Und mehr bedarfs nicht

Bild: (c) APA/NEUMAYR/MMV (NEUMAYR/MMV)
Ist es heutigentags ungehörig, sich einem Festival, der Feier des ästhetischen Augenblicks hinzugeben? Bedarf Kunst einer Rechtfertigung angesichts von Terror, Amok, Krise? Über Kunst in bewegten Zeiten: Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele. 

Der Männer taube Ohren

Ein Prosaworkshop für Frauen – in Basra? Das fragte ich mich unwillkürlich, als ich gebeten wurde, die Leitung einer Schreibwerkstatt in der wichtigsten Hafenstadt des Irak zu übernehmen. Meiner Geburtsstadt, die heute Abbild der Verheerung des ganzen Landes ist. Protokoll einer Wiederbegegnung.

Auf der Klingel stand: Sivaks.

„Expedition Europa“: unter Roma/Romóvia/Romové.

Phänomen Populismus: Schuld sind immer die anderen

Universalismus des Kurzschlusses. Donald Trump, Boris Johnson auf einem Wandgemälde in Bristol, Großbritannien. / Bild: APA/AFP/GEOFF CADDICK
Woher rühren populistische Bedürfnisse? Warum kippt Unbehagen ins Ressentiment? Hinweise zu einem politischen Phänomen. |5 Kommentare

Was ist Charisma?

„Ich mag das Wort ,conductor‘ nicht, ich führe keinen Zug oder Bus. Ich gehe vor ein Orchester, habe eine Idee und versuche, diese den Musikern mitzuteilen. Sie können das akzeptieren oder nicht, sie können sie teilen oder nicht oder wenigstens respektieren.“ Zum 75. Geburtstag: Riccardo Muti erzählt.

Weiße Herren, schwarzer Stolz

Wie die Unesco 1952 die brasilianische „Rassendemokratie“ erfand – und wie es um Rassendiskriminierung im Land der diesjährigen Olympischen Spiele wirklich steht.

Was niemand mehr lesen mag

„Expedition Europa“: unter verarmten Griechen.

Wenn der erwartete Skandal passiert

themaVor bald 40 Jahren erregte die „Staatsoperette“ Österreichs Fernsehzuseher. Demnächst ist Otto M. Zykans und Franz Novotnys Politsatire auf die Zwischenkriegszeit erstmals in einer Bühnenfassung zu sehen: bei den Bregenzer Festspielen.

Schräge Vögel mit viel Zeit

Eigene Flagge und eigene Pässe, eigenes Geld und eigene Briefmarken: Immer mehr Individualisten wollen immer individueller sein und gründen ihre eigenen Staaten. Mikronationen: ein geografischer Tauchgang in die Tiefen der territorialen Seelenkunde.

Wenn der erwartete Skandal passiert

Vor bald 40 Jahren erregte die „Staatsoperette“ Österreichs Fernsehzuseher. Demnächst ist Otto M. Zykans und Franz Novotnys Politsatire auf die Zwischenkriegszeit erstmals in einer Bühnenfassung zu sehen: bei den Bregenzer Festspielen.

Mein Treffen mit Bonaparte

„Expedition Europa“: als ich auf Napoleons Anhöhe demonstrierte – mit Blick auf Bratislava.

Sehnsucht nach der Peitsche?

Musik, Gebrüll, Vorwärtsstürmen, Blumenschwenken, Jubel: Proben für das große Parteifest, Pjöngjang.  / Bild: APA/AFP/ED JONES
Alle haben ihren Text gelernt. Der einsame buddhistische Mönch im Pohyon-Tempel, die Kindergärtnerin in Chonsam. Auch die Chefin des Zeitschriftenladens an der Grenze zu Südkorea, die sehr gut Englisch spricht, es aber sofort vergisst, als ich frage, wo sie es gelernt hat. Das steht nicht im Skript. Nordkorea – eine Visite. 

Bahn frei für die Dritte Republik

Von den verschiedenen Arten des Fechtens ist in Österreich die Wahlanfechtung die gefährlichste. Der Republik ist bei einem solchen Kampf ein Schmiss zugefügt worden. Nun steht sie mit entstelltem Antlitz da. Man weiß nicht, soll man lachen oder weinen.|32 Kommentare

Als die Dealer noch schliefen

„Expedition Europa“: auf Giftmüllhügeln Kampaniens.

Die Wahrheit im Heuhaufen

Venezuela, eines der erdölreichsten Länder der Welt, steckt in einer schweren Krise, die durch die Weigerung seiner politischen Eliten, sie mit friedlichen Mitteln zu lösen, noch erhöht wird. Die Unnachgiebigkeit der verfeindeten Gruppen gefährdet die ganze Region.

„Der rechte Ort“

Alles begann mit einem Gesangskurs 1916, mitten im Ersten Weltkrieg. Dann kamen Lehrer wie Furtwängler, Karajan und Orff, Studenten wie Harnoncourt und Barenboim. 100 Jahre Internationale Sommerakademie Mozarteum: ein Rück- und ein Ausblick.

Haben wir das Teilen verlernt?

Bild: (c) Wolfgang Freitag
Über Solidarität und Verantwortung in Zeiten von Hedgefonds, Banker-Boni und internationaler Steuerhinterziehung. 

Stefan Zweig: Die geistige Einheit Europas

Stefan Zweig (1881 - 1942) / Bild: (c) APA (INTERNATIONALE STEFAN ZWEIG GESELLSCHAFT)
Die Entwicklung jeder Idee geht nicht Schritt für Schritt in regelmäßigem Anstieg - auf Fortschritte folgen heftige Rückschläge, aber so heftig sie sein mögen, wir dürfen sie nicht für dauerhaft halten. Ein Text aus dem Jahr 1936, erstmals veröffentlicht. |65 Kommentare

Wenn Polen irisch werden

„Expedition Europa“: Irland nach dem Brexit – und vor der Vereinigung?

Ein Zimmer für sich allein

Viele Jahre hat Bettina Hering künstlerisch im Verborgenen gewirkt, jetzt rückt sie plötzlich in die allererste Reihe. Nach vier erfolgreichen Spielzeiten als Intendantin des Landestheaters St. Pölten ist die gebürtige Schweizerin zu den Salzburger Festspielen gewechselt.

Nach 8 1/2 Minuten

Im Inland illustrierten sie den Triumph über einen „Verräter“. Im Ausland die These von den „Austrian Brutalities“. Und für Karl Kraus markierten sie das Ende des alten Österreichs: die Fotos von der Hinrichtung des Cesare Battisti im Juli 1916. Doch wer war der Reichsratsabgeordnete und Irredentist aus Trient?

Lies!

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Mein Kater Billy sitzt auf meinem Schoß und blickt immer wieder auf das Buch in meiner Hand. Seit 30 Jahren bin ich Gymnasiallehrer. Ich weiß: Der Lese- und Literaturunterricht ist die Basis aller Bildung und Erfahrung. Und ein Buch ist keine Bratwurst, das weiß sogar Billy. Weiß es auch die „Bildungspolitik“? |9 Kommentare

Wer die wilde Weisheit will

Sie hatten sich in ihrer Kunstwelt eine Kunstsprache erdacht. In der kommunizierten sie während ihrer zwei Jahrzehnte dauernden Beziehung. Manchmal wie Verliebte. Manchmal wie Geschwister. Stets wie liebende Geschwister. Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze zum 90. Geburtstag.

Gott in Misskredit

Es sind nicht religiöse Inhalte, die zum Fundamentalismus disponieren, es ist die fehlende Fähigkeit, in der Vielfalt einen Reichtum zu erkennen. Von der „Politik der Angst“ zu einer „Politik des Vertrauens“: ein Plädoyer.

Die Schönheit von Utøya

„Expedition Europa“: Oslo, fünf Jahre nach den Morden des Anders Breivik.

Zur Lage der Nation

Bild: (c) Die Presse - Clemens Fabry
Nach endlosem Bemühen steht Österreich wieder an vorderster Front. Wie die beiden Faschismen, die das Land prägen, Klerikalfaschismus und Deutschnationalismus, zusammenfinden:Leitbild für ein autoritäres Europa. |10 Kommentare

Mein kleiner Rest Loyalität

Ich bin 69 Jahre alt und seit 45 Jahren Mitglied der SPÖ. Noch. Als die „Generation Ampelpärchen“ an die Macht kam: eine Abrechnung.

Bis Lenin von selber umfällt

„Expedition Europa“: wo Österreich an Russland grenzte.

Auf Santiago zu

Ich humpelte über die Straße auf eine Bar zu. Dem Barkeeper schien mein Gesicht nicht zu gefallen. Widerwillig schenkte er mir nach sehr langer Wartezeit Cola ein. Als ich einen Bauarbeiter anlächelte, lächelte er nicht zurück. Peregrinos, Pilger, sind nicht immer gern gesehen. Mein Jakobsweg: ein Bericht.

Wir Richter

Bild: (c) DeFodi / dpa / picturedesk.com (DeFodi)
Der eine läuft und zeigt und pfeift und schwitzt. Der andere redet und hört und sitzt. Nach Gerechtigkeit streben sie beide (hoffentlich). Justiz und Fußball: Anmerkungen eines Richters über die Kollegenzunft der Fußball-Schiedsrichter. 


Klassik

Sinkothek auf DiePresse.com »

AnmeldenAnmelden