Neues "Labor" untersucht Zinsensteuern

An der WU entsteht erstmals ein Christian-Doppler-Labor im Bereich Rechtswissenschaften.

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Wien/Kom. Premiere an der Wiener Wirtschaftsuniversität für die österreichische Forschungslandschaft: Am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht entsteht erstmals ein Christian-Doppler-Labor, das nicht im technischen Bereich forscht, sondern im rechtswissenschaftlichen. Das Labor „Savings Taxation in a Globalized World“ beschäftigt sich mit der weltweiten Besteuerung von Zinsen; geleitet wird es von Institutsvorstand Michael Lang.

Ausgangspunkt der auf fünf bis sieben Jahre angelegten Forschungsarbeiten mit drei wissenschaftlichen Mitarbeitern ist die Sparzinsen-Richtlinie der EU. Diese zielt auf eine effektive Besteuerung grenzüberschreitender Zahlungen von Zinsen ab, doch konnten sich die EU-Staaten bisher nicht auf ein einheitliches System – Informationsaustausch oder Quellensteuerabzug – einigen. Stärken und Schwächen beider Lösungen sollen ebenso erforscht werden wie die Auswirkung von Sonderlösungen wie dem Steuerabkommen Österreich/Schweiz.

Finanziert wird das Labor zu gleichen Teilen vom – zwingend vorgesehenen – Unternehmenspartner (Deloitte) und der Christian Doppler Forschungsgesellschaft.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.12.2012)

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