Auch Freiheit fängt klein an

Woran ausnahmsweise einmal der Papst keine Schuld hat: Plötzlich ist vieles möglich in Kuba. Privatunternehmer, Privatvermieter, Privatinitiative. Vom Fidelismo zum Raulismo: Metamorphose Havanna.

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(c) EPA/Alejandro Ernesto

Vor dem Papst, mit dem Papst, nach dem Papst – egal. „Ganz Kuba ist ausgebucht“, stöhnt Antonio von der Agentur, der mein Hotelzimmer um einen Tag zu verlängern sucht, bevor ich bei meinem Privatvermieter einziehen darf. In der Tat, Havannas Altstadt summt wie ein Bienenstock. Touristenschwärme stauen sich vor den renovierten Palästen und Gebäuden aus der Kolonialzeit. An der „Bodeguita del Medio“, seinerzeit die bevorzugte Hemingway-Tränke, stehen sie an, um einen Mojito zu ergattern. Hier lässt sich müßiggängerisch das Glanzstück der Rettung der Altstadt, glorioses Werk des Stadthistorikers Eusebio Leal Spengler, bewundern: Der früher verwahrloste Garagenplatz mit seinen nunmehr pastellfarbenen Häuserzeilen leuchtet kitschig wie Marzipan, geradezu lächerlich schön.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2012)