„Der Affe von Karl Kraus“

Die aphoristisch zugeschärften Traktate und höhnischen Glossen des Wieners Herbert Müller-Guttenbrunn sind sprachkünstlerische Werke ersten Ranges. Nun liegt ein „Best-of“-Band vor: „Alphabet des anarchistischen Amateurs“ – ein ketzerisches Brevier.

Kürzlich durften die Deutschen darüber befinden, welches vom Aussterben bedrohte Wort sie am innigsten liebten, und am Ende hatte sich das Volk der Hartz-IV-Empfänger – auch ein preisverdächtiges Wort – für das possierliche „Kleinod“ entschieden. Das Lieblingswort von Herbert Müller-Guttenbrunn, einem sprachmächtigen Schriftsteller, der erst gar nicht vergessen zu werden brauchte, weil er schon zu Lebzeiten nahezu unbekannt geblieben war, wird es hingegen bei keiner Kür der schönen Wörter weit bringen. Weil ihm in der Weltgeschichte fast nichts davon übrig geblieben schien, war sein liebstes Wort: „das Unversaute“.

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