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Reform: Kleinstparteien fallen um Gelder um

15.05.2012 | 08:51 |   (DiePresse.com)

Die Reform der Parteifinanzierung trifft vor allem jene Parteien, die nicht im Parlament vertreten sind. So fällt etwa die Wahlkampfkostenrückerstattung für die Liste Hans Peter Martin.

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Die Regierung beschließt am Dienstag ihr angekündigtes Transparenzpaket und die Reform der Parteienfinanzierung. Letztere segnet im wesentlichen den Status quo ab, enthält aber einen Fallstrick für jene Parteien, die nicht im Parlament vertreten sind - etwa die nur im EU-Parlament vertretene Liste Hans Peter Martin. Sie werden künftig keine Mittel aus der staatlichen Parteienförderung mehr erhalten, bestätigten Vizekanzler Michael Spindelegger und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) sowie Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) vor dem Ministerrat.

Wesentlichste Änderung bei der staatlichen Parteienförderung ist, dass die Wahlkampfkostenrückerstattung (13 bis 14 Millionen Euro nach Nationalrats- und EU-Wahlen) abgeschafft und in die laufende Parteienförderung eingerechnet wird. Diese kommt allerdings nur jenen Parteien zugute, die auch den Einzug in den Nationalrat geschafft haben. Wer nur im EU-Parlament vertreten ist, wie die Liste Hans Peter Martin, hat bisher einen Teil der Wahlkampfkostenrückerstattung erhalten. Künftig gehen diese Parteien aber leer aus.

Bestätigt wurde von dem vor dem Ministerrat eintreffenden Regierungsmitglieder vor Sitzungsbeginn der geplante Korridor für die öffentliche Parteienfinanzierung der Länder. Dieser wird künftig zwischen 10 und 22 Euro je Wahlberechtigtem liegen. Und damit im wesentlichen den Status quo abbilden.

(APA)

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3 Kommentare
Gast: Wuhrheit
15.05.2012 12:00
0 0

Das Ende der Demokratie

Ist wenn die Parteien entscheiden können wer Partei wird.

Wenn eine Partei (wie Martin) die Wahl gewinnt hat er Anspruch darauf, dass er die selben Rechte hat wie andere Parteien. Warum sollte das nicht sein? Oh, richtig, weil ÖVP & SPÖ gemerkt haben das es Konkurrenz zu ihrem Korruptionszirkel gibt.

Bleibt zu hoffen, dass die Opposition noch Anstand hat und dagegen kämpft.

Antworten Gast: pro Wuhrheit
17.05.2012 09:45
0 0

Re: Das Ende der Demokratie

Völlig richtig, die Diktaturparteien ÖVP/SPÖ haben beschlossen in Zukunft noch mehr Geld zu kassieren und damit Kleinparteien oder neue Gruppen früh genug abwürgen zu können. Vielleicht könnten sie nach Hans Peter Martin auch noch die Liste Dinkhauser in Tirol vor einigen Jahren großer Wahlsiger und ÖVP-Schreck mit diesem Betrugsgesetz abservieren! Wir werden sehen, wie der Wähler auf diesen neuen Demokratieanschlag reagieren wird.

soviel zu Demokratie

ich vergesse nicht wenn es soweit ist.
Jedoch ist es still geworden und es ist anzunehmen das es bei den Wahlen der Großteil
der Wähler daheim bleibt und es sich SPÖÖVP wieder "Richten" können.
Diese Regierung weicht keinen Milimeter von ihrem Weg der Machtsicherung ab.
Egal wieviel Schulden dazukommen.