Wir Haberer

Da haben wir sie. Die Nestbeschmutzer. Die „Künstler“. Und dennoch: stets verhabert mit der Macht. Immer gierig auf ein Preisgeld, eine Subvention. Warum nicht gleich von mir reden? Wir „Staatskünstler“: ein artiges Dankeschön – nebst einer Abrechnung.

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(c) APA (BARBARA GINDL ROLAND SCHLAGER)

Ich habe die ehrenvolle Aufgabe erhalten, sehr geehrte Damen und Herren, mich im Namen aller Künstler, die heute mit dem staatlichen „Kunstpreis“ geehrt werden, artig zu bedanken. Natürlich kann ich nicht wirklich imNamen aller sprechen, auf jeden einzelnen eingehen, auf die Besonderheiten jeder individuellen Kunstanstrengung, auf die Vielfalt, in der sich Kreativität in den verschiedenen Kunstgattungen zeigt, und also den Reichtum der singulären Werke angemessenwürdigen, die allesamt Wahrheit, Schönheit und Reflexion unseres Lebens in die Welt setzten. Jeder Künstler beansprucht Einzigartigkeit für sich und fordert dafür Anerkennung. Aber wenn es dies ist, was für alle gilt, dann kann ich gleich von mir reden, weil es ja grundsätzlich für jeden darum geht, Ich sagen zu können, beglaubigt und anerkannt durch sein Werk.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.02.2013)