Wenn man nichts mehr ist

Die Klasse ist nicht mehr in Form. Mit der Form verliert sie zusehends Inhalte und kollektive Interessen. / Bild: (c) Wolfgang Freitag
Die traditionelle Arbeiterbewegung rinnt aus, löst sich auf in disparate Segmente, deren Interessen immer schwieriger auf einen Nenner gebracht werden können. |13 Kommentare

Vorwärts zurück

Polens Wirtschaft wächst seit 25 Jahren. Und dennoch: Da ist auch das „Polen B“ der Modernisierungsverlierer östlich der Weichsel, da sind „Müllverträge“, mit denen sich die Jungen von Job zu Job hanteln müssen. Und da ist eine Partei an der Regierung, der Vergangenheit wichtiger als die Gegenwart ist.

Von der Angst, ausgelacht zu werden

Als erste Frau studierte sie Regie am Reinhardt-Seminar. Und dann waren da noch jene Düsseldorfer Intendantinnen-Tage, da sie das Gefühl hatte: „Ich habe nur deshalb Probleme, weil ich eine Frau bin.“ Volkstheaterdirektorin Anna Badora im Gespräch.

In der Kälte des Frühlings

„Expedition Europa“: Ivan Mikloš, eine Begegnung in Kiew.

Handyglotzer statt Speck

„Expedition Europa“: die Ukraine in diesem Frühling.

Warum ich ganz verworren bin

Winken. Winkte. Ge... ja was denn eigentlich? Gewinkt? Gewunken? Vom Leiden an der Sprache, vom Nörgeln und vom Besserwissen – samt einem Exkurs in Kindheit und Jugend.

Als die Pistole in der Hofburg auf den Boden fiel

Wie ein Bundespräsident so sein kann: meine Begegnung mit Rudolf Kirchschläger.

„Ich war eine Punkerin“

Unterwürfig? „So bin ich nicht erzogen worden. Das erklärt sicher manche meiner Probleme im Musikbetrieb.“ Olga Neuwirth über steirische Vergangenheit, ihre Gegenwart als Komponistin und warum sie doch kein weiblicher Miles Davis wurde.


Frühling mit Trump

Bild: (c) APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
Wonderland. Das Alltägliche wird dir mit einem Mal fremd, die Dinge zeigen sich in bald wundersamer, bald grotesker, bald angsterregender Größe. Ob ich je wieder herkomme? Brief aus den USA. 

Einen Vogel zeigen

Warum ist unsere Sprache von Vögeln durchsetzt? Und warum wird das Belauschen von Vögeln, das „Birdwatching“, immer populärer? Eine Vogelperspektive.

Im Glashaus

„Expedition Europa“: bei den nach nichts schmeckenden Paradeisern in Westland, NL.

Vom Aufklären

Aufklärung als wichtigste Grundlage der heutigen europäischen Gesellschaft? Ein sehr konkreter Einspruch aus der Perspektive der Geschichtswissenschaft: Die meisten Philosophen konnten nur dank ihrer Mäzene publizieren – und vertraten dabei deren Interessen.

Suchen, Haschen, Raten

Wien wird mit digitalen Werbeflächen zugepflastert, Bewegtbildwerbung boomt und rückt immer näher an uns heran. Das Problem ist nicht neu: Schon vor mehr als 100 Jahren wurde über Beschleunigung und Bilderfluten diskutiert. Eine Entwicklung.

Heiter bei Goethen

Was uns die frühe, die revolutionäre bürgerliche Gesellschaft versprochen hat – wie verballhornt es sich heute auch immer zeigt: die Sehnsucht nach dem authentischen Leben, nach dem wahren Abbild, nach der Anerkennung der Würde und des Potenzials des Unvollkommenen. In Goethes Lebendmaske will ich es erkennen.

Die Verzwergung Österreichs

Bild: (c) Clemens Fabry
„Was hat denn die Nachwelt für mich getan? Nichts! Gut, das Nämliche tu ich für sie!“ Jetzt machen wir aber Ernst mit Nestroy. |10 Kommentare

Amerikaner lächeln halt

„Expedition Europa“: vor dem Internationalen Strafgericht.

Ach, mein Schaerbeek!

„Expedition Europa“: wieso ich Brüssel als alter Mann verließ.

Im Kopf des Terrors

Terroranschläge in Brüssel / Bild: APA/AFP/PATRIK STOLLARZ
Nach Paris. Nach Brüssel. Mit Herostratos im Kopf, mit Sartre in der Tasche: Versuch einer Reise zum Jihad, seinen Gesichtern und Motiven. 

Einspruch, Euer Ehren!

Zu Michael Scharangs Attacke im „Spectrum“ gegen den Österreichischen Buchpreis.

Eine Brille für die Zukunft

Themenbild Asylwerber in Wien / Bild: APA/HERBERT NEUBAUER
Die Sehnsucht nach Normalität ist ebenso groß wie jene nach Dazugehörigkeit, egal ob man sie über Pommes frites, Bowling oder Fußball erreicht. 

Das Kreuz mit der Geschichte

Eichenbäume, ein „Friedenskreuz“ in der Wachau und der Zweite Weltkrieg am Balkan: über Heldendenkmäler – und andere Strategien der Erinnerung.

Ein Gespenst geht durch Amerika

Wer verliert, den schalten die Networks einfach ab. Den Verlierer gibt's gar nicht mehr. Trump, Clinton, Palin, Sanders und das flache, flache Land: Notizen aus dem US-amerikanischen Vorwahlkampf.

Nur noch Blasen

Die Frage, die immer wieder zu stellen ist: Wie bringt man Menschen dazu, sich völlig in die Hände von Schaumschlägern und Gaunern zu begeben, und das im großen Stil? Über den Markt und die Macht: Hinweise zu Daniel Hoesls Film „Winwin“ – demnächst im Kino.

1000 Afghanen und „Autriche“

„Expedition Europa“: unter den Gestrandeten von Athen.

Plumpe Imitation

Wozu denn ein österreichischer Buchpreis? Nur um eine Jury zu beschäftigen?

Farce, sibirisch

„Tannhäuser“ in Novosibirsk oder: Wie man heutzutage mit Richard Wagner auf eine schwarze Liste kommt. Nachrichten vom Vorschreiten der nationalrussischen Kulturrevolution – und was von ihr in Wien zu erfahren ist.

Wachsen, Woche für Woche

Was Weisheit ist, das erfahre ich auf dem Küchenfenster meiner Altbauwohnung. Dort steht eine kleine Pflanze in einem Blumentopf: ein junger Ahornbaum, zum Gedenken an meinen Mühlviertler Großonkel. – Aus den letzten Texten. 

Brenner unser

Bild: (c) REUTERS (DOMINIC EBENBICHLER)
Der Brenner als heißer Ort der Geschichte schien abgekühlt. Nun, angesichts der Idee neuer Grenzzäune, leben die Geister der Vergangenheit wieder auf. Von der Natur der Grenze: Hinweise eines Südtirolers. 

Der Platz, an dem ich lese

Einer traute sich nicht über den Dorfplatz zu gehen, durch die Blicke der anderen, durch die er hindurchmusste wie durch eine Beichte, damit fing es an.


Klassik

Sinkothek auf DiePresse.com »

AnmeldenAnmelden