Panik hinter den Rollläden

Die Schlafstädte weiten sich aus. Schlafstädte, durch die sich kaum einer mehr zu Fuß bewegt. Und wo der öffentliche Raum verlassen ist, steigt die Verunsicherung: Man zieht sich sich in die Innenräume zurück. „Suburban angst“ heißt das Phänomen in den USA– und ist hierorts ebenfalls schon weit verbreitet. Eine Nachschau.

Freiheit durch Besitz?

Über die Schnittmengen zwischen dem Dichter Anton Wildgans, der österreichischen Industriellenvereinigung und meiner Wenigkeit. Rede zur Verleihung des Wildgans-Preises.

Nur kein „starker“ BP: Warum denn?

Die Rechte des österreichischen Bundespräsidenten: Replik auf Oliver Rathkolbs Beitrag im „Spectrum“ vom 14. Mai.

Der Tänzer im Rollstuhl

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Ich lehne mich weit hinaus aus meinem Fenster in Schönbrunn. Zu Hause in Wien – was heißt das? Selbst wenn man sich in das Herz der Stadt eingeschlichen hat und dort wohnt, wo der Kaiser lebte – fühlt man sich deshalb zu Hause in Wien? Eine Mauerschau. 

„Schreib!“

Bild: (c) REUTERS (KOSTAS TSIRONIS)
Die Frau, die mich schätzen lässt, wie alt sie ist. Der 23-Jährige, der den Belgiern beweisen will, dass sich nicht hinter jedem langen Bart ein Terrorist versteckt. Der Alte, der mit einem „weisen Politiker“ über den Waffenhandel sprechen möchte. Idomeni: Begegnungen an der griechisch-mazedonischen Grenze. 

Lichten, gliedern, heben

Vom Übersetzen, von den Übersetzern und von meinen eigenen Übersetzungsversuchen: Bilder, Bruchstücke, ein paar Namen. – Zum Gedenken an den vorige Woche 49-jährig verstorbenen Übersetzer und Schriftsteller Fabjan Hafner.

„Ich will alles über Musik lernen“

Die neueste Symphonie des Tirolers Thomas Larcher für die Wiener Philharmoniker trägt den Untertitel „Kenotaph“. Sie ist keine Programmmusik und kein „Musik gewordener Protest“ – sie drückt die Trauer über die ertrunkenen Flüchtlinge aus. Ein Gespräch.

Auf meiner Hochzeit

„Expedition Europa“: 140 Gäste und der Marsch über das, was einst Eiserner Vorhang war.

Hörst du überhaupt zu?

Geistesabwesend: wenn einem beim gemeinsamen Frühstück plötzlich ein Einfall kommt.

Der starke HBP

Bild: Clemens Fabry
Schlaglichter der Vergangenheit: von der Kornblume zur Präsidentenrepublik. Über die Aufregerthemen im Präsidentschaftswahlkampf 2016. 

So viel Platz und doch keine Plätze

Bild: (c) Die Presse (Clemens Fabry)
Franz-Josefs-Kai, Schwedenplatz, Morzinplatz: Diese Unterscheidung ist Vergangenheit. Im hiesigen Bewusstsein hat sich der Freiraum zwischen Innenstadt und Donaukanal längst einfach als Schwedenplatz festgesetzt. 

Herr der Schrecken

In die Tausend geht die Zahl der Aquarelle und Grafiken, Ölbilder und Collagen, auf denen Bernhard Hollemann im Laufe von vier Jahrzehnten sein „zweites Ich“ festgehalten hat: Mantis religiosa, die Gottesanbeterin. Eine heilige Kannibalin und ihr Maler.

Die Ethik und ein Haufen Geld

„Expedition Europa“: der größte Investor der Welt – in Oslo.

Tag der Schande

Vor 70 Jahren, am 8. Mai 1946, amnestierte die Tschechoslowakei die Nachkriegsverbrechen an den Deutschen.

Simon lernt leben

Bild: (c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Auch wenn zuerst die Welt unterzugehen droht, tut sie das dann doch nicht, ganz sicher nicht. Wie es ist, Mutter eines behinderten Kindes zu sein. |5 Kommentare

Das Nichts ist die Essenz

Häuser können einladen oder abweisen, sie können rufen oder sich verstecken, sie können sich ein-, unter- oder überordnen. Richtig oder falsch hängt allein vom Kontext ab. Über Siedlung und Zersiedlung: eine Aufklärung.

Von Macht und Tod und Leben

Allzu oft sehen Jäger in Erholungssuchenden ignorante Eindringlinge, denen die Bedürfnisse von Wild und Jagd egal sind. Was wohl häufig zutrifft und so bleiben wird, solange die Jäger ihr paternalistisches Gehabe nicht aufgeben. Für eine gesellschaftsfähige Jagd: ein Plädoyer.|5 Kommentare

Wonach Österreich klingt

Was ist wo wann museumswichtig? Welche sind wirklich unsere Hits? Womit haben wir die Welt verändert, nachhaltig, bis heute? 100 Vorschläge zu einem anderen, einem musikalischen „Haus der Geschichte“.

Schwimmen ins Inferno

„Expedition Europa“: Santo Stefano – Besuch im Inselkerker für künftige Eurokraten.

Wenn man nichts mehr ist

Die Klasse ist nicht mehr in Form. Mit der Form verliert sie zusehends Inhalte und kollektive Interessen. / Bild: (c) Wolfgang Freitag
Die traditionelle Arbeiterbewegung rinnt aus, löst sich auf in disparate Segmente, deren Interessen immer schwieriger auf einen Nenner gebracht werden können. |25 Kommentare

Polen: Vorwärts zurück

Jaroslaw Kaczynski / Bild: REUTERS
Polens Wirtschaft wächst seit 25 Jahren. Und dennoch: Da ist auch das „Polen B“ der Modernisierungsverlierer östlich der Weichsel.  

Von der Angst, ausgelacht zu werden

Als erste Frau studierte sie Regie am Reinhardt-Seminar. Und dann waren da noch jene Düsseldorfer Intendantinnen-Tage, da sie das Gefühl hatte: „Ich habe nur deshalb Probleme, weil ich eine Frau bin.“ Volkstheaterdirektorin Anna Badora im Gespräch.

In der Kälte des Frühlings

„Expedition Europa“: Ivan Mikloš, eine Begegnung in Kiew.

Handyglotzer statt Speck

„Expedition Europa“: die Ukraine in diesem Frühling.

Warum ich ganz verworren bin

Winken. Winkte. Ge... ja was denn eigentlich? Gewinkt? Gewunken? Vom Leiden an der Sprache, vom Nörgeln und vom Besserwissen – samt einem Exkurs in Kindheit und Jugend.

Als die Pistole in der Hofburg auf den Boden fiel

Wie ein Bundespräsident so sein kann: meine Begegnung mit Rudolf Kirchschläger.

„Ich war eine Punkerin“

Unterwürfig? „So bin ich nicht erzogen worden. Das erklärt sicher manche meiner Probleme im Musikbetrieb.“ Olga Neuwirth über steirische Vergangenheit, ihre Gegenwart als Komponistin und warum sie doch kein weiblicher Miles Davis wurde.


Frühling mit Trump

Bild: (c) APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
Wonderland. Das Alltägliche wird dir mit einem Mal fremd, die Dinge zeigen sich in bald wundersamer, bald grotesker, bald angsterregender Größe. Ob ich je wieder herkomme? Brief aus den USA. 

Einen Vogel zeigen

Warum ist unsere Sprache von Vögeln durchsetzt? Und warum wird das Belauschen von Vögeln, das „Birdwatching“, immer populärer? Eine Vogelperspektive.


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