Die Glassplitter im Joghurt

Entspannt euch! Doch der Tod ist tricky, er lauert um jede Ecke.

Sieben Sommer

„Expedition Europa“: Mein kleiner slowakischer Badesee. Ich ging lang an einem Zigeunerstrand schwimmen. Sieben Sommer lang erfuhr ich dort Verwirrung, Angst und Demütigung, inneren Frieden, durchgeknallte Geschichten und spirituelle Erbauung.

Der Tritt

Wer hätte noch nie eine gewisse „Erleichterung“ verspürt, wenn er erfuhr, dass ein Jude beschimpft wurde, der Täter aber ein muslimischer Zuwanderer war? Oder anders und geradeheraus gefragt: Hilft Antisemitismus unseren Zuwanderern bei der Integration? Erscheinen sie uns damit weniger fremd?

Toller Tanz – totaler Krieg

Ungetrübte Unterhaltung mit Durchhalteparolen: Vor 70 Jahren hatte der UFA-Revuefilm „Die Frau meiner Träume“ in einem zerbombten Berlin Premiere.

Hirn mit Mensch

Willensfreiheit, Zurechnungsfähigkeit, Menschenwürde: alles altes Gerede? Sind wir, die wir glauben, moralische Subjekte zu sein, tatsächlich Marionetten? Was bedeutet dies für Erziehung, Rechtsprechung, Resozialisierung? Über das neurowissenschaftliche Menschenbild samt politischen Visionen.

Wem gehört die Welt?

Kritik am Islam wird oft als „neuer Rassismus“ denunziert. Judenfeindlichkeit hingegen ist so alt wie der Islam selbst. Der neue Antisemitismus: eine Attacke.|46 Kommentare

Lustig ist das Polizistenleben

„Radlweg foan!“ oder: Wozu StVO, wenn nicht einmal die Polizei sie kennt?|18 Kommentare

Nackt ist nur mehr die Angst

Vor 30 Jahren hätte ich darauf gewettet, es würde heute bei den unter 30-Jährigen gut die Hälfte ganz selbstverständlich nackt baden. Tun sie aber nicht. Warum? Auffallen, aber ja nicht Herausfallen: wie uns Individualismus zu Konformisten macht.|39 Kommentare

Hotspot der Hölle

„Auf dem Mond muss es aussehen wie in der Mine: lauter Krater. Nur: Auf dem Mond buddeln keine Kinder mit bloßen Händen nach Erzen.“ Jean Baptiste Innocent, 16 Jahre alt: eine Begegnung in Goma, Kongo.

Wenn der Krieg einmal endet

„Expedition Europa“: Wie denken die einfachen Ukrainer?

Wer war Klara aus Šentlipš/Sankt Philippen?

Kärntner Slowenen und Sloweninnen als Opfer des NS-Regimes. Eine soeben herausgekommene, akribische Dokumentation zeigt nun: Die Zahl der Opfer war bei Weitem höher als bisher angenommen.

Der Stamm und sein Tisch

Stammtische sind, was ja das Bestimmungswort im Kompositum, nämlich Stamm, anzeigt, ausdauernd. Manchmal ist an der Garderobe ein Rollator geparkt... Zur Lufthoheit über dem Stammtisch: Einsichten eines Kenners.

Die Wurzeln des Wohls

Hygiene ist eine kulturelle Leistung. Putzen braucht Strategie, und Strategie braucht Verstand. Woher die Verachtung für die Leute, die wegschaffen, was man an Dreck produziert? Elisabeth Miksch-Fuchs leitet das größte Hausbetreuungsunternehmen Österreichs: eine Begegnung.

Dorf von Welt

„Expedition Europa“: Vielsprachige Schweiz? Von wegen. Fahren Sie besser gleich nach Schowtnoje!

Japans Wunde, Japans Lüge

Der Atombombenabwurf auf Hiroshima ist in Museen, Filmen, Büchern ausführlich dokumentiert. Über die Zeit danach wird bis heute wenig geredet. Schon gar nicht in Japan. Der Fotograf Kikujiro Fukushima hat diese Zeit in Bilder gefasst.

Baggern für die Zukunft

Zehn Prozent Wachstum jährlich, Inflation kaum nennenswert, ein nicht versiegender Bauboom für Banken, Hotels, Kasinos und Luxusapartments. Ist Panama das „Singapur Lateinamerikas“? Ein Lokalaugenschein 100 Jahre nach Eröffnung des Panamakanals.

Die Armenier? Alles Taxler!

„Expedition Europa“: warum die EU Armenien verloren hat.

Zwischen Myrrhe und Messi

Der rote Mond steht wie ein Mahnmal am Nachthimmel; die Brise wird steifer. Wir steuern auf eine Bucht zu. Nach etwa 20 Minuten Lichtzeichen; der Anker fällt. Auf einer Dhau durch die Meerenge von Hormuz: Begegnungen zwischen Arabischem und Persischem Golf.

Die Farben der Wahrheit

Wie viel Bearbeitung, Anverwandlung, Aneignung benötigt das, was Geschichte heißt, um zu unserer eigenen Geschichte zu werden? Über Wirklichkeit, unseren Möglichkeitssinn und die Wahrheit der Reportage.

Gruß aus Sarajevo

Meine Großmutter Xenia wuchs als Tochter des k. u. k. Regierungskommissärs in Sarajevo auf. In ihren Fotoalben aus der Jahrhundertwende wird ein idyllisches Leben in der bosnischen Hauptstadt dokumentiert.

Und wir schauen zu

Die heutigen Jihadis melden sich nicht nur aus dem entlegenen Mali oder aus dem Jemen, sie leben mitten unter uns. Ihre Spur führt nach Syrien und zurück quer durch Europa. Wie junge Menschen ins Minenfeld des Terrorismus geraten.

Ma ma ma, Ma ma ma ma Loo!

Der allmorgendliche Brotduft aus der Bäckerei Schenk nebenan. Dielange, steile Stiege in den muffigen Erdkeller. Die wunderbar endlosen Sommerferien. Verbotene Plätze. Die tägliche Fluortablette. Und Fizzers. Splitter der Erinnerung an die behütete Kindheit eines 1962 in Judenburg Geborenen.|5 Kommentare

Der Teufel und die Innigkeit

Jahr für Jahr wird Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ am Salzburger Domplatz aufgeführt. Die Idee, sein Stück unter freiem Himmel zu platzieren, hatte der Dichter freilich anderswo: in der Wachau.

Auch der Hund sagt Nein

„Expedition Europa“: Schottland vor dem Referendum.

So rund wie das Leben

Alle trinken das gleiche Bier, von Gnaden der Fifa. Alle stoßen den gleichen Ball, von Gnaden Adidas'. Alle trainieren das gleiche Pensum. Und dennoch, trotz aller Korruptionsaffären, trotz der Nivellierung der Spielstile und der Verrohung der Spieler: Fußball ist die attraktivste Sportart der Welt.

Kein Penis, kein Leben

„Expedition Europa“: wie Nathan Verhelst zu Tode kam. Vergangenes Jahr ließ sich ein belgischer Transsexueller euthanasieren, nachdem der Aufbau eines künstlichen Penis gescheitert war.

Zwischen Hirn und Hand

Handschrift: eine Fertigkeit im Ausgedinge? Oder der Schlüssel, der uns die Tür zum freien Denken öffnet? Von der Lust, mit der Hand zu schreiben im Zeitalter von E-Mail, Facebook, SMS.

Nur keine „lästige Witwe“

Ihr Vater: der aus Wien gebürtige Komponist Erich Zeisl. Ihr Schwiegervater: der der aus Wien gebürtige Komponist Arnold Schönberg. Barbara Zeisl-Schoenberg über Kindheit und Jugend in den USA, die Musikszene des kalifornischen Exils, das Werk ihres Vaters und seine allmähliche Wiederentdeckung.

Postings aus Bagdad

„Allmählich wird es unmöglich, mit jemandem ein vernünftiges Gespräch zu führen. Die Friedliebendsten sind wie berauscht vom Duft des Blutes, das in unserem Land fließt.“ Bagdad in diesen Tagen: aus den Facebook-Einträgen einer Irakerin.

Im Licht der Sprache

Noch bevor ich hätte sagen können, was Sprache ist, wurden mir in Kärnten die hier beheimateten Sprachen als zwei einander ausschließende Pole vorgeführt, zwischen denen ich mich entscheiden müsste. Über Sprachgrenzen und Sprachwechsel, über Zugehörigkeit und ein Versprechen von Heimat.

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