Weniger Störungen in der Elektronik

CD-Labor forscht an immer kleiner werdenden Chips.

Immer dünner und kleiner sollen Handys und damit auch die Elektronik in ihnen werden. Zugleich soll die Datenübertragung immer schneller gehen, am besten bei minimalem Energieverbrauch. An den Herausforderungen forscht das Team um Mario Huemer vom Institut für Signalverarbeitung und Andreas Springer vom Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenzsysteme der Uni Linz. Sie leiten das Christian-Doppler-Labor für digital unterstützte Hochfrequenz-Transceiver, das am Donnerstag eröffnet wurde und vom Wissenschaftsministerium mitfinanziert wird.

Industriepartner ist die Linzer Tochterfirma der Intel-Group DMCE (Danube Mobile Communications Engineering), die u. a. auf das Internet der Dinge und die zukünftige fünfte Mobilfunk-Generation 5G spezialisiert ist. „Derzeit nutzen viele Smartphones die vierte Mobilfunkgeneration LTE. Doch an der nächsten wird schon geforscht: Die Transistoren werden immer kleiner, die digitale Signalverarbeitung effizienter“, sagt Mario Huemer.


Superschneller Download

Bisher haben Handys meist nur einen Sender und einen Empfänger eingebaut. Bei Geräten der fünften Generation soll es mindestens zwei Senderkanäle und fünf Empfangskanäle geben. „Die Geschwindigkeit beim Up- und Download von Daten vervielfacht sich“, so Huemer. Damit bei all der Datenkommunikation in unterschiedlichen Kanälen und Frequenzen auf engstem Raum keine Störungen auftreten, muss man heute schon – im Frühstadium der Entwicklung – digitale Filter entwickeln: Diese sollen die Interferenzen und andere Wechselwirkungen zwischen Sendern und Empfängern aktiv ausblenden. Das ist eines der Ziele des CD-Labors, das bis 2023 laufen wird. (vers)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.03.2017)

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