„Nie war die Erde so dünn gewesen“

Wolfgang Hermanns literarischer Abschied von seinem Sohn. Persönliche Katastrophen als direkte Vorlage für ein Buch haben oft den Niederschlag des „Schicksalhaften“, dementsprechend wird solche Literatur vermarktet. Nicht so hier.

Persönliche Katastrophen als direkte Vorlage für ein Buch haben oft den Niederschlag des „Schicksalhaften“, dementsprechend wird solche Literatur vermarktet. Nicht so hier. „Abschied ohne Ende“ ist ein stiller, ganz intimer Text, nirgendwo auf dem Umschlag steht vermerkt, dass der Autor als Betroffener von einer ganz persönlichen Erfahrung schreibt, die Etikettierung „autobiografisch“ hätte wohl im Kern ihre Berechtigung. Lediglich die vorangestellte Widmung „Für Florian“ deutet an, dass der Geschichte ein realer Anlass zugrunde liegt, und der ist traurig
genug: Vor 13 Jahren hat Wolfgang Hermann seinen Sohn verloren. Er hat lange zugewartet, das Unbegreifliche aufzuarbeiten: einen Tod, so plötzlich und sinnlos, dass es auch heute noch schwerfällt, sich damit abzufinden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2013)

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