Ich bin meine Daten – aber gehören sie mir?

Wolfgang Schmale und Marie-Theres Tinnefeld wollen das Konzept von Privatheit ins digitale Zeitalter retten.

Worte sind Taten

Paul Watzlawick war ein Apostel menschlicher Kommunikation. Unter seiner Federführung begründete die Palo-Alto-Gruppe die systemische Familientherapie. Die Biografie von Andrea Köhler-Ludescher wird dieser Bedeutung nicht annähernd gerecht.

Wenigstens nicht schaden!

Eine widerspenstige Generation mit Wunsch nach Veränderung: Karl Wimmlers Erzählungen.

40, 50 Jahre Ewigkeit

„Sämtliche Leidenschaften“ nennt Franz Schuh seinen fiktiven Dialog mit einer Freundin, die ihn verlassen hat. Pointiert, witzig, aphoristisch.

Die Firma und die Familie

Es wird Zeit, sein Kaffee-Imperium zu übergeben, denkt Yankel Hertzmann. Bei vier Kindern – nicht so einfach. Vanessa F. Fogel hat einen sinnlichen Roman über ein inniges Ehepaar geschrieben, das mit seiner Familie und seiner Vergangenheit ins Reine kommen möchte. Klug und voller Humor.

Das Model, ihr Porträt und der Anwalt

Überfrachtet: Zu viele Themen in Bernhard Schlinks Roman „Die Frau auf der Treppe“.


Was ich lese: Edith Draxl

Ich bin durch die Arbeit im „Drama Forum“ in der privilegierten Situation,Theatertexte bei der Entstehung zu beobachten.

Schlag nach bei Marx?

Die Ungleichheit steigt, so ließe sich Thomas Pikettys Studie über „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ zusammenfassen. Aber das Buch will mehr. Es fördert nicht die Empörung über die Ungleichheit, sondern das Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Und belohnt mit Einsichten.

Den Süden im Kopf

Lange hat es gedauert, bis sich Marica Bodrožić ihrer Kindheit in Kroatien erzählerisch genähert hat: „Mein weißer Frieden“ hat eine Reise in diese Heimat zum Ausgangspunkt und weitet sich zum Raum einer Daseinserfahrung und Lebenslehre.

Schmierereien am Arzthaus

Wissenschaft versus Ethos im 16. Jahrhundert: Anna-Elisabeth Mayer über den Arzt Rondelet.

Über leeren Gräbern

Wie Mahnmale wider die Unge-heuerlichkeit des Vergessens, des Vergessenwollens nehmen sich Danilo Kiš' Prosawerke aus. Zur Erinnerung an den vor 25 Jahren verstorbenen Erzähler erscheinen nun seine großen Romane und Erzählungen in einem Band.

Der Besuch des Millionärs

Fesselnd: Hila Blums Roman über die alltäglichen Probleme einer modernen Familie.

„Wir kriegen dich überall“

In der unverfälschten Eigenmacht ihrer Sprache vermag es Herta Müller, ihre Erinnerungen an Kindheit und Diktatur in Rumänien auszubreiten. „Mein Vaterland war ein Apfelkern“: ein sokratischer Dialog mit Angelika Klammer und ein fesselndes Buch.

Aufstehen zum Erschießen

Zeitgemäß übersetzt: das wichtigste Werk des finnischen Nobelpreisträgers für Literatur.

alles im wort hin und zurück

Poetische Lust am Wortspiel: Evelyn Schlags neue Gedichte scheuen die große Geste.

Lisas Nägel im Parkett

Über der Familie und dem Haus nah am Wald liegt ein Geheimnis. „Wie im Wald“ von Elisabeth Klar ist ein düsteres, in sich geschlossenes Kammerspiel. Ein Stück souveräne Literatur.

Nimm mich mit, bittet der Chauffeur

Wer trägt die Verantwortung für den sogenannten Ansturm von Flüchtlingen aus Afrika? Die Ethnologin Doris Byer ist nach Mali gereist. Ihr zur Seite der aus malischer Familie stammende Abdoulaye Sima. Über die späten Folgen der Kolonialisierung: unbedingt lesen!

Verschleudern des Erbes?

Robert Schediwy über die europäische Moderne – ein gescheitertes Projekt?

Die Arche von Hiddensee

Ein gewaltiges Sprachereignis: Lutz Seilers spätes Prosadebüt, „Kruso“, über die großen Themen Freiheit, Freundschaft, Liebe im Wendejahr 1989 gilt als Favorit auf den Deutschen Buchpreis.

Europas Süden – der neue Osten?

Die Frage, ob der Westen von den Revolutionen in Osteuropa lernen könnte, wurde gar nicht erst gestellt. Man fühlte sich eher in seinen Kreisen gestört. Philipp Thers Studie zur „Neuen Ordnung auf dem alten Kontinent“: Bedenkenswertes über das Wendejahr 1989 – und seine Folgen.

Zyankali nach dem Ehestreit

Der US-Wissenschaftsjournalist Jack El-Hai sieht Parallelen im Tod des US-amerikanischen Gerichtspsychiaters Douglas M. Kelley und des von ihm untersuchten NS-Bonzen Hermann Göring.


Grodek – und kein Ende

Die zwei wichtigsten neuen Bücher zum Jahr des Georg Trakl: Rüdiger Görner legt eine Studie zum „Dichter im Jahrzehnt der Extreme“ vor, Hans Weichselbaum aktualisierte seine Biografie.

Die Furcht vor der Furcht

Judith N. Shklars Analyse „Ganz normaler Laster“ und ihre politischen Auswirkungen.

Geil kichernde Männer am Balkon

Marlene Streeruwitz schlüpft für „Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland“ in die Haut einer jüngeren Autorin – und bleibt sich doch treu.

„Mit Putin kann man reden“

Europa kann sich seine Nachbarn nicht aussuchen, meint Julia Kissina. Ein Gespräch über Russland, die Ukraine, Deutschland, Israel, ihre Beziehungen untereinander und darüber, wie Medien Propaganda machen.


Bit für Bit: Terror in New York

In „Bleeding Edge“ führt uns Thomas Pynchon nach Manhattan, zu seinem Homeground. Der vielschichtige, funkelnde Roman ist Krimi, Familiengeschichte, Satire übers junge Internet. Und er steuert auf 9/11 zu.

Ich habe es nicht so erlebt, als ich es erlebte

Franz Xaver Hofer hat wie kein anderer die verschwundene bäuerliche Kultur des oberen Mühlviertels gespeichert. Nun erscheint Prosa aus dem Nachlass.

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