Macht macht Sprache

Bild: (c) Die Presse - Clemens Fabry
Es lebe die Krise, die hält auf Trab! Wider die Zumutungen des vernebelungstaktischen Begriffsmülls unserer Finanzkünstler: ein Wortschwall als Antwort.

Alles smart

Wo auf Wiens Stadtplanung die Sprache kommt, ist neuerdings viel von „Smart Urban Logistik“, „Global Urban Future“, „Smart Mobility“ zu hören. In welchem dieser Begriffe kommt noch der Mensch vor? Und: Ist die Stadt zum Selbstbedienungsladen der Immobilienwirtschaft geworden?

Für die Fische

EU, vegetarisch: Tiergefühle und andere Streitbarkeiten. In der Serie „Expedition Europa“.

Eine Illusion von Schnee

Vor Kurzem eröffnete die Schneeerlebniswelt in der Seestadt Aspern: ein garantiertes Skivergnügen für 365 Tage im Jahr. Doch bereits 1927 gab es in Österreich die erste ganzjährig nutzbare Skipiste. 150 Tonnen Kunstschnee wurden in der Halle des Wiener Nordwestbahnhofes aufgetürmt.

Flucht in Ketten

„Der leichteste Fehler“: Die kanadische Autorin Lisa Moore bedient souverän gleich mehrere Genres. Roadmovie, Krimi, Seefahrtsroman bündeln sich zu einer amüsanten Verfolgungsjagd.

Nicht schauen, sondern tun

Appell an die Menschlichkeit: Beate Winklers kleine Ermutigung „Unsere Chance“.

Herz und Leber roh

Sohn, Vater und Großvater fahren jedes Jahr in ein entlegenes Gebiet, um nach Hirschen zu jagen. Statt eines Tiers erlegt der Sohn aber einen Wilderer. „Goat Mountain“: David Vanns Roman über eine von Gewalt geprägte Familie.


Schönheit und Schrecken

Wie weit ging die Verstrickung Werner Heisenbergs und Martin Heideggers in den Nationalsozialismus? Damit beschäftigen sich zwei Bücher auf unterschiedliche Art. Jérôme Ferrari nähert sich Heisenberg literarisch, Silvio Vietta verteidigt Heidegger sachlich-philosophisch.

Aufstieg der Indies

Unabhängig entwickelte Computerspiele stellen persönliche Expression und ungewöhnliche Ideen statt schnöden Mammons in den Vordergrund. In Berlin werden diese Woche die Indie-Games gefeiert, auch eine Filmdokumentation ist erschienen.

Am Anfang war Grillparzer

Den Ausstellungsarchitekten des neuen Wiener Literaturmuseums gelangen Räume der Verführung und eine überzeugende Klammer zwischen alter und neuer Nutzung. Der atmosphärisch dichte Ort macht Lust auf Lesen.

Zeichen der Zeit

Zwei Mäntel unter dem Dach

Bald nach dem Krieg hat meine Mutter öffentlich erklärt, wie leid es ihr tue, in diesem NS-Propagandafilm mitgespielt zu haben. Ich habe mir den Film als Erwachsene angeschaut. Danach habe ich gesagt: „Ich brauch einen Schnaps.“ Über „Heimkehr“ und meine Eltern, Paula Wessely und Attila Hörbiger.  

Spiel & Mehr

Jetzt werden Mengen operiert

Angelos Trickkiste Nr. 116a.  

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