Wo „Hellas“ nur noch Zunder ist

Meine Schachtel Orient und andere Rauchangelegenheiten– samt einer zigarettenkurzen Anekdote.

Ein Bahnhof ohne Züge

Ich bin früher gerne und oft in die Nationalbibliothek gegangen. Ich habe den Lesesaal geliebt. Nie quälte mich Zwielicht, es herrschte unbedingte Stille, das Personal kompetent und freundlich, die meisten Plätze besetzt mit lesenden Menschen. Was davon geblieben ist? Erregung eines Leidenden.|6 Kommentare

Wer Patronen ins Feuer wirft

Vier Jahre ist es her, da wurde der große Ortstafelfriede zu Kärnten geschlossen. Was hat sich seither in meiner einstigen Heimat verändert? Und wie steht es heute um meine Muttersprache, das Slowenische? Ein Lokalaugenschein.|5 Kommentare

Wetter aus dem Häuschen

In der Mitte des 19. Jahrhunderts tauchte ein neues Stadtmöbel in den europäischen Metropolen auf: das Wetterhäuschen. Bald wurden die Türmchen zu identitätsstiftenden Stätten und überregionalen Wahrzeichen, die Orientierung boten.

Und ab wann zahlen wir fürs Salz?

Alles war gut, bis wir noch ein paar Gläser Wasser bestellten und die Rechnung verlangten. Vom Ende der Kaffeehauskultur.|134 Kommentare

Die Piraten von Livorno

„Expedition Europa“: auf der Suche nach Italiens Online-Demokraten.

Eine Fata Morgana namens Omar

Kairo, Sommer 2011. Präsident Mubarak ist abgesetzt, die Demonstrationen aber gehen weiter. Einer, der sich mit den Demonstranten solidarisiert: der Filmstar Omar Sharif. Guter Grund für ein Interview. Aber wie an ihn herankommen? Mit Omar Sharif durch die Weiße Wüste – beinahe. Eine Erinnerung.

Was heißt denn da „Reform“?

Irreführende Wortschöpfungen, irreleitende Redefiguren, hohle Phrasen. Höchste Zeit für ein Wörterbuch der Verblödungsmaschine! Über „Staatsschuldenkrise“, „Substanzsteuer“ und andere Vernebelungsversuche.

Mischa und der „Drive“

„Expedition Europa“: Odessa, Ukraine, georgisch wie noch nie.

Zwischen Grexit und Charybdis

Der Kurs des griechischen Kahns wurde von schrillen Zurufen begleitet. An den Ufern hatte sich eine lautstarke Elite der Ökonomen versammelt.|7 Kommentare

Mein Leben als Skandalnudel

„Expedition Europa“: der Tag, an dem ich Rumänien erregte.

Russland, wohin stürmst du?

„Das Volk will kein Blut“, sagen mir die Leute, und sie meinen damit, dass die russischen Menschen, Leute wie du und ich, bestimmt keinen Krieg wollen. Zu sehen ist, dass die Sanktionen der Europäer hier bestimmt die Falschen treffen. Russland: eine Wiederbegegnung.

Nur kein Wort Deutsch

Jean Winkler sieht für seine 92 Jahre sehr gut aus, er hat nur ein Problem: Er erinnert sich zu gut. Der letzte Überlebende des Massakers von Stein: eine Begegnung in Bourges, Frankreich.

Bitte achten Sie auf den Spalt!

Die soziale Disqualifizierung von Hunderttausenden wird hierzulande öffentlich nicht wahrgenommen. Diese Ignoranz rächt sich spätestens dann, wenn die Hetzer das große Wort führen.Unsere gespaltene Gesellschaft oder: Höchste Zeit für mehr Achtsamkeit – nicht nur in der U-Bahn.|14 Kommentare

Fremd daheim

Der Tonfall der Ämter, die Sprach- und Sprechmuster des Alltags, die Koppelung von gepflegtem Wort und Brutalität des Handelns, einschließlich des falschen poetischen Scheins: Satire als einzig rechtmäßige Form der Heimatkunst. Über Wien in der Literatur des Nachkriegs.

Leben, Schritt für Schritt

In Wien aus dem Haus treten und gehen. Bis in die Schweiz. Oder nach Slowenien. Zu Fuß zu reisen ist die langsamste aller Fortbewegungsarten. Und die ereignisreichste. Eine Selbsterfahrung.|8 Kommentare

Wien, die Welt, die Mädchen und der Schmäh

„Ich wollte eigentlich nach Paris gehen nach dem Studium, hab kein Stipendium bekommen, und dann war plötzlich eine Kontragitarre da.“ Wie Peter Havlicek zum Mittelpunkt des Booms rund um das neue Wienerlied wurde: ein Gespräch.

Der Schrecken in Unter-Maoča

„Expediton Europa“: Islamischer Staat, bosnische Art.

Was ist ein „Islam ohne Scharia“?

Zu Michael Leys „Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen“ im vorigen „Spectrum“. Eine Replik.|20 Kommentare

Warum nur, warum?

Ich bin kein Kind mehr, doch das Wort „Warum“ begleitet mich noch immer. Meist in ziemlich alltäglichen Situationen... Ein paar Fragen, auf die es keine vernünftigen Antworten gibt. Warum eigentlich?

Wie man Feuer fängt

Vor kaum etwas anderem haben wir so viel Angst; zugleich ist es uns ein unentbehrlicher Begleiter: Feuer – eine kulturgeschichtliche Erhellung im Jahr des Lichts.

2048

Sehnsucht nach dem anderen. Wenn wir uns vorauserinnern: Barbara Frischmuth, Franzobel, Peter Rosei, Josef Winkler.

Wer den Dämon braucht

Das „Andere“ als Feindbild und Stimmenbringer: Matti Bunzl, designierter Leiter des Wien Museums, über alten Antisemitismus, neuen Antisemitismus – und was sie mit der hiesigen Islamophobie verbindet.

Wer nachts das Bett verlässt

Die Schatzhöhle in meinem Zimmer: ein Nocturno.

Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen

Wohlmeinende Christen preisen den „Dialog“, wohlmeinende Grüne ihren muslimischen Gemüsehändler. Nur die Feministinnen schweigen sich lieber aus. Die Islamisierung Europas. Eine Groteske.|186 Kommentare

Graf Popeye schläft anderswo

„Expedition Europa“: vom Leben zwischen Hausruinen – unterwegs in Westbosnien.

Wo der Prof sitzt

Um 17.32 Uhr am 11. Juni dieses Jahres betrete ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gebäude der Wiener Staatsoper. Einen „Don Giovanni“ später bleibt mir als Erinnerung ein Tennisarm. Als mich Werner Doralt in die Opernwelt einführte. Und was das alles mit Erwin Pröll zu tun hat.

Wenn Mord zur Posse wird

Eine dieser alten Geschichten von Macht, Gier und Tod? Eine politische Satire? Ein Agententhriller? Ein Anachronismus des Kalten Krieges? Nichts von alledem. Der Fall Alijew ist Realität. Und damit aber doch ein bisschen von alledem.

Knochen hinter Glas

Juni 1944. SS-Hauptsturmführer Fritz Lautenbach erhält den Auftrag, „Bandenstützpunkte“ auszuheben. Als er den Einsatzort verlässt, liegen in den Häusern, Straßen und in den Feldern rundum mehr als 200 Tote. Das Massaker von Distomo: Hinweise zur griechisch-deutschen Debatte um Kriegsentschädigungen.

Wie die Mitzi elektrisch wurde

Wenn eine bis dahin männlich dominierte Berufsgruppe mit einem gewissen Status plötzlich das Geschlecht „wechselt“: Vor 100 Jahren versahen Wiens erste Schaffnerinnen ihren Dienst.

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