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VP-Idee: Gehalt für ersten Krankenstandstag streichen

06.04.2012 | 17:02 |   (DiePresse.com)

Der VP-Wirtschaftsbund fordert, dass die Entgeltfortzahlung erst am zweiten Tag beginnt. So könne man Kurz-Krankenstände eindämmen.

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Für den ersten Krankenstands-Tag soll es kein Gehalt mehr geben. Das schlägt VP-Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner vor. Er will damit Kurz-Krankenstände eindämmen, wie er im "Kurier" (Samstagausgabe) erklärt.

Vorbild sei Schweden: Dort werde der erste Krankenstandstag seit 1993 nicht bezahlt. Die Krankenstände seien dadurch massiv zurückgegangen. In Österreich seien Krankenstände insgesamt in den vergangenen 20 Jahren leicht rückläufig gewesen - im Schnitt von 15,2 auf 12,9 Tage pro Arbeitnehmer in einem Jahr. Demgegenüber hätten sich die Kurzkrankenstände (bis zu drei Tage) in der Zeit verdoppelt. Haubner sieht Handlungsbedarf und fordert, "dass die Entgeltfortzahlung erst am zweiten Tag beginnt".

"Beitrag für mehr Gerechtigkeit"

Niemand solle bestraft werden, betont Haubner: "Es soll nur ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit sein." Die Unternehmer zahlten einen Großteil des Kindergeldes, der Schulbücher, der Freifahrten, dann gab es Forderungen nach einem Papa-Monat und der Pflegeurlaub solle auch ausgedehnt werden. "Da muss man einmal Stopp sagen." In der Entgeltfortzahlung eingespartes Geld könne, so der Wirtschaftsbündler, in die betriebliche Gesundheitsvorsorge investiert werden.

Auffällig findet Haubner die Häufung von Krankenständen an Montagen. Er wolle jedoch niemandem etwas unterstellen. "Ich glaube aber, dass auch die Arbeitnehmer einen Beitrag leisten können", meint Haubner. Ihm gehe es darum, dass ein Kostenbewusstsein entstehe.

Wie viel die Mitarbeiter verlieren würden, würde der erste Krankenstandstag nicht bezahlt, hat Haubner auch schon ausgerechnet: Seinen Angaben nach würde das Minus bei einem Angestellten, der 1000 Euro (brutto) verdient, 38,60 Euro (netto) im Monat ausmachen. Bei einem Einkommen von 2500 Euro wären es um 75,90 Euro weniger.

(APA)

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337 Kommentare
 
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leute das ist noch nicht einmal der anfang!

... übrigens finden wir die meisten krankenstandstage bei den ÖBB (!) und im ÖD - wie wärs wenn mal gleich dort beginnt, denn in der privatwirtschaft traut sich längst kaum mehr wer krank feiern!

Gast: Plach2
09.04.2012 20:27
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Wie lange will dazu Spindelegger noch schweigen?

Schließlich kommt er vom ÖAAB und gab bisher vor, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten.
Als ÖVP Obmann schweigt er dazu???

Gast: denker!
09.04.2012 08:00
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die ÖVP wird wieder wählbar!

sie muss sich allerdings zu erst von der innerparteilichen Sozialdemokratur befreien.

Freiheit für die Bürger!
Sozialdemokratur beenden!

Gast: jajajajajaj
08.04.2012 11:41
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"Vorbild sei Schweden"

gilt das auch für andere leistungen z.b. steuer und sozialleistungen? warum wird von skandinavien nur das gegen die arbeitnehmer gerichtet ist, übernommen?

fazit: jeder asvg-angestellte der övp wählt ist ein vollkoffer.

Antworten Gast: werbstdu
08.04.2012 13:22
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Re: "Vorbild sei Schweden"

Wer sagt eigentlich, daß es selbstverständlich ist, im Krankheitsfall den vollen Gehalt weiterbezahlt zu bekommen?
Wir werden noch auf ganz andere Annehmlichkeiten verzichten müssen, damit wir wirtschaftlich halbwegs mitschwimmen können.
Dann werden wir ja sehen, was der Vollkoffer dann macht

Antworten Antworten Gast: hubsi111
08.04.2012 16:36
0 0

Re: Re: "Vorbild sei Schweden"

..., dass in Schweden höhere Gehälter bezahlt werden müssen, scheint entgangen zu sein 8-)

Gast: hubsi111
08.04.2012 11:32
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Wegen wenige gleich alle strafen ...

... ist ein typischer Lösungsansatz von Menschen ..., die einfache Lösungen in "einfachen" Situationen anbieten.

Gast: denker!
08.04.2012 08:20
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1 Tag??

vernünftig wären 3 Tage - damit das Blaumachen endlich aufhört.

Antworten Gast: Doppeldenker
08.04.2012 09:31
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Re: 1 Tag??

Garantierter Frühpensionist, der um seinen Unterhalt bangt! - Subventionierter WKO-Funktionär ist allerdings auch eine Möglichkeit.

Gast: Hardliner 1
07.04.2012 22:01
0 1

Ein Schlag

Ein Schlag ins Gesicht aller Tachinierer.

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Ich kann mich noch gut an das gewerkschaftlich verbriefte Krankenstandsjahr vor Pensionsantritt erinnern!

......und die angehenden Pensionisten waren meist top-fit!
Ich hatte einen Betriebsarzt kennengelernt, der vom Betriebsrat wegen diesbezüglicher Krankenstandsverweigerung gerügt wurde!!!!
1 Tag teilweiser Lohnverlust bewirkt gesunde Wochende und weniger Griechen!!!!

Gast: Horstl50
07.04.2012 18:27
0 1

unchristliche gedanken

und das zu ostern? das die övp von den spenden der iv und von anderen unternehmern eine großen teil ihrer einnahmen bekommt,ist bei dieser meldung deutlich herauszuhören!
du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst!du sollst nicht begehren deines nächsten hab und gut!hat der das gelernt? oder hat sein papa die religionsnote gekauft? bei einer korrupten partei wie der övp wäre das kein wunder!

Na dann gleich einen Tag länger krank!

Warum nicht beseitigen was krank macht?

Warum nicht die Leute motivieren?

Warum nicht die Leute ernst nehmen?

Warum nicht die Leute als Teil des systems sehen?

Gast: neolibeistisch
07.04.2012 17:28
0 0

Ich finde: eine gute Idee. Wetten, dass die Padäää, pardon, de Bäwägung dagegen sein wird?


Peter Haubner...

...hat sich fast sein ganzes Berufsleben vor der Politik mit Marketing beschäftigt, dem ist dieser Vorschlag also nicht so einfach passiert, der wusste genau, wie das aufgenommen wird. Ein Schuss vor den Bug von ÖAAB-Mann Spindelegger? So nach dem Motto: "Wir können Dir jede Wahl versauen, gib nur acht!"

Grundlegendes Problem

Da es keine Statistik darüber gibt oder vernünftige Schätzungen wie viele 1-Tages-Krankenstände wirklich als "Urlaub" verwendet wird kann man wohl nicht wirklich über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme urteilen.

Das viel grundlegendere Problem ist, dass es viel zu viele Krankenstände gibt wegen "Krankheiten" die keines Falls dazu führen, dass man Arbeitsunfähig ist. Gleichzeitig auch viel zu viel Ärzte die den Krankenstand ohne Wenn und Aber absegnen.
Erst letztens wieder bei meiner Ärztin mitbekommen. Ich wollte nur etwas gegen Halsschmerzen und die erste Frage war: "Soll ich Sie Krank schreiben?"
Diese "Diagnose" aber ohne irgend eine Untersuchung oder ähnliches.
Ich bin mir schon fast blöd vorgekommen als ich darauf bestehen musst, dass ich nur ein Rezept bekomme.
Eine Halsentzündung hält auch nicht zwingend vom Arbeiten ab!

Gast: equi librium
07.04.2012 15:46
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wen triffts ?

Treffen würde das in erster Linie jene Arbeitnehmer, die sowieso schon wenige Krankenstandstage haben, und sogar diese werden nun nicht mehr (voll) bezahlt.

Wer am Freitag oder Samstag krank wird (ist wohl jedem schon mal passiert), der wird sich erst am Montag krankschreiben lassen. Nur weils ein paar Pappenheimer gibt die sich solche "Fenstertage" nehmen, braucht man nicht pauschal alle anständigen AN unter Generalverdacht stellen.

Der AG kann ja auch bei kurzen Krankenständen eine Bestätigung des Arztes verlangen.

Wenn den AG das zu anstrengend ist, können die AN auch nix dafür.

Wenn die AG den Ärzten nicht trauen, können die AN auch nix dafür.

Diejenigen, die sich weiterhin mal bei einem "guaden Oarzt" gleich eine ganze Woche wegen Kopfweh krankschreiben lassen können, werden das auch in Zukunft tun und verlieren lediglich einen Tag ihres Krankenurlaubs.

Vielleicht werden wir in Zukunft erleben, dass die Arbeitnehmer beweisen müssen, dass der Arbeitgeber schuld an der Erkrankung ist, andernfalls kein Krankengeld gebührt... wär' doch auch ein "Beitrag zur Gerechtigkeit"...

:/

Re: wen triffts ?

dieses präventiv-unter-generalverdacht-stellens-jedweden-braven-bürgers

ist s y s t e m
nicht bloss in at.
sondern eu-weit.

einer der vorläufer war iv-chef veit sorger. der wollte einstens imho volle 3 tage zu lasten der arbeitnehmer!
veiti versickerte
weil seine zeit war noch nicht reif
für den "endschlag" :-(

obama? romney?
wer gewinnen will der m u s s sich in der mitte treffen... man sehe sich den "patriot-act" und seine stillschweigenden erweiterungen in us an:

es gleicht nach und nach
der realisierung von *logan's run*.
in dt. fassung *flucht ins 23.jhdt*:

das passiert bereits (längst:) heute.
still schweigend und höchst dezent.
die (ökonomisch unbrauchbaren) leuts werden in us-zeltstädten aussortiert.
ausgeschlossen von korrekter versorgung und gemeinwesen und medizinischem standard:

sie überlassen diese leute "sich selber" und die sollen einfach sterben gehen...

das ist längst schon bitterste realität
im ehemals hemdaufkrempel-selfmademillionair-us welches sowieso
grundsätzlich urban legend war.
ausnahmen bestätigen die regel.


Schon lange

keinen so guten Vorschlag mehr gelesen. Schon gar nicht von dieser Partei!

Höchste Zeit dies zu ändern, diese 1-Tages-Fenstertags-Erkrankungen grassieren immer wieder.

6 0

bei mir ist's anders

jeder Mitarbeiter bekommt zusätzlich 1 Woche frei, wenn er das Jahr über nicht krank war. das motiviert auch, wenn vielleicht auch mit anderen Vorzeichen. denn 1 Tag wird dann eher als Urlaub genommen auch wenn man krank ist und man hat trotzdem noch 4 Tage. allerdings: einige checken das nicht, und schon ist der Urlaub auch wieder nur bei 5 Wochen.......

Re: bei mir ist's anders

Was mir nicht ganz klar ist - sucht man sich eigentlich aus ob und wann man krank wird? Ich dachte immer, man braucht ohnehin eine Ärztliche Bestätigung, und die bekommt man nur ,wenn man tatsächlich etwas hat. Es sei denn, die Ärzte stellen auch augenzwinkernde Pseudokrankenbestätigungen aus. Aber dann müsste man bei den Ärzten ansetzen. Geht man aber davon aus, daß man sich weder Art noch Zeitpunkt der Krankheit aussuchen kann, dann sind Strafen bei Krankheit ebenso wie Belohnung für die Abwesenheit von Krankheit eigentlich blanker Zynismus.

Re: bei mir ist's anders

auf den ersten blick hin ist das
sehr schön.

was ist allerdings mit einem menschen
der (hoffentlich: für sie nachvollziehbar)

erkrankt -
nehmens die blede blinddarmgschicht.
oder akute virusinfektion:

soll der seinen virus an die gesamte belegschaft weiter geben? hmmm???!!

wäre auch bei bakterieller infektion
durchaus nicht besser :-( - - )

- -

anders gesagt.
echtes kranksein kann man sich
nicht aussuchen.

daher ist bonus/malussystem
- wie überhaupt meistens -
hoch fragwürdig.

- -

das ist nix gegen die gut gemeinte aktion.
aber:
gut gemeint ist nicht immer
gut getan. -


Antworten Antworten Gast: Streichwurstverzehrer
07.04.2012 19:01
0 0

Re: Re: bei mir ist's anders

Kannst du auch mal flüssig-akzentuierte Sätze formulieren oder sprichst du auch so komisch wie du schreibst?

Gast: wildungswürger
07.04.2012 14:01
4 0

Ja und bei der nächsten Finanzspekulationsblase

unter ÖVP-Beteiligung hauen wir dann die Raiffeisen aber wieder schön raus, oder?

Spielt diese Partei jetzt schon mit den Leben und der Gesundheit unserer Mitbürger? Soll bei deren Modell der Notarzt erst einen Tag später kommen (kostengründe...)?

Nur weil eines falsch ist

(nämlich die Bankenrettung), muss man nicht gute andere Dinge nicht machen.

Re: Nur weil eines falsch ist (nämlich die Bankenrettung)

ist es genauso hirnlos
dass menschen die zb
* sich hand oder fuss böse verstaucht haben
* akute diarrhoe oder
* von gastroenteritis spontan geplagt werden
für evtl auch nur einen tag ihres krankenstandes sie für ihre erkrankung selber zahlen zu lassen.

unsoziales pack :-(

der einstens die idee aufbrachte war der verwerfliche sorger - jep genau der
welcher beim haa-deal mit bayernbank sowie gratis-jagdleidenschaft beim menserlegräfli im kontext steht.

einen guten magen: möcht man wünschen - bei solchen ungustln!

(man kann gar nicht soviel vereinnahmen /essensmässig/ wie man nachher k^+23n würde...)


 
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