Dank sei dem Erzählen

So sehe ich es: Literatur ist nicht bloß ein Mittel, die Welt zu retten, sie ist auch ein Ort der Verbrüderung und des Friedens. Durch das Erzählen leben wir. Ein Plädoyer – nicht nur für Schriftsteller.

Ach, lieber Stifter!

Adalbert Stifter, noch einmal. Nein, kein runder Geburtstag und kein eckiger Todestag stiften mich hier an, sondern nur der dritte Versuch, den „Witiko“ zu lesen.

Unser letztes Tabu

„Expedition Europa“: Besuch imnorwegischen „Inzestzentrum“.

See? Stadt? Möglich!

240 Hektar und ein gewisser Hang zu architektonischer Extravaganz, mitunter zum Nachteil der Nutzbarkeit: Seestadt Aspern.  / Bild: Wolfgang Freitag
Seestadt Aspern, Wiens städtebauliches Prestigeprojekt, ist zu einem Drittel fertig. Klassische Defizite anderer Neubauviertel scheinen zwar überwunden. Doch umso klarer treten grundsätzliche Probleme der Wiener Stadterweiterung zutage. Eine Zwischenbilanz aus Aspern. |22 Kommentare

Wer nicht kuschte, ward zerrissen

Zwischen Alphütten und Jauchegruben: Das Teatro Caprile inszeniert „Auf der Flucht“ im österreichisch-schweizerischen Grenzgebiet als „interaktive Theaterwanderung“. Eine szenische Collage aus den „Anschluss“-Jahren.

Ristretto und neuer Mensch

„Expedition Europa“: ein Manifest als EU-Vorläufer und die Insel dazu – Ventotene.

Er

 „Vieltausendmal derselbe Blick durchs Fenster in mein Weltenstück.“ Ohlsdorf, der Hof. / Bild: (c) Wolfgang Freitag
Er kam aus der Landschaft heraus,und ich heizte den Kachelofen ein,was erhellend war in dem kalten Haus... Weil Festspielzeit ist – und weil er nicht „schtirbt“: Begegnungen mit Thomas Bernhard, Bericht seines Dramaturgen. 

Ein Schiff wird kommen

Bild: (c) APA
Gibt es das? Ein Konzerthaus, das statt 77 Millionen Euro 860 Millionen kostet. Und statt 2010 (hoffentlich) im Jahr 2017 eröffnet wird. Ja, in Wien! Oh nein, in Hamburg! Nur der Intendant kommt aus Wien. Notizen aus einer schönen und merkwürdigen Stadt. 

Kellergasse: Aufführungen

Philipp Hafners Lustspiel „Der Furchtsame“, bearbeitet von Susanne Wolf, ist noch am 12., 13. und 14. August zu sehen.

Wie Bären an kleinen Feuern

„Expedition Europa“: Otaci – wo Roma in Palästen wohnen.

Das Glück in der Kellergasse

Neun Gemeinden zählt die Kleinregion Wagram, verstreut zwischen Kamptal und Tulln, vier davon hat Luzia Nistler mit ihrer Kellergassen-Compagnie in den vergangenen Sommern schon aufgesucht. Über die Lust am Theater, „Henrietten-Laberln“ und ein Happy End, wie's nicht im Lustspielbüchel steht.

Der Klang hat sich verändert

„Man geniert sich heute fast, romantisch zu sein; man spielt kühler, berechnender.“ Nach mehr als 45 Jahren nimmt Rainer Küchl Abschied als Konzertmeister der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker. Ein Gespräch.

Und mehr bedarfs nicht

Bild: (c) APA/NEUMAYR/MMV (NEUMAYR/MMV)
Ist es heutigentags ungehörig, sich einem Festival, der Feier des ästhetischen Augenblicks hinzugeben? Bedarf Kunst einer Rechtfertigung angesichts von Terror, Amok, Krise? Über Kunst in bewegten Zeiten: Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele. 

Der Männer taube Ohren

Ein Prosaworkshop für Frauen – in Basra? Das fragte ich mich unwillkürlich, als ich gebeten wurde, die Leitung einer Schreibwerkstatt in der wichtigsten Hafenstadt des Irak zu übernehmen. Meiner Geburtsstadt, die heute Abbild der Verheerung des ganzen Landes ist. Protokoll einer Wiederbegegnung.

Auf der Klingel stand: Sivaks.

„Expedition Europa“: unter Roma/Romóvia/Romové.

Phänomen Populismus: Schuld sind immer die anderen

Universalismus des Kurzschlusses. Donald Trump, Boris Johnson auf einem Wandgemälde in Bristol, Großbritannien. / Bild: APA/AFP/GEOFF CADDICK
Woher rühren populistische Bedürfnisse? Warum kippt Unbehagen ins Ressentiment? Hinweise zu einem politischen Phänomen. |6 Kommentare

Was ist Charisma?

„Ich mag das Wort ,conductor‘ nicht, ich führe keinen Zug oder Bus. Ich gehe vor ein Orchester, habe eine Idee und versuche, diese den Musikern mitzuteilen. Sie können das akzeptieren oder nicht, sie können sie teilen oder nicht oder wenigstens respektieren.“ Zum 75. Geburtstag: Riccardo Muti erzählt.

Weiße Herren, schwarzer Stolz

Wie die Unesco 1952 die brasilianische „Rassendemokratie“ erfand – und wie es um Rassendiskriminierung im Land der diesjährigen Olympischen Spiele wirklich steht.

Was niemand mehr lesen mag

„Expedition Europa“: unter verarmten Griechen.

Wenn der erwartete Skandal passiert

themaVor bald 40 Jahren erregte die „Staatsoperette“ Österreichs Fernsehzuseher. Demnächst ist Otto M. Zykans und Franz Novotnys Politsatire auf die Zwischenkriegszeit erstmals in einer Bühnenfassung zu sehen: bei den Bregenzer Festspielen.

Schräge Vögel mit viel Zeit

Eigene Flagge und eigene Pässe, eigenes Geld und eigene Briefmarken: Immer mehr Individualisten wollen immer individueller sein und gründen ihre eigenen Staaten. Mikronationen: ein geografischer Tauchgang in die Tiefen der territorialen Seelenkunde.

Wenn der erwartete Skandal passiert

Vor bald 40 Jahren erregte die „Staatsoperette“ Österreichs Fernsehzuseher. Demnächst ist Otto M. Zykans und Franz Novotnys Politsatire auf die Zwischenkriegszeit erstmals in einer Bühnenfassung zu sehen: bei den Bregenzer Festspielen.

Mein Treffen mit Bonaparte

„Expedition Europa“: als ich auf Napoleons Anhöhe demonstrierte – mit Blick auf Bratislava.

Sehnsucht nach der Peitsche?

Musik, Gebrüll, Vorwärtsstürmen, Blumenschwenken, Jubel: Proben für das große Parteifest, Pjöngjang.  / Bild: APA/AFP/ED JONES
Alle haben ihren Text gelernt. Der einsame buddhistische Mönch im Pohyon-Tempel, die Kindergärtnerin in Chonsam. Auch die Chefin des Zeitschriftenladens an der Grenze zu Südkorea, die sehr gut Englisch spricht, es aber sofort vergisst, als ich frage, wo sie es gelernt hat. Das steht nicht im Skript. Nordkorea – eine Visite. 

Bahn frei für die Dritte Republik

Von den verschiedenen Arten des Fechtens ist in Österreich die Wahlanfechtung die gefährlichste. Der Republik ist bei einem solchen Kampf ein Schmiss zugefügt worden. Nun steht sie mit entstelltem Antlitz da. Man weiß nicht, soll man lachen oder weinen.|32 Kommentare

Als die Dealer noch schliefen

„Expedition Europa“: auf Giftmüllhügeln Kampaniens.

Die Wahrheit im Heuhaufen

Venezuela, eines der erdölreichsten Länder der Welt, steckt in einer schweren Krise, die durch die Weigerung seiner politischen Eliten, sie mit friedlichen Mitteln zu lösen, noch erhöht wird. Die Unnachgiebigkeit der verfeindeten Gruppen gefährdet die ganze Region.

„Der rechte Ort“

Alles begann mit einem Gesangskurs 1916, mitten im Ersten Weltkrieg. Dann kamen Lehrer wie Furtwängler, Karajan und Orff, Studenten wie Harnoncourt und Barenboim. 100 Jahre Internationale Sommerakademie Mozarteum: ein Rück- und ein Ausblick.

Haben wir das Teilen verlernt?

Bild: (c) Wolfgang Freitag
Über Solidarität und Verantwortung in Zeiten von Hedgefonds, Banker-Boni und internationaler Steuerhinterziehung. 

Stefan Zweig: Die geistige Einheit Europas

Stefan Zweig (1881 - 1942) / Bild: (c) APA (INTERNATIONALE STEFAN ZWEIG GESELLSCHAFT)
Die Entwicklung jeder Idee geht nicht Schritt für Schritt in regelmäßigem Anstieg - auf Fortschritte folgen heftige Rückschläge, aber so heftig sie sein mögen, wir dürfen sie nicht für dauerhaft halten. Ein Text aus dem Jahr 1936, erstmals veröffentlicht. |65 Kommentare


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