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Hamas will islamischen Staat im Gaza-Streifen errichten

21.06.2007 | 13:54 |   (DiePresse.com)

Mahmoud Zahar, Gründer und Hardliner der Hamas, kündigt einen eigenen Staat im Gaza-Streifen an. Von Wirtschafts-Boykott des Westens lässt er sich nicht beeindrucken.

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Der Hamas-Führer Mahmoud Zahar bestätigt in einem Interview mit "Spiegel Online" die Befürchtung der westlichen Welt, dass die Hamas langfristig einen islamischen Staat einrichten wolle. "Zurzeit können wir aber keinen Islam-Staat errichten, weil wir Palästinenser ja keinen Staat haben. So lange wir noch keinen Staat haben, wollen wir aber eine islamische Gesellschaft formen", wird Zahar in "Spiegel Online" zitiert. Mit einem islamischen Palästinenser-Staat will er "Freiheit für alle" erreichen, "Christen werden Christen bleiben, Parteien könnten säkular oder auch kommunistisch sein", kündigt Zahar an.

Von Israels Strategie, einen totalen Wirtschaftsboykott gegen die Hamas im Gaza-Streifen zu errichten und die islamistischen Extremisten abzuschotten, fühlt sich Zahar nicht bedroht: "Israel wird die Grenze öffnen müssen. Es kann sich nicht erlauben, dass die Menschen hier hungern, bis sie die Grenze mit Gewalt stürmen."

Hilfsgelder weiterleiten, sonst werde Fatah Gaza "für immer verlieren"

Geld verspricht er sich auch von der Fatah, der weiterhin Hilfsgelder aus dem Westen zukommen: Die Fatah im Westjordanland wird Geld bekommen, und sie werden es nach Gaza weiterleiten müssen. Wenn sie das Geld nicht an die hier Eingesperrten weitergibt, wird sie Gaza für immer verlieren." Es gebe aber auch Alternativen, so Zahar. Die Hamas könne Geld aus Ägypten, Libyen, Kuweit und dem Iran lukrieren: "Ich persönlich habe einmal 20 Millionen aus dem Iran in meinem Koffer nach Gaza gebracht. Naja, eigentlich zweimal, das zweite Mal 22 Millionen", berichtet der Hamas-Führer.

Angriffe auf Fatah

Indirekt kündigt Zahar auch weitere Angriffe gegen die Fatah an, die sich ins Westjordanland zurückgezogen hat. "Wir müssen derzeit mit zwei Feinden gleichzeitig fertig werden", sagt er in Bezug auf Israel. Gespräche mit Israel schließt er nicht aus, aber "von Politik reden wir nicht, weil die Israelis keine politische Agenda mit uns haben. Die politische Agenda von Condoleezza Rice und Ehud Olmert mit Präsident Mahmud Abbas besteht nur darin, sich alle zwei Wochen Küsschen zu geben, aber mit leeren Händen."

Es gebe aber Kontakt mit der Fatah, aber "wir suchen dabei nach der echten Fatah". Sie sei der eigentliche Verlierer des Konflikts, weil "ihre Partei nun ihm Westjordanland mit Israel kollaborieren wird. In Gaza haben wir die Elemente besiegt, die mit Israel kollaboriert haben."

Genug Waffen "Dank den USA"

Waffen für eine Fortsetzung des Kampfes mit der Fatah gebe es jedenfalls genug, meint Zahar: "Die US-Hilfsgelder sind in Waffen übersetzt worden. Danke USA!"

Zur Person Mahmoud Zahar
Der in Gaza geborene Chirurg gilt als einer der mächtigsten Führer und ist ein Gründungsvater der radikal-islamischen Hamas. Dass er der höchste Führer der Hamas sei, streitet Zahar jedoch ab.

Im September 2003 versuchte Israel, Zahar mit einem Raktetnangriff auf sein Haus zu töten. Er überlebte, mehr als 20 Menschen starben - darunter sein ältester Sohn.

Zahar gilt als Hardliner. "Ich träume davon, eines Tages eine große Weltkarte an die Wand meines Hauses in Gaza hängen zu können, auf der Israel nicht aufscheint", sagte er im April 2006. Damals war er kaum eine Woche neuer palästinensischer Außenminister.

(Red.)

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16 Kommentare
Gast: M.Dajan
22.06.2007 10:09
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"Entwaffnende" Ehrlichkeit

"Waffen für eine Fortsetzung des Kampfes mit der Fatah gebe es jedenfalls genug, meint Zahar: "Die US-Hilfsgelder sind in Waffen übersetzt worden. Danke USA!"

Jetzt wissen wir einerseits, was mit den Abermillionen an Hilfsgeldern passiert ist und andererseits warum das Volk darbt.
Europa bitte endlich aufwachen!!!!

Antworten Gast: Paul G.
22.06.2007 18:49
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Re: "In Waffen übersetzt"

Was Zahar meint, sind vermutlich die 18000 Sturmgewehre, die in den letzten 6 Monaten aus den USA über Israel an die Fatah-Milizen geliefert wurden (zusätzlich zu der Ausbildung von 1500 Soldaten und 50 Mill $). Diese befinden sich nun in den Händen der Fatah. Und wenn das nicht so wäre, hätten die Fatah-Milizen gemeinsam mit Israel (das sich auf einen Einmarsch von 20000 Soldaten vorbereitet) das größte Massaker angerichtet, das es je in Gaza gab. Die Gelder und die Waffen mußten (!), das war die Vorgabe, für Waffen und Militär ausgegeben werden, und wer sich mal die Mühe macht, die Osloer Verträge zu lesen, die die Autonomiebehörde gründeten, wird feststellen, daß vertraglich nciht nur die Korruption (d.h. die Monopolisierung der gesamten Wirtschaft in den Händen der Fatah-Eliten) sondern auch die Aufstellung von 40000 Sicherheitskräften (inzwischen mindestens 70000, die nicht bereit waren, sich von der Regierung kontrollieren zu lassen) dort vertraglich vorgeschrieben wurde. Aber d

Antworten Antworten Gast: M.Dajan
25.06.2007 14:33
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Re: Re: "Vermutlich"

kommt von Vermutung! Und Vermutung ist kein Beweis. "Massaker" verüben die Palästinenser untereinander, lassen sie Israel diesbezüglich aus dem Spiel.

Gast: Fast-Freund von Bush & Co
22.06.2007 05:56
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Also, ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, von einem maßgeblichen(!!!) Hamas-Politiker die letzten Jahre in einer öffentlichen Rede gehört haben, dass die Hamas Israel auslöschen wolle.

Übrigens hat man das auch nicht von Ahmadinedschad gehört.
Dass Israel aufgrund seiner Politik untergehen werde, ja solche Prophezeiungen hat man natürlich von den Hamas und dem iranischen Präsidenten gehört.
Und dass die Hamas Israel bekämpfen will, überrascht nicht wirklich. Man kann sich eigentlich nicht daran erinnern, dass die Hamas Israel Gebiete weggenommen hätte. Umgekehrt sind aber Gebietsnahmen durch Israel sehr wohl gang und gäbe. Man kann sich auch nicht erinnern, dass die Palästinenser Israel Geld zustehendes Geld vorenthalten hätte. Umgekehrt sehr wohl. Und eine Diskriminierung ist auch nicht von seiten der Palästinenser feststellbar. Aber von israelischer Seite sehr wohl.

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Und wie wollen

sie die Bevölkerung ernähren?

Mit Bomben,Raketen und dem Glauben an Allah??????

Noah von der Arche am Berg der Freude

jta
21.06.2007 18:18
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Re: Und wie wollen

von den UNO hilfsgeldern, wie bisher ...
ach so, davon möchte man ja waffen kaufen. also müssen die hilfsgelder der europäer herhalten.
von was denn sonst?!

mfg
johann potakowskyj


Woda
21.06.2007 17:44
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haha

"Genug Waffen "Dank den USA"
Waffen für eine Fortsetzung des Kampfes mit der Fatah gebe es jedenfalls genug, meint Zahar: "Die US-Hilfsgelder sind in Waffen übersetzt worden. Danke USA!" "
Darüber musste ich gerade herzhaft lachen.Danke Hamas!

ozgkrl
21.06.2007 16:58
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LUSTIG;

ist das jetzt die neue strategie der "Presse" mit der meinung seiner leser um zu gehen??

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Re: LUSTIG;

Welche Meinung haben Sie dazu?

Bitte posten!

Noah von der Arche am Berg der Freude

4x4
21.06.2007 17:11
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Re: LUSTIG;

Ja, hier werden munter kommentare übers Thema gelöscht, und Kommentare übers Löschen von Kommentaren! :-)

dresak
21.06.2007 15:22
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Palästina kaputt - es leben Zion

Jetzt ists eben soweit, die Idee eines Paläsinenserstaates ist vom Tisch - zumindest für 1 Generation. Israel hat es geschaftt dass sich die Palästinenser selber aufspalten, und hat nun leichtes Spiel. Ein islamischer Staat Gazastreifen wird von Israel sicherlich beim geringsten Vorwand in Schutt und Asche gebombt. Im Wesjordanland sind noch jede Menge israelische Siedler, und Anarchie - von der EU unterstützt - das geht auch nicht mehr lange gut, und dann wird auch dort gebombt.

60 Jahre diplomatische Arbeit wurde von ein paar intellektuellen Träumern in 5 Jahren vollkommen und unwiederbringlich zerstört - mit jeder Menge EU und damit auch österr. Steuergeld. Die grösste Pleite der EU seit es sie gibt. Und das BMfaA unterstützte auch noch die Hamas - was für Dilletanten (aus lauter Wichtigtuerei - Polygamiegesülze und so).

wüterich
21.06.2007 17:43
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Das heisst: Gross-Israel steht nichts mehr im Weg!!

Der Einheitstaat zwischen Jordan und Mittelmeer wird also recht bald kommen!
Palästina hat sich von selbst erledigt! Wer braucht da noch eine palästinensische Staatsbürgerschaft?
Hebräisch lernen heisst also die Devise für die neuen künftigen Bürger Israels arabischer Herkunft.

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Re: Das heisst: Gross-Israel steht nichts mehr im Weg!!

Wollen Sie nicht auch,dass die Staatsbürger(innen) der Republik of Austria die deutsche Sprache beherrschen,Gospodin Wüterich?

Noah von der Arche am Berg der Freude

wüterich
21.06.2007 20:17
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Re: Re: Das heisst: Gross-Israel steht nichts mehr im Weg!!

Natürlich soll jeder Bürger Israels Hebräisch können!
Warum fragen Sie denn gar so komisch?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Paul G.
22.06.2007 18:51
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Re: Re: Re: Das heisst: Gross-Israel steht nichts mehr im Weg!!

es können 1005ig mehr Palästinenser Hebräisch als jüdische Israelis arabisch. Schon jetzt. Aber natürlich hast du recht: warum sollte in einem zionistischen Staat, der nicht der Staat seiner Bürger, sondern ausschließlich der Juden der Welt ist, nicht alle Hebräisch sprechen? Zumal wenn man erstmal die "Transferlösung" umgesetzt hat, nicht wahr?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Nudnik
25.06.2007 14:32
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Re: Re: Re: Re: Das heisst: Gross-Israel steht nichts mehr im Weg!!

kein wunder! arbeiten doch auch viele palästinenser in israel und nicht umgekehrt.
pure polemik von ihnen, herr weis. haben sie sonst noch etwas zu bieten, oder wars das schon?