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Fall Kampusch: Indiskretion schlägt hohe Wellen

18.04.2008 | 18:24 |   (Die Presse)

Geheime Aktenteile in Medien aufgetaucht. Im Streit, wer die Daten weitergegeben hat, weisen sich die Parteien gegenseitig den Schwarzen Peter zu.

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Wien (maf). Die Wiener U-Bahn-Gratiszeitung „Heute“ hat intime Details aus dem Kampusch-Akt veröffentlicht und damit einen heftigen politischen Schlagabtausch ausgelöst. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer die Akten weitergegeben hat. Für die ÖVP ist jedenfalls klar: Die Daten seien aus dem Untersuchungsausschuss des Parlaments gekommen, und damit hätten sich auch die Bedenken der Volkspartei in Bezug auf Datenschutz und Wahrung von Persönlichkeitsrechten voll bestätigt.

Ausschuss-Vorsitzender Peter Fichtenbauer (FPÖ) will das so nicht sehen: Er hält es für „prinzipiell ausgeschlossen“, dass vom Parlament etwas hinausgeht. Die Akten seien kopiergeschützt. Der grüne Abgeordnete Peter Pilz meinte, SPÖ, FPÖ, Grüne und BZÖ hätten gar kein Motiv gehabt, diese Akten weiterzugeben. „Das nützt ausschließlich der ÖVP und den Versuchen, dem Parlament keine Akten zu übermitteln“, meinte Pilz. Die Volkspartei reagierte empört auf die „Unterstellungen“.

Die Parlamentsdirektion erklärte, dass das Protokoll über die Zeugeneinvernahme von Natascha Kampusch vom U-Ausschuss gar nicht angefordert worden war („Heute“ hatte allerdings gar nicht aus diesem zitiert). Die Staatsanwaltschaft Wien hat jedenfalls Ermittlungen wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses eingeleitet. Das Delikt ist mit einer Haftstrafe im Ausmaß von bis zu drei Jahren bedroht.

Misstrauensantrag gegen Platter

Die FPÖ überlegt indessen einen Misstrauensantrag gegen Innenminister Günther Platter. Wenn dieser dem Untersuchungsausschuss nicht innerhalb von 24 Stunden alle angeforderten Akten übergebe, sei er rücktrittsreif, so FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Freitag.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.04.2008)

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21 Kommentare
cabron
20.04.2008 22:23
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Es war...

...nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Intimitäten im Fall Kampusch das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Eine Hausmeistergeschichte für pädophile Onanisten!
Es kann einem nur grausen!

Gast: ASVG-Sklave
19.04.2008 21:39
0 0

Wer nichts zu verbergen hat............

so ähnlich argumentieren sie ja sonst, net wahr?

Gast: ich
19.04.2008 17:31
0 0

PP

Ich bin der festen Überzeugung, dass Peter Pilz die nun öffentlich gewordenen Akten verteilt hat. Es wird höchste Zeit, dass PP mit seinen Revolutionären Marxisten endlich nach Kuba oder Nordkorea geschickt wird!!

Antworten Gast: Antigone
20.04.2008 16:03
0 0

Re: PP

Bravo, sicher zutreffend...
Gibt es für solche Typen im Nationalrat kein "AMTSENTHEBUNGSVERFAHREN"
Wäre an der Zeit, und dann ab nach Nor-Korea ,da könnte unser Herr BP (als Präsident der Nord-Koreanisch -- Österreichischen Freundschaftsgesellschaft) sicher gut vermitteln !

Peter Falk
19.04.2008 14:39
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Dinge die uns heut bewegen

Gut so. Alles andere ist uns zu kompliziert Peter Falk

Gast: Leser
19.04.2008 13:31
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....der Wahrheitsfindung

wieder einen Schritt näher und das ist gut so! Der Rest ist gewohntes Polit-Kabarett, das nicht wirklich interessiert.

Gast: Schnatterley
19.04.2008 13:19
0 0

vergessene Heimkinder

Ich wünsche mir, für jedes Kind in Österreich, dass über Jahre mißbraucht, geschlagen und geschändet wurde, oder, wie im Falle Lucas grausam bis in den Tod mißbraucht wurde, die gleiche Anteilnahme, Entrüstung und finanzielle Abgeltung (Veröffentlichung seines geschundenen Hinterteils) wie bei einer Natascha Kampusch.

Dank an Wabl, der unbeirrt seinen Weg geht!

Gast: chris
19.04.2008 10:45
0 0

Öffentlichkeit

Worin besteht nun die Aufregung?
Es war klar, ein Untersuchungsausschuß wird alle Fakten an die Öffentlichkeit bringen. So war das bisher und allen war das klar. Jetzt so zu tun als wäre das ein Skandal ist nicht nachvollziehbar. Es ist doch das Recht des Volkes alle Vorgänge aufzuklären und alles zu erfahren, wurde nicht so argumentiert?
Oder werden immer nur ganz bestimmte Sachen der Öffentlichkeit preisgegeben?
Und gab es nicht beim Eurofighter und Bankenauschuß ebenso veröffentliche Protikolle in diversen Blättern?
Hat damals irgend wer von Skandal gesprochen, als Peter Pilz Informationen weiterleitete?
Oder hat sich jemand aufgeregt, als Herr Geiger öffentlich an den Pranger gestellt wurde und die Akten gleich 1:1 in News gebracht wurden.
Auch NK sucht die Öffentlichkeit und zieht daraus wirtschaftlichen Vorteil. Hat ihr niemand gesagt, dass alles seinen Preis hat. Ob ihr das auch Wert war, ist eine andere Frage.
Diese Heuchelei ist ein Sittenbild unserer Gesellschaft.

leokoller3
19.04.2008 20:02
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Re: Öffentlichkeit

Live by the sword, die by the sword.

Gast: Auslandsösterreicher
19.04.2008 09:49
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Beschämend

Liebe Landsleute!

Ich finde es mehr als beschämend, auf welch tiefem Niveau die politische Auseinandersetzung mittlerweile in der Heimat stattfindet. Letztklassig. Sind wir wirklich so tief gesunken?

Von der gesamten politischen Kaste und dem geilen Boulevard wünsche ich mir dringend, innezuhalten und sich am Riemen zu reißen. Offensichtlich ist in den ganzen Schlammschlachten das Wissen verlorengegangen, daß eine Gesellschaft zusammenarbeiten - kooperieren - muß, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Die derzeitige politische Auseinandersetzung ist jedenfalls dazu geeignet, die Fundamente unserer demokratischen Konstituion zu zerstören. Egoismus, Mißtracht, Verleumdung, gegenseitiges Niedermachen usw. führen letztlich nur zu lose-lose-Situationen für alle.

Wo ist eigentlich die Stimme der "normalen" Österreicher geblieben, denen dieses ganze hysterische Geschrei mehr als reicht?

Ein Auslandsösterreicher.

luis
19.04.2008 15:44
0 0

Re: Beschämend

der "normale" oesterreicher wurde in den letzten sieben jahren einer gnadenlosen eu und politlügner gehirnwäsche unterzogen und daher nur mehr selten zu finden!

die wenigen, die übrig geblieben sind, können sich nicht mehr gegen diese medien und politkaste durchsetzen und drohen zu scheitern.

ich habe es schon oft geschrieben - wenn wir oesterreicher nicht zusammenhalten - sind wir zum untergang verurteilt!

Zweistein
19.04.2008 09:21
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Ob PP wirklich so unschuldig ist wie er tut?

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4447&Alias=wzo&cob=341037
Wenn man den vorletzten Absatz in Unterbergers Tagebuch liest, kann man daraus interessante Schlüsse ziehen.

Antworten Gast: antigone
19.04.2008 22:59
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Re: Ob PP wirklich so unschuldig ist wie er tut?

No na, wie man hierzulande nur zustimmend sagen kann:
SPALT-Pilz, GIFT-Pilz sind nur schwache Namen für diesen (mit Immunität geschützten) Amtsgeheimis-VERRÄTER,.... vielleicht wird den roten Süppchen-kochern, die mit damalige Exekutiv-Pannen im Fall NK politisches Kleingeld ergaunern wollen, diese Suppe einmal zu heiss, und es bleiben ihnen die eigenenen "Kotzbrocken" im Halse stecken !
dennoch, irgeneine Rot -Partei wird schon noch, nach merhmaliger Schädigung de Privatsphäre von NK noch erfinden
"N. Kampusch for president"

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"Die Akten seien kopiergeschützt."

Da lachen ja die Hühner! Wie lange würden Cyberkids für den Kopierschutz wohl brauchen? - Und Profis?
Träum schön weiter, Herr Ausschuss-Vorsitzender!

Pet Moore
19.04.2008 06:54
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Wo liegt das problem? Für sowas gibt es das amtsgeheimnis!

Damit wird vertuscht, die bevölkerung im ungewissen gelassen, weil gewissen haben viele politiker nicht!

heri3
18.04.2008 21:39
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es waren wohl die schwarzen selbst,

die die akten herausgegeben haben.denn sie suchen verzweifelt einen grund die akten ihrer gaunereien nicht herausgeben zu müssen. dem kuckuck traue ich alles zu!er ist ein gelehriger schüssel lakay!!

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Re: es waren wohl die schwarzen selbst,

Genauso gut könnten es auch die Roten gewesen sein, damit es so aussieht, als wären es die Schwarzen gewesen. In dem Fall könnten es aber dann auch wieder die Schwarzen gewesen sein, weil es aussieht, als hätten es die Roten gemacht, um die Schwarzen schlecht aussehen zu lassen. Dann hätten es aber wieder die Roten selber... - das könnte man endlos fortsetzen :)

Antworten Gast: Österreicher
19.04.2008 00:48
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Sicher waren es die Schwarzen, ein Roter wie Sinowatz oder Androsch lügt nicht.

Wenn solche Politiker wegen falscher Zeugenaussage verurteilt wird, kann es nur eine politische Kampagne sein.

Ich vermute sehr, daß die Umfärbungaktionen in den Ministerien ein schwarzes Spezifikum ist. Ein tüchtiger Minsterialbeamter weiß nämlich selbst, daß die Zukunft er SPÖ gehört und tritt ihr allein schon deshalb freiwillig bei.

Auch die Ablösen an der ÖBB-Spitze waren streng sachlich, weil ein Roter immer besser qualifiziert ist. Das zeigt sich sogar bei der Höhe der Ablöse: einer AK-Goldmarie gehören selbstverständlich 800 000 Euro für 1 zwei Jahre Tätigkeit bei der ÖBB (einschl. Orden für ihren Arbeitseinsatz anderer ÖBB-Bediensteter für den Opern-Verein), während der frühere ÖBB-Chef wegen seiner Minderqualifikation nur 500 000 Euro zustehen sollen, wenn er noch bis zum Schluß als Konsulent arbeitet (damit sich der neue Rote in die Materie "einarbeiten" kann)!

Aill
19.04.2008 00:23
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Re: es waren wohl die schwarzen selbst,

das wäre zumindest sehr plausibel.

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Geheim

Hat der Giftpilz schon jemals etwas für sich behalten können...? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt!

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Schade,

daß auf dem Rücken dieser Frau von der linken Regenbogenallianz Politik gemacht wird.
Ein wenig viel Publicity-Sucht muß sich Natascha Kampusch aber auch vorwerfen lassen.
Und leider gilt nur allzu oft:
"Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!"

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