Bitterer Kern, süße Schale

Jetzt liegt er in der Wiese, der Klarapfel-Baum. Der Stamm war morsch. Keine fünf Zentimeter gesundes Kernholz hatten ihn schließlich noch am Leben gehalten. Fünf Zentimeter mit dünnen, zähen Fasern. Eine Apfelbaum-Geschichte aus der Südoststeiermark.

Von Fürst und Schweinskopf

„Expedition Europa“: über die Demokratie von und zu Liechtenstein.

Frau und Mann unter keinem Hut

Die Debatte, ob und, wenn ja, wie Femininum und Maskulinum im Plural gleichberechtigt abgebildet werden sollen, geht weiter. Die „gegenderte Sprache“ als Landkarte und Wegweiser?

Professor Klaus Amann: Der Weg ins Freie

Hilfsarbeiterkind aus dem Kleinwalsertal. Selbst jugendlicher Hilfsarbeiter und Hirte. Spät berufener Internatsschüler. Germanist.Professor Klaus Amann, Leiter des Klagenfurter Musil-Instituts, zieht sich aus dem Berufsleben zurück. Einblicke in ein österreichisches Gelehrtenleben.

Die Frauen von Dolní Dvořiště

„Expedition Europa“: ein Böhmerwald-Bordell und der ostslawische Bruderkrieg.

Der letzte Schrei

Die einlullende Phrase des Journalisten. Das jüngste Fachdidaktik-Chinesisch des Bildungsexperten. Die „gegenderten“ Gesetzestexte und Schulbücher sehr korrekter Menschinnen. – Über sprachliche Ablenkungsmanöver, die dem Ruhebedürfnis der Machthaber schön zupasskommen.|6 Kommentare

Der Krieg um den freien Wald

Wilderei gab es nicht nur in den Bergen, sondern auch im flachen Land östlich von Wien. Eine Ausstellung gibt Einblick in das weitgehend vernachlässigte Leben der Lobau-Wilderer.

Nie mehr allein

Wer ihn früh für sich entdeckte, gewann damit auch ein widersprüchliches Amerikabild jenseits von Konformismus und glatter Modernität. Zur frühen Bob-Dylan-Rezeption in Österreich: Hinweise eines Fans.

Schreiben in allen möglichen Welten

Laudatio anlässlich der Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Kulturpublizistik an Peter Strasser, gehalten am 11. November 2014 im BKA Wien.

Shirin Neshat: „Die Stimme einer Künstlerin“

Wie die meisten Künstler stelle ich mir häufig diese einfache und dennoch schwierige Frage: Wieso Kunst machen?

Brennende Europäer

Ein Kerzlein für Bulgarien: in der Serie „Expedition Europa“.

Wer hat noch keinen Koffer in Berlin?

Alle Welt drängt in die deutsche Hauptstadt. Die Einheimischen stöhnen über die wohlhabenderen Zuzügler und die rücksichtslosen Party-Touristen. Das Klima wird rauer, der Realitätsverlust stärker, und jetzt wechselt der Bürgermeister. Die Nachtleben-Reporterin Jackie A. steigt schon auf Wodka um. Eine Polemik.

„Vergiss die DDR!“

Der 9. November 1989. Während das Brandenburger Tor aufgeht, finden in Namibia die ersten freien Wahlen statt. Während hier die Genossen von der SWAPO siegen, fordern am Alexanderplatz in Berlin eine halbe Million Demonstranten freie Wahlen. Der Fall der Berliner Mauer unter dem Kreuz des Südens: eine Erinnerung.

Krieg!

„In der Nähe meiner Metro“, so der Tschetschenien-Veteran Arkadi Babtschenko, „sitzen jeden Morgen drei Kriegsversehrte. Aufdiese drei kommen fünf Medaillen, sechs Krücken, zwei Prothesen und ein einziges Bein. Den Hass teilen sie sich auch. Hass auf die ganze Welt.“ Wie schreibt man heute über Krieg? Ingrimmig?Ungerührt? Sarkastisch? Das Erzählen vom Unerzählbaren.

Denken oder feiern?

Vor fünf Jahrhunderten warf Martin Luther der katholischen Kirche seine Thesen gegen den Ablasshandel vor die Tür. 31. Oktober: Reformationstag. Über protestantisches Profil und ökumenischen Geist.

Frau Kreisky trägt keinen Hut

„Seien Sie mir nicht böse“, sagte Leopold Gratz einst leise, „aber der einzige Journalist ohne Krawatte ist einer aus Ihrem Blatt!“ Und heute? Was heißt da „over-“, was „underdressed“? Über Bügelfaltokratie, Nadelstreifsozialismus und die Frage, ob die „Eleganz“ je zurückkehren wird.

Porträt eines sichtbaren Feindes

Hier ist nichts privat. Hier ist jede Information öffentlich, nämlich wichtig für die öffentliche Sicherheit. Wir reden von Leuten, die auf „Security Lists“ aufscheinen. Die Akte gibt Aufschluss: über das Leben der Beschatteten wie der Beschatter. – Fotografin, Spionin, Ausspionierte: über Mrs. Edith Tudor-Hart, geborene Suschitzky aus Wien. Eine Nachschau.

Bitte herbei, Pariser Mai!

In der Serie „Expedition Europa“: Sarkozy an der Côte d'Azur.

Den Mythos malen

Im Jahr 1848 erhielt Leopold Kupelwieser den Auftrag, die Geschichte Österreichs bildnerisch darzustellen. Ein heikles Unterfangen, denn wann beginnt diese Geschichte, was genau ist dieses Österreich, und wer hat die Deutungshoheit? Überlegungen ohne Ablaufdatum.

Gerede, goschert

Unser "LandderBerge" ist, man mag sagen, was man will, tatsächlich ein kleiner Hymnus und kein Kampflied. Immerhin. Ein internationaler Vergleich fördert einschlägig ganz anderes zutage. Über Hymnen und andere Ärgernisse.|8 Kommentare

Heimkehr nach Wien

Nun sind sie also wieder in Wien, die zwei Gemälde von hans Canon. Die Familie Askonas aber, die sie in die Emigration egerettet hat, sie hat den Weg zurück nicht mehr geschafft. Eine Begegnung in London - und wie es dazu kam.

Alles regional?

Schottland war gestern, Katalonien folgt morgen - und was kommt dann? Über die Sehnsucht nach Selbstbestimmung im neuen Europa.

Klara lernt, Nein zu sagen

Während die österreichische Politik, befeuert vom bildungsgläubigen Mittelstand, ruhmlos Schulreformen debattierte, prüfte meine Tochter die Praxis. Vom Versinken in Entenhausen oder: Klaras erstes Schuljahr.|46 Kommentare

Dieses gewisse Klick

Von Wiens „Interessantem Blatt“ bis zu „Look“ und „Life“: wie die Bilder in die Zeitung kamen. Über den Aufstieg des Fotojournalismus – und seinen Untergang zwischen Kätzchenschnappschüssen und Selfie-Manie.

Schlafen nach dem Holocaust

Meine Eltern haben mich nicht zum Konformisten erzogen. Aber sie empfahlen Gelassenheit, wo nichts zu ändern war. Die Gnade der Verdrängung: Erinnerungen an meinen Vater, Kurt Rothschild, der vor hundert Jahren geboren wurde.

Frauenrecht und Opferstock

„Expedition Europa“: polizeilich gesucht in Innerrhoden.

die Institute der kl. Vipern

„ich brauche nichts mehr ich brauche niemanden mehr. Nur diesen einen unersetzbaren Menschen dessen Hand. Ich meine dessen Hand mir die Welt erklärt ich meine sobald ich nach der Hand dieses Menschen (taste).“ cahier oder Heftchen – Beginn eines neuen Prosawerks.

Life Begins at Forty

Sophie Tucker und Barbra Streisand: von großen Mädchen, die ihren Koffer allein tragen.

Und Justitia weint

Am Montag wird in Johannesburg das Strafmaß für Oscar Pistorius verkündet. Egal, wie ihre Entscheidung ausfällt, Richterin Thokozile Masipa ist in jedem Fall in einer prekären Situation. Ein Psychogramm aus Südafrika.

Neugierig im „Motel Wien“

Mazedonien? „Existiert nicht.“ In der Serie „Expedition Europa“.

Klassik

Sinkothek auf DiePresse.com »

AnmeldenAnmelden