Wien/Pri. Für Gesundheitsminister Alois Stöger ist es zumindest organisatorisch ein herber Rückschlag: Die Medikamentendatenbank, im Fachterminus E-Medikation genannt, wird nicht – wie geplant – Mitte nächsten Jahres auf ganz Österreich ausgeweitet, sondern frühestens 2013. Das bestätigte Volker Schörghofer, Vizegeneraldirektor im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, der „Presse“.
Der Grund dafür: Die E-Medikation wird seit April in Wien, Oberösterreich und Tirol getestet. Doch der Betrieb läuft alles andere als problemlos. Der Patientenzulauf blieb (vor allem in Wien) weit hinter den Erwartungen zurück. Und die Ärzte beklagen einen „bürokratischen Mehraufwand“.
„Einige Verbesserungen“ nötig
Der Pilot werde mit Jahresende eingestellt, kündigt Schörghofer an. Ab dann soll drei Monate evaluiert werden. Wobei schon jetzt klar sei, dass „einige Verbesserungen“ vonnöten sein werden. Für die (politische) Begleitdebatte nennt der Vizegeneraldirektor einen Zeitraum von weiteren drei Monaten. Erst dann könne mit dem „eigentlichen Umbau“ begonnen werden.
Mit der E-Medikation bekommt jeder Patient ein Konto, in dem verschriebene und rezeptfreie Arzneien gespeichert werden. Ärzte und Apotheker können die Daten abrufen. So sollen Wechselwirkungen vermieden werden.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2011)
Historische Präsidentenwahl ''Mubarak-Überbleibsel'' vs. Islamisten
Auch Politiker waren einmal jung Erkennen Sie die Politiker auf Ihren Kinderfotos?
Mein Parlament Alle Nationalrats-Abgeordneten im Überblick - Stellen Sie Ihnen hier direkt Ihre Fragen!
Eklats im Parlament Prügeleien, Partys, Stinkefinger
Politiker beim Sport Kicken & kämpfen für das Foto
Zitate der Woche ''Ich bin ein Antifaschist reinsten Wassers''