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Fronleichnam 1945: Das Trauma des Brünner Todesmarsches

28.05.2010 | 18:43 |   (Die Presse)

Die Deutschen in der mährischen Hauptstadt müssen über Nacht die Heimat verlassen. Was dann in der Nacht zum 31.Mai 1945 beginnt, ist in die Geschichte als der „Brünner Todesmarsch“ eingegangen.

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Im Mai vor 65 Jahren geht auch in Böhmen und Mähren der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Die traumatisierten Überlebenden, Tschechen und Deutsche – die Juden waren bereits von den Nazis vernichtet worden – kriechen aus den Kellern. Man könnte nun an den Wiederaufbau gehen. Auch in Brünn (Brno) etwa, der Hauptstadt Mährens. Einheimische Tschechen sagen zu ihren deutschen Nachbarn: „Es wird alles wieder gut werden, jetzt sind endlich die Nazis fort, nun wird alles wieder wie früher!“ Viele Deutsche würden das nur allzu gern glauben.

Es wird aber täglich schlechter, die Deutschen werden entlassen, sie dürfen nur mehr manuelle Arbeit leisten, sie müssen ausnahmslos weiße Armbinden tragen (N = „nemec“ = „Deutscher“). Präsident Edvard Beneš besucht Brünn, es ist der Auftakt für das Kommende. In „Koleje“, einem ehemaligen tschechischen Studentenheim, das während der Nazi-Zeit der Gestapo als Gefängnis gedient hat, spricht Beneš zu Arbeitern und Studenten. Er ruft nach Rache, er entfacht in den Zuhörern einen Hass, der sich blind auch gegen Schuldlose richtet. Die Menge ist bereit zur Tat.

 

„Alle Deutschen raus!“

Was dann in der Nacht zum 31.Mai 1945 (Fronleichnam) beginnt, ist in die Geschichte als der „Brünner Todesmarsch“ eingegangen. Am späten Abend wird die Parole ausgegeben: „Všechny nemci ven!“ „Alle Deutschen raus!“ Trupps bewaffneter Arbeiter und Partisanen eilen von Haus zu Haus, die Gewehrkolben donnern an die Türen: „Packt das Wichtigste, ihr müsst fort! In zwei Stunden müsst ihr auf dem Hauptplatz gestellt sein. 15 Kilo Gepäck, mehr nicht!“ Es handelt sich vornehmlich um Frauen, Kinder und alte Menschen, wie die Augenzeugen berichten. Die wehrfähigen Männer sind noch nicht heimgekehrt oder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft.

In der Morgendämmerung formierte sich ein Zug von 35.000 Menschen, der sich in Richtung Süden nach Österreich in Bewegung setzte. Alle paar Meter ein Posten, das Gewehr griffbereit, Kolbenschläge für die Erschöpften. Wegen eines Gewitters erreicht der Zug Pohrlitz (heute Pohořelice) mit nassen Kleidern, durstig und hungrig. Verseuchtes Wasser führt zu ersten Ruhrerkrankungen, Hunderte sterben, auch durch Misshandlungen. Wer sich nicht mehr weiterschleppen kann, wird am Ende des Zuges erschossen und in den Straßengraben gestoßen.

 

Augenzeuge Androsch

Am nächsten Abend erreicht man die österreichische Grenze, Bauern helfen, aber die Tausenden sind zu viel. Wieder sterben Hunderte, sie werden in Massengräbern entlang der Brünnerstraße bis Wien verscharrt. (Heuer, am 3.Juni 2010, wird die Sudetendeutsche Landsmannschaft die diversen Bestattungsorte aufsuchen.)

In Mähren, hart an der Grenze zu Niederösterreich, liegt Piesling, ein kleines Dorf. Dort, bei Verwandten, erlebt 1945 die Familie Hans und Lia Androsch mit dem kleinen Sohn Hannes Ähnliches. Bis zwölf Uhr mittags, erinnert sich der spätere Finanzminister und Vizekanzler, mussten alle deutschen und deutschstämmigen Bewohner ihr Dorf verlassen. Auch der Onkel und die Tante. „Sie gingen in ihrem schwarzen Sonntagsstaat. Zum Abschied sind sie niedergekniet und haben die Türschwelle geküsst.“ Mutter Lia Androsch stellte ihren Sechsjährigen zum Fenster und sagte: „Schau dir an, was hier passiert. Du darfst es dein ganzes Leben nicht vergessen.“

 

Ein Stachel im Fleisch der EU

Er hat es nicht vergessen. In Prag, in Brünn und anderswo im EU-Mitgliedsland Tschechien würde man diese Ruchlosigkeit zwar gerne „vergessen“, wären da nicht die Österreicher, die sich mit derlei Verbrechen nicht abfinden. Nur der tschechische Dichterpräsident Václav Havel war in seiner Amtszeit auf dem Hradschin fair genug, die Vertreibung von rund drei Millionen (deutschen) Bürgern aus ihrer angestammten Heimat als Schandfleck zu bezeichnen.

Als Bundespräsident Heinz Fischer heuer– ohnehin recht milde – von einem „schweren Unrecht“ sprach, zeigte sich der tschechische Senatspräsident Pŕemysl Sobotka „überrascht“, dass ein Spitzenpolitiker Österreichs noch heute „die Entscheidung der Weltmächte“ angreife, die Edvard Beneš doch nur umgesetzt habe.

 

„Menschliche Abschiebung“

Die Wahrheit sieht natürlich anders aus. Zwar stimmten die siegreichen Alliierten im Potsdamer Protokoll 1945 der Forderung der ČSR-Regierung Beneš zu, die deutsche Minderheit im Lande „ordentlich“ abzuschieben, doch von Enteignung, Vermögensentzug, Schaffung von Konzentrations- und Zwangsarbeitslagern war im Potsdamer „Cecilienhof“ keine Rede.

Während dieser Konferenz der „Großen drei“ (Stalin, Truman, Attlee) vom 17.Juli bis 2.August war die gewaltsame Vertreibung der Deutschen schon fast abgeschlossen. Der Sowjetdiktator Stalin hatte also nicht ganz unrecht, als er meinte, es gäbe in Böhmen, Mähren, Schlesien und Ostdeutschland sowieso „nur mehr eine deutsche Restbevölkerung“, die Masse der Deutschen sei bereits nach Deutschland geflüchtet. So kamen alle Ermahnungen der Alliierten an den tschechoslowakischen Präsidenten Beneš zu spät.



„Es wird notwendig sein..., insbesondere kompromisslos die Deutschen in den tschechischen Ländern und die Ungarn in der Slowakei völlig zu liquidieren...“

Beneš nach seiner Rückkehr aus dem Londoner Exil am 16.Mai 1945 vor einer begeisterten Menge auf dem Altstädter Ring in Prag.

Er hatte sein Ziel nach vielen Jahren „Vorarbeit“ erreicht. Denn schon 1938, als Hitler die Tschechoslowakei immer stärker bedrohte, schlug Beneš in einem internen Schreiben vor, Deutschland einen Teil des Sudetenlandes abzutreten (rund 5000 von 28.000Quadratkilometern, also circa 18Prozent) und gleichzeitig einen großen Teil der in der Tschechoslowakei verbleibenden deutschsprachigen Bevölkerung (nach Beneš' überschlägigen Berechnungen etwa 2,2Millionen) zwangsweise auszusiedeln.

Im Londoner Exil während des Weltkrieges hatte Beneš weiter an der Rechtlosmachung der deutschen Mitbürger gearbeitet: Das „Kaschauer Programm“ vom 5.April 1945 legte dann die Basis für vier Präsidentendekrete – noch vor der Potsdamer Konferenz. Dabei ging es um die Ungültigkeit von Vermögensgeschäften, um Bestrafung und um die Konfiskation des Grundbesitzes. Mit einer Note vom 3.Juli ersuchte dann die tschechische Regierung die Alliierten um Aufnahme des Vertreibungsprogramms in die Tagesordnung von Potsdam. Da war die „wilde Vertreibung“ längst durchgeführt.

 

Das Massaker von Postelberg

Während das offizielle Tschechien zu den Verbrechen weiter schweigt, denkt die jüngere Generation weit europäischer. Am 6.Mai lief im tschechischen Fernsehen zur besten Sendezeit die Dokumentation „Töten auf tschechische Art“ von David Vondráček. Ein Amateurfilmer hatte im Mai 1945 Hinrichtungen in der Prager Siedlung Bořislavka aufgenommen. Zu sehen ist eine lange Reihe von über 40 Männern in Zivilkleidung. Die meisten, aber nicht alle, sollen Deutsche gewesen sein. Sie stehen am Straßenrand mit dem Rücken zur Kamera und fallen von Kugeln getroffen in den Graben. Anschließend zermalmt ein Lkw der Roten Armee die Körper.

Regisseur Vondráček verweist auch auf das bekannte Massaker an deutschen Zivilisten im nordböhmischen Postelberg (Postoloprty). Über 760Männer zwischen 15 und 60Jahren wurden hingerichtet: „Die Toten von Postelberg sind Teil des größten Massenmordes zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und den Ereignissen im bosnischen Srebrenica 1995.“

Seit dem Mai 2005 steht ein Beneš-Denkmal gegenüber dem Prager Außenamt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.05.2010)

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39 Kommentare
 
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Gast: Sudetendeutscher 3. Generation
08.06.2010 20:14
0 2

Ein mutiger Artikel!

Wir sollten jedoch die Vergangenheit hinter uns lassen und versuchen, in Frieden und Freundschaft in eine gemeinsame europäische Zukunft zu gehen.

Unter diesem Gesichtspunkt erscheint es aber absurd,

dass die Benesch-Dekrete nach wie vor gültiges Recht sind!

grafkaroly
04.06.2010 16:22
1 0

48. Südmährertreffen am Sonntag im Weinviertel

48. Kreuzbergtreffen der Südmährer in Klein-Schweinbarth beim Südmährerkreuz

Sonntag, 6. Juni 2010, 10.00 Uhr

Festmesse am Kreuzberg mit P. Abt. Dkfm. Gregor Henckel-Donnersmarck aus Heiligenkreuz.

Anschließend Kundgebung

es spricht:
NR-Abg. Ing. Norbert Kapeller, Vertriebenensprecher der ÖVP.

14.00 Uhr Südmährer Kirtag beim Dorfwirt Gasthof Schleining.


Antworten Gast: pensionär
22.06.2010 23:08
0 1

Re: 48. Südmährertreffen am Sonntag im Weinviertel

Leider konnte ich an diesem Treffen nich persönlich teilnehmen, war aber in Gedanken bei Euch.
Anläßlich des Hinscheidens von Lia Androsch, der Mutter von Hannes Androsch, sollte auf ihren Bericht zum Brünner Todesmarsch hingewiesen werden, bei dem auch viele mährische Juden!!! umkamen - so viel zur "Faschismuskeule", die sofort gegen die Altösterreicher geschwungen wird, die so wie meine Familie (seit dem 14. Jhdt.) in Nikolsburg, Eisgrub und Umgebung ansässig waren.
Wer heute noch für die Grenzen der konstruierten Nationalstaaten eintritt ist ein wahrer Faschist und nicht die, denen das Heimatbewußtsein abgestritten wird.

tyrolaka
03.06.2010 21:40
1 0

Wirklich?

"wären da nicht die Österreicher, die sich mit derlei Verbrechen nicht abfinden." Aber nur bei den Anderen.

Antworten Arethas
04.06.2010 17:17
0 0

Re: Wirklich?

Sie lesen nicht, sehen nicht fern und hören nicht Radio? Oder verstehen Sie einfach nur nichts?

marek17
03.06.2010 10:52
1 0

liebe die Presse Redaktion

Ich habe heute dem Gast graf bobby beantwortet und bis jetzt ist mein Posting nicht veröffentlicht. Ich habe auch mit dem Schreiben keine Forenregeln gebrochen. Ich bin auch bei der "die Presse" auch angemeldet was soll heißen bald wird mein Posting veröffentlicht. Was also verhindert Sie mein Posting zu veröffentlichen?

mfG
marek17.


Antworten Gast: Schinderhannes
03.06.2010 16:16
0 1

Re: Höchste Zeit hier zu bewältigen!

Dieser Artikel ist sehr wichtig. Der Artikel ist erschütternd. Das Thema darf in der EU nicht mehr unbeantwortet bleiben.

Gast: Gast
02.06.2010 21:09
1 1

Brünner und Sudeten

was sich keiner sagen traut ist, dass die protestantischen nordböhmischen Sudetendeutschen, mit ihrem nationalistischen Radikalismus alle andern deutschsprachigen Gruppen mit in den Abgrund gerissen hat, auch die altösterreichischen Brünner, Iglauer, Krumauer, Budweiser und Nikolsburger.

Antworten grafkaroly
03.06.2010 09:23
1 0

Re: Brünner und Sudeten

Was Sie da schreiben ist ausgemachter Blödsinn.
Lassen Sie die Zahlen und Fakten sprechen:
Einwohner Sudetenland 1939:
insg. 2.919.648
davon Katholiken 2.582.176, Evangelische 158.340, sonstige Christen 41.203

Gast: Meinereiner
31.05.2010 19:31
2 4

Zum Nachdenken

Von den österreichischen Medien werden immer wieder die Verbrechen der Tschechen an den Sudetendeutschen einseitig thematisiert. Die vorgebrachten Fakten, Argumente, Mythen und die Aufrufe zum Schuldbekenntnis der Tschechen unterscheiden sich kaum voneinander. Der Tragödie der Sudetendeutschen vorangegangen ist aber die unverschuldete Tragödie der Tschechen. Von den Nazis wurden sie überfallen, widerrechtlich besetzt, entrechtet und weit über 300.000 Tschechen wurden ermordet. Der Nazi-Repressionsapparat nützte dazu das Wissen und die Sprachkenntnisse der Sudetendeutschen weidlich aus. Und sehr viele machten freiwillig mit. Der brutale Herrenmensch war auch Sudetendeutscher.
Und nun mahnen die Sudetendeutschen seit ihrer Vertreibung unablässig ihr vermeintliches Recht auf allerlei Wiedergutmachungen ein, das für sie aber keineswegs auf Gegenseitigkeit beruht.
Den tschechischen Standpunkt zu diesem leidvollen Kapitel der Geschichte hat noch nie ein österreichisches Medium beleuchtet. Warum eigentlich nicht?

Antworten grafkaroly
03.06.2010 09:28
3 3

Re: Zum Nachdenken

Sie vergessen auf die Erniedrigung der deutschen Volkgsruppe von 1918-1938. Alles wurde massiv tschechisiert, Tschechen in rein deutschen Gebieten angesiedelt, Beamte waren nur Tschechen etc. etc. Eine Politik ähnlich wie die des faschistischen Italien gegenüber den Südtirolern. Die Erste Tschechoslowakische Republik hätte die Chance gehabt, eine "zweite Schweiz" zu werden, wenn sie den Deutschen umfassende Volksgruppenrechte gewährt hätte. Die Vertreibung der Deutschen ist letztlich auch für die Tschechen die größte Tragödie ihrer Geschichte: Kommunismus, Misswirtschaft in einem ehemals blühenden Land, verödete Landstriche im ehemaligen Sudetenland....

Antworten Antworten Gast: Geerts
04.06.2010 15:35
1 2

Re: Re: Zum Nachdenken

Die Missachtung des selbstbestimmungsrecht der Deutschen und die Tschechisierung haben nach dem I.Weltkrieg zu den Problemen geführt. Frankreich und GB haben zu spät die Dummheit ihres Handelns erkannt. Im Münchner Abkommen war es zu spät eine Lösung zu finden. Die Aufteilung Österreich-Ungarn in dieser Form ist auch heute noch ein Fehler. Hitler hat mit geschickter Politik das Problem ausgenutzt.

Antworten Antworten tyrolaka
03.06.2010 21:44
1 0

Re: Re: Zum Nachdenken

Diese "Erniedrigung" übrigens nicht bei den Faschisten in Italien sondern bei den Österreichern während der Monarchie abgeschaut ist Begründung genug für 300 000 Tote? Ja? Dann sind diese 300 000 Begründung genug für den Rausschmiß.

Antworten Antworten Antworten Gast: Beerbeißer
04.06.2010 15:09
0 0

Re: Re: Re: Zum Nachdenken

War die "Erniedrigung" nicht einge "gefühlte Erniedrigung"? Das Studium von Literatur zu diesem Thema zeigt es an vielen Stellen auf.

Antworten Antworten Antworten Antworten grafkaroly
04.06.2010 15:58
2 0

Re: Re: Re: Re: Zum Nachdenken

Welche "Literatur" gibt Ihnen das Recht darüber zu urteilen? Die Fakten der Bevölkerunsgverteilung in den sudetendeutschen Gebieten sprechen für sich. Es gab eine massive Tschechisierung auf allen Ebenen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Beerbeißer
04.06.2010 18:36
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Zum Nachdenken

Ich meinte die Empfindungen der Tschechen in Österreich-Ungarn. Die Einschätzung der Tschechen war falsch.

Antworten Antworten Gast: Böhme
03.06.2010 18:07
0 0

Re: Re: Zum Nachdenken

Und Sie vergessen, dass die Amtssprache während der Habsburger Herrschaft deutsch war!

Antworten Antworten Antworten Gast: Greiner
04.06.2010 15:18
1 1

Re: Re: Re: Zum Nachdenken

Die Amtssprache in Österreich-Ungarn waren Deutsch und Ungarisch sowie „landesübliche“ Sprachen Polnisch, Böhmisch, Serbokroatisch, Slowakisch, Slowenisch, Rumänisch, Ruthenisch, Italienisch[1]. In jeder Sprache konnten Anliegen der Bürger in den Behörden bearbeitet. Wo gab es diese Lösungen in europa noch?

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: böhme
04.06.2010 21:19
0 0

Re: Re: Re: Re: Zum Nachdenken

Übrigens die Ungarn hatten bis zum Ausgleich mit Österreich, Latein als Amtssprache!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: böhme
04.06.2010 21:16
1 0

Re: Re: Re: Re: Zum Nachdenken

Die offizielle Amtssprache war deutsch, dass beweist auch der Protest der Reichsbeamten als man nach dem Ausgleich mit Ungarn tschechisch als zweite Amtssprache einführte! Auch Albert Einstein berichtete in seiner Biographie über die gespannte Lage in Prag, zwischen der deutschen und tschechischen Universität. Der Hass hat sich jahrhundertelang aufgestaut, es musste früher oder später zu einer Entladung dieser Wut kommen!

Gast: Einer von jenen damals
30.05.2010 22:53
5 3

Sine ira et studio

Als 1968 die kommunistischen Brüder in die CSSR einmarschierten, da sind abertausende Tschechen um Erbarmen winselnd nach Österreich geflohen und unsere vergeßlichen Politiker haben sie nicht gleich wieder über die Grenze zurückgejagt, wie es ihnen gebührt hätte. Die Geschichte wiederholt sich, beim zweiten Mal aber als Satyrspiel.

grafkaroly
30.05.2010 09:28
2 0

Gedenkmesse Brünner Todesmarsch am 01.06

BRÜNNER TODESMARSCH (30. Mai 1945)

Gedenkmesse zum 65. Jahrestag

Dienstag, 1. Juni 2010, 19.00 Uhr

Stadtpfarrkirche Laa a.d. Thaya

Es predigt Hofrat Dr. Gottlieb Ladner

Gast: Sir Toby
29.05.2010 13:59
4 2

Tschechen

Die Tschechen? Sind das nicht die, die schon in den Jahrzehnten der 'entwickelten sozialistischen Gesellschaft' immer diese putzigen Kinderfilme (Pan Tau etc.) produzierten? Ach, und der Herr Schwejk natürlich! Auch so ein Putziger.

Die Wahrheit ist noch lange nicht in der Gegenwart angekommen; die Wahrheit, daß 'die Vertriebenen' (merke: es handelt sich hier nicht um <i> bestimmte Identitäten </i>, sondern um <i> bestimmungslose </i>, die keine Gegenwart haben. Sollen!

Sie haben aber eine Gegenwart; die Sudentenländer, die Schlesier, die Pommern, die Westpreußen, die Ostpreußen .... - und diese Gegenwart ist die Vergewaltigung und Vernichtung dieser Identitäten in Permanenz seit über 60 Jahren (bei den Sudetenländern und den Westpreußen noch mal ein Vierteljahrhundert länger).

Und die Wahrheit ist, daß die EU mit der Aufnahme Polens, Tschechiens und der Slowakei in genau diesen Inhalt eingestiegen ist! Und sich damit endlich zu ihrem seit längerem ja schon offensichtlichen Werdeziel weiterentwickelt hat: der Europäischen- Verbrecher-Union (EVU).

Aber eines kann ich euch voraussagen: Ganz egal wie dick der Sargdeckel ist unter dem ihr eure Verbrechen begraben wollt ... es wird nicht gelingen! Die Wahrheit eurer Gegenwart wird euch erreichen ... irgendwann. Und dann: Viel Spaß bei der Bewußtwerdung - und beim Weiterleben mit dem, was ihr seit Jahrzehnte als eure Gegenwart geschaffen habt und weiter schafft!

Antworten marek17
30.05.2010 11:30
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Re: der Europäischen- Verbrecher-Union (EVU).

Wo liegt das Problem?. Jetzt nach dem Lissabon-Vertrag, kann ewige Jammerer Österreich aus dem "Verbrecher- Verein" austreten. Im übrigen ist das Verbrechen an Tschechen aus dem III Reich und damit aus Österreich ausgegangen (Lidice lässt grüßen)...

Antworten Antworten Gast: graf bobby
30.05.2010 12:14
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Re: Re: der Europäischen- Verbrecher-Union (EVU).

Lieber Marek 16, selber ein aus Tschech in Österr. Zuflucht Gefundener, hat sicherlich keinerlei Ahnung, weil in Tschechien sind entlang der Grenze zu
Österreich bereits 1936 hunderte Bunkeranlagen gegen Österreich errichtet worden, also eine Vorbereitungstat für das, was dann 1945
durch die tschech. Kommunisten folgte.
Die deutschen Gefangenen wurden in
Zlavonice im Wald von den Tschechen zusammengetrieben und umgebracht.
Aber davon spricht keiner der Gutmenschen.

 
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