Schuld unserer Schmach

Wien, 26. Juli 1866. Die Völker Oesterreichs werden noch länger Qualen ausgesetzt sein, welche eine feindliche Occupation, die Störung des Verkehrs und die Ungewißheit über die Zukunft mit sich bringen.

Design, öffne dich!

In den 1920er-Jahren versuchte die Wiener Siedlerbewegung, durch Genossenschaften der Wohnraumnot der Wiener beizukommen; heute heißt die Lösung „WikiHouse“: ein offenes Bausystem für Holzhäuser. Wie durch offene Architektur gesellschaftliche Probleme zu bewältigen sind.

Neues Rapid-Stadion: Nicht Himmel, nicht Hölle

Bild: GEPA pictures
Das neue Stadion des SK Rapid in Wien-Hütteldorf wird wohl kaum den Status einer baulichen Ikone erreichen. Schade! |18 Kommentare

Kein zweites Königgrätz

Wien, 18. Juli 1866. Die Heere Oesterreichs und Preußens stehen sich neuerdings zum Kampf gerüstet gegenüber, größer an Zahl, stärker an Geschützen als in den mörderischen Schlachten von Münchengrätz, Skalitz und Königgrätz.

Wien, eine offene Stadt

Wien, 12. Juli 1866. Wenn wir gestern Früh davon gehört hätten, daß der Bürgermeister von Wien und seine beiden Stellvertreter eine Audienz von Se. Majestät dem Kaiser erbeten haben, so würden wir in diesem Momente allgemeiner Bedrängnis, und auf diese Aussprache des Monarchen an seine Völker von den Repräsentanten der Großcommune nur die eine Antwort erwartet haben: Eure Majestät rechnen auf unser Vertrauen, wir auf das Allerhöchstihrige.

Eins und eins macht . . .?

Ein Ministerentscheid degradiert die Österreichischen Bundesgärten zur Unterabteilung einer Berufsschule. 400 Jahre Gartengeschichte müssen sich nun ohne fachlich kompetente Leitung gegen wachsenden wirtschaftlichen Druck behaupten. Geschichte einer Demontage.

Auf dem Wasser gehen

Drei Kilometer lang, 16 Meter breit, auf dem Wasser schwimmend, bestehend aus Polyethylen-Hohlkörpern, bedeckt mit gelbem Nylonstoff: Christos „Floating Piers“ am oberitalienischen Lago d'Iseo. Rezeptionsversuch eines Kunstwerks.

Die dunkle Macht

Um ein paar Stunden der peinvollen Erwartung (heute schweigt der Telegraph vom deutschen Kriegsschauplatze gänzlich), um einen verregneten Sonntag-Nachmittag, wie diesen, kann uns wenigstens der neue Roman des Herrn Alexander Dumas Sohn betrügen.

Vom Vorteil, schlecht zu hören

In eine der demokratischen Vorversammlungen in Berlin zur Wahl der Landtags-Deputirten war jüngst ein Conservativer gerathen und hielt eine Rede, in der er seine Grundsätze klar und deutlich auseinandersetzte.

Auf der Rolltreppe zur Antike

Vor 20 Jahren wurde vor der kroatischen Insel Lošinj eine der besterhaltenen Bronzestatuen des griechischen Altertums entdeckt. Jetzt hat man ihr ein eigenes Museum errichtet. Ein Lokalaugenschein in der Inselhauptstadt, Mali Lošinj.

Von der Gestaltung des Möglichen

Das oberösterreichische Büro „Two in a box“ hat schon ein breites Spektrum von Bauaufgaben gelöst: mit Einfühlungsvermögen, ökologischem Bewusstsein – und Verständnis für Budgetvorgaben.

Ruhm und Elend

Wenn es uns schlimm ergeht, schauen wir gerne zurück nach dem Guten wie nach dem Argen, das hinter uns liegt.

Lernen vom Ländle

Frankreich, wir kommen? Frankreich, wir sind schon da! Innerhalb weniger Jahre konnte das österreichische Büro Dietrich∣Untertrifaller sechs Wettbewerbe in verschiedenen Regionen Frankreichs gewinnen.



Wie viel Wert hat Ihre Haltung?

Alle zwei Jahre finden in ganz Österreich die Architekturtage statt, heuer unter dem Titel „Wert/Haltung“. Sie zeigen unter anderem Österreichs beste Häuser – auch solche, die es bald nicht mehr geben wird. Zu Herbert Eichholzers Haus Albrecher-Leskoschek in Graz.


Eine Front findet sich immer

Alle zwei Jahre versammelt sich die Architekturszene zur Positionsbestimmung in Venedig. Diesmal ist sie gerade noch nicht unter die Räder der guten Absichten geraten.

Wo einst Pferde speisten

Pferdeställe sind in der Regel selten für feierliche Zusammenkünfte konzipiert. Das brachliegende Restaurant in den ehemaligen Ställen des Schlosses Lamberg in Steyr hatte daher großen Veränderungsbedarf. Ein gelungenes Beispiel für das Erreichen hoher räumlicher und kultureller Qualität.


90 und immer recht leise

Der Holzmeister-Schüler Franz Kiener ist kein „Stararchitekt“. Doch gerade jemand wie er trägt zu einer lebendigen Baukultur Österreichs bei. Zum 90. Geburtstag: ein Rückblick.


Meint ihr das ernst?

Die Pläne für die Bebauung am Wiener Eislaufverein gehen in die nächste Runde. Der städtische Fachbeirat für Stadtplanung und die Unesco geben in den kommenden Wochen ihre Empfehlungen ab. Wie wird der Gemeinderat im Herbst mit dem Projekt verfahren?



Auffallend unauffällig

Ein einfaches Haus wurde gewünscht, in einer geschlossen bebauten Häuserzeile am Stadtrand. Ein unspektakulär funktionierender Ort zum Leben und Arbeiten ist es geworden. Geplant von Jürgen Radatz in Wien.

Die neue Vitalität

Nachhaltiges Handeln, wie heute von uns verlangt, wird an Zweckbauten der Nachkriegsmoderne demonstriert. Das ehemalige Chemie-Institut der TU Graz: Beispiel für eine differenzierte Sicht auf Denkmalschutz.



Wie baut man eine Stadt?

Das Areal um den Wiener Hauptbahnhof. / Bild: Clemens Fabry
Wohnen am Helmut-Zilk-Park in Wien-Favoriten: Die ÖBB wagen den Sprung von der Liegenschaftsverwertung zum Städtebau. Ein Bericht zum aktuellen Stand. 


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