Alle meine Bücher

Es heißt oft, heute würde weniger gelesen als früher. Fernsehen und Internet seien schuld. Dennoch: Die Leser, so scheint es, sterben nicht aus. Eine Selbsterfahrung von „Karlemann und Flederwisch“ bis zu Mira Valensky.

An den Moment, in dem ich das Lesen lernte, kann ich mich noch ganz genau erinnern. Ich lag auf dem Teppich in meinem Kinderzimmer auf dem Bauch und spielte Lesen, wie ich das bei den Erwachsenen gesehen hatte. Das Buch, das vor mir lag, hieß „Hans Eichhorn, der Lausbub“, handelte von einem Eichhörnchen und hatte einen grünen Einband. Die meisten Buchstaben kannte ich schon, aber lesen konnte ich noch nicht. Und siehe da, plötzlich formten sich die Buchstaben zu Wörtern und die Wörter zu Sätzen. Ich konnte lesen! Das Eichhörnchen-Buch war übrigens enttäuschend. Aber als ich meinen Eltern stolz von meiner neuen Errungenschaft erzählte, sagte mein Vater: Von jetzt an brauchst du dich nie mehr zu langweilen. Er hatte recht.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.12.2008)

Meistgelesen