Eine Illusion von Schnee

Vor Kurzem eröffnete die Schneeerlebniswelt in der Seestadt Aspern: ein garantiertes Skivergnügen für 365 Tage im Jahr. Doch bereits 1927 gab es in Österreich die erste ganzjährig nutzbare Skipiste. 150 Tonnen Kunstschnee wurden in der Halle des Wiener Nordwestbahnhofes aufgetürmt.

Macht macht Sprache

Es lebe die Krise, die hält auf Trab! Wider die Zumutungen des vernebelungstaktischen Begriffsmülls unserer Finanzkünstler: ein Wortschwall als Antwort.

Alles smart

Wo auf Wiens Stadtplanung die Sprache kommt, ist neuerdings viel von „Smart Urban Logistik“, „Global Urban Future“, „Smart Mobility“ zu hören. In welchem dieser Begriffe kommt noch der Mensch vor? Und: Ist die Stadt zum Selbstbedienungsladen der Immobilienwirtschaft geworden?

Zwei Mäntel unter dem Dach

Bald nach dem Krieg hat meine Mutter öffentlich erklärt, wie leid es ihr tue, in diesem NS-Propagandafilm mitgespielt zu haben. Ich habe mir den Film als Erwachsene angeschaut. Danach habe ich gesagt: „Ich brauch einen Schnaps.“ Über „Heimkehr“ und meine Eltern, Paula Wessely und Attila Hörbiger.

Für die Fische

EU, vegetarisch: Tiergefühle und andere Streitbarkeiten. In der Serie „Expedition Europa“.

Letzte Strophe

„Expedition Europa“: Hien, 20, und die ungarische Seele.

Ein Polygon namens Ring

Jede Gesellschaft formt ihre Räume, und so hat jede Generation die Pflicht, auf ihr Erbe zu achten– und gleichermaßen die Räume zu schaffen, die sie braucht. Vom Bauen und vom Weiterbauen: Vor 150 Jahren wurde die Wiener Ringstraße eröffnet.

Wer die Täter enttarnt

Er hat Hunderte Male erzählt, dass alle vom Mord am Spiegelgrund und vom Mord in den Altenanstalten wussten. Und dass diese Hunderten Mitwisser aus Medizin, Pflege und Justiz schwiegen und untätig blieben: vor 1945, nach 1945. Friedrich Zawrel, 1929 bis 2015: eine Trauerrede.|5 Kommentare

Vom Bewahren und vom Auspacken

Geistiges Österreich? Unsere kulturelle „Tradition“: über Last, Wucht, Bruch und Zukunft.

Die andere Geschichte der Roma

Gibt es hier wirklich nur von Elend und Verfolgung und von sonst gar nichts zu berichten? Reden wir doch einmal von Gelungenem und Geglücktem, vom Heraustreten aus dem Verborgenen und von zunehmender Selbstvergewisserung. Die Roma: Europas größte Minderheit.


Gras & Glas & Frühlingsluft

Vom Rausch: eine Begegnung im Wiener Stadtnebel.

Schritte. Immer mehr Schritte.

Erst stieg ich über Spitzes, Eisiges, Glitzerndes, dann in Sirenengeheul. Überall Hülle, der Rest ist Fülle. Meine Reise nach Urbo Kune: poetische Annäherung an eine fiktive Idealstadt.

Ein Parfum wie eine Invasion

„Expedition Europa“: bei den transnistrischen Kosaken.

Die Regel: Mord

Sie wurden durch die Straßen getrieben, mit Steinen, Schaufeln, Holzlatten attackiert, mitunter, vor Hunderten Schaulustigen, umgebracht: die Besatzungen abgeschossener alliierter Flugzeuge. 100 Fliegermorde sind allein für das Gebiet des heutigen Österreichs belegt. Vom Ende eines Tabus.|43 Kommentare

Alles für die Dichter

Honza, der Retter der Literatur, Hašek und der Genius Loci, küssende Männer und Politik: Ein Obdachloser führt durch sein Prag.

Zu Hause zwischen allen Sprachen

80.000 Menschen verlassen das Land pro Jahr. Wer bleibt zurück? Diejenigen, die sich nicht trauen. Und diejenigen, die es wagen, ein Land neu zu erfinden, das schon so viele Traumata erlitten hat. Armenien 100 Jahre nach dem Völkermord: eine Bestandsaufnahme.

Paarlauf der Eitelkeiten

Als Rodin Mahler modellierte: eine Büste und ihre Geschichte.

Ciao, Europa?

Die Flüchtlinge von Trapani – ein Besuch in Sizilien. In der Serie „Expedition Europa“.

Die Farbe Bunt

Wie pluralistisch, wie „multikulti“ ist Europa? Kann hier im Sinne der Aufklärung jeder nach seiner Fasson selig werden? Und was hat es dann mit der „Leitkultur“ auf sich? Standpunkt versus Toleranz: Hinweise zu einem disparaten Verhältnis.

Rent a womb

Mein Bauch gehört mir!, hieß es einmal. Und heute: Mein Bauch gehört dir, meine Eizelle gehört dir! Über einen neuen Markt: Nachrichten aus der globalisierten Kinderwunsch-Industrie.|8 Kommentare

Genfer See und arme Schweizer

„Expedition Europa“: mein Kniefall vor dem Montblanc.

Ja, diese Augen!

Einerseits: ein politischer Aktivist mit Kamera. Andererseits: ein feinsinniger Poet des Alltags. Paul Strand, der große Fotograf des 20. Jahrhunderts – eine Wiederentdeckung.

Der Rest war Hohn

Sie heißen Joseph Eybler, Joseph Wilde, Joachim Höllmayer oder Josef Weigl: jene großen Söhne Österreichs, die rund um den Wiener Kongress Grundlegendes für die Entwicklung der Musik erarbeiteten – und heute so gut wie vergessen sind. Eine Erinnerung.

Fünf Hochzeiten und kein Todesfall

Männer blieben in ihrem Leben letztlich nur Intermezzo. Die Leidenschaft für die Bildhauerei aber wurde zum treibenden Motor. Über die Kunst zur Selbstfindung: die Bildhauerin Anna Mahler, 1904 bis 1988.

Wenn ein Gespenst Wahlen gewinnt

Ob Front National oder Ukip, Lega Nord oder FPÖ, Syriza oder Podemos: So gut wie überall in Europa sind die Populisten auf dem Vormarsch. Was sie eint? Ihre Klientel. Was sie trennt? Die eigene Geschichte. Eine Tour d'Horizon.|21 Kommentare

Kanzler gesucht

Am 29. März 1945 stießen die Spitzen der Roten Armee über die ungarisch-großdeutsche Grenze vor. Die folgenden Tage entschieden die Nachkriegsgeschichte Österreichs.|12 Kommentare

Ajatollah und kurze Röcke

„Expedition Europa“: im Bibelgürtel der Niederlande.

Immer unterwegs

„Die Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße“: So heißt Peter Handkes neues Schauspiel, das kommende Woche als Buch erscheint. Was bisher geschah: Versuch über Handke.

Der Bildstock von Pungeşti

„Expedition Europa“: Chevron, Shell und das Schiefergas.

Klassik

Sinkothek auf DiePresse.com »

AnmeldenAnmelden