Prochaska bald wieder ohne Vavrovsky

29.03.2013 | 17:24 |  Benedikt Kommenda (DiePresse.com)

Der 2012 gebildete Zusammenschluss von Prochaska Heine Havranek mit Karl Ludwig Vavrovsky und Nikolaus Vavrovsky wird wieder gespalten. Es kam zu Streit über die Aufnahme neuer Equity Partner.

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Stefan Prochaska muss bei dem von ihm angestrebten Wachstum seiner Kanzlei PHHV einen Rückschlag hinnehmen. Das V für Vavrovsky – und zwar Vater Karl Ludwig und Sohn Nikolaus – verschwindet, wiewohl erst im Vorjahr zu den Initialen von Prochaska Heine und Havranek hinzugekommen, bald wieder. Mehr als das: Die Vavrovskys nehmen auch die beiden Partner Dieter Heine und Christian Marth mit und gründen die Kanzlei Vavrovsky Heine Marth.

Unterschiedliche Ansichten über Wachstum und Strategie

Der Zusammenschluss war erst im Dezember neun Monate rückwirkend – per 1. April 2012 – besiegelt worden. Bis Ende März – also bis Ostersonntag – sollte dann ein Syndikatsvertrag „alle Dinge für alle einvernehmlich regeln“, berichtet Karl Ludwig Vavrovsky. Zuvor kam es aber zu einer Auseinandersetzung über die von Prochaska schon länger geplante Aufnahme von Anwälten als Equity Partner: Rainer Kaspar, Matthias Preuschl und Mario Schiavon standen zur internen Beförderung an. Das ging Vavrovsky aber offenbar zu schnell: „Es hat sich herausgestellt, dass die Ansichten über Wachstum und Strategie doch zu unterschiedlich waren“, sagt Vavrovsky.

Prochaska hingegen ist davon überzeugt, dass die Aufnahme der Equity Partner mit voller Mitsprache der richtige Weg ist – und wird diesen auch weiter verfolgen; nach der Spaltung, für die noch die Bilanz des ersten und letzten gemeinsamen Wirtschaftsjahres erstellt werden muss, werden die drei aufgenommen; die auf Wirtschaftsrecht konzentrierte Kanzlei zählt dann neun Equity Partner.

Die Vavrovsky-Kanzlei will sich als Boutique mit besonderer Spezialisierung auf die Bereiche M&A, Restructuring, Immobilien, öffentliches Wirtschaftsrecht und Dispute Resolution positionieren, und zwar mit Standorten in Wien und Salzburg.

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2 Kommentare

Schwierige Angelegenheit

so ein Zusammenschluss. Je größer die beteiligten Kanzleien umso schwieriger. Equity Partner mit vollem Mitspracherecht, da muss man die Leute aber schon sehr gut kennen.

Re: Schwierige Angelegenheit

meistens ist nicht die grösse der kanzlei sondern die grösse der egos der beteiligten personen das problem;-)

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