Benefize für die Spitze

Globalisierung, technologische Entwicklung, Auflösung üblicher Arbeitsverhältnisse – das sind nur einige Phänomene, die für eine Zunahme der Ungerechtigkeit sorgen. Zwei Ökonomen suchen nach einem sozialen Ausweg.

In der Obhut einer Moschee

„Born on a Tuesday“ des nigerianischen Autors und Anwalts Elnathan John: ein Schlüsseltext zum Verständnis des Erfolgs islamistischer Gruppen.

Was ich lese: Monika Sommer-Sieghart

Ich lese gerne von beeindruckenden Frauen. Gerade das Thema des diesjährigen Forums Alpbach, „neue Aufklärung“, schärft dafür den Blick, denn von Emanzipation war in der Epoche der Aufklärung noch kaum die Rede.

Wer bin ich?

Dmitrij Kapitelman sinnt in dem autobiografisch gespeisten Israel-Reiseroman „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“ möglichen Identitäten nach: Ukrainer? Jude? Moldauer? Halbjude? Deutscher? Oder einfach „Mängelware“?

Liebe mit Ablaufdatum

Dorit Rabinyans Roman „Wir sehen uns am Meer“: Eine Israelin und ein Palästinenser treffen und verlieben sich in New York.

Was ich lese: Matthias Lošek

Ich lese: Die Verschwörung der Tauben von Vincenzo Latronico.

Wo man nicht fällt

Der heikle Umgang mit Lüge und Wahrheit steht im Zentrum des Romans „So fängt das Schlimme an“ von Javier Marías. Zeit des Geschehens ist der sanfte Übergang Spaniens zur Demokratie nach der Franco-Diktatur.

Olympismus? Ein Kind der Schwärmerei

Zusammengeleimte Ideologie: Klaus Zeyringers Kulturgeschichte der Olympischen Spiele.

Sag ja nicht die Wahrheit!

Abgründig, berührend, aktuell: Der Roman „Ohrfeige“ des 1973 in Bagdad geborenen Abbas Khider liest sich wie ein höchst literarischer Kommentar zur gegenwärtigen Flüchtlingskrise.

Was ich lese: Peter Jonas

Zunächst darf ich Ihnen Die Vermessungder Welt von Daniel Kehlmann (Rowohlt Verlag) empfehlen: ein Roman über zwei renommierte Wissenschaftler, Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß.

Das Leben als Doku-Soap

Petra Piuks Roman über den Schein, der die neue Realität ist.

Der Tolstoi des Punks

Zwischen den gesellschaftlichen Polen Extremreichtum und (Punk-)Subkultur: In „City on Fire“ zeichnet Garth Risk Hallberg großflächig wie detailreich ein New Yorker Stadt-Sittengemälde. Damit kommt er seinem Ziel, dem großen amerikanischen Roman, schon recht nahe.

Was ich lese: Irina Hofer

Ich bin ein #Girlboss. Der Hashtag und die Bedeutung dieser Bewegung war mir bereits vor der Lektüre des zum „Business Basic“ avancierten Buches von Sophia Amoruso bewusst (Redline Verlag).

Auf der Suche nach Nischen des Glücks

Eine Liebe zwischen New York und dem Donaudelta: Catalin Dorian Florescus überbordende Lust an Geschichten.

Kampf um das Bild

Überzeugend: Sabine Grubers Roman „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“ über das private und allgemeine Elend eines Kriegsfotografen liefert gleichsam nebenbei die Ehrenrettung für diesen Berufsstand.

Was ich lese: Bernd Roger Bienert

Wie zu vermuten, lese ich derzeit vor allem Werke der Zeit Mozarts, etwa von Johann Peter Uz.

Taugenichts, Tollpatsch, Tunichtgut

Vergaloppiert: Über tiefe Kalauerlacken führt Marjana Gaponenkos halsbrecherische narrative Kutschenfahrt. „Wir sehen uns am Meer“ – eine Groteske.

Nur Mut und Gewehre

Erich Hackl lässt im Sammelband „So weit uns Spaniens Hoffnung trug“ 46 Zeitzeugen aus dem Spanischen Bürgerkrieg zu Wort kommen, darunter bekannte Autoren, aber auch Arbeiter und Krankenschwestern.

Was ich lese: Werner Auer

Berufsbedingt komme ich derzeit hauptsächlich nur dazu, Sekundärliteratur zu meiner aktuellen Musicalproduktion „Artus“ zu lesen – sprich historisch-biografische Werke rund um die Artus-Legende wie zum Beispiel Norma Lorre Goodrich: Die Ritter von Camelot – König Artus, der Gral und die Entschlüsselung einer Legende (C. H. Beck Verlag) oder Die keltischen Wurzeln der Artussage von Stefan Zimmer (Universitätsverlag Winter).

Die Sinne verwirren

„Die Füchsin spricht“: Sabine Scholls multiperspektivischer Roman über Frauenbilder.

Die Bälle des Lebens

„Die Fotografin“: William Boyd entwirft die fiktive Autobiografie einer selbstbewussten Künstlerin im frühen 20. Jahrhundert. Allen Ratschlägen zum Trotz wandert sie mit ihrer Kamera zwischen Kunst und Dokumentation. Existenzielle Tiefe in einem packenden Plot.

Das radikal Böse und das banal Böse

Bettina Stangneth lädt zu einem Dialog zwischen Kant und Arendt über das Böse ein – mit einer überraschenden Wendung.

Unter die Haut

Im Umfeld von Montessori- und Waldorfkindergärten blühen sie auch bei uns: die Ängste vor der Impfung. Über deren Entstehung und Propaganda sowie über die Mühsal, Dummheit oder bestenfalls Unwissen zu begrenzen, hat Eula Biss „Immun“ geschrieben.

Was ich lese: Marie Rötzer

Die Welt ist groß – dieses Lebensmotto gibt der alte Bai Dan seinem Patenkind Alexandar mit auf die Flucht vom „Rande Europas“ in den Goldenen Westen.

Auskunft über das Schöne und das Erhabene

Verführung zum Vergnügen: Jan Philipp Reemtsma legt seine „Schriften zur Literatur“ vor. Eine Anleitung zur Schärfung der Urteilskraft.

Der Vater tot, das Erbe ruft

Ein Mann wird von drei Frauen geliebt. Aber nicht die drei sind eifersüchtig aufeinander, es sind die Geschwister des Mannes, die um das Erbe fürchten. Sándor Márais 1937 erschienener Roman „Die Eifersüchtigen“: in neuer Übersetzung, aber mit der alten Überfülle an Stoff.

Angst vor großen Tieren?

Alte und neue Heimaten, alte und neue Freunde, alte und neue Eltern. Pädagogisch gewitzte Bilderbücher, unheimliche Graphic Novels, Fantasy mit orientalischem Hintergrund: Vielfalt der Themen und der Genres kennzeichnen die Kinder- und Jugendbücher der Saison.

Diazepam und Hämorrhoiden

Bekenntnisliteratur: Anneliese Mackintosh über die Zumutungen des Lebens.

Was ich lese: Florian Krumpöck

Eine besondere Faszination übt auf mich seit je ein Klassiker der Weltliteratur aus, den ich seit jungen Jahren immer wieder lese.


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