Gruß aus Sarajevo

Meine Großmutter Xenia wuchs als Tochter des k. u. k. Regierungskommissärs in Sarajevo auf. In ihren Fotoalben aus der Jahrhundertwende wird ein idyllisches Leben in der bosnischen Hauptstadt dokumentiert.

Auch der Hund sagt Nein

„Expedition Europa“: Schottland vor dem Referendum.

Der Teufel und die Innigkeit

Jahr für Jahr wird Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ am Salzburger Domplatz aufgeführt. Die Idee, sein Stück unter freiem Himmel zu platzieren, hatte der Dichter freilich anderswo: in der Wachau.

Ma ma ma, Ma ma ma ma Loo!

Der allmorgendliche Brotduft aus der Bäckerei Schenk nebenan. Dielange, steile Stiege in den muffigen Erdkeller. Die wunderbar endlosen Sommerferien. Verbotene Plätze. Die tägliche Fluortablette. Und Fizzers. Splitter der Erinnerung an die behütete Kindheit eines 1962 in Judenburg Geborenen.|5 Kommentare

Und wir schauen zu

Die heutigen Jihadis melden sich nicht nur aus dem entlegenen Mali oder aus dem Jemen, sie leben mitten unter uns. Ihre Spur führt nach Syrien und zurück quer durch Europa. Wie junge Menschen ins Minenfeld des Terrorismus geraten.

So rund wie das Leben

Alle trinken das gleiche Bier, von Gnaden der Fifa. Alle stoßen den gleichen Ball, von Gnaden Adidas'. Alle trainieren das gleiche Pensum. Und dennoch, trotz aller Korruptionsaffären, trotz der Nivellierung der Spielstile und der Verrohung der Spieler: Fußball ist die attraktivste Sportart der Welt.

Zwischen Hirn und Hand

Handschrift: eine Fertigkeit im Ausgedinge? Oder der Schlüssel, der uns die Tür zum freien Denken öffnet? Von der Lust, mit der Hand zu schreiben im Zeitalter von E-Mail, Facebook, SMS.

Kein Penis, kein Leben

„Expedition Europa“: wie Nathan Verhelst zu Tode kam. Vergangenes Jahr ließ sich ein belgischer Transsexueller euthanasieren, nachdem der Aufbau eines künstlichen Penis gescheitert war.

Nur keine „lästige Witwe“

Ihr Vater: der aus Wien gebürtige Komponist Erich Zeisl. Ihr Schwiegervater: der der aus Wien gebürtige Komponist Arnold Schönberg. Barbara Zeisl-Schoenberg über Kindheit und Jugend in den USA, die Musikszene des kalifornischen Exils, das Werk ihres Vaters und seine allmähliche Wiederentdeckung.

Postings aus Bagdad

„Allmählich wird es unmöglich, mit jemandem ein vernünftiges Gespräch zu führen. Die Friedliebendsten sind wie berauscht vom Duft des Blutes, das in unserem Land fließt.“ Bagdad in diesen Tagen: aus den Facebook-Einträgen einer Irakerin.

Im Licht der Sprache

Noch bevor ich hätte sagen können, was Sprache ist, wurden mir in Kärnten die hier beheimateten Sprachen als zwei einander ausschließende Pole vorgeführt, zwischen denen ich mich entscheiden müsste. Über Sprachgrenzen und Sprachwechsel, über Zugehörigkeit und ein Versprechen von Heimat.

Eine Diva, ins Herz getroffen

„Expedition Europa“: Odessa und die Toten des 2. Mai.

Als die Signora Bachmann kam

Acht Häuser in Rom sind „Bachmann-Häuser“, an acht verschiedenen Adressen lebte Ingeborg Bachmann im Lauf von 20 Jahren. Eine Spurensuche.

Die Inflation der Werte

Soziale Werte. Demokratische Werte. Westliche Werte. Europa als Wertegemeinschaft. Familienwerte. Lebenswerte. Negative Werte. So viel Wert war noch nie. Über die Rhetorik der Werte – und was sie verdeckt.|10 Kommentare

Liiiebe, Friiiede, FKK

Wie würden wir heute reagieren, würde ein Freak ohne Unterhosen auf einer Wiener Luxusmeile gegen den Konsumwahn wettern? Zum 100. Geburtstag am 2. Juli: Was blieb von Waluliso?

Emmy und die eiserne Zeit

Die Briefe meines Großvaters an meine Großmutter.

Zwei Tote für ein Parlament

Wenn man in Georgien ein Denkmal sprengt. In der Serie „Expedition Europa“.

Terror: Die Farce von Wien

Vor 30 Jahren: Schwerbewaffnete wollen im Nobelhotel Imperial Geiseln nehmen – können diese aber schlicht nicht finden. Wenige Tage später werden die neun Männer durch Zufall verhaftet. Über die Hintergründe geben nun erstmals Zeugen Auskunft.

Zugewanderter Rosengarten

„Expedition Europa“: Gents unwahrscheinlichstes Versteck.

Wenn ein Loch Geschichte macht

Vor 25 Jahren: Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang. Die Folge: 20.000 DDR-Bürger suchen über Österreich die Freiheit. Der Anfang vom Ende der kommunistischen Systeme in Osteuropa.

Jedem sein Europa?

Die älteren Generationen mögen sich mit Europa als einem Garanten inneren Friedens begnügen. Die jungen Menschen hingegen verlangen mehr. Was tun gegen die „Europa-Müdigkeit“? Hinweise eines Europäers aus Erfahrung – und Leidenschaft.

Was bei uns alles Hand in Hand geht

Ist es nicht lustig, wie die ORF-Geschichte der Geschichte der Monarchie nahekommt? Da wurde auch in Schüben zentralisiert. Zwischen Küniglberg und Funkhaus: ein Minidrama.

Eine Schottin namens Angela

„Expedition Europa“: der Tod im East End von Glasgow.

17.000.000 Tote später war alles anders

Kriege als „Naturnotwendigkeit“, als „politisches Bedürfnis“, als idealer Ausweg, um dem Alltag zu entfliehen. Europa am Beginn des 20. Jahrhunderts: von der Idee einer Erlösung durch den Krieg.

Heimat: Wo noch niemand war

In der österreichischen Selbstdarstellung scheint es nur Kaiser oder Bergbauern zu geben. Allein der Begriff „Alpenrepublik“ macht mich trübsinnig. Über Heimat, nationale Identität und was beide unterscheidet: ein Nachdenken mit und entlang von Max Frisch.

Sei freindlich, du Trottl!

Das „Jedmayer“, die Drogenszene und die Wiener Polizei: Eine eingespielte Situation droht zu eskalieren.

Der Blitz sucht sich nix Schlechtes aus

Heiligbüblein, Jesusschmatz und Dornenkronenbussler. Beim Lesen von Richard Billingers Geschichte einer Dorfkindheit, „Die Asche des Fegefeuers“.

Augensex und Kehlenbrutalität

Unter Russlandverstehern. In der Serie „Expedition Europa“.


Am Anfang stand die Wut

Als er Mitte 60 war, habe ich ihn einmal gefragt, ob er, wenn es „Menschen für Menschen“ hilft, noch einmal den Kaiser Franz Joseph spielen würde. Er hat gelacht. Karlheinz Böhm – eine Erinnerung.

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