An Zimmern

21.12.2012 | 18:39 |  Friedrich Hölderlin (Die Presse)

Die Linien des Lebens sind verschieden, Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen. Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen. Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden.

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Die Linien des Lebens sind verschieden,

Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen.

Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen

Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden.

Aussicht


Der offne Tag ist Menschen hell mit Bildern,

Wenn sich das Grün aus ebner Ferne zeiget,

Noch eh des Abends Licht zur Dämmerung
sich neiget,

Und Schimmer sanft den Klang des Tages
mildern,

Oft scheint die Innerheit der Welt umwölkt,
verschlossen,

Des Menschen Sinn von Zweifeln voll,
verdrossen,

Die prächtige Natur erheitert seine Tage

Und ferne steht des Zweifels dunkle Frage.

Mit Untertänigkeit
Scardanelli.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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