Was ist ein gutes Leben?

Ist die gegenwärtige Wirtschaftsordnung alternativlos? Giacomo Corneo, Professor für Volkswirt-schaftslehre an der Freien Universität Berlin, geht der Frage nach, ob eine „Bessere Welt“ möglich ist? Eine aufregende Reise durch ökonomische Systeme.

Geld und Gefühle

Im Roman „Die Chance“ erweist sich Stewart O'Nan erneut als feiner und unaufdringlicher Erzähler von Schicksalen der US-Mittelschicht. Diesmal muss sich ein Paar mit den Folgen der Rezession von 2008 herumschlagen.


Das Gackern der Hühner im Kopf

Souveränes Prosadebüt: Laura Freudenthalers bemerkenswerte „Paargeschichten“.

Stümper gegen Versager

Am 25. Juli 1934 versuchten die Nazis, Österreich in Besitz zu nehmen. Die Ermordung des Kanzlers stand aber nicht auf der Agenda, so Kurt Bauer in seiner Untersuchung „Hitlers zweiter Putsch“. Dass Dollfuß bei der Aktion erschossen wurde, war nur eine von unzähligen Pannen.

Das Quietschen der Matratze

Was macht einen „amerikanischen Roman“ aus? Tanguy Viel hat die Ingredienzien analysiert, gemixt und eine Persiflage darauf fabriziert: „Das Verschwinden des Jim Sullivan“ – eine Humoreske.

Der Gestank von totem Fisch

Authentisch: Nach dem Tsunami von 2011 findet Ruth Ozeki am Strand das Tagebuch eines japanischen Schulmädchens. Das Heft gibt der Autorin Anlass, die Hintergründe zu recherchieren.

Leben, das sich auslebt

Der Mensch nach dem Menschen? Wissenschaftler in herkömmlicher Gestalt überbieten sich publizistisch in neumenschlichen Inszenierungen. Ihr Ziel: Das bisherige Subjekt der Geisteswissenschaften soll für tot erklärt werden. Eine kritische Betrachtung – aus Anlass eines Buches der Philosophin Rosi Braidotti.

Die Last der Heimat

Slowake, Österreicher oder doch Deutscher? In „Steiners Geschichte“ erzählt Constantin Göttfert sehr ambitioniert, wie Karpatendeutsche nach dem Zweiten Weltkrieg im Marchfeld Fuß fassen.

Schon früh begabt für den Tod

Dunkelgrau: August Schmölzers Heimkehrergeschichte in Form eines „Kriminalliebesromans“.

Was ich lese: Gerald Szyszkowitz

In der Weihnachtszeit habe ich wochenlang in einem einzigen Roman gelesen, in Krieg und Frieden von Leo Tolstoi (Deutscher Taschenbuch Verlag, München).

Mit Zange und Revolver

Drei junge Männer stoppen einen Zug von Belgien nach Auschwitz und verhelfen 119 Insassen zur Flucht: Das ist einer von bisher noch kaum untersuchten Fällen einer „Flucht von Juden aus Deportationszügen“, die Tanja von Fransecky nun gründlich erforscht hat.


Einäugige Katze, hinkender Hund

Facettenreich, manchmal auch etwas langatmig: Rüdiger Görners Erzählung „Klam“ über einen kauzigen Verneiner.

Nagelbett, günstig, rostfrei

Ein Ikea-Schrank mit integriertem Fakir unterwegs nach England. Zum Glück befreien afrikanische Migranten den Inder aus dem Kasten. Eine Szenerie, bei der man nicht weiß, ob man sich in einem Reise-, Schelmen- oder Gesellschaftsroman befindet. Romain Puértolas' Überraschungsbestseller aus Frankreich.

Meist mystet Mutter

Der im Jänner verstorbene Bild- und Sprachspieler Dominik Steiger widmete sich in „spuk & geflunker“ der erschöpfenden Kurzdarstellung der verborgenen Welt des Dingsbums – „mittels der drüse kinderspiel“.

Vom Schließen der Knöpfe

Alexander Widners funkelnde Posen, Possen und Pointen.

500 Jahre im Staub kriechen

Wie eng Kunst und Literatur mit-einander verknüpft sind, zeigen die unter dem Titel „Museum der Träume“ publizierten hochkarätigen Texte zu Kunstwerken. Fesselnd, auf welch unterschied-liche Weise Autorinnen und Autoren sich Bildern sprachlich zu nähern vermögen.

Gefressen vom Süßwasserhai

Trashig: Christian Futschers Persiflage auf das Genre des großen Abenteuerromans.

In einer Welt voller Unsinn

In Kindergeschichten muss es nicht realistisch zugehen. Da fliegen Mäuse über den Ozean, schlemmen Kater in der Konditorei oder spielen weiße Kaninchen Psychiater. So entsteht ein Cross-over aus Pu der Bär, Pippi Langstrumpf und Alice im Wunderland. Ein Überblick.

Lebenskunst eines Monomanen

Thomas Bernhard neu lesen: Hans Höllers Plädoyer gegen festgefahrene Lektüreklischees.

Zu jung für eine Feministin

Der erzählerische Twist in „Nachkommen.“ besteht darin, dass Marlene Streeruwitz sich die Stimme einer 40 Jahre jüngeren Frau angeeignet hat: Nelia Fehn. Die ist Debütantin auf der Buchmesse in Frankfurt. Dort wird sie als hübscher Aufputz des Betriebs wahrgenommen. Böse und witzig.

Sinn für das Grau und das Grauen

Sprachlich präzise und scharf beobachtet schildert Christl Greller die Verwerfungen des Alltags und die biografischen Brüche. Unheilvolle Kunststücke.

Wollust in Mord und Tod

Wiederentdeckt: Ludwig Winders biografischer Roman über den Thronfolger Franz Ferdinand. Über sein „undurchdringliches“ Antlitz, seine Jagdtollheit, seinen Kampf gegen den Onkel und dessen „Mumienkabinett“.


Olympia, Iphigenie, Electra & Co

US-Autorin Katherine Dunn hat vor 25 Jahren einen erstaunlichen Roman über eine deformierte Familie veröffentlicht. Die antiken Vornamen der Kinder sind nicht die einzigen Seltsamkeiten. Nun liegt das Buch auf Deutsch vor.

Gunmen, Gauner und GIs

Inzwischen gibt es fast so viele Bücher über die Mafia wie Opfer von ihr. Wenige Titel ragen aus dem Genre „Mafia-Literatur“ heraus: ein paar fiktionale, einige historische und autobiografische Werke. Ein treffsicherer Einblick.

Was ich lese

Direktorin des Museums der Moderne in Salzburg

Nichts ohne meine Soldaten

Satirisch: Mikal Hems Anleitung zu einer Karriere als Diktator.

Viele Sträuße mit Strauß

Die polarisierende Atmosphäre rund um Jürgen Habermas ist ein zentrales Thema in Stefan Müller- Doohms voluminöser Biografie über Deutschlands berühmtesten Soziologen. Ausgespart bleibt darin weitgehend Biografisches über den 85-Jährigen.

Klassik

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