Prozess in Salzburg: Rathgeber belastet Paulus

01.02.2013 | 19:53 |   (DiePresse.com)

Heute hat der Prozess um die Entlassung der Leiterin des Finanzreferats begonnen. Das Land wirft Rathgeber Urkundenfälschung und Verfälschung von Sitzungsprotokollen vor.

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Am Salzburger Arbeitsgericht hat am Freitag der erste Prozess zum Finanzskandal begonnen: Die frühere Referatsleiterin Monika Rathgeber geht gegen ihre fristlose Entlassung vor. Die Vertragsbedienstete hat das Land Salzburg auf "Feststellung des aufrechten Bestandes des Dienstverhältnisses" geklagt. In der ersten Verhandlung am Landegericht Salzburg belastete die 41-Jährige vor allem den inzwischen suspendierten Leiter der Finanzabteilung Hofrat Eduard Paulus.

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Nach Ansicht von Rathgebers Rechtsanwalt Herbert Hübel hat die ehemalige Vertragsbedienstete keinen Entlassungsgrund gesetzt. Und wenn doch Gründe vorliegen würden, dann seien diese "verfristet", sagte Hübel. Das Land, vertreten durch Rechtsanwalt Alfred Ebner, beharrte darauf, dass die Entlassung gerechtfertigt sei. Er lehnte einen Vergleich ab. Im Zeitraum 22. Jänner 2008 bis 21. Dezember 2010 seien insgesamt 15 Ergebnisprotokolle der Finanzbeiratssitzungen von Rathgeber verfälscht worden, weiters habe sie bei Finanzgeschäften neun Unterschriften ihres Mitarbeiters in Urkunden hineinkopiert.

"Paulus sagte: 'Wenn du dich traust'"

Die ehemalige Referatsleiterin wirkte anfangs noch sehr gefasst, brach aber später mehrmals in Tränen aus. Sie schilderte, wie es zu den angeblichen Protokollfälschungen gekommen war: Anlässlich einer "Follow-up"-Prüfung des Rechnungshofes im Jahr 2011 habe Paulus gemeint, der Bericht dürfe nicht mehr so schlecht ausfallen wie im Jahr 2009. Es habe geheißen, dass alle positiven Aspekte hervorzuheben und die Risikoreduktion zu intensivieren sei.

Am 22. November 2011 sei sie von Finanzabteilungsleiter Paulus informiert worden, dass der Rechnungshof die Finanzbeiratsprotokolle einsehen wolle. "Ich sagte, da stehen Dinge drinnen, die sie uns vorwerfen können, und fragte ihn, ob wir ihnen (den Prüfern, Anm.) die verkürzten Ergebnisse übermitteln können." Die Antwort von Paulus habe gelautet: "Wenn du dich traust", zitierte Rathgeber. "Ich hab das als Zustimmung gewertet und habe dann die Protokolle in der Nacht auf 23. November verkürzt und sie dann persönlich überreicht." Ein Vorwurf, den Paulus bei seiner Einvernahme als Zeuge am Freitag entschieden und scharf zurück wies. "Das ist eine absolute Unwahrheit."

In den verkürzten Protokollen seien die Meinungsverschiedenheiten, die es bei den Sitzungen des Finanzbeirates gegeben habe, nicht mehr enthalten gewesen, erklärte Rathgeber. "Ich wollte die veränderten Protokolle Paulus zeigen, doch er wollte sie nicht sehen." Die Daten selbst seien aber in den Protokollen verblieben, "täuschen wollte ich nicht". Ihr Kollege Christian M. habe davon gewusst, dass sie die veränderten Protokolle ausgefolgt habe. Dem Rechnungshof sei aber nicht erläutert worden, dass es eine Originalversion gegeben habe.

"Alle Dokumentationen liefen über Paulus"

Den Vorwurf der "Urkundenfälschung" wies Rathgeber zurück: Die gefeuerte Referatsleitern räumte aber ein, bei sieben oder acht Bankgeschäften zur rascheren Abwicklung die Unterschrift des Kollegen Christian M. kopiert zu haben. "Er hatte die Entstehung der Vertragsgeschäfte ja gekannt. Ich bin davon ausgegangen, dass er keine Einwendungen hatte."

Aufgrund seiner schwer kranken Frau sei er oft nicht erreichbar gewesen, und auch Paulus sei "oft abwesend" gewesen. Nur zu Beginn seiner Tätigkeit als Abteilungsleiter habe Paulus Finanzgeschäfte unterzeichnet. "Dann hat er auf mich und meinen Kollegen verwiesen." Rathgeber sagte weiters, dass die Hypo täglich eine Bewertung der einzelnen Geschäfte samt Konotauszüge und Verträge übermittelt habe, andere Banken monatlich. "Alle Dokumentationen liefen über Hofrat Paulus."

Nervosität nach Anfrage der Grünen

Als im Herbst 2012 der Finanzbeirat beschloss, 253 bisher offenbar nicht bekannte Derivatgeschäfte aufzulösen, habe sie vor hohem Schaden für das Land gewarnt, schilderte Rathgeber. Bei einer Besprechung in der Abteilung zwei Tage vor der Sitzung des Budget-Ausschusses des Landtages habe sie ihre Warnung wiederholt, dass dem Land Schaden drohe: 100 Millionen Euro durch die Auflösung der Derivate und 240 Millionen Euro durch zusätzliche Fixzinsverpflichtungen. In Summe also jene 340 Millionen Euro, die den Skandal ausgelöst haben. "Ich habe nur das gemacht, für das ich da war. Ich habe über mögliche Verluste informiert."

Für Nervosität in der Finanzabteilung dürfte auch eine dringliche Anfrage der Grünen gesorgt haben, die eine Auflistung jedes einzelnen Derivatgeschäftes des Landes und Einsicht in die Protokolle des Finanzbeirats forderte. Christian M. habe deshalb im Oktober von Paulus die Aufforderung bekommen, die Protokolle auszudrucken. "Er hat Paulus bereits zu diesem Zeitpunkt darauf aufmerksam gemacht, dass es Manipulationen gab. Paulus sagt aber, er habe davon erst am 5. Dezember erfahren", so Rathgeber.

Am 5. Dezember sei sie krank gewesen, am 6. Dezember habe sie im Büro niemanden angetroffen. Dann habe sie erfahren, dass gerade eine Pressekonferenz läuft, in der sie beschuldigt wird. "Dass ich entlassen bin, das habe ich im Internet gelesen."

Brenner und Paulus widersprechen

Der am 23. Jänner wegen des Skandals aus seinen politischen Ämtern geschiedene SP-Finanzreferent Brenner schilderte in seiner Zeugeneinvernahme, dass Rathgeber bis vor dem 17. Juli sein vollstes Vertrauen genossen habe. Am 17. Juli habe ihm Paulus mitgeteilt, dass die Referatsleiterin ein abgeschlossenes Finanzgeschäft entgegen den Empfehlungen des Finanzbeirates und entgegen der Weisung von Paulus verlängert habe. Brenner hatte Rathgeber daraufhin die Vollmachten über die Finanzgeschäfte entzogen.

Brenner sagte, er sei erstmals am 5. Dezember aufgrund eines von ihm angeforderten Berichtes der Finanzabteilung mit Protokollveränderungen und Urkundenfälschungen konfrontiert worden. In dem Bericht sei auch die Entlassung von Rathgeber empfohlen worden, erklärte Brenner. Am 6. Dezember informierte er den Landtag und die Medien, dass laut Rathgeber ein Spekulationsverlust von bis zu 340 Millionen Euro drohe.

"Ihr könnt mir doch nicht mein Baby wegnehmen"

Die Aussagen von Brenner bestätigte am Freitagnachmittag auch der derzeit suspendierte Leiter der Finanzabteilung, Eduard Paulus. Er listete als Zeuge vor Gericht chronologisch die arbeitsrechtlichen Verfehlungen seiner ehemaligen Mitarbeiterin auf. Monika Rathgeber hat sich seinen Aussagen zufolge mehrfach nicht mehr an klare Anweisungen gehalten und damit sein Vertrauen verloren.

In einem Protesttelefonat beschwerte sich Rathgeber auch bei Finanzreferent Brenner. "Sie sagte, ihr könnt mir doch nicht mein Baby wegnehmen", so Paulus. "Sie war sehr betroffen, auch weil meiner Meinung nach die Arbeit ihr Hobby war. Ich kann mir bei ihr eine Überidentifikation mit dem Job vorstellen."

"Wie eine griechische Tragödie"

Am 19. Juli habe sie der Leiter der Personalabteilung, Gerhard Loidl, überzeugen können, für zwei Monate auf Urlaub zu gehen. "Doch nach dem Urlaub sind die Probleme weitergegangen", so Paulus. Und noch vor Ende ihres Urlaubs habe sie von ihrem privaten Email-Account die Kündigung eines Bankgeschäft bestätigt. "Das war für mich ganz klar ein Verstoß gegen den Entzug der Bankenvollmacht."

Dann erst begannen die Ereignisse wirklich aus dem Ruder zu laufen. "Das hat sich entwickelt wie eine griechische Tragödie", sagte Paulus. Man sei auf die 253 Derivat-Geschäfte gestoßen, die zwar die alle dokumentiert und abgezeichnet waren, nicht aber in den regelmäßigen Berichten an die Deutsche Bank aufschienen.

Paulus: Rathgeber-Geständnis im November

Dann berichtete Paulus von dem angeblichen Geständnis Rathgebers am 26. November im Büro von Brenner: "Sie sagte, sie hat schon immer mehr Geschäfte gemacht, als berichtet und hat zugegeben, die Rechenstelle in Frankfurt nicht korrekt informiert zu haben." Sie habe von einer großen Schieflage des Portfolios nach der Finanzkrise gesprochen und geschätzt, dass bei einer Auflösung ein Minus von 340 Millionen Euro sichtbar werden würde.

Am 5. Dezember - und keineswegs zuvor - habe er erstmals auch vom Vorwurf von Unterschriften- und Protokollmanipulationen erfahren, sagte Paulus. Er habe darauf am Folgetag von Brenner die Weisung erhalten, Rathgeber zu entlassen. Die Kündigung sei dann in seiner Anwesenheit am 7. Dezember von Personalabteilungsleiter Loidl am Telefon ausgesprochen worden.

 

 

(APA/Red.)

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152 Kommentare
 
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Ich finde das lustig

Rathgeber zockt mit Millionen, nimmt Kredite auf, macht und tut. Und dann verzichtet sie auf Prämien ("ich will dem Land nicht zusätzliche Kosten machen") und lässt sich von den Banken zurückrufen ("damit das Land nichts für die Telefonkosten zahlen muss").

Ja gehts noch? Da spricht man doch sicher von verschobener Wahrnehmung oder so...

Verschobene Wahrnehmung ...

Verkürzte Sichtweise, verkürztes Denken, eingeschränkte Wahrnehmung, Realitätsverlust, Spielsucht ... es gibt viele Worte dafür. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir wünschen, dass Thomas Müller, der Profiler, die Dame einmal gründlich unter die Lupe nimmt. Auf das Ergebnis wäre ich wirklich gespannt!

Re: Ich finde das lustig

Ich fürchte auch, da stimmt etwas nicht. Als Staatsanwalt würde ich die Zurechnungsfähigkeit dieser Frau überprüfen lassen, das ändert vielleicht den Prozessverlauf. Der Satz "Ihr könnt mir doch nicht mein Baby wegnehmen" spricht Bände!! Aber der Gipfel ist, sie hat die Einstiegspreise (Einkaufspreise) der Geschäftsfälle nicht verbucht. Da stehen einem die Haare zu Berge. Nur die Nominalwerte sind bekannt (und der heutige Tageskurs), aber nicht, zu welchem Preis sie damals gekauft wurden. Deshalb weiß man nicht, wie hoch der Verlust oder Gewinn war.

Dass es in vielen Fällen so abläuft wie es hier beschrieben wurde das glaube ich sofort

Bitte, wie sollen bei unserer Entscheidungseiligen, Handlungsschnellen und Fristbezogenen Wirtschafts-Welt denn sonst die Handlungen ablaufen. Die Person, die diese ausführt muss das unbedingte Vertrauen des Chefs/der Chefin genießen. Es darf ja nicht vergessen werden, dass Ressortchefs ständig auf Sitzungen oder Besprechungen sind bzw., wenn sie einmal anwesend sind meist ungestört arbeiten wollen, und solche Fragen oft zwischen zwei Terminen und einer Türen besprochen werden.

Mit der Antwort, "Wenn du dich traust!", hätte ich mich allerdings nicht zufriedengegeben. Das war ja keine Zustimmung, aber auch kein Verbot, eher ein Versuch die Kurve zu kratzen zwischen dem Verantwortung-Respekt vor der Eigeninitiative oder vor dem Engagement der Person gegenüber und der indirekten Ablehnung einer Verantwortung, bzw. der Nicht-Bereitschaft im Falle des Falles eine Verantwortung diesbezüglich zu übernehmen.
"Blöd" ist es, wenn plötzlich der Chef - ohne Rücksprache mit der Referatsleiterin einen anderen Kurs einschlägt, bzw., wenn es Demütigungen hagelt. Da ist dann plötzlich Feuer am Dach.
Anstatt das Ganze vorschnell zu brandmarken sollte man einmal das gesamte Prozedere eines solchen Betriebes unter die Lupe nehmen, und Änderungen einfordern. Da gibt es halt dann mehrere Angestellte mit einem ordentlichem Gehalt als Millionenverluste durch menschliche Überforderung.

Re: Dass es in vielen Fällen so abläuft wie es hier beschrieben wurde das glaube ich sofort

" Es darf ja nicht vergessen werden, dass Ressortchefs ständig auf Sitzungen oder Besprechungen sind bzw., wenn sie einmal anwesend sind meist ungestört arbeiten wollen, und solche Fragen oft zwischen zwei Terminen und einer Türen besprochen werden."

Die armen Ressortchefs!

Wenn es um Millionengeschäfte geht hat der die "Sitzungen" (Parteisitzungen höchstwahrscheinlich) zu spritzen und sich seiner Haupttätigkeit voll konzentriert zu widmen!

Ungestört arbeiten! Es gibt da den Finanzbeirat, das heißt Teamarbeit. So soll die Arbeit auch in seiner Abteilung verstanden werden. Ein Vorgesetzter kann doch nicht wie ein "normaler"Angestellter sich auf seinen Schreibtisch zurück ziehen, er muß sein Team leiten und jede Tätigkeit und Aufgaben seiner Untergebenen genau kennen.

Und nicht zwischen Tür und Angel irgendetwas von solcher Tragfähigkeit entscheiden! Um dann die Verantwortung auf die Untergebenen abzuwälzen. Ich frage mich für was den die Herren Vorgesetzten ihr Gehalt beziehen. Fürs Abwesendsein?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das so abläuft

bestätigen kann ich es nicht. Aber fragen Sie einmal jemanden aus der Branche. Ich hab auch einen Chef, und ich bin froh, wenn ich ihn zwischen Tür und Angel erreiche. Da geht es aber nicht um Finanzgebärdung.
Ich habe außerdem nie behauptet, dass die Chefs arm sind.
Im Beruf gibt es allerdings viele Frauen, die ihm nicht nur den Rücken frei halten sondern, die danach trachten ihren Chef bei günstiger Gelegenheit anzutreffen, damit er nicht murrt. Glauben Sie nicht, dass es so ist. Denn Ö ist ein Sitzungsland, obwohl bei dem, wie die Besprechungen angelegt sind nicht viel Raum bleibt bzw. auch zugestanden wird zu/zum Hinterfragen. Nach dem Motto "Zeit ist Geld!", hat kein Chef eine Freude mit Grundsatzdiskussionen bzw. über gewisse Dinge zu philosophieren. Und genau da drin seh ich den Hacken.

Re: Ich bin mir ziemlich sicher, dass das so abläuft

wissens .. da geht es um hunderte millionen und nicht um eine abteilung, die den kaffeeinkauf erledigt ...also hat der zeit zu haben, zu verstehen was läuft, die verantwortung zu übernehmen und sich auszukennen .. und wenn nicht ..
schadenersatz .....

Dass es in vielen Fällen so abläuft wie es hier beschrieben wurde dasd


Dass es in vielen Fällen so abläuft wie es hier beschrieben wurde dasd


Das echte Drama ist,

das 99,9% der Bevölkerung 0 Ahnung von Finanzgeschäften dieser Art haben und dadurch zu 100% manipulierbar sind.

Ich habe keine Ahnung vom Geld, ausser das ich es brauche um mein Leben zu finanzieren und das ich es bekomme, wenn ich in meiner Firma 100% Arbeit gebe.

Wie soll ich beurteilen, ob jetzt Gabi, Hasi oder wer auch immer ein A.rxxx ist?

So gesehen ist es ein Skandal, dass ........

Ist es ein Skandal?

Oder ist es ein Fehler ein Mitarbeiterin, die eben in ihrem Falle Myriaden von Euros verspekuliert hat. Gleich mir, wenn ich in meiner Firma durch ungeschicktes Verhalten eine neue und teure Klopapierrolle ins WC Falle lasse. Was auch ein Skandal ist, wenn es die Letzte war.

Als "niedriges" Mitglied unserer Gesellschaft, versteh ich die Finanzwelt sowieso nicht und die Höhe der Beträge sind unabhängig ihrer Höhe astronomisch.


Re: Das echte Drama ist,

Genau wissen, welche Finanzgeschäfte wie abgewickelt wurden, werden es hier nur die Wenigsten.

Es ist dies aber auch nicht die Frage.

Es geht hier in erster Linie um die Zusammenarbeit zwischen Chefs und Untergebenen. Und die ist hier eindeutig als chaotisch dokumentiert. Wenn ein Chef seine Untergebenen werken läßt ohne zu wissen, was die wirklich machen, na dann gute Nacht.

Es geht hier in erster Linie um die Zusammenarbeit zwischen Chefs und Untergebenen. Und die ist hier eindeutig als chaotisch dokumentiert.

Das liegt aber an beiden und warum sollte die Zusammenarbeit nicht chaotisch sein dürfen? Das dort chaotische Zusammenarbeit geherrscht hat sehe ich nicht als Grundübel, sondern die nicht zur Verfügung gestellte Zeit zum Überlegen, Nachdenken usw. - und die hat man oftmals in nicht chaotischen Zusammenarbeit auch. Jede Sitzung kennt ihr zeitliches Ende und da sind längst noch nicht alle Themen durch.

Es geht hier in erster Linie um die Zusammenarbeit zwischen Chefs und Untergebenen. Und die ist hier eindeutig als chaotisch dokumentiert.

Das liegt aber an beiden und warum sollte die Zusammenarbeit nicht chaotisch sein dürfen? Das dort chaotische Zusammenarbeit geherrscht hat sehe ich nicht als Grundübel, sondern die nicht zur Verfügung gestellte Zeit zum Überlegen, Nachdenken usw. - und die hat man oftmals in nicht chaotischen Zusammenarbeit auch. Jede Sitzung kennt ihr zeitliches Ende und da sind längst noch nicht alle Themen durch.

Eigentlich

sind für mich alle schuldig.

Von Frau Rathgeber bis zu Ihrem beruflichen Umfeld und ihren Vorgesetzten. Wie weit das Wissen und somit die Verantwortung auch weitere Kreise zieht, das wage ich nicht zu beurteilen.

Sicher steht für mich aber, auch wenn Frau Rathgeber, angeblich nur im Auftrag gefälscht und verschleiert hat, dann hat sie es doch auch bewusst gemacht. Und es wären Mittel und Wege gewesen dies zu melden oder auch nur den Job zu wechseln.

Mitleid kann ich nicht wirklich empfinden, höchstens Erstaunen wie sehr die anderen versuchen die ganze Schuld auf eine Person abzuwälzen.

Haslauer wusste doch alles

Wenn es schon Paulus wusste.
Und wenn es Haslauer wusste dann wussten es auch Mr. Pipifax und die Schotter-Mizzi.

Das Baby der Karrierefrau: Der Mammon der Steuerzahler....

ihr könnt mir doch nicht mein Baby wegnehmen....
So sind sie, die leider-nicht-Muetter der 2. Republik. Ein verschworenes Team, das sich jetzt gegenseitig die Hackeln ins Kreutz haut hat also mehr Geld von unserem Hart und Ehrlich erarbeiteten Steuergeld verzockt (oder tw. gestohlen, das ist noch zu klaren) als hunderte solcher Typen als Lebenseinkommen verdienen koennen.
Siteineklopfen bis zum Tod durch Erschoepfung waere die einzige gerechte Strafe fuer die ganze Partie, inclusive der Ober-Dicken.

Es steht eindeutig die Falsche vor dem Richter

Gabi Burgstaller und ihr Bereiter Brenner sollten schon lange in Untersuchungshaft sitzen um Verdunkelung zu vermeiden. Sie verdunkeln nicht nur sondern die blade Gabi tritt nach dem Debakel unter ihrer Schürze jetzt noch zur Wiederwahl an! Das man die Einzige, die in der Sache Zuwendung und enorme Professionalität zum Thema zeigt auch noch wegen Bedeutungslosigkeit in Details vor Gericht zerrt ist eine jener Besonderheiten, die unser österreichisches Justizsystem auszeichnen:

Den politisch weisungsgebundenen Staatsanwalt

Es steht schon die Richtige vor dem Richter


Re: Es steht eindeutig die Falsche vor dem Richter

Mit der Verdunkelungsgefahr haben Sie vollkommen Recht, an Burgstallers Stelle hätte ich mich sofort von Brenner getrennt. Sein zeitlich verschobener Rücktritt war ein schlauer Schachzug. Trotzdem steht schon die Richtige vor dem Richter. Niemand hat Frau R. zu so aberwitzigem Zocken gezwungen, dazu hatte sie keinen Auftrag. Da ist etwas in ihr außer Kontrolle geraten, vielleicht eine Art Spielsucht? Ich vermute, B & P haben sie machen lassen, weil der Rechnungshof zufrieden war & sie Gewinne gemacht hat. Erst als die Banken Alarm schrien, sind sie aufgewacht ...

Re: Es steht eindeutig die Falsche vor dem Richter

Warum sollte Gabi Burgstaller oder David Brenner beim Arbeitsgericht gegen das Land Salzburg klagen ?

Sie bringen da ein bisschen was durcheinander und müssen sich noch etwas gedulden.

es ist unsere aufgabe nichts zu wissen ? :-)

Ein Abteilungsleiter, dem nachweislich über E-Mail alle Geschäfte berichtet worden sind, und der sagt, es ist nicht sein Job Mails vollständig zu lesen und Bescheid zu wissen, was in seiner Abteilung läuft ?

Von den 253 Derivaten, die im Oktober ans Licht gekommen sind, habe er nichts erfahren, sagt Paulus. Hübel darauf: "ABer es gibt dieses Mail, das der Korruptionsstaatsanwaltschaft vorliegt,
und da werden alle Geschäfte aufgezählt. Das war eine vollständige Liste." - "Ja, es gab diese Liste, aber ich habe die nie überprüft, weil das war nicht meine Aufgabe." Lachen im Saal. Paulus: "Sehr verehrtes Publikum, ihr brauchts net lachen, ich werd euch das schon erklären, ich brauch keine Listen überprüfen, weil ich hab anderes zu tun."

unterschriften einfügen, protokolle fälschen ...

damit ist sie eindeutig im unrecht. beides ist strafbar.

sie kann sich nicht ausreden, der vorgesetzte habe davon gewußt. auch wenn er weiß, daß sie stiehlt, bleibt das ein strafbares delikt.

Maßlos zocken & Protokolle fälschen ...

Danke! Endlich jemand, der das genauso sieht. Nur weil Vorgesetzte von einem Verbrechen wissen, das ich begehe, bin ich doch nicht unschuldig, um Himmels willen! Es ist erschütternd, wie viele Leser in ihr das arme Hascherl sehen, an dem sich die Vorgesetzten jetzt abputzen wollen. Sie hat ihre Sondervollmacht missbraucht und hat mit Steuergeld in einem Ausmaß und so aberwitzig riskant gezockt, wie sie das niemals durfte, nie den Auftrag dafür hatte. Man hat ihr viel zu lange freie Hand gelassen, ihr zu sehr vertraut, das war der Fehler. Ich tippe auf Spielsucht.

Re: unterschriften einfügen, protokolle fälschen ...

Laut Gerichtsprotokoll wurde durch die Unterschrift nicht der Vertrag abgeschlossen, sondern die Dokumentation dazu. Der Vertragabschluss lag gemäß Usancen und Vereinbarung schon vor. Ich würde deswegen auch nicht die Diktion "Fälschen" verwenden, denn das ist es Definition nicht. "Hineinkopieren" ist nicht "fälschen".

Moralisch kann man diese Praxis hinterfragen, aber wie Kollege Boris schreibt, gibt es hier Notwendigkeiten im Abschluß der Geschäfte, der die Realität der Amtsstube entgegensteht.
Zu wenig Personal, ahnungslose Vorgesetzte, ein zweifelhaftes externes Expertengremuim, Vorgesetze Berufspolitiker, die nur Ihre Haut retten wollen, und dafür den Verlust von -zig Millionen an Steuergeld in Kauf nehmen.... Also, was wollen wir mehr an Indizien und Beweisen?

Freundlichst, Ihr
Eco

Re: Re: unterschriften einfügen, protokolle fälschen ...

vollkommen richtig!

Wie heißt es auf jeder Baustelle so schön: Eltern haften für ihre Kinder!


Re: unterschriften einfügen, protokolle fälschen ...

Die Feinheit liegt im Detail. Bei Geschäften, die oft im Minutentakt (im Hochgeschwindigkeitshandel sogar in Sekundenbruchteilen) umgesteuerte werden müssen, ist es halt erforderlich, dass man bei Absenz des Partners (Urlaub) seine Unterschrift einfügt. Wie sich herausgestellt hat war das abgesprochen und alle Geschäfte offen und bekannt. Hochfinanz die im Sekundentakt rast, lässt sich nicht betreiben wie ein Laubsägeclub von SPÖ Pensionisten.

 
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