Zwischen Hirn und Hand

Handschrift: eine Fertigkeit im Ausgedinge? Oder der Schlüssel, der uns die Tür zum freien Denken öffnet? Von der Lust, mit der Hand zu schreiben im Zeitalter von E-Mail, Facebook, SMS.

Das Heft ist liniert, so wie ich es in der Volksschule benützt habe. Es ist dünn und handlich. Auf der Umschlagseite klebt ein Schild, unbeschrieben. Die Seiten tragen jeweils drei Linien. Ich erinnere mich: In der ersten Klasse waren es vier. Oder fünf? Damals haben wir, die Erstklassler, noch die Kurrentschrift üben müssen. Die Zeilen, die Linien hatten Platz zu bieten für die sogenannten Überlängen: beim h etwa, beim f. Bei den Großbuchstaben ist es damals nicht ohne Schnörksel abgegangen. Zwei Jahre später musste ich mich dann auf eine andere Schriftart einstellen. Wir nannten sie „Latein“, obgleich sie mit der Sprache nichts zu tun hatte. Die haben wir erst ein paar Jahre später gelernt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.07.2014)

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