Lies!

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Mein Kater Billy sitzt auf meinem Schoß und blickt immer wieder auf das Buch in meiner Hand. Seit 30 Jahren bin ich Gymnasiallehrer. Ich weiß: Der Lese- und Literaturunterricht ist die Basis aller Bildung und Erfahrung. Und ein Buch ist keine Bratwurst, das weiß sogar Billy. Weiß es auch die „Bildungspolitik“? |8 Kommentare

Wer die wilde Weisheit will

Sie hatten sich in ihrer Kunstwelt eine Kunstsprache erdacht. In der kommunizierten sie während ihrer zwei Jahrzehnte dauernden Beziehung. Manchmal wie Verliebte. Manchmal wie Geschwister. Stets wie liebende Geschwister. Ingeborg Bachmann und Hans Werner Henze zum 90. Geburtstag.

Gott in Misskredit

Es sind nicht religiöse Inhalte, die zum Fundamentalismus disponieren, es ist die fehlende Fähigkeit, in der Vielfalt einen Reichtum zu erkennen. Von der „Politik der Angst“ zu einer „Politik des Vertrauens“: ein Plädoyer.

Die Schönheit von Utøya

„Expedition Europa“: Oslo, fünf Jahre nach den Morden des Anders Breivik.

Zur Lage der Nation

Bild: (c) Die Presse - Clemens Fabry
Nach endlosem Bemühen steht Österreich wieder an vorderster Front. Wie die beiden Faschismen, die das Land prägen, Klerikalfaschismus und Deutschnationalismus, zusammenfinden:Leitbild für ein autoritäres Europa. |10 Kommentare

Mein kleiner Rest Loyalität

Ich bin 69 Jahre alt und seit 45 Jahren Mitglied der SPÖ. Noch. Als die „Generation Ampelpärchen“ an die Macht kam: eine Abrechnung.

Bis Lenin von selber umfällt

„Expedition Europa“: wo Österreich an Russland grenzte.

Auf Santiago zu

Ich humpelte über die Straße auf eine Bar zu. Dem Barkeeper schien mein Gesicht nicht zu gefallen. Widerwillig schenkte er mir nach sehr langer Wartezeit Cola ein. Als ich einen Bauarbeiter anlächelte, lächelte er nicht zurück. Peregrinos, Pilger, sind nicht immer gern gesehen. Mein Jakobsweg: ein Bericht.

Wir Richter

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Der eine läuft und zeigt und pfeift und schwitzt. Der andere redet und hört und sitzt. Nach Gerechtigkeit streben sie beide (hoffentlich). Justiz und Fußball: Anmerkungen eines Richters über die Kollegenzunft der Fußball-Schiedsrichter. 

Zwei Generationen eine Leidenschaft - Fußball

Bild: Die Presse (Clemens Fabry)
Der fußballbegeisterte Jugendliche von 1970 schnippelte Berichte aus Zeitungen, der von 2016 sitzt mit einer Akkreditierung auf der Pressetribüne. Mein Sohn und ich: zwei Generationen, eine Leidenschaft. 

Es war einmal am Börseplatz

Dieser Tage wird Conny Hannes Meyer 85 Jahre alt. Seine „Komödianten“: ein Theater, das Wien prägte – in den 1960er-Jahren und weit darüber hinaus. Eine Erinnerung.

Von Bomben und Brexit

„Expedition Europa“: Am 23. Juni stimmt auch Nordirland ab – konfessionell getrennt?

Nieren zum Frühstück

Von den Schwierigkeiten, mit denen das Gute, Wahre und Schöne zu kämpfen hat. Weil demnächst wieder Bloomsday ist: „Ulysses“ von James Joyce – Wiedersehen mit einem literarischen Kosmos, in dem das Hehre neben dem nicht ganz so Hehren zu stehen kommt.

Kraus 2.0

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#kraus #sprachkritik #jaund? Wäre er heute wirklich Blogger? Schaute er auf Selfies streng? Und würde er auf Facebook wegen Hasspostings gesperrt? Zum 80. Todestag von Karl Kraus. 

In der Stille über Kastilien

Mit Herzblut, Talent und Verstand: „Seit die Welt Welt ist“, Günter Schwaigers großer Film über einen spanischen Kleinbauern.

Ich fuhr nach Belfast-West

„Expedition Europa“: an der Mauer des Friedens – Nachricht aus Nordirland.

Triebabfuhr

Politische Pöbelei im Ornat der Rechtsgeschichte! Zu F. K. Vogls„Nur kein ,starker‘ BP: Warum denn?“ („Spectrum“, 28. Mai).|5 Kommentare

Panik hinter den Rollläden

Die Schlafstädte weiten sich aus. Schlafstädte, durch die sich kaum einer mehr zu Fuß bewegt. Und wo der öffentliche Raum verlassen ist, steigt die Verunsicherung: Man zieht sich sich in die Innenräume zurück. „Suburban angst“ heißt das Phänomen in den USA– und ist hierorts ebenfalls schon weit verbreitet. Eine Nachschau.

Freiheit durch Besitz?

Über die Schnittmengen zwischen dem Dichter Anton Wildgans, der österreichischen Industriellenvereinigung und meiner Wenigkeit. Rede zur Verleihung des Wildgans-Preises.

Nur kein „starker“ BP: Warum denn?

Die Rechte des österreichischen Bundespräsidenten: Replik auf Oliver Rathkolbs Beitrag im „Spectrum“ vom 14. Mai.

Der Tänzer im Rollstuhl

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Ich lehne mich weit hinaus aus meinem Fenster in Schönbrunn. Zu Hause in Wien – was heißt das? Selbst wenn man sich in das Herz der Stadt eingeschlichen hat und dort wohnt, wo der Kaiser lebte – fühlt man sich deshalb zu Hause in Wien? Eine Mauerschau. 

„Schreib!“

Bild: (c) REUTERS (KOSTAS TSIRONIS)
Die Frau, die mich schätzen lässt, wie alt sie ist. Der 23-Jährige, der den Belgiern beweisen will, dass sich nicht hinter jedem langen Bart ein Terrorist versteckt. Der Alte, der mit einem „weisen Politiker“ über den Waffenhandel sprechen möchte. Idomeni: Begegnungen an der griechisch-mazedonischen Grenze. 

Lichten, gliedern, heben

Vom Übersetzen, von den Übersetzern und von meinen eigenen Übersetzungsversuchen: Bilder, Bruchstücke, ein paar Namen. – Zum Gedenken an den vorige Woche 49-jährig verstorbenen Übersetzer und Schriftsteller Fabjan Hafner.

„Ich will alles über Musik lernen“

Die neueste Symphonie des Tirolers Thomas Larcher für die Wiener Philharmoniker trägt den Untertitel „Kenotaph“. Sie ist keine Programmmusik und kein „Musik gewordener Protest“ – sie drückt die Trauer über die ertrunkenen Flüchtlinge aus. Ein Gespräch.

Auf meiner Hochzeit

„Expedition Europa“: 140 Gäste und der Marsch über das, was einst Eiserner Vorhang war.

Hörst du überhaupt zu?

Geistesabwesend: wenn einem beim gemeinsamen Frühstück plötzlich ein Einfall kommt.

Der starke HBP

Bild: Clemens Fabry
Schlaglichter der Vergangenheit: von der Kornblume zur Präsidentenrepublik. Über die Aufregerthemen im Präsidentschaftswahlkampf 2016. 

So viel Platz und doch keine Plätze

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Franz-Josefs-Kai, Schwedenplatz, Morzinplatz: Diese Unterscheidung ist Vergangenheit. Im hiesigen Bewusstsein hat sich der Freiraum zwischen Innenstadt und Donaukanal längst einfach als Schwedenplatz festgesetzt. 

Herr der Schrecken

In die Tausend geht die Zahl der Aquarelle und Grafiken, Ölbilder und Collagen, auf denen Bernhard Hollemann im Laufe von vier Jahrzehnten sein „zweites Ich“ festgehalten hat: Mantis religiosa, die Gottesanbeterin. Eine heilige Kannibalin und ihr Maler.

Die Ethik und ein Haufen Geld

„Expedition Europa“: der größte Investor der Welt – in Oslo.


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