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Prammer über Gusenbauer "sehr verärgert"

14.05.2008 | 16:13 |   (DiePresse.com)

Die Aussage des SP-Kanzlers, wonach Österreichs "Senatoren" nur bis 16 Uhr arbeiten würden, sorgt für Empörung in Österreich. Gusenbauer zeigt sich davon "überrascht".

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"Sehr verärgert" zeigte sich SP-Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Einen "Eklat der Sonderklasse" ortet FP-Generalsekretär Harald Vilimsky , eine "Entgleisung und Peinlichkeit" Bundesratspräsident Helmut Kritzinger (ÖVP). Grund für die Aufregung: SP-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hatte am Dienstag vor dem argentinischen Kongress gescherzt: "Bei uns sind Senatoren nach 16 Uhr kaum noch bei der Arbeit anzutreffen".

Die Politiker in der fernen Heimat konnten darüber allerdings nicht lachen - nicht einmal die aus der eigenen Partei. "Ein für Österreich nicht ganz gelungener Scherz", urteilte die SP-Abgeordnete Melitta Trunk am Dienstag. Weniger vorsichtig drückten sich die Politiker anderer Parteien aus: VP-Bundesratspräsident Helmut Kritzinger erklärte, diese "Herabwürdigung des österreichischen Parlamentarismus und der Abgeordneten" sei "ein Armutszeugnis für einen amtierenden Bundeskanzler".

Der stellvertrende Klubobmann der Grünen, Karl Öllinger, forderte, Gusenbauer möge erklären, wie er es als Abgeordneter mit seiner Arbeitszeit gehalten habe. FP-Generalsekretär Harald Vilimsky will gar eine parlamentarische Anfrage einbringen und fordert eine Entschuldigung des Kanzlers.

Die ÖVP forderte Nationalratspräsidentin Prammer auf, sich vor die Abgeordneten zu stellen. Was diese auch prompt tat: Sie weise den Vorwurf Gusenbauers "aufs Schärfste zurück", erklärte Prammer. Sie werde ein klärendes Gespräch mit dem SPÖ-Vorsitzenden führen. Der Kanzler müsste es als langjähriger Abgeordneter "besser wissen", er könne sich aber gerne im Parlament ein Bild machen, so Prammer. Gerade am Freitag-Nachmittag sei das Hohe Haus besonders voll, da viele Besucher kommen, die Abgeordnete treffen wollen. Und auch am Samstag habe das Parlament offen, so die Nationalratspräsidentin.

Ebenfalls in Schutz nahm Prammer die Bundesräte, nachdem der Zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger (ÖVP) gemeint hatte, mit "Senatoren" seien die Abgeordneten der Länderkammer gemeint. Gerade die Bundesräte hätten oft Sitzung zu unangenehmen Zeiten - etwa im Sommer, da sie die Gesetzesmaterien immer nach dem Nationalrat behandeln.

Viele Abgeordnete seien jedenfalls wegen Gusenbauers Äußerung "zu recht sehr verärgert - ich auch", sagte Prammer.

Gusenbauer "überrascht"

Gusenbauer selbst zeigte sich von der Aufregung "überrascht". "Der Bundeskanzler weiß als langjähriger Abgeordneter, wie viel Arbeit, welche Leistungsbereitschaft hinter der Tätigkeit der Parlamentarier steckt. Er ist daher überrascht, dass aus einer humorvollen Bemerkung so eine Debatte entstehen konnte", erklärte sein Sprecher Sven Pusswald am Mittwoch.

"Ich plädiere dafür, dass eine humorvolle Bemerkung auch so zu behandeln ist: Nämlich mit Humor", ergänzte Pusswald. Die Bemerkung Gusenbauers sei am Freitagnachmittag vor dem verlängerten Pfingstwochenende gefallen und in Argentinien habe sie auch jeder der Anwesenden so verstanden.

(APA/Red.)

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16 Kommentare
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proleten,

die fraktion gusis hat viele davon, allerdings er ist das alphatier derer!

Gast: Observer
14.05.2008 17:59
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Mindestens

Mindestens gehört vorerst einmal auf 5 Jahre der Bundesrat ausgesetzt. Danach wird man sich wundern, dass es eine solche Institution in Österreich überhaupt gegeben hat.
Weiters gehören die Landtage massiv verkleinert und diverse Wärmestuben in den Kammern. Da zahlt man zwangsweise Mitgliedsbeiträge ohne jegliche nützliche Gegenleistung.
Problem ist nur, dass genau die dies zu entscheiden hätten, oft als Gehaltsempfänger auf deren Listen aufscheinen.

Peregrin
14.05.2008 17:48
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Gusimund tut Wahrheit kund

Wer sich die "Hohes Haus"-Sendungen vergegenwaertigt und etwa erinnert, wie SPOe-Mandatare waehrend der Wortmeldung der Gegenparteien herumkudern und schon einmal Schilder "Mir is fad, i geh ins Bad" hochhalten, kann nicht zur Auffassung gelangen, dass dem oesterreichischen Parlamentarismus hier Unrecht getan wurde. Im Gegenteil war es aeusserst schmeichelhaft anzudeuten, vor 16 Uhr wuerde diese Typen irgendwas Produktives arbeiten.

Kantig
14.05.2008 17:44
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Gut dass er den arbeitsanfang verschwiegen hat!


Gast: The Truth
14.05.2008 17:05
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Der weiß schon wovon er redet

oder glaubts leicht gar der lügt. Arbeitet die Prammerin etwa nicht bis 16h?

Antworten Gast: In Gusi veritas
14.05.2008 17:38
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Re: Der weiß schon wovon er redet

Prammer sollte sich lieber einmal um ihre Multifunktionäre kümmern und sich mit den zahllosen Nebenbeschäftigungen der Abgordneten auseinandersetzen, bevor sie groß den Mund aufreisst.

Silvester
14.05.2008 16:53
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Liebe Frau Prammer!

Sie ärgern sich über einen Ausspruch Ihres Parteichefs schon so abgrundtief. Wieviel mehr ärgern sie sich wohl über den Bawag-Skandal? Oder etwa doch nicht? Die FunktionärInnen-Ehre wurde wohl durch den Gusenbauer-Sager mehr befleckt als durch den veritablen Bawag-Skandal?

Gast: Bodyguard
14.05.2008 16:38
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Da wird sich der Westenthaler ärgern.

Die Prügelei nach 16 Uhr war immerhin ein hartes Stück Arbeit.

Weinheber, leicht abgewandelt

's war net Österreich, waun net durt, wo ka G'frett is, ans wurt!!

Gast: Fischa
14.05.2008 16:23
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National- und Bundesrat abschaffen.

Die winken sowieso nur die Gesetze der Regierung durch und kassieren dafür Länge mal Breite. Weg mit denen, und Gusenbauer kann man bei der Gelegenheit gleich abwählen.

Gast: Rock
14.05.2008 16:14
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Wo er Recht hat...

...hat er recht - selten, aber es kommt doch hie und da mal vor :D

Schon wieder so ein Gesudere

Kaum hält unser Volkskanzler (zuletzt ist Adolf Hitler von Joseph Goebbels so apostrophiert worden) in Übersee auf spanisch eine Rede, empören sich unsere Suderer mit Frau Prammer an der Spitze gegen lichtvolle Äußerungen Gusenbauers, die sie mangels Spanisch-Kenntnissen ja gar nicht verstehen können. Verständlich, daß der HBK (Herr Bundeskanzler) sauer ist. Mein Vorschlag zur Güte: Gusi bleibt bei Vickerl Klima in Argentinien, die Prammer macht für die Frau Clinton die Kandidatin für die Vizepräsidentin der USA.

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Was, ist Gusenbauer etwa Bundeskanzler?

Das ist mir bis dato gar nicht aufgefallen. Und wen kann Gusenbauer schon verärgern?

Gast: Kurt22
14.05.2008 16:06
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Scherz laß nach

Immer ein Scherzchen auf den Lippen, unser Gusi, denken kann man auch danach. Oder ist die Aufregung so groß, weil¿s gar die Wahrheit ist???

Gast: Fragender
14.05.2008 15:51
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Weshalb verärgert?

Was soll von einem Prolo der Extraklasse wie es Gusenbauer ist anderes erwartet werden?
Abgesehen davon. Der Hellste ist er auch nicht.

Rundum. Eine Schande fuer die Republik. Er und Fischer. DAS sind Aushaengeschilder!!
KEINE FRAGE!

Kantig
14.05.2008 17:46
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Re: Weshalb verärgert? - Nix für ungut - prolos machen und erhalten den staat!