Wie viel Geheimnis braucht der Mensch?

Freundinnen erzählen sich ein Geheimnis / Bild: (c) Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)
Wer etwas versteckt, der hat etwas zu verbergen. Alles ist offenzulegen. Totale Transparenz oder: Vom Leben in einer Welt, in der auch noch das Intimste ans Tageslicht gezerrt wird.

Masada im Sinn

Vor 50 Jahren wurde die Festung Masada am Toten Meer von freiwilligen Helfern ausgegraben. Ich war dabei – als eine von 150 Personen aus 40 Nationen. Heute schaue ich mein verletztes Paradies, wie es heimgesucht wird von Touristen.

Die Krönung

„Expedition Europa“. Košice: Inthronisation des Roma-Königs. Als sich nun endlich auch Roma in der Slowakei einen König gewählthatten, einen „romano thagaris ke Slovačiko“, strömte ich voll Vorfreude nach Košice.

Was lange währt

2017 wird sie eröffnet, mit einiger Verspätung: die Hamburger Elbphilharmonie. Der Wiener Christoph Lieben-Seutter, seit 2007 Generalintendant, über die komplexe Genealogie des Projekts, die Hamburger Musikszene und seine Pläne.

Keine Heilige für das Land

Eine kolumbianische Nonne oder: Herztransplantation im 18. Jahrhundert. "Also gab es die erste Herztransplantation in Kolumbien bereits vor 1727.“ Mein lässiger Satz hätte mir fast eine Ohrfeige aus weiblicher Hand eingetragen.

Das war's nicht wert!

Maria kann und will die Interpretation von Leben und Sterben ihres Sohns, an der so mancher Jünger bastelt, nicht bestätigen. In Colm Tóibíns Roman „Marias Testament“ verweigert sich die Muttergottes. Sie verabscheut diese Männerwelt der Sektierer und Attentäter. Ein starkes Buch.

Riesen, Ritter und andere Monster

Der fantastische Roman „Die Krone“ des Heinrich von dem Türlin aus dem österreichischen Mittelalter wirkt wie ein Tolkien-Vorläufer und ein Blockbuster aus Hollywoods Fantasy-Kiste: Ritter Gawein besiegt sie alle.


Williams wahres Selbst

Shakespeare ist nicht zu fassen. Dennoch versuchen es Biografen und Exegeten seiner Werke jeden Tag aufs Neue. Auch zum 450. Geburtstag mangelt es nicht an interessanten neuen Büchern über den Mann aus Stratford-upon-Avon. Fünf leicht lesbare von ihnen werden hier kurz besprochen.

Dreimal neu

Mittlerweile sind fast alle Brettspielneuheiten, die Anfang des Jahres auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vorgestellt worden sind, im Handel. Jeder Spielegeschmack wird bedient, aber es ist schwer, das passende Spiel aus der Neuheitenflut herauszufiltern. DreiEmpfehlungen nach ansteigendem Schwierigkeitsgrad.

Vergessen und erinnert

Technischer Planer, Architekturtheoretiker, Vizepräsident des Österreichischen Werkbunds, Designer für Thonet in den USA, Professor am Carnegie Institute of Technology der Pittsburgh University: zur Erinnerung an den Wiener Architekten Walter Sobotka, der vor 40 Jahren in New York starb.

Das Sehnen geht weiter

Angelos Trickkiste Nr. 94a. In 93a wurde das Sehnenviereck, ein Viereck mit Umkreis, vorgestellt. Für dieses gilt zum Beispiel, dass sich einander gegenüberliegende Winkel auf 180° ergänzen.

Spiel & Mehr

Treffer: Nachbar, mehr Zucker!

Auf dem bescheidenen Dorfbahnhof nahe dem Schloss steht eine Kompanie stramm. Der Gastgeber, immerhin Präsident einer ganzen Republik, wartet auf dem verschneiten Perron.  

Architektur & Design

Victor Hugo über Shakspeare

(19. April 1864.) Nicht neue urkundliche Aufschlüsse über das Leben Shakspeare's, nicht eine Kritik oder Analyse seiner Werke wolle man in der umfangreichen Schrift suchen, welche Victor Hugo soeben dem großen Briten gewidmet hat.  

Literatur

Was ich lese: Pascale Ehrenfreund

Man begleitet Anthime, einen jungenFranzosen, auf einer Radpartie durch die Vendée (an der Atlantikküste) und wird Zeuge der durch dröhnendes Glockengeläute angekündigten Mobilmachung.  

Sie ließen die Arme hängen

Um die Herrschaft zu sichern: Aufrichtung von Kultur auf einem Fundament von Lug und Trug. / Bild: (c) Wolfgang Freitag
Demokratie – dass ich nicht lache. Eine Parabel.|10 Kommentare

Zeichen der Zeit

Der Heimat blieb die Asche

Von der „Ekstase“ zur Mobiltelefonie oder: Wie eine Schönheitskönigin zur Erfinderin wurde. Zum 100. Geburtstag: Hedy Lamarr – von Wien in die Welt. Und ihre Rückkehr nach dem Tod.  

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