Der stille Tod in der nördlichen Adria

Der Einfluss des Menschen hat das Ende vieler Lebensgemeinschaften unter Wasser besiegelt. Zahlreiche Arten sind ausgestorben. Es sei „fünf nach zwölf“, warnen Forscher – und plädieren dafür, der Natur eine Chance zu geben.

Schließen
Die Saison ist noch nicht eröffnet. An den Stränden der Adria (hier: Bibione) merkt man aber ohnehin nicht, was sich unter der Wasseroberfläche abspielt. – (c) Clemens Fabry

Karten des Meeresbodens der nördlichen Adria vom Beginn des 20. Jahrhunderts belegen dessen Artenreichtum. Austern, Archen- und Miesmuscheln, aber auch verschiedene Krebse tummelten sich auf dem Grund des Meeres. „Sie zeigen ein Ökosystem, das es heute nicht mehr gibt“, sagt Martin Zuschin vom Institut für Paläontologie der Uni Wien. Denn wo einst der sogenannte Arcaboden eine feste Basis für die Tiere bildete, hat sich heute ein Schlammboden ausgebreitet. In diesem hält sich nur auf, wer mit wenig Sauerstoff auskommt.

Das ist drin:

  • 4 Minuten
  • 656 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen
Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgelesen