Kaskaden, Monologe, Purzelbäume

Kurzweilig: Lydia Davis' Prosa gegen alle Erwartungen und gegen alles Planmäßige. Ein Kompendium der Fantasie.

Was ich lese

Direktorin des Kunst Hauses Wien.

Tiefer als der Abgrund

Staatenlosigkeit war im 20. Jahrhundert ein Massenschicksal. In ihrem Buch „Heimatrecht und Staatsbürgerschaft österreichischer Juden“ zeigt die Historikerin Hannerlore Burger die Bedeutung staatsbürgerlicher Rechte und die Folgen von deren Verlust für das Leben von Menschen.

Samuel, Samir & Nina

Karine Tuil hat sich mit ihrem Roman „Die Gierigen“ viel vorgenommen: eine Dreiecksgeschichte eines Juden, einer Muslima und eines Muslims, ergänzt mit falscher Identität, Guantanamo, Gotteskriegertum und erstaunlichen Funden im Internet. Manchmal ist weniger mehr.

Apokalypse Gegenwart: Was gerade jetzt ist

Der Sinn wird fortan das Allzuviele sein, angeliefert über Google Alerts, Facebook, Twitter, Instagram et cetera. Eine Apokalypse namens Gegenwart - und warum wir sie vielleicht überleben werden.

Der Kaputte

Nahezu alles misslang ihm im Leben, und buchstäblich alles gelang ihm im Gedicht: Georg Trakl – Versuch einer Annäherung im 100. Todesjahr.

Es gibt noch viele Noras

Liebe, Sex, Schwangerschaft, durcheinandergeschüttelt wie in einem Kaleidoskop. Der Debütroman von Nadine Kegele.

Gnade statt Gebote

Wie sollte Theologie nach Eugen Drewermann aussehen? In seinem jüngsten Buch entwirft er eine „Theologie vom Menschen her“, in der Gefühle und Antriebe, Sehnsüchte und Ängste, Aggressionen und Zwänge ernst genommen werden. Theologie sei mit Psychotherapie zu verbinden.

Wortballungen

Botanisch: Hansjörg Zauners wilde Wortblütenformen, aus denen nach oben Triebe und nach unten Wurzeln wachsen.

Blutspur durch Texas

„Der erste Sohn“: Philipp Meyer entwirft ein Mosaik von Szenen über 150 Jahre, in deren Zentrum die reiche weiße Familie McCullough in Texas steht. In Nebenrollen: gute und böse Komantschen und Mexikaner.