Mehr als 1000 Demonstranten haben nach Angaben der Polizei an der Protestkundgebung gegen die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen am Dienstagnachmittag in Wien teilgenommen. Vor der amerikanischen Botschaft verlangten die Teilnehmer Freiheit für Palästina und ein Ende der Unterstützung der USA und der EU für Israel.
Trotz eisiger Kälte wurden die Demonstranten schon am Ausgangspunkt Stephansplatz mit "Terrorist Israel"- und "Intifada"-Parolen immer wieder angeheizt, schon vor 15 Uhr setzte sich die Menge in Bewegung. Der lange Protestzug zog lautstark bis zur amerikanischen Botschaft in der Boltzmanngasse im 9. Bezirk, abgesehen von einigen Silvesterkrachern ging die Kundgebung ohne Zwischenfälle von statten, die Polizei musste nie eingreifen.
Fackeln und Parolen gegen USA und EU
Während der Abschlusskundgebung zündeten einige Teilnehmer Fackeln, die Parolen vom Rednerpult richteten sich zudem gegen die USA und die EU, denen "Toleranz gegenüber der israelischen Gewalt im Gaza-Streifen" vorgeworfen wurde. Ein Sprecher bezeichnete die aktuelle Militäraktion Israels als den größten Angriff seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 und fügte noch hinzu, dass "nicht die Hamas, sondern Israel" den von Ägypten vermittelten Waffenstillstand gebrochen habe.
Das israelische Vorgehen im Gaza-Streifen sei "Völkermord" und alle Palästinenser wurden zum Widerstand gegen den "israelischen Angriffskrieg" aufgerufen. Die Demonstranten verlangten "Freiheit für Palästina" und ein Ende des "Kindermordes" durch die Militäraktionen Israels.
(APA)
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