Die Spiele des Anders Breivik

„Killer bereitete sich mit Computerspielen auf Attentate vor.“ Schlagzeilen wie diese machten vergangene Woche weltweit die Runde. Eine kritische Auseinandersetzung mit Anders Breiviks Aussagen – und ihrem medialen Echo.

Es war unvermeidlich, dass beim Prozess gegen den norwegischen Massenmörder Anders Breivik Videospiele zum Thema werden. Ich hatte mich kurz nach den schrecklichen Ereignissen auf Utøya in Breiviks gespenstisches Manifest vertieft, um herauszufinden, was er darin wirklich über das Spielen sagt – und schon damals festgestellt, dass praktisch nichts von Relevanz dabei war. Aber: Für die Presse waren Videospiele trotzdem ein Sündenbock. Es war schon damals zu betonen, dass das angesichts der Ungenauigkeit der Vorwürfe gegen Spiel eher dazu führen würde, dass nie entdeckt wird, was seinen Geisteszustand verursacht hat.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.04.2012)