Erhaltungspflicht: OGH benachteiligt Mieter massiv

17.01.2010 | 18:43 |  WALTER ROSIFKA (Die Presse)

Die Judikatur zu kaputten Gasthermen befreit Vermieter davon, den Vertrag voll einzuhalten. Eine Kritik am Obersten Gerichtshof, ein Appell an den Gesetzgeber.

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WIEN. Der fünfte Senat des Obersten Gerichtshofs (OGH) hat im März des vergangenen Jahres das Mietrechtsgesetz in der Frage der Erhaltungspflichten zum Nachteil der Mieter ausgelegt (5Ob17/09z); mittlerweile haben sich drei weitere Senate des OGH dieser Ansicht angeschlossen. Betroffen davon sind mehr als eine Million Mieterhaushalte.

Nach der Gesetzesinterpretation des OGH ist ein Vermieter im Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes (MRG), also im Fall der klassischen privaten Altbau- oder einer geförderten Mietwohnung (auch bei Genossenschaftswohnungen), nicht verpflichtet, eine mitvermietete Therme im Fall ihrer Schadhaftigkeit zu reparieren oder zu erneuern. Den Vermieter – so der OGH – treffen nur die im MRG (gleichlautend mit dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz) ausdrücklich genannten Erhaltungspflichten, während die in §1096 ABGB geregelte Pflicht des Vermieters zur Erhaltung des vermieteten Objekts im vereinbarten Zustand nicht anwendbar sei.

 

Frieren für weniger Mietzins

Der Mieter sei aber, wenn eine bei Übergabe mit einer funktionierenden Heizanlage ausgestattete Mietwohnung etwa in kalter Jahreszeit unbeheizbar wird, von der Entrichtung des Mietzinses befreit. Freilich bietet diese vom OGH zugestandene Möglichkeit der Mietzinsminderung dem betroffenen Mieter wenig. Er ist ja nur für die Dauer der Unbrauchbarkeit der Wohnung von der Entrichtung des Mietzinses befreit. Will der Mieter im Winter nicht frieren, wird er wohl selbst eine neue Therme kaufen. Damit beseitigt er aber die Unbrauchbarkeit und verliert gemäß der herrschenden Rechtsprechung wiederum den Anspruch auf Mietzinsminderung.

Durch die gewählte Begründung hat der OGH aber nicht einfach nur über die Frage der Erhaltungspflicht hinsichtlich einer mitvermieteten Heiztherme entschieden. Seine Meinung hat zur Konsequenz, dass den Vermieter bei allen vertraglich zugesicherten Ausstattungen des Mietobjekts (egal, ob Geschäftsraum oder Wohnung) im Fall eines Schadens keine Pflicht zur Wiederherstellung trifft. Selbst Arbeiten zur Aufrechterhaltung der vereinbarten Strom- und Wasserversorgung oder andere Maßnahmen zur Wiederherstellung der vereinbarten Eigenschaften eines Geschäftsraumes oder einer Wohnung (z.B. funktionsfähige Badegelegenheit) sind damit vom Vermieter über den Weg der Vertragseinhaltung nicht geschuldet.

Auch ein auf einen Rollstuhl angewiesener Mieter kann vom Vermieter nun nicht verlangen, dass die ihm vertraglich zugesagte behindertengerechte Ausstattung der Wohnung oder des Hauses im vertraglich vereinbarten Zustand erhalten wird. Verkürzt könnte man also zusammenfassen: Nach Meinung des OGH hat der Gesetzgeber den Vermieter von der Einhaltung des Vertrags befreit.

Zu den in §1096 ABGB normierten Pflichten des Vermieters, den vereinbarten (störungsfreien) Gebrauch zu „erhalten“, gehört auch, den Mieter vor Störungen durch Dritte (z.B. Nachbarn) zu schützen. Nach den aktuellen Entscheidungen ist aber der Vermieter im Vollanwendungsbereich des MRG nun auch davon befreit.

 

Anspruch auf Erhaltung gekappt

Damit nicht genug: Die Auslegung des Höchstgerichts unterstellt auch, dass der Gesetzgeber bei jedem zwischen 1968 und 1981 sogar zum freien Marktmietzins abgeschlossenen Mietverhältnis (welches ursprünglich dem Mietengesetz und ab dem 1.Jänner 1982 dem MRG unterlag) die ursprünglich bestehenden Mieteransprüche auf Erhaltung im Sinne des §1096 ABGB (z.B. auf Behebung lebensgefährlicher Mängel) beseitigte. Nach dem alten Mietengesetz hatten diese Mieter unbestritten das Recht, nach §1096 ABGB auf Einhaltung des Vertrags zu klagen; mit der jetzigen Rechtsprechung ist ihnen dieses Recht abgeschnitten.

Diese massiven Eingriffe in tausende bestehende Verträge soll der Gesetzgeber gewollt haben, ohne dies in den Gesetzesmaterialien mit einem einzigen Wort ausdrücklich zu erwähnen, geschweige denn zu begründen?

 

Ernste Schäden des Hauses

Weiters bringen die OGH-Entscheidungen für all jene Mieter, welche im Vollanwendungsbereich des MRG eine parifizierte Eigentumswohnung mieten, besonders einschneidende Folgen mit sich. Nach ständiger Rechtsprechung ist ihnen ja einerseits die Durchsetzung von Erhaltungsansprüchen nach dem MRG (etwa bei ernsten Schäden des Hauses) praktisch gänzlich verwehrt, andererseits haben sie den aktuellen Entscheidungen folgend aber auch keinen Anspruch nach §1096 ABGB auf Vertragseinhaltung.

Überdies gibt es in der überwiegenden Zahl der Fälle zwischen freien Mieten (Teil- bzw. Vollausnahmebereich des MRG) einerseits und angemessenen Mieten sowie Richtwertmieten (Vollanwendungsbereich des MRG) andererseits bei der Miethöhe keine Unterschiede mehr. Damit bewirken die OGH-Entscheidungen zur Erhaltung folgendes unsachliches Ergebnis: Der Mieter im Vollanwendungsbereich des MRG bezahlt den (in der Regel: indexierten) Marktmietzins, hat aber gleichzeitig kein Recht, Erhaltungspflichten nach §1096 ABGB durchzusetzen, während ein Mieter außerhalb des Vollanwendungsbereichs gleich viel zahlt, ihm zusätzlich aber noch alle Rechte gemäß §1096 ABGB zustehen. Der „mietengeschützte“ Mieter ist damit schlechter gestellt als der auf dem freien Wohnungsmarkt.

Da die Rechtsprechung zu derart unsachlichen und unausgewogen Ergebnissen kommt, ist der Gesetzgeber dringend gefordert, eine rasche Korrektur der die Mieter stark benachteiligenden Gesetzesauslegung des OGH vorzunehmen.

Mag. Walter Rosifka arbeitet in der Abteilung Konsumentenpolitik der Arbeiterkammer Wien.

AUF EINEN BLICK

Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass Wohnungsmieter während des aufrechten Mietverhältnisses den Vermieter nicht direkt zwingen können, eine kaputte Gastherme reparieren oder austauschen zu lassen. Sie können lediglich für die Zeit des Ausfalls der Heizung eine Mietzinsminderung verlangen.

Die Koalitionsparteien sind im November beim Versuch gescheitert, die Aufgaben von Mietern und Vermietern gesetzlich klar zu regeln. Nun wird wieder verhandelt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.01.2010)

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40 Kommentare
 
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Gast: Hammurabi
11.02.2010 09:22
1

Friedensangebot

Vollanwendungsbereich des MRG -> kleine Mieten, kleiner Service, mehr Pflichten des Mieters

Freier Wohnungsmarkt -> marktgerechte Mieten, angemessener Service, mehr Pflichten des Vermieters

Das sollte der Konsens sein, das ist nachvollziebar. Wer für die eine oder andere Seite mehr fordert, wird mittelfristig nicht weit kommen.


Gast: silberkatze
21.01.2010 12:35
2

klassenfeind

mich freut ja nur, dass die mieter in diesem forum geifern, wie schlimm der klassenfeind (vermieter) agiert. hat sich eigentlich noch keiner von diesen (nur vermeintlich zur selben "kaste" gehörenden personen) überlegt, dass die neuverträge (in der regel junge leute) die in gesichertem schutz lebenden "eintrittsberechtigten" sponsern, die z.b. um 300,-- € eine 160 qm wohnung benützen. oder glaubt irgendjemand in diesem forum, dass man mit diesen mieten ein haus erhalten kann? ein neumieter würde wohl das 4-5 fache dafür zahlen. und so findet im sinne des mieterschutzes eine umverteilung von neu- zu altmietern statt, die ak spielt sich als hüter der "altmieter" und des prinzips der "eintrittsberechtigten" auf, die jungfamilien und die neuen mieter zahlen die zeche und sehen nicht einmal, dass sie zu lasten ihrer nachbarn, die nie zum erhalt des hauses oder ihrer wohnung angemessen beigetragen haben, abgezockt werden (meiner meinung nach aber nicht vom vermieter, sondern von den "lieben altmietern"). in diesem sinne: lasst euch weiter ausnützen, ihr altnachbar wird es euch danken. die politik in ö schützt weiter die "hofratswitwen" und die wohnungshorter.

Antworten Gast: Denkenhilft
21.01.2010 15:26
0

Re: klassenfeind

...und was wiederum hat Ihr (als) irrsinig geschätzes Elaborat mit der Thermenerneuerungspflich zu tun?

...Katzen belieben in der Regel intelligenter sich zu zeigen...

Antworten Antworten Gast: silberkatze
21.01.2010 22:25
0

Re: Re: klassenfeind

lediglich kommentar zur überschrift "OGH benachteiligt Mieter massiv"

Antworten Antworten Gast: Empört
21.01.2010 21:44
1

Re: Re: klassenfeind

einen völlig sachlichen und richtigen Beitrag bloß zu beschimpfen richtet sich selbst. ..si tacuisses...

Aber sachlich:

Da die Altmieter auch entweder seit Jahrzehnten gar nichts in die Wohnung investiert haben oder wenn sie solches getan haben, dies mit superbilligem Pfusch erledigt haben, sind zu 99.9% Altwohnungen Totalsanierungsfälle.

Wenn diese einmal (oft nur gegen exorbitant hohe Zahlungen an den scheidenden Mieter oder dessen Erben =Geschäft des Mieters mit dem Mieterschutz) zurückgestellt, steckt der Vermieter durchschnittlich € 700.- pro m2 (!!) in die Renovierung hinein. Dann amortisiert sich die Renovierung mit einer Richtwertmiete in frühestens 10-15 Jahren (wenn Ablösen an Mieter gezahlt werden noch länger), d.h. während dieser Zeit bleibt dem Vermieter nichts (!) von der Miete für sonstige Erhaltungsarbeiten, geschweige denn für Verbesserungen anderer Wohnungen.

Genau dieses Problem bringt die Vermieter in die Kostenschere bei den übrigen Niedrigstmieten.

Appell an den Gesetzgeber: Endlich rigoros und ohne Trickserei die Altmieten auf ein vernünftiges Niveau =zumindest Richtwertmietzins anheben.
Dies ohne auf Tod=Eintrittsfälle zu warten, sondern sofort!

"Investitionen", die Mieter zur (tatsächlichen) Verbesserung=Standardanhebung in den letzten 10 Jahren getätigt haben,sind bei Mietzinserhöhung analog § 46 aE (anteilig) abzugelten oder sind nach 10 Jahren amortisiert..auch durch den jahrzehntelangen Niedrigstmietzins!

Antworten Antworten Antworten Gast: LaVoix
25.01.2010 12:57
1

Re: Re: Re: klassenfeind

Wäre fair. Und jetzt zeigen Sie mir mal einen Vermieter, der Ablöse zahlt. "Holen Sie sich das doch vom Nachmieter"(dem der Makler und der Vermieter natürlich heftig abraten). Von fairem Ablösen keine Spur.

Gast: Tiger-Ente
21.01.2010 10:55
1

Unter den Akademikern

sind die Juristen mit abstand die Dümmsten.

Beweis: siehe oben.

Gast: Khaine2025
20.01.2010 12:14
1

Unrichtig wiedergegebenes Urteil

Also Leute, bevor da so ein Artikel geschrieben wird, sollte man sich das ganze "Thermenurteil" vom OGH durchlesen bzw. dieses in allen seinen Punkten hier wiedergeben.

In Wirklichkeit hat nämlich der Autor einen sehr wichtigen Punkt des Urteiles "vergessen":

Wenn die Therme während des aufrechten Bestandverhältnis defekt wird und der Mieter diese erneuert, steht ihm SEHR WOHL EIN ERSATZANSPRUCH ZU. Jedoch ERST am ENDE DES MIETVERHÄLTNISSES unter Berücksichtigung der Abnützungsabschreibung gem. § 10 MRG.


Gast: Sargnagel
19.01.2010 22:03
3

Der Klassenfeind?

Leider muss man es sagen: Der Hauseigentümer/Vermieter ist das Feind- und Hassobjekt Nr. 1 der Linken, wobei ich befürchte, dass neuerdings sich "sozial" gerierende Gruppierungen des rechten Randes dem nicht viel nachstehen. Alles populistische halt.

Unter den Schlagworten "Grundrecht auf Wohnen" etc. haben schon Generationen von Sozialisten und sonstigen Linken quasikommunistische Enteignungsregimes gerechtertigt und in der breiten Bevölkerung den Gedanken tief verwurzelt: "Wohnen darf nichts kosten".

Sieht man sich einige Wahlplakate der Linken (Sozialisten) aus der Zwischenkriegszeit an, so verblüfft die Darstellung von Hauseigentümern als geradezu beängstigend "Stürmer"-ähnliche Karikatur.

Was lernen wir daraus?

Antworten Gast: LaVoix
25.01.2010 12:59
0

Re: Der Klassenfeind?

Dass Sie nur eine seite sehen und ein klein wenig übertreiben? Und gerne politisch vermantschen und aburteilen?

Gast: Empört
19.01.2010 19:49
3

...falsch Rosifka 2

„Vertraglich zugesichert“ wäre bei ihnen natürlich alles, was ihn der Wohnung ist, Ihren Wunsch nach umfassender vermieterseitiger Erhaltungspflicht brauchen Sie nicht so camouflieren!
Die vermieterseitigen Erhaltungspflichten nach § 3 MRG sind für die Aufrechterhaltung der Funktion der Ver- und Entsorgungsleitungen ohnedies schon vorhanden (geben Sie bewusst falsche Beispiele mit Strom und Wasserversorgung?). Wie soll den bitte eine „Badegelegenheit“ (Meinen Sie die Badewanne?) – ohne dass ein ernster Schaden (Gebrechen) oder ein Mieterverschulden vorliegt denn schadhaft werden? Oder meinen Sie wieder die Therme? (zu dieser sei nur §10-Anspruch gesagt). Oder doch wieder Böden, Malerei, Teppiche, etc….halt alles was Mieter gerne nimmer auf dem neuesten Stand auf Vermieterkosten haben will?

Man muss es klar sehen: gemeinsamt mit der von der AK massiv betriebenen Kampagne „für die normale Abnutzung“ (alles, was nicht vorsätzliche Devastation ist, ist normale Abnutzung und daher vom Mieter nicht zu ersetzen oder zu beheben) gemeinsamt mit der Kampagne zur Erweiterung der Erhaltungspflicht will die AK eine Teilenteignung der Vermieter: Hotelähnliche Erhaltungsverpflichtungen des Vermieters zum preisgeregelten Mietzins und noch schlimmer, geltend für alle MRG-Mieter, auch für die wirklichen Niedrigstmietzinse vor bzw. unter Richtwert!


Gast: Empört
19.01.2010 19:48
3

..falsch, Rosifka 1

Leider falsch, lieber Rosifka, die MRG-Mieter ("angemessen") zahlen weniger als die "freien" Mietzinse":
Die "freien Mieten" (MRG-Teilausnahme) preisen die umfassende Erhaltungsverpflichtung des Vermieters für das Innere des Mietgegenstandes ein.
Dass der Markt dies bis vor ca. 2 Jahren nicht so tat, lag daran, dass in diesem Teilmarkt eben - analog MRG Bereich -die Erhaltungsverpflichtungen des Mieters wirksam und von den Mietern auch honoriert=befolgt wurde. Im Konsumentenschutz-Phyrrussieg für die Mieter hat ja der OGH genau das empfohlen: "Die Vermieter sollen [die umfassende Erhaltungspflicht des Vermieters] halt [im Teilausnahmebereich] in den Mietzins einpreisen".
Im MRG-Bereich ("angemessen"=Markt laut IHRER Meinung) ist dies - NOCH! - nicht erfolgt, auch und gerade weil die umfassende (d.h. über § 3 MRG hinausgehende) Erhaltungsverpflichtung im Inneren lt. OGH nicht gilt. Träfe (Konjunktiv!) den Vermieter eine umfassende Erhaltungspflicht, wäre auch der angemessene Mietzins höher, wenn er (wie von Ihnen postuliert) dem Markt folgen müsste.
Nochmals: ihr Rekurs auf die „freien“ Mieten zwischen 1968 und 1982 greift nicht, gestand doch der Gesetzgeber gerade diesen Mietern die Mietherabsetzung (§ 44 MRG) zu. Völlig konform zum MRG-Regime „niedrigerer Mietzins gegen niedrigere Erhaltungspflichten“.

Gast: Ösi
19.01.2010 16:59
0

Ein Stürmchen im Wasserglas

Na, was glaubts den wem die Gemeindewohnungen gehören? Glaubt etwa jemand, dass einer der größten Vermieter in Österreich sich selber Kosten aufbürdet? Und die einzigen, die dem Staat aus Mietobjekten Geld bringen, sind die Vermieter. Hat der Vermieter genug Gewinn, profitiert der Staat daraus. Und der Staat sind ja bekanntlich wieder wir.
Aber stimmt schon. Wie der WK-Präsident trefflich bemerkt hat, beziehen 3 von 4 Österreichern vom Staat mehr als sie einzahlen. Emotionell hat damit der Staat eher wenig Skrupel diese Ungleichheit in Teilbereichen zu beheben.

Gast: by the way
18.01.2010 19:14
0

warum kaufen denn

soviele investoren so gerne zinshaeuser?????

hmmm......

es gibt laender, da ist es ueblich wohnungen in denen man selbst lebt im eigentum zu kaufen!

vermietung ist auf lange sicht immer ein verlustgeschaeft fuer den mieter - und daher immer ein gewinn fuer den vermieter!

daher waere es nur sinnvoll durch staatliche kredite (zins. max. inflationsrate) und haftungen den bestand an eigentumswohnungen zu foerdern!

denn mit der miete koennen die kreditraten gezahlt werden!

doch offenbar sind sich da rot und schwarz naeher als sie denken!

die roten, weil sie sich als beschuetzer aufspielen koennen bzw durch die gemeindebauten in wien ein stammklientel halten (darum auch der gescheiterte versuch durch den bau von gemeindewohnungen in nobelbezirken die bezirke fuer sich zu gewinnen)

die schwarzen, ganz einfach weils ein gutes geschaeft war (parifizerungen, kategorieanhebung, rausekeln) und offenbar noch immer ist.

es waere hoechst an der zeit eine strategie zur schaffung von eigentumswohnungen auf breiter basis, gerade fuer niedrige einkommensbezieher zu entwickeln (es gibt hundertausende buerger die zwar ueber zwanzig, vierzig jahre miete zahlen, sich jedoch die anfangskosten (eigenkapital) eines kredites nicht leisten koennen)

aber bitte ohne vorherige abschoepfung durch spekulanten!




Gast: also
18.01.2010 18:54
0

die erhaltung eines hauses

die frage ist ob altbauten dazu da sind um spekulationsgewinne auf kosten der mieter zu erzielen.
in immobilienvorlesungen wird mit geifer vor dem mund gelehrt welches geschaeft sich mit zinshaeusern mit vrw. kat.-D machen laesst!!!

warum wohl?

wie gesagt $18c geht in ordnung
kategorie bzw heute richtwertzins gehen in ordnung und sind vollkommen ausreichend!

bei KATEGORIE A rund 5euro pro m2
das reicht fuer die Erhaltung!

Es ist mM nicht Aufgabe der Mieter die Investkosten fuer Kaeufer von Altbbauten hereinzubringen, denn diese Investkosten fuer den Bau dieser Haeuser sind bereits verdient worden!

Jede NEUE Investition ist von den Mietern zu zahlen (Eigentuemer hat ja Wertsteigerung dadurch) - aber es kann kein pepetuum mobile auf kosten der mieter geben!


Re: die erhaltung eines hauses

wenn der Abfluß verstopft ist und sie lassen ihn wieder fließend machen, was glauben Sie ist im Stundenlohn alles enthalten? zusätzlich bezahlen Sie Autopauschale, Werkzeugpauschale, Kleinmaterial, und wenn er im Stau steht, bezahlen Sie natürlich auch die Stehzeit.
Die Vermieter subventionieren halb Wien mit den leidigen mietergeschützen Wohnungen.

Antworten Antworten Gast: Empört
19.01.2010 20:14
1

Re: Re: die erhaltung eines hauses

....ABER halt: wenn beim Verstopfung-Beheben die Dichtung beim Syphon getauscht werden muß ist das nicht mehr Wartung, sondern ERHALTUNG und dann zahlt es bitteschön schön brav der Vermieter und nicht der Mieter, auch wenn die schönen langen Mieterhaare die Ursache waren. Haarewaschen ist doch bitteschön ein völlig normaler Gebrauch!

...so will es Rosifka+AK...

(bitte das war real-Zynismus!)

Gast: MAK
18.01.2010 18:27
3

zu Recht....

Das ist auch richtig so. Es kann nicht angehen, dass auf der einen Seite den Vermietern vorgeschrieben wird was an Miete verlangt werden darf - zum Teil wird mittels MILG "Inflationslinderungsgesetz" sogar die gesetzlich vorgesehene Abgeltung der Inflation plötzlich ausser Kraft gesetzt und zum anderen ist die Wohnung dann unbegrenzt in Schuss zu halten. Es wäre unerträglich, wenn durch Vermietung nicht einmal die tatsächlich entstehenden Kosten reinkommen und zum anderen Mietverträge aufgrund Kündigungsschutz nicht aufgelöst werden können. Geschweigen denn von Bestandnehmern die jedes Jahr zur Schlichtungsstelle gehen. Für uns ist die Konsequenz klar: nur noch befristete Mietverträge abschließen. In Wahrheit hat diese bedenkliche Entwicklung die Legislative selbst zu verantworten.

Gast: ad
18.01.2010 16:15
0

mieter ruinieren die wohnung

im regelfall schaut das andes aus

mieter ziehen in wohnung un drichten diese auf ihre kosten her - dies trifft im altbau wohl eher zu.

desolate (stoffumwickelte leitungen), zentralheizung, bad, neue fenster (50%), etc etc
DAS ZAHLEN IN DER REGEL IMMER DIE MIETER
!!!!

und di ekategoriemietzinse sind in ihrer hoehe vollkommen ok!

die mieteinnahmen reichen zusammen mit den foerderungen und den moegl $18 erhoehungen locker aus um ein has zu erhalten.

es kann doch nicht sein dass man in einem 100jahre altes haus dieselbe miete zu zahlen hat wie in einem neubau.

im neubau sind saemtliche investkosetn zu verdienen!!!

die kosten eines altbaus sind laengst verdient oft sogar mehrfach.

der wunsch nach hoeheren mieten resultiert einfach aus der spekulationsgier - hat aber nichst mit einer erbrachten leistung seitens des vermieters zu tun!

also der status quo ist schon ganz in ordnung. abgesehen von friedenszinsmieten - aber die sterben eh aus.

und es muss niemand ein zinshaus kaufen. es tun aber doch viele wel sie geirig sind und den mehrwert durch kategorieanhebung bzw rausschmiess von altmietern lukrierenwollen - da sind boersennotierte AGs draus entstanden.


Re: mieter ruinieren die wohnung

was ist denn der Unterschied zw. Kategoriemieten und Friedenszinsmieten?

Antworten Antworten Gast: mit
22.01.2010 00:21
0

Re: Re: mieter ruinieren die wohnung

kategoriemieten sin doffensichtlich die richtwerte gemeint, diese gliedern sich ja auch nach den kategorien auf.

bisserl mitdenken.

Re: Re: Re: mieter ruinieren die wohnung

schon auf Grund Ihrer Antwort erkennt man, daß Sie keine Ahnung haben.

Antworten Gast: Empört
18.01.2010 18:31
0

Re: mieter ruinieren die wohnung

....dass Mieter die Wohnung selbst renovieren, alte Elektroleitungen etc.... in welcher Mottenkiste der AK-Gräuelmärchen haben Sie das gelesen?

Fakt ist: die meisten Altbauwohnungen seriöser Vermieter und das ist die ganz überwiegende Zahl aller in Wien "offiziell" (z.B: Immobilien-Net) angebotenen Altbauwohnungen sind gut bis top in Schuß.

..."Kosten des Altbaus längst verdient",.... "Mieten+Förderungen+§ 18 reichen locker für Erhaltung"...bitte zuerst informieren, dann denken, dann posten:

Erhaltungskosten fallen laufend an. Nnatürlich "reicht" ein § 18 für Erhaltugsgmaßnahmen, dass bedeutet nämlich aber (haben Sie überhaupt schon mal ins MRG geschaut?, wahrschenlich nicht) dass die Mieten saftig ERHÖHT werden, eben weil sich mit den niedrigen Altmieten die Erhaltung nicht "ausgeht".

Wie lange dann diese Erhaltungsarbeiten - an den Billigstbieter vergeben - dann "halten", kann man sich ausmalen..gerade mal 10 Jahre bis zur nächsten Mietzinserhöhung.

Gleichzeitig vermeinen Sie, dass die Kategoriemieten" "genug" sind, offenbar nicht wissend, dass es zu Zeiten der Kategoriemieten (bis 1994) ein VIELFACHES an § 18, d.h. Mietzinserhöhungsverfahren gegeben hat, eben wil diese Mieten für die Erhaltung nicht ausreichten!

Sie kenne sich wirklich nicht aus oder sind bezahlter AK Kampfposter.

Antworten Antworten Gast: DerSkeptiker
19.01.2010 07:10
1

Re: Re: mieter ruinieren die wohnung

Selten so gut über ihre unqualifizierte Aussage gelacht...kritisieren, aber keinerlei Beweise für die eigenen Meinung dartun...

Antworten Antworten Gast: habe ich
18.01.2010 18:38
1

Re: Re: mieter ruinieren die wohnung

$18 geht ja auch vollkommen in ordnung, weil dem eine leistung gegenuebersteht, sofern nicht der dg-ausbau qersubventioniert wird

Gast: bitte
18.01.2010 16:06
0

mietvertrag lesen

DAS IST EINE SCHWEINEREI

habe das auch in meinem mietvertrag rausgestrichen!!!

da stand doch glatt drinnen, dass ich SAEMTLICHE Elektro, Gas Wasser und sonstigen leitungen sowie insbesondere die therme zu warten und ZU ERNEUERN HABE!!

und das bei einem 5 jahresvertrag!

Meiner meinung nach klar sittenwidrig. nur was sittenwidrig ist bestimmt der ogh - und dieser wird halt von der besizenden klasse dominiert!


 
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