Einsatz von taktischen Mitteln

Der erste Bundespräsident der Zweiten Republik, Karl Renner, war eine vielschichtige Persönlichkeit, blieb aber stets sozialdemokratischer Konsenspolitiker. Die Biografie Richard Saages erzählt das Leben des Staatsmanns aus linker Sicht, verschweigt seine dunklen Seiten aber nicht.

Mit dem Geruch von Napalm in der Nase

Welche Folgen hat die Zerstörung von Lebensraum? Davon handelt Tom Coopers Roman über das Leben im Mississippi-Delta nach dem Hurrikan und der Ölpest.

Fleiß, Faulheit und Fassade

Für furchtlose Leser: Alexander Widners Kurzroman über Österreich im 20. Jahrhundert.

Das Gefängnis ist kein Ponyhof

„Die Prinzessin von Arborio“: Bettina Balàka erzählt die Geschichte einer Mörderin, deren reales Vorbild vor Jahren den hiesigen Boulevard zum Jauchzen brachte. Ohne Erregungskeule, jedoch mit feiner Klinge.


Porträt: „Sport ist die beste Lebensschule“

Warum der ehemalige Tennisstar Alexander Antonitsch beinahe Eishockey-Spieler geworden wäre und was er von diesem Sport gelernt hat, erzählt er im WirtschaftsBlatt-Interview.

Heirat nach drei Treffen mit dem Bräutigam

Aufgewachsen in einer jüdischen Sekte: die erschütternde Autobiografie von Deborah Feldman.

Nur Narr! Nur Dichter!

Man spürt beim Lesen die Wut des Autors: „Don Quijote“ ist ein Buch gegen alle Bücher, eine Abrechnung mit der lügenhaft gewordenen Tradition eines abgelebten Ideals. Zum 400. Todestag von Cervantes: eine neue Biografie und ein zu entdeckender Roman.


Mord an jedem Mittwoch

Der argentinische Journalist Horacio Verbitsky sprach mit dem Militär Adolfo Scilingo, der im Auftrag der Junta politische Gefangene tötete. „Der Flug“: aus dem Inneren einer Militärdiktatur.


Amnesie und Amnestie

„Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien“: Hellmut Butterweck dokumentiert anhand der Prozess-Berichterstattung in Zeitungen akribisch die Bandbreite der Verfahren gegen Nazis zwischen 1945 und 1955. Ein monumentales Quellenwerk.

Die Schlachten von vorgestern

Leise, links und leidenschaftlich: Hans Bürgers Gespräch mit dem Ökonomen Kurt W. Rothschild.

Den Körper zum Feind

Sophie Reyers lyrische Prosa über Frauenschicksale.

Die Gabe, glücklich zu sein

Orhan Pamuk erzählt in seinem Roman „Diese Fremdheit in mir“ den Versuch des aus Ostanatolien stammenden Mevlut, in der rasant wachsenden Stadt Istanbul ein halbwegs normales Leben führen zu können.

Am Grab des toten Hundes

Kunstvoll: Eva Schmidt bringt ein paar Bewohner einer Siedlung zum Sprechen.

Der Kannibale im Kreml

„Der Osten“: Andrzej Stasiuk wandert literarisch durch Zeiten und Räume. Beginnend mit Polen, weitet sich sein Blick bis nach China. Dabei zeigt er langen Atem – ohne langatmig zu sein.


Die Lehren der Tante Fé

Das Prinzip von Angebot und Nachfrage: Hans Magnus Enzensberger gibt in seinem kleinen Wirtschaftsroman „Immer das Geld!“ Nachhilfe in Sachen Ökonomie. Für Jugendliche durchaus geeignet.

Schmetterlinge, die am liebsten Tränen fressen

Einfallsreich: Andrea Grill forscht im Kabinett des Doktor Caspari dem Leben eines tränenlosen Wissenschaftlers nach.

Auf einem Bild mit der früherenGeliebten

„Zwei Paare ohne Sex im Waldviertel“: In den vier Erzählungen Andres Mürys bleibt die Vergangenheitsbewältigung folgenlos.

Aus dem Papierlessen

Sie promovierte als erste Frau in Wien in Kunstgeschichte, war Kunsthistorikerin, Lyrikerin, Künstleragentin. 1938 wurde eine Forschungsreise für Erica Tietze-Conrat zum Weg ins Exil. In ihren Tagebüchern beschreibt sie das kulturelle Leben im Wien der Ersten Republik und schildert private Gegebenheiten.

Die Blautöne im Gesicht

Der Debütroman von Katharina Winkler ist starker Tobak.

Leere, die alle Wörter löscht

Was ist im Krieg geschehen, was hat der Vater getan? Ihn endlich zum Reden bringen, das möchte die Tochter in Anna Mitgutschs melancholischem Roman „Die Annäherung“. Ein Buch über die Unmöglichkeit der Liebe und die letzten Dinge.


Ganz im Osten vom Westen

Wahre Geschichten aus einem Land im Krieg: zwei Neuerscheinungen zur Ukraine.

Weder schlafend noch wachend

Hans Peter Duerr arbeitet vorzugsweise im Konjunktiv. Gerade beim Thema Nahtoderfahrungen will er nicht in die Esoterik-Ecke geraten. In seinem Buch über „Die dunkle Nacht der Seele“ ist er bestrebt, den Kontrast zwischen traumzeitlichem Inhalt und methodischem Ernst zu wahren.

Schlafen im „Blätterteig“

Beunruhigend: László Szilasis ungarische Rhapsodie über die unteren Schichten in Szeged.



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