Die Dosis allein zählt am Steuer nicht

Wer unter Suchtgifteinfluss Auto fährt, kann auch dann streng bestraft werden, wenn die konsumierte Dosis allein ihn noch nicht fahruntüchtig macht, aber andere Ursachen hinzutreten.

Drogenkonsum kann auch noch ein paar Tage danach zu ernsthaften Problemen beim Autofahren führen.
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Drogenkonsum kann auch noch ein paar Tage danach zu ernsthaften Problemen beim Autofahren führen.
Drogenkonsum kann auch noch ein paar Tage danach zu ernsthaften Problemen beim Autofahren führen. – (c) APA/AFP/RAUL ARBOLEDA

Wien. Rauschgift ist am Steuer ebenso verboten wie Alkohol. Während für diesen bestimmte Grenzwerte und Strafdrohungen gelten (beginnend mit 0,1 Promille für Führerscheinneulinge, Bus- und Lkw-Fahrer), heißt es punkto Drogen im Gesetz nur: Wer sich „in einem durch Suchtgift beeinträchtigten Zustand befindet, darf ein Fahrzeug weder lenken noch in Betrieb nehmen“ (§ 5 Abs 1 Straßenverkehrsordnung). Wie der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nun bekräftigt hat, ist die relativ strenge Strafe von 800 bis 3700 Euro auch dann anwendbar, „wenn die konsumierte Suchtgiftmenge für sich allein noch keine Fahruntüchtigkeit bewirkt hätte“.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.09.2017)

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