Wie viel Geheimnis braucht der Mensch?

Freundinnen erzählen sich ein Geheimnis / Bild: (c) Erwin Wodicka - BilderBox.com (Erwin Wodicka - BilderBox.com)
Wer etwas versteckt, der hat etwas zu verbergen. Alles ist offenzulegen. Totale Transparenz oder: Vom Leben in einer Welt, in der auch noch das Intimste ans Tageslicht gezerrt wird. |5 Kommentare

Die Krönung

„Expedition Europa“. Košice: Inthronisation des Roma-Königs. Als sich nun endlich auch Roma in der Slowakei einen König gewählthatten, einen „romano thagaris ke Slovačiko“, strömte ich voll Vorfreude nach Košice.

Was lange währt

2017 wird sie eröffnet, mit einiger Verspätung: die Hamburger Elbphilharmonie. Der Wiener Christoph Lieben-Seutter, seit 2007 Generalintendant, über die komplexe Genealogie des Projekts, die Hamburger Musikszene und seine Pläne.

Masada im Sinn

Vor 50 Jahren wurde die Festung Masada am Toten Meer von freiwilligen Helfern ausgegraben. Ich war dabei – als eine von 150 Personen aus 40 Nationen. Heute schaue ich mein verletztes Paradies, wie es heimgesucht wird von Touristen.

Keine Heilige für das Land

Eine kolumbianische Nonne oder: Herztransplantation im 18. Jahrhundert. "Also gab es die erste Herztransplantation in Kolumbien bereits vor 1727.“ Mein lässiger Satz hätte mir fast eine Ohrfeige aus weiblicher Hand eingetragen.

Sie ließen die Arme hängen

Demokratie – dass ich nicht lache. Eine Parabel.|10 Kommentare

Das Schöne in Stepnogorsk

In der Serie „Expedition Europa“: was Chinesen in die südukrainische Steppe führt.

Vom Recht, das Richtige zu tun

Die Flucht kennt, gestern wie heute, keine Legalität. Der Weg ins Exil wurde immer erkämpft, der Bürokratie abgerungen und erforderte nicht selten eine List.Über „Schlepperei“ oder: Warum die Republik selbst zum Fluchthelfer werden sollte.

Der Heimat blieb die Asche

Von der „Ekstase“ zur Mobiltelefonie oder: Wie eine Schönheitskönigin zur Erfinderin wurde. Zum 100. Geburtstag: Hedy Lamarr – von Wien in die Welt. Und ihre Rückkehr nach dem Tod.

Erbarmen mit den Politikern?

Machen die Medien die Politik kaputt? Über das heikle Verhältnis von kritischem Journalismus, medialer Inszenierung und Politik.|40 Kommentare

Fünf Kühe für die Braut

„Expedition Europa“: von der serbisch-albanischen Liebe.

Zweimal Botho Strauß

Was immer auch Botho Strauß schreibt, es gleicht einem Anschlag auf die Political Correctness. In seinen anregend bizarren Textgebilden begegnen wir diesmal dem „Idioten, der Parodie des Informierten, des Info-Dementen“. Kultur- und Empfindungskritik von einem der ersten Denkkünstler unserer Zeit.

Automobilität: Das Gewisse

Wir dürfen es nicht beim Namen nennen. Seine noch immer wirksame Erotik lässt alle, die es kritisieren, als lustfeindliche Sauertöpfe dastehen. Aber diese Staus. Und die Sache mit den Parkplätzen . . . Wenn die Automobilität von der Regel des Alltags zur Ausnahme wird.|5 Kommentare

Schalom, Grete!

Der letzte Satz ihres autobiografischen Berichts lautet: „Ich bin zufrieden und denke ohne Hass und Bitterkeit an die Vergangenheit zurück.“ Meine bunte jüdische Nachbarin. Ein Nachruf.

„Ich werde bald sterben“

Er lag neben mir im Krankenzimmer. Hustete, keuchte, stöhnte vor Schmerz, schimpfte, aß kaum noch. Sein kurzes Haar war schlohweiß. Er wusste, er würde bald gehen. Ich wusste es auch.

Was nur die alte Taiga weiß

Zwischen Messerstecherei und Muttergottes: Transnistrien. In der Serie „Expedition Europa“.

Schwung ins Glück

Behaglich auf dem schwebenden Sofa ausgestreckt, konnte man das Gefühl von Schutz und Geborgenheit genießen und sich dem Geheimnis des Schaukelns hingeben – der Entgrenzung von Raum und Zeit. Die Geschichte der Hollywoodschaukel: von den Anfängen in den 1920ern über ihren glanzvollen Auftritt in Wiens Donaupark 1964 bis zum Revival unserer Tage.

Die ersten Europäer

Das alte Österreich, die Europäische Union und das Judentum hatten und haben einen gemeinsamen Gegner: die Nationalismen. Angesichts der Katastrophen, die nationalistisches Denken herbeigeführt hat, können Europas Juden heute stolz darauf sein, dass sie einst „vaterlandslose Gesellen“ waren.|14 Kommentare

Die dünne Schicht

Prekäre Verhältnisse. Jedes Stadtviertel: ein heimliches Schlachtfeld. Jeder Nachbar: dein Rivale. Hundert Jahre nach den Schüssen von Sarajewo: Was bedeutet „Krieg“ heute?

Plastikwelt

Ihr Erdöl-, Ihr Weichmacher-, Ihr Duroplast-, Ihr Silikon-, Ihr Polyestergesellschaft: Ihr Aufpasser unserer Tragödie. Eine Litanei.|8 Kommentare

Ganz tief in Frankreich

„Expedition Europa“: zu Besuch bei drei Staatspräsidenten.

Bitte diffamiert mir die Linke nicht!

Lange Zeit war für mich rechts richtig und links falsch, rechts gut und links böse. Warum ich mich heute eher nach links orientiere. Ein Bekenntnis.

Fährst du hin, setzt du dich aus

Auf möglichst kleiner Fläche möglichst viele Arbeitsplätze, der Mindestlohn liegt bei 80 Dollar im Monat – davon kann man aber auch in Kambodscha nicht leben. Streiks, Demonstrationen, junge Leute, die Polizei schießt auf die Menge. Unterwegs in Kambodscha.


Drei Kerle an der Drina

Von Helden und Gräbern. „Expedition Europa“: im bosnisch-serbischen Grenzgebiet.

Jenseits des Idylls: Tabula rasa

Nicht in dem vom Tourismus okkupierten Stadtkern, sondern rundum, im „Körper der Stadt“, wo gelebt und gearbeitet wird, verliert Salzburg seine Vielfalt, sein Gesicht. Aktuelle Hinweise zu einer Misere.

Hier sind wir Großstadt

Die Zukunft ist seit Kurzem ausgemachte Sache. Aber wie war das eigentlich mit der Vergangenheit? Mariahilfer Straße: zur Geschichte eines Boulevards der Sinne.

Zwischen Onkel Ho und Uncle Sam

Ho Chi Minh City: Der Name ist jung, das Leben ist es auch, jung und laut. Doch wer da meint, auf den Straßen des vormaligen Saigon sei die Hölle los, der war noch nicht in Hanoi. Vietnam: eine Reise durch Zeit und Raum.

Der große Schritt

Metallschmelze, Waffenbau, Alphabet, Zentralperspektive, Nanotechnologie. – Gehirnsprünge oder: Warum die „westlichen“ Kulturen technologisch-ideell dem Rest der Welt überlegen sind.|7 Kommentare

Was wollen Sie hören?

Das Hörspiel ist nicht nur eine offene Form, es ist auch eine eigene Form, und als eigene Form will das Hörspiel täglich neu erfunden werden, es will nicht ins Korsett akustischer Üblichkeiten. Ein Plädoyer für das Hörspiel.

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