Der alte Wilde und die Musik

Das störrische, unangepasste Kind. Der Deserteur als Hüttenwirt im Karwendel. Der Student, der Vortragende mit hinterfotzigen Fragen aus dem Konzept bringt.Der Komponist, der sich in seinem Garten mit eigener Hände Kraft eine kleine Kapelle baut. Friedrich Cerha zum 90. Geburtstag.

Ein kleines Café in Wien

Seit vielen Jahren trifft sich jeden Mittwoch eine Gruppe älterer Herren in einem Café in der Wiener Innenstadt. Sie bilden eine Gesprächsrunde in der Art des Wiener Salons der Vorkriegszeit. Die Mitglieder dieser „Mittwochrunde“ sind die allerletzten Vertreter einer für immer zerstörten Welt: der Welt des alten jüdischen Wiener Bürgertums.

War das schon alles?

Wenn ein Architekturbüro laufend Großprojekte ankündigt, die Direktorin des Büros gleichzeitig Gartenpavillons, Jachten, Türklinken, Vasen, Schmuck, Badeanzüge und Autos entwirft – was ist das: Architektur oder Industrie? Zur Zukunft der Baukunst.

In den kleinen Kasachstans

„Expedition Europa“: wenn Deutsche und Griechen Freunde werden – in Mittelasien.

Sex, Semmeln und der Heilige Geist

Ohne besonderen Grund kommt niemand in die Herbststraße. Sie gehört nicht zu den schicken Einkaufsmeilen, wie wir sie unweit, innerhalb des Gürtels, finden. Ich allerdings habe sie ins Herz geschlossen. Eine Einladung ins tiefe Ottakring.|9 Kommentare

ach und 1 wenig Veilchen

dieses gelbe Licht beim Erwachen während der Wind bläst durch das nur angelehnteFenster ach diese ahnende Erscheinung, da diese ahnende Erfahrung auflodert in mir, weiszt du nämlich Durst am Morgen zu stillen wollend. . . . . . . . . Ich meine man musz warten können bis es einschnappt, Schwäne v. Frühling

Am Fenster

Begegnungen mit Luc Bondy. Ein Gedenkblatt.

Schnee und Vergessen

„Immer tiefer stampfen sich die frierenden gefühllosen Füße in den Schneeboden hinein. Das Gewehr ist vereist. Mit verzweifelter Energie starrt der Mann durch den engen Ausschnitt der Schießscharte.“ Trenker, Hemingway und der Erste Weltkrieg: Ein Freilichtmuseum erinnert an ein Gefechtsfeld in den Karnischen Alpen.

Im Kohlenwald

„Expedition Europa“: an der innerbelgischen Sprachgrenze.

Nachhilfe aus dem Norden?

„Das Griechenvolk, es taugte nie recht viel!“ Wider Mephistopheles („Faust II“).

Vorsicht, Mensch!

Wie Grausamkeit beschreiben, sie anschaulich machen? Von der Notwendigkeit, der Gewalt ins Auge zu blicken, gerade wenn man sie bannen oder neutralisieren will. Ein Versuch über die Grausamkeit.

Dieses Wort, das entzweit

„Expedition Europa“: über Slowenien und die Homo-Ehe.

Haben wir uns selbst verloren?

Sollten es die IS-Terroristen auf unsere Werte abgesehen haben, sind sie die Angeschmierten. Und zu spät dran. Wir sind gerade dabei, unsere Ideale von einst zu verschachern.

Und schoss auf alles, was sich bewegte

Der Mann, den sie „Spucknapf“ nannten: eine Geschichte vom Zirkus – und vom Krieg.

Märtyrerin und Blutsaugerin

Ein Lehrstück für Populisten: Ursula Prutschs Biografie-Essay über Argentiniens Eva Perón.

Wo bleiben in Aspern die Geigen?

Nur Billa, Bipa, Libro und Die Erste sind schon da. Ob sie der Siedlung wirklich Leben schenken können? Seestadt Aspern: Notizen nach einem Besuch.|5 Kommentare

Die anderen Flüchtlinge

„Expedition Europa“: an der serbisch-kroatischen Grenze.

Kein Hahn, kein Kampf

„Es war eine sehr schöne Übergabe, sehr freundschaftlich, ich war immer informiert – keine verbrannte Erde. Vielleicht, weil wir Frauen sind?“ Als Nachfolgerin von Anna Badora leitet Iris Laufenberg seit September das Grazer Schauspielhaus. Eine Begegnung der Reihe Österreichs Intendantinnen im Gespräch.

Die Hand am Busen

Jacob Wabens „Frau Welt“, Sigmund Freud und die Kölner Bürgermeisterin: was ein gestohlenes Gemälde des 17. Jahrhunderts über Orient und Okzident erzählt.

Verklärte Macht

„Warum nicht gleich sein Fähnchen in den Wind hängen und sein literarisches Urteil der Konjunktur anpassen?“, fragte Sigrid Löffler im vorigen „Spectrum“ in ihrer Attacke auf den Zustand der Literaturkritik. Eine Replik.

Piefkinesisch

60 Jahre Wien und doch: warum mein Deutsch nie wienerisch geworden ist.


Und nun, Frau Merkel?

Nein, wir brauchen Männern, die verächtlich auf uns spucken, keine Aufklärungsstunden über Frauen in Europa zu geben, sie werden uns bestenfalls auslachen. Was also soll ich meiner heranwachsenden Tochter raten? Pfefferspray mitnehmen? Mund halten? Burka tragen?

Drei Vlads und die Würde

„Expedition Europa“: Moldawien – Nachrichten aus einem gekaperten Staat.

Ist hier der Westen?

Wie verträgt sich das aufgeklärte ethische Konzept des Westens mit kultureller Toleranz und Vielfalt? Über Brüche und Chancen unseres Selbstverständnisses.|39 Kommentare

Recht. Gerecht?

Ist es gerecht, Leergutdiebe zu verfolgen, aber die Untersuchung der Finanzkriminalität zu vernachlässigen? Wollen wir weiterhin Supermarktangestellte wegen eines verdorbenen Krapfens belangen, nicht aber Konzernverantwortliche, die systematisch verbotene Lebensmittelzusätze in die Nahrungskette bringen? Warum das Strafrecht eine Umorientierung braucht.

Was auf dem Spiel steht

Wir wissen, dass die Marktnischen für unabhängige Kulturkritik verschwinden. Wir sind uns bewusst, dass Kritik immer mehr durch offene oder versteckte Medienpartnerschaften ersetzt wird. Aber warum überhaupt noch festhalten am anstrengenden Urteilsgeschäft, das doch nur schlechte Laune macht? Eine Attacke.

Wiens Moderne – geschändet

Was in der Architektur mit Wagner und Loos begann, sich in der Musik mit Schönberg, Berg, Webern fortsetzte, in der Literatur mit Musil und Kraus den Gipfel erreichte: Wiens Moderne wird nirgendwo so missachtet wie in Wien.|10 Kommentare

Krank mit System

In der Gesundheitspolitik kursieren vielerlei Irrlehren. Eine davon: Der Sozialstaat kann nicht wirtschaften, das Geld braucht den Markt. – Gesundheit für alle statt Zweiklassenmedizin: ein Plädoyer.

Abschied eines Eurokraten

„Expedition Europa“: wenn man in Brüssel unheilbar unglücklich ist.

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