Wien: Gedenken an Novemberpogrome

09.11.2012 | 12:05 |   (DiePresse.com)

Bundespräsident Fischer legte am Jahrestag der Pogrome erstmals einen Kranz am Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa am Wiener Judenplatz nieder.

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Mit der sogenannten Reichskristallnacht auf den 10. November 1938 begann im gesamten Dritten Reich die systematische Vertreibung, Enteignung und Ermordung von Juden während der Zeit des Nationalsozialismus. Mehrere Gedenkveranstaltungen sollten am Freitag in Wien an diesen Tag erinnern, am Wochenende folgen weitere.

Bundespräsident Heinz Fischer legte anlässlich des Novemberpogroms erstmals am Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoa am Wiener Judenplatz einen Kranz nieder. Begleitet wurde der Bundespräsident dabei vom Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, und vom Wiener Militärkommandanten Kurt Wagner.

Im Jüdischen Museum Wien war für 14 Uhr ein Gedenken geplant. Museumsdirektorin Danielle Spera sollte vor einer Schweigeminute in einer kurzen Rede über den Kontext sprechen, bevor in einer Führung ausgewählte Objekte und deren Geschichte präsentiert werden.

Um 18 Uhr sollte vor dem ehemaligen Aspangbahnhof in Wien-Landstraße die jährliche Mahnwache und Kundgebung stattfinden. Von hier aus wurden in den Jahren 1939 bis 1942 Zehntausende österreichische Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager deportiert.

(APA)

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5 Kommentare

Herr Präsident,

es ehrt Sie, dieser historischen Begebenheiten zu gedenken und den Opfern Anerkennung und Bedauern kundzutun. Es wäre aber auch einmal angebracht, den brutalst vertriebenen Sudetendeutschen ein Gedenken zu widmen, den der Täterstaat, die heutige Tschechische Republik, denkt nicht daran, dies zu tun. Die über 3 Millionen Opfer bezw. deren Nachkommen würden Ihnen so eine Geste danken, denn Sie sind als Opfer auf der Strecke geblieben.

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Re: Herr Präsident,

Sie als Angehöriger des Tätervolkes haben überhaut kein Recht auf irgendein Gedenken !
Sie scheinen den Unterschied zwischen ausgesiedelt und ausgerottet nicht verstanden zu haben.
Ich weiss, ist Ihnen egal, Hauptsache von der eigene Schuld ablenken, gell ?!

Re: Re: Herr Präsident,

Und Sie kapieren offensichtlich den Unterschied zwischen brutaler Vertreibung, Raub und tausendfachem Mord, begleitet von Massenmorden und Todesmärschen, und von "Aussiedelung" nicht!

Re: Re: Herr Präsident,

Was für EIGENE Schuld bitte? Was quatschen Sie daher? Ich habe mein ganzes leben niemandem etwas zu Leide getan!

Re: Re: Herr Präsident,

Alleine die Pauschalverurteilung:"Sie als Angehöriger eines Tätervolkes" ist eine Zumutung. Außerdem bin ich kein Nachfolger von Sudetendeutschen. Ich habe mich nur mit der Geschichte des Böhmerwaldes mehr auseinandergesetzt und dessen Bevölkerung hatte mit den Kriegsgreueltaten überhaupt nichts zu tun. Außerdem scheint Ihnen nicht bekannt zu sein, dass Benes den Völkermord schon 1919 durchführen wollte, was er in öffentlichen Hetzreden auch unverblümt zugab, aber- wie er sagte- die Zeit war damals noch nicht reif dafür. Auch habe ich niemals die Verbrechen der Nazis in Frage gestellt. Und merken Sie sich, Ihre patscherte "Tätervolk -Nazikeule" zieht nicht mehr. Ich verabscheue Nazis total aber ebenso Leute mit einer Einstellung, wie Sie sie haben, die Verbrechen an deutschsprachigen Menschen als gerechtfertigt betrachten!

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