächlich erlaubt und was verboten? „Die Presse“ ging den wichtigsten Fragen nach.

1. Warum ist das Po-Grapschen bisher nicht vom Strafgesetz erfasst?

§218 des Strafgesetzbuchs (StGB) verbietet es, eine Person durch „eine geschlechtliche Handlung“ zu belästigen. Die Staatsanwaltschaft Graz kam aber zum Schluss, dass das Po-Grapschen nicht strafbar ist, weil der Hintern kein Geschlechtsteil darstelle. Das Frauenministerium will nun, dass der Begriff der geschlechtlichen Handlung im Gesetz definiert wird. Der Begriff soll auch Körperpartien, die nicht zur unmittelbaren Geschlechtssphäre gehören, betreffen. Und zwar dann, wenn „aus den Umständen eine sexuelle Tendenz erweislich ist“.

Helmut Fuchs, Vorstand des Instituts für Strafrecht an der Universität Wien, zeigt sich zu diesem Vorschlag skeptisch: „Ich halte diese Formulierung für zu unbestimmt, um einen Tatbestand daran zu knüpfen“, sagt er zur „Presse“. Die bisherigen Strafnormen würden ausreichen. Zudem könnte das Anfassen des Gesäßes unter Umständen schon jetzt als Beleidigung strafbar sein, meint Fuchs, der hinzufügt: „Und nicht alles, was nicht strafbar ist, ist erlaubt.“

2. Inwiefern ist das Po-Grapschen schon jetzt verboten?

Zivilrechtlich könnte man gegen den Belästiger vorgehen und versuchen, Folgeschäden (psychische Behandlung) einzuklagen.

Passiert der Vorfall am Arbeitsplatz, wird eigens das Gleichbehandlungsgesetz schlagend, das einen immateriellen Schadenersatz für die sexuelle Belästigung normiert. So kann eine Frau sowohl den Mitarbeiter, der sie belästigt, zur Verantwortung ziehen als auch den Arbeitgeber, wenn er gegen bekannte Vorgänge nichts unternimmt. Das Anfassen des Gesäßes werde am Arbeitsplatz immer Schadenersatz auslösen, erklärt Ingrid Nikolay-Leitner, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft. Das Justizministerium verweist zudem auf verwaltungsstrafrechtliche Verbote: So gebe es etwa in der Steiermark die „Anstandsverletzung“, unter die das Po-Grapschen falle.

Die grüne Abgeordnete Judith Schwentner kritisiert indes, dass Heinisch-Hosek nicht schon längst dafür gesorgt habe, dass das Po-Grapschen bundesweit vom Verwaltungsstrafrecht sanktioniert wird. Das Frauenministerium verteidigt dies: Das Anfassen des Gesäßes sei etwas anderes als eine Parkstrafe und gehöre daher nicht ins Verwaltungsstrafrecht.

3. Wie oft kommt es zu Po-Grapsch-Attacken in Österreich?

Es gibt keine Statistik nach Körperteilen. Im Gleichbehandlungsbericht 2010/2011 wurden aber 44 Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz registriert. Nikolay-Leitner fürchtet allerdings eine hohe Dunkelziffer.

4. Kann man auch für sexistische Äußerungen Schadenersatz fordern?

Verbale Belästigungen sind, wenn sie am Arbeitsplatz oder im Geschäftsleben stattfinden (etwa wenn man Kunde in einem Geschäft ist), durch das Gleichbehandlungsgesetz verboten. Bei Äußerungen à la „Sie können ein Dirndl ausfüllen“ (dies soll Brüderle gesagt haben) müsste man laut Experten aber zunächst wohl darauf hinweisen, dass man so nicht angesprochen werden will. Kommt es dann zu weiteren anzüglichen Äußerungen, droht Schadenersatz.

5. Welche Sanktionen drohen bei Po-Grapschen oder sonstiger sexueller Diskriminierung?

Das Gleichbehandlungsgesetz sieht bei sexueller Belästigung einen Schadenersatz von mindestens tausend Euro vor (keine Höchstgrenze). Sollte Po-Grapschen künftig unter §218 StGB fallen, würden Tätern im schlimmsten Fall sechs Monate Gefängnis drohen.

Auf einen Blick

Ein Grazer Fall löste im Vorjahr die Debatte erstmals aus: Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen einen Beschuldigten ein, der einer Frau ans Gesäß gefasst hatte. Die Staatsanwaltschaft sah kein Delikt, weil es sich beim Gesäß um kein Geschlechtsteil handle. Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) fordert nun eine Änderung des Strafgesetzes, damit auch solche Fälle bestraft werden. Justizministerin Karl (ÖVP) lehnt das ab und verweist auf zivilrechtliche Gesetze. Man werde aber im Rahmen einer Evaluierung des gesamten Strafgesetzes bis 2015 alles überprüfen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.01.2013)

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252 Kommentare
 
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Re: Re: Das Grapschen ist bestimmt eine Demütigung für eine Frau.

.. da werden bald von Seiten diverser Lebensberater, Sozialwissenschaftlern, Psychoterapeuten und sonstigen Dienstleistern der psychosozialen Betreuungsindustrie Seminare der gendergerechten und politisch korrekten Anmache angeboten werden.

Re: Re: Re: Das Grapschen ist bestimmt eine Demütigung für eine Frau.

Anmache ist nicht mehr. "Elsa, willst Du mich heiraten?" ist die Zukunft.

Brrrr.

Stell Dir mal vor: ein lüsternes Ekelpaket von Mann greift Dir an den Hintern.
Na?
Genauso fühlt es sich an von Dir begrapscht zu werden.

Re: Brrrr.

dazu habe ich die Frage zu ein "lüsternes Ekelpaket von Mann " - will meine Kinder darin natürlich trianieren und aufmerksam machen. Wie erkennt man diese äusserlich?

Re: Brrrr.

dummes Kommentar - typisch Frau eben

Dummes Kommentar...

...von dummes Frau?
:-/

Re: Brrrr.

Auch Frauen sind oft genug lüsterne Ekelpakete. Was dann?

Du meine Güte !!

Gegen Po-Grapschen braucht´s ein Gesetz ?

Da fällt mit eine nette Geschichte ein.

In der U-Bahn, ziemliches Gedränge. fand eine Frau plötzlich eine Hand auf ihrem Allerwertesten.
Sie ergriff die Hand, hob sie in die Höhe und rief laut:" Habe soeben diese Hand auf meinem Po gefunden, wem gehört die ?"

Re: Du meine Güte !!

Der wird das so bald nicht mehr versuchen. Ob er nach einer Haft- oder Geldstrafe mehr Respekt vor Frauen hat, wage ich zu bezweifeln.
Allerdings haben glaube ich wenige Frauen das Selbstbewusstsein und die Schlagfertigkeit.

wer war das mit dem Rotstift bei den Bewertungen?

Der Grinch?

*kopfschüttel*

Also ich finde ein solches Verhalten alles andere als in Ordnung. Aber solange Vergewaltiger mit Bewährung, Fußfessel oder ein paar Monaten einsitzen davonkommen, sehe ich keinen Handlungsbedarf, solche Dinge strafrechtlich zu verfolgen.
Die Einstellung mancher Poster, die Grabschen und einfaches Ansprechen einer Frau - egal ob das jetzt polemisch gemeint war- gleichsetzen, finde ich aber genauso dämlich.

Re: *kopfschüttel*

Bei all den Psychodramen wäre "nett" wenn niemand ohne handfeste Beweise verurteilt würde.

Re: *kopfschüttel*

Ich kenn33 Mnner in meiner Nachbarschaft, die sind auch noch stolz darauf, und tun es immer wieder
Ich gebe Ihnen gerne die Namen bekannt; gegen ein Honorar von 450 Euro pro Name.
Ich gehe mit Ihnen und der Sittenpolizei hin um sie zu identifizieren. Besser wäre natürlich ich bekomme die Wohnung von dem einen, dem Franz

Re: Re: *kopfschüttel*

Gute Idee und netter Nickname!


Das interessante ist, dass das morgen wieder Schnee von gestern ist


Re: Das interessante ist, dass das morgen wieder Schnee von gestern ist

ich fänd's weniger interessant, mehr begrüssenswert. Mit solchen Aktionen rückt sie
-die Männerwelt
-die Frauenbewegung
-und die Politik
in ein schlechtes Licht. Und schlechtes Licht haben wir (dank der EU hat dieser Satz doppelte Bedeutung) schon genug in Österreich.

Hier einen Buchempfehlung abzugeben, wo der Name des Autors ein Problem sein dürfte

Autor Hanns liehtrO (von hinten nach vorne) Der Titel des Romans "Verlangen nach Liebe"
Das Buch hat mich sehr bestärkt und auch inspiriert.

Das ist ein z.T. noch nicht korrigierter Abschnitt aus einem sehr kleinen Büchlein, das ich zimlich sicher öffentlich machen werde: 1. Teil

Miteinander in Leibhaftigkeit und Emotionalität verbunden sein

Leibhaftigkeit und Emotionalität stellen jene beiden Elemente dar, die die Mann-Frau-Einheit zu dem machen, was sie ist: Vollzug leibhaftig-emotionaler Liebe. Das macht das Wohlwollen und die Beglückung gerade erst aus.

In der leibhaftigen und emotionalen Liebe treffen zwei Bindungselemente aufeinander. In diesen zwei Bindungselementen kann in einer Mann-Frau-Einheit kein Verzicht geübt, geschweige denn einer abverlangt werden, denn in einer Mann-Frau-Einheit nehmen Emotionalität und Leibhaftigkeit in einer fraglosen Selbstverständlichkeit gleichberechtigt ihren Platz ein. Sie bedingen einander geradezu. Erst durch das Zusammenwirken von leibhaftiger und emotionaler Liebe werden Mann und Frau zudem, was sie füreinander sind: der Liebste/die Liebste.
Durch diese Liebe werden sie erst im eigentlichem Sinne Mann und Frau. Eine Frau wird eben erst dann zur Frau, wenn sie leibhaftig liebend auf den Mann ihres Lebens zukommt, ohne von ihm diesbezüglich in irgendeiner Weise gelockt oder verführt worden zu sein. Die Frau ist es, die die Bereitschaft zur leibhaftigen Vereinigung kundtut. Auf der emotionalen Ebene der Liebe begegnet der Mann der Frau als ein, sie, ganz und gar Liebender. Ein Mann wird eben erst dann zum Mann, wenn er emotional liebend auf die Frau seines Lebens zugeht, ohne von dieser dazu aufgefordert worden zu sein.
In diesem aufgezeigten Zusammenwirken von Mann und Frau kommt die Würde der Gleichwertigkeit zwischen diesen beiden in ihrer edelsten Form zum Ausdruck.
In Anerkennung leibhaftiger und emotionaler Erfahrbarkeit der Liebe würdigen Mann und Frau die Zweipoligkeit der Liebe. Emotionale und leibhaftige Liebe können weder eingefordert noch genommen werden, weil sie immer Geschenk sind.

2. Teil des Abschnittes

Alles, was in einer Beziehung genommen wird, entbehrt nicht nur der Dialektik des Gebens und Nehmens, sondern offenbart auf die Zukunft hin gesehen, dass immer wieder neu ein Akt des Sich-Nehmens und des Sich-nehmen-Wollens gesetzt werden muss, wenn eine frei gewollte Liebesbezeugung des Partners bzw. der Partnerin über lange Strecken vermisst wird. Dabei kommt dieses Nehmen einer Selbstbedienung gleich, das Auf-sich-zugreifen-Lassen indessen einer Ergebung. Dieser Vorgang offenbart deutlich, dass einem solchen Beziehungsakt keine Gleichwertigkeit innewohnt.
Dem etwas vornehmeren und freundlicheren Vorgehen als Antragstellers/ Antragstellerin haftet jedoch Erbärmlichkeit an, die ebenso keine Gleichwertigkeit der Liebe ausweist.

Das Zelt der beglückenden Liebe hat zwei Eingänge: einen leibhaftigen und einen emotionalen. Es ist ein Paradoxon, dass der Eingang zur leibhaftigen Liebe von der Frau geöffnet werden will, weil es ihr gegeben wurde diese Gabe in die Mann-Frau-Einheit einzubringen. Der Eingang zur emotionalen Liebe hingegen will vom Mann geöffnet werden. Ihm ist die Gabe zur emotionalen Liebe gegeben, um sie für diese konkrete Mann-Frau-Einheit zur Realität werden zu lassen.

Einer solchen leibhaftig-emotionalen Vertrautheit haftet eine beglückende und wohlwollende Liebe an, in der die Liebenden in ihrem So-Sein einander Du sind.

Literartur

Ich weiß nicht welches Wort hier immer und immer wieder durchfällt
Nun ich weiß schon, das das alles sehr ladei (von hinten nach vorne gelesen) klingt, doch in Wahrheit ist es vielleicht vian (von hinten nach vorne gelesen) im positiven Sinne.

Ich will hier keine weiteren Erkenntnisse abgeben jedoch auf eine in diesem Zusammenhang interessante Literatur aufmerksam machen:
„Auch Adam hatte eine Mutter“ Paul Hengge; Teilstück S 21
Im Internet zugänglich: Hier der Text, der mich u.a. inspirierte:

Die Übersetzung des Wortes „thardema“ (griechisch: „exstasis“) „als ‚Tiefschlaf‘ führt wie ein Irrlicht am eigentlichen Sinn des Gedankens vorbei. Die alten Autoren wollten uns nicht eine schmerzhafte Operation beschreiben, sondern ein visionäres Menschheitserlebnis, in dem unseren Vorfahren ein Zusammenhang bewusst geworden ist, den sie bis dahin im Lebensablauf nicht wahrgenommen hatten.“
‚Exstasis‘ „bezeichnet eine Bewusstseinsform, in der sich der Mensch von der unmittelbaren, materiellen Welt abwendet, aber in hoher Spannung mit allen Sinnen auf ein gedankliches Ziel ausgerichtet ist.“ Paul Hengge; Adam S 21.
In dieser „exstasis“ „erfasst der Geist Bereiche, die ihm in normalen Alltag verschlossen bleiben.“ Paul Hengge S 21

Und das würd ich mir wünschen, dass sich damit die Frauenbewegung aber auch die Männerbewegung auseinandersetzen würde

- Ich weiß schon, dass das idealistisch anmutet, ist es aber denke ich nicht, auch, wenn ich einräumen muss, dass oben beschriebenes Szenario ein Glücksfall ist und bleiben wird, solange Männer und Frauen voneinander die Vorstellung haben, für den anderen Objekt sein zu müssen, weil wir das ja so vermittelt bekommen haben.
Im übrigen hat Hanns Josef Ortheil einen wunderbaren Roman zu diesem Thema geschrieben: Verlangen nach Liebe.

Ich will hier keine weiteren Lehren abgeben jedoch auf eine in diesem Zusammenhang interessante Literatur aufmerksam machen:
„Auch Adam hatte eine Mutter“ Paul Hengge; Teilstück S 21
Im Internet zugänglich: Hier der Text, der mich u.a. inspirierte:

Die Übersetzung des Wortes „thardema“ (griechisch: „exstasis“) „als ‚Tiefschlaf‘ führt wie ein Irrlicht am eigentlichen Sinn des Gedankens vorbei. Die alten Autoren wollten uns nicht eine schmerzhafte Operation beschreiben, sondern ein visionäres Menschheitserlebnis, in dem unseren Vorfahren ein Zusammenhang bewusst geworden ist, den sie bis dahin im Lebensablauf nicht wahrgenommen hatten.“
‚Exstasis‘ „bezeichnet eine Bewusstseinsform, in der sich der Mensch von der unmittelbaren, materiellen Welt abwendet, aber in hoher Spannung mit allen Sinnen auf ein gedankliches Ziel ausgerichtet ist.“ Paul Hengge; Adam S 21.
In dieser „exstasis“ „erfasst der Geist Bereiche, die ihm in normalen Alltag verschlossen bleiben.“ ebd.

Re: Re: Das interessante ist, dass das morgen wieder Schnee von gestern ist

Offenbar ist das ein Thema, das nicht einmal der Frauenbewegung gelungen ist adäquat anzugehen. Im Gegenteil sie hat die Einseitigkeit dieser Thematik ein Stückweit auch mit zu verantworten.
Das gelebte Sexualität nicht "Pfui" ist, oder gar pfui sein kann, das wäre Aufgabe der Frauenbewegung das zu vermitteln. Sexualität ist eine Gottesgabe. Deswegen kann es auch nicht okay sein, einen Mann zu ehelichen mit dem ich dann eh nicht schlafen will!

Re: Re: Re: Das interessante ist, dass das morgen wieder Schnee von gestern ist

ich denke nicht, dass viele Frauen heiraten, obwohl sie mit dem Mann nicht schlafen wollen. Das muss fürchterlich sein.

ich glaub auch nicht, dass ich es "gelebte Sexualität" nennen sollte, wenn jemand einer Frau unaufgefordert an den Hintern greift.

Einmal hab ich's gesehen, woraufhin mich der Mann stolz lächelnd ansah, dem ich wiederum mit einem enttäuschten Kopfschütteln antwortete- und das war ihm weit peinlicher, als die erboste Reaktion der Frau. Warum? Verletzter stolz

Warum? Verletzter Stolz

Weil es hier um ein Lebenselixier der Männer geht. Das muss anerkannt werden. Wird es nicht anerkannt ist der Mann per se verletzt. Was ihm noch lange kleinen Freibrief gibt, jemanden sexuell zu belästigen.
Ich hab ja in dem posting auf jemanden reagiert, der meines Erachtens sich in der Männlichkeit verletzt fühlte. Und das verstehe ich, weil ich als partnerlose Frau auch verletzt bin, wenn mir ein Mann sagt, dass es reicht!

Re: Warum? Verletzter Stolz

Das glaub ich auch nicht.

DIE ÖFFENTLICHE DARSTELLUNG DER ÜBERLEGENHEIT.
Das wird wohl der Grund für die Belästigung sein.

Worauf das Bedürfnis dieser Darstellung zurückzuführen ist, weiss ich nicht. Unsicherheit vielleicht.

Sind sie wirklich einem Mann unerwünscht so nahe gekommen, dass er sagte "es reicht!"? Denn das passt so gar nicht in die Klischees, nach denen sie sich ein wenig richten ;)

Unerwünscht?

Ja, bin ich anscheinend. Aber Mann ist nicht gleich Mann. - Und trotzdem. Er hat mich tief getroffen und verletzt!

Ich fand das ganz normal, es kam kein Echo von ihm, also erläuterte ich die Sache noch mehr, als wieder kein Echo kam, redete ich wieder darauf los.
Mittlerweile weiß ich, wenn keine Antwort kommt, dann ist es zu viel. Aber warum kann er das nicht verbalisieren, bevor er die Wand hochgeht!

ich glaub auch nicht, dass ich es "gelebte Sexualität" nennen sollte, wenn jemand einer Frau unaufgefordert an den Hintern greift.

Ich nehme an, dass Herr yx verheiratet ist, und das genau daraus resultiert, dass er eben seine Sexualität nicht erfüllend leben konnte.

ich denke nicht, dass viele Frauen heiraten, obwohl sie mit dem Mann nicht schlafen wollen. Das muss fürchterlich sein.

Das ist auch fürchterlich! Die vielen Frauen, die als Kind missbraucht worden sind z.B., aber auch andere.
Der Satz "Männer wollen immer nur das Eine!" genügt schon. Das stimmt so auch nur unter bestimmten Gegebenheiten!

Re: ich denke nicht, dass viele Frauen heiraten, obwohl sie mit dem Mann nicht schlafen wollen. Das muss fürchterlich sein.

das stimmt nichteinmal unter "bestimmten Gegebenheiten". Sicherheit, Respekt, Geld, Macht...genau wie die Frauen, wollen auch wir nicht nur eines.

Aber das Zauberwort heisst: Beherrschung. So gut wie Niemand bekommt wovon er träumt in der Form, in der er's träumt. Sei es Sex, Geld, Macht oder sonstwas. Überlegen sie, wie der Sex in ihren Träumen aussieht- ich, für meinen Teil, bin abwärts der Hüfte ein Pferd (ein echtes, mit vier Beinen)

Beherrschung. Auch ich sehe von Zeit zu Zeit einen Hintern, den ich gern genauer "inspizieren" würde, aber das spielts nicht. Genau wie den Pferderumpf...

Die Voraussetzung unter der das bedrohliche „Eine“


Frauen, die Männern vorwerfen,
nur das „Eine“ zu wollen,
sollten darauf warten bis einer kommt,
den zu lieben sie die Ersten sind, da alle andere Frauen zuvor, in ihm nur das „Eine“ sahen.

Martha Haunold

Re: Die Voraussetzung unter der das bedrohliche „Eine“ sich auflöst

leider ist die Überschrift nicht ganz vollständig!

Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Sind das dann in Wahrheit nicht Ersatzhandlungen für unbefriedigte Sexualität?

Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Frage: Wie alt sind Sie?

16 oder doch schon 17?

Erschütternd wie manche Frauen für ALLES und JEDES eine sexuelle Motivation erfinden!

Ich sag Ihnen etwas dazu:

Es ist PEINLICH...

Re: Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Für den, der einer erfüllte Sexualität hat, sieht die ganze Geschichte wieder anders aus. Ich spreche hier von jenen, die das noch immer entbehren, oder nie gehabt haben.

Re: Re: Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Wie definieren Sie unerfüllte Sexualität? Nach 20 Ehejahren ist womöglich nicht mehr wie am 1 Tag.

Sie dürften da in jeder Hinsicht eine Gefangene Ihrer eigenen Vorurteile sein ...

Um es etwas zu vereinfachen: Ihre Aussagen sind ungefähr so vergleichbar wie wenn ich behaupten würde, dass alle Frauen H*ren sind und Männer nach Strich und Faden ausnehmen, nur weil ich eine Frau hatte, welcher das Geld wichtiger war als alles andere ...

Ich kann mir vorstellen, wie es nach 20 Ehejahren ist

Aber das zur Norm zu erklären halt ich auch für verrückt, und dient der ganzen Sache auch.
Wie ich erfüllte Sexualität definiere? Dass sie emotional lieben und sich leibhaftig lieben lassen können und das mehr als einmal im Monat.
Wenn halb entblößten Frauen real oder auf Plakatwänden dem Mann nicht das Wasser im Mund zusammenrinnt.
Und ganz deutlich: Männer, die eine erfüllte Sexualität haben, sind rundherum glücklich und haben nicht das Bedürfnis eine Frau zu entblößen, indem sie diese um mindestens das Doppelte jünger machen als sie tatsächlich ist!

Re: Ich kann mir vorstellen, wie es nach 20 Ehejahren ist

Niemand hat etwas zur Norm erklärt bzw. dieses versucht!

Und noch einmal ganz deutlich:

Träumen Sie nur weiter, denn wenn es nur so einfach wäre wie Sie sich das vorstellen, würde das Leben einfach nur langweilig sein ...

Nix fur ungut ...

Schönen Tag noch ...

Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Na, sicher ned! Es gibt im Leben Wichtigeres als Sexualität!

Re: Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Aber es ist schon was Lebensspendendes - auch im Übertragenem Sinne, auch für Männer! Dass es für Frauen wichtigeres gibt als Sexualität das wissen wir eh!

Re: Re: Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

für Männer auch, ich weiß nicht woher Sie diese Vorurteile haben?

Aus der Emma oder Glamour oder ...

Traurig ist das, dass kann ich Ihnen sagen ..

Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

wenn sie "pograpschen" sexuell befriedigt, dann ja.

ich denke aber eher: nein.

Re: Re: Sicherheit, Respekt, Geld, Macht

Einer, der Hunger hat, dem hilft auch schon ein Stück Brot weiter!

das stimmt nichteinmal unter "bestimmten Gegebenheiten". Sicherheit, Respekt, Geld, Macht...genau wie die Frauen, wollen auch wir nicht nur eines.

Dem kann ich bedingt zustimmen. Blutjunge Frauen, machen eben gegenteilige Erfahrungen. Dass die Jungs so drauf sind ist, - sag ich jetzt einmal- entwicklungsbedingt!
Aber das Klischee hält sich. Warum auch immer!
Wenn sich das Klischee so hält, und das so nicht stimmt, dann braucht es dringend eine Gegenoffensive!

Re: das stimmt nichteinmal unter "bestimmten Gegebenheiten". Sicherheit, Respekt, Geld, Macht...genau wie die Frauen, wollen auch wir nicht nur eines.

DAS versteh ich. Denn die meisten blutjungen Burschen sind Opfer ihrer Hormone- da sind die Eltern gefragt (speziell der Vater) die dem Sprössling erklären, wie er sich sonst noch seines überschüssigen Testosterons entledigen kann.

Das ist ja schon ein Wunder, dass Sie etwas von dem verstehen, was ich hier von mich gebe!

Aber was mich brennend interessieren würde nach welchen Klischees ich mich Ihrer Wahrnehmung nach richte?

Re: Das ist ja schon ein Wunder, dass Sie etwas von dem verstehen, was ich hier von mich gebe!

"..Lebenselixier der Männer.."
"..Dass es für Frauen wichtigeres gibt als Sexualität das wissen wir.."

Ich denke, sie halten Männer für generell nicht in der Lage ihre Sexualität zu kontrolliern und Frauen generell für die Opfer dieser Unbeherrschtheit.

Und das halte ich generell(!) für nicht richtig.

aber hauptsächlich liest man es zwischen den Zeilen. Obwohl sie offensichtlich noch nicht aufgegeben haben, das Gute in den Männern zu suchen, sonst wären sie hier nicht so engagiert.
Aber, wenn mir die Anmerkung erlauben darf: suchen sie einen guten Mann, nicht das Gute in allen Männern. Das ist nicht in Jedem vorhanden.

Re: Re: Das ist ja schon ein Wunder, dass Sie etwas von dem verstehen, was ich hier von mich gebe!

Und noch eines zu unterem posting: Was mich echt ärgert ist, dass ich als Frau das Kontrollwesen der Männer unterstützen muss, indem ich mich ordentlich kleide: Denn ich könnte ja um Gotteswillen einen Mann in Versuchung bringen. Wieso bin ich als Frau dafür auch noch verantwortlich, den Mann, der sich kontrollieren kann in seiner Kontrollhaftigkeit zu unterstützen. Das seh ich nicht ein, ehrlich nicht.
Ansonsten, Danke es war ganz nett der Austausch, auch wenn wir uns nicht näher gekommen sind!

Re: Re: Re: Das ist ja schon ein Wunder, dass Sie etwas von dem verstehen, was ich hier von mich gebe!

Guten morgen. Danke, genau das dacht ich auch, netter Austausch.

Das untere posting ist meine Rede: es fehlt an Beherrschung (Kontrolle), wie es so schön heisst: schauen tut man mit den Augen.

Im Übrigen laufen sie in u.a. arabischen Länder, aus von ihnen erwähnten Gründen, in einem schwarzen Sack herum.

Im Übrigen laufen sie in u.a. arabischen Länder, aus von ihnen erwähnten Gründen, in einem schwarzen Sack herum.

Im eigentlichem Sinne unterscheiden wir uns nicht von der arabischen Welt. Nur das wir bezüglich Kleidungsvorschriften ein wenig toleranter sind, und davon ausgehen (können!), dass sich die Männerunter Kontrolle haben.
Die Frage ist nur, ob es das sein kann, dass ein Teil als Belohnung dafür, dass der andere Teil sich beherrscht, entsprechend würdig kleidet. Oder anders gesagt: Wie locker ist ein Mann, der sich regelrecht unter Kontrolle halten wird.
Und mit Verlaub gesagt, sind genau jene Frauen, die sich so freizügig kleiden, jener, die am wenigsten Lust auf Sex haben. Ich habe einmal jene These gehört, dass das freizügige Bekleiden unterbewusst oft dann passiert, wenn z.B. befürchtet wird, dass z.B. befürchtet wird, dass der Vater die Familie verlassen könnte. Auch Mütter soll es geben, die sich so kleiden, um ihren Sohn dazu zu bewegen nicht zu "gehen!" Letzteres ist sogar von einer betroffenen Mutter bestätigt worden.
Schön, dass Sie sich noch einmal gerührt haben.

Engagieren, tu ich mich in dieser Sache deswegen so,

weil ich glaube, dass jede Partnerschaft in welcher gelebte Sexualität gepaart mit emotionaler Liebe die Welt zufriedener und glücklicher machen würde. Unsere Welt ist ach so kalt! Und in dieser Welt gibt es der Personen viele, die einen Gott der Normen, Gesetze anbeten. (...) Kann´s das wirklich sein?!Ich hab nichts dagegen, wenn Frau und Mann sich lieben, auch, wenn sie das lt. unseren gesellschaftlichen Normen und Regeln nicht dürften. Wenn beide einverstanden sind und davon profitieren, warum nicht? Sexualität sollte doch Mann und Frau beflügeln, oder nicht?

 
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