Unterm Halbmond

„Expedition Europa“: wo Türken aus Gänserndorf fischen gehen.

Bemüh dich. Aber.

„Ich bin eine freie Frau.“ Über die Freiheit des ersten Satzes in der Autobiografie der französischen Journalistin und Feministin Françoise Giroud.

Wie lange schweigt der Mensch?

Genozid – Virizid – Femizid – Genderzid. Über Völkermord, die Stille, die Schande, die Sprache. Samt einem Besuch in Armeniens Hauptstadt Jerewan.

Die schöne Indianerin an der Bar wartet auf niemanden

Windausräumungslandschaft, Entfernungstäuschung, Weggesaugtwerden. – Die Alaska-Reise: erstmals veröffentlicht.

Was von der Würde bleibt

Immer mehr Menschen leiden an Demenz. Ist ihre Inklusion eine sinnvolle gesellschaftliche Vision oder doch nur eine ideologisch aufgeladene Illusion, die den Betroffenen mehr schadet als dient?|12 Kommentare

Zündholz auf Dynamit

„Nach Europa“, sagt Joseph, „dahin gehen nur jene, die wirklich gar nichts mehr zu verlieren haben.“Joseph ist seit 20 Jahren auf der Flucht – im eigenen Land.Flüchtlinge, die zu Hause bleiben: über Binnenvertriebene in der Demokratischen Republik Kongo.

Ich habe es so satt, korrekt zu sein

Der Feminismus hat ausgedient. Er taugt nicht mehr für unsere Tage. Was wir wirklich brauchen? Verhüterli, zum Beispiel gegen Trägheit angesichts unserer Scheinwelten, gegen Neobiedermeier, gegen eine Dämlichkeit, die meint, mit Gendern sei die Welt schon in Ordnung gebracht.|46 Kommentare

Große Themen in kleinen Personen

„Ich war als Junger ein totaler Stadtmensch, wenn ich die Hatscherei auf die Berge mitmachen musste, da graust mir heute noch.“ Robert Schindel über Sonntagsausflüge, Sommerfrischen und die Stärke des Arthur Schnitzler: seine Beiläufigkeit.

Wer in die Wälder geht

Helden? Banditen? „Expedition Europa“ in Transkarpatien.

Wir werden, was wir gewesen

Nichts veraltet rascher als das Modische, alle Erwartungen Erfüllende. Über die Zukunft des Gestrigen. Ein Plädoyer für das „Altmodische“.

Wenn man den Sniper liebt

„Expedition Europa“: die Exfrau des Scharfschützen – Besuch in der Volksrepublik Donezk.

Es ist heut so, weil's gestern so gewesen

Vom Weggehen, vom Ankommen, vom Bleiben erzählt ein Projekt in Graz-Liebenau: „Hello and Goodbye“ – was die Vergangenheit eines Nazi-Lagers mit unser aller Flüchtlingsgegenwart verbindet.

Warum immer noch Brecht?

Immer trägt es mich davon, wenn ich über Brecht nachdenke, schreibe. Doch genau das macht mich ihn so lieben: dass ich blind vor den Büchermetern Brechts stehen kann, einen Band herausziehen, irgendwo aufschlagen, und schon finde ich einen Satz, der mich aus der Fassung in die Fassung bringt.

Seppl oder: Der Tag wird kommen

Und es kann anders werden nicht! Eines Nachts stieg mein zukünftiger Vater über eine Leiter zu meiner zukünftigen Mutter, um sich unverschämt auszuschütten in der jungen Frau. Der hellhörige Pfau schlug sein Rad im Augenblick des Samenergusses. Und ich? Die jüngste Prosa.

Weiter. Nicht stolpern!

Wien. Schauen. Spazieren gehen. Nur scheinbar etwas wirr durch die Stadt, wieder einmal. Über Kleingeisterei, Budenrummel, Begegnungszonen und andere Kleinigkeiten.

Eine Blume im Haar. Vielleicht.

„Expedition Europa“: Verbrüderung, rumänisch-moldawisch.

Die Kinder Europas

Die einstmals stolze Vision Europa ist dabei, zum schlingernd dem Abgrund zurollenden Euro zu verkommen. Aber halt! Gab es das denn jemals, eine Vision von Europa?|7 Kommentare

Ein Ohr, wie es wenige besitzen

Die Verlängerung in die Zukunft oder rhetorische Schlaufen mit dem Hörrohr: über die Schwerhörigkeit von Adolf Loos und dessen Inszenierung.

Die Piraten von Livorno

„Expedition Europa“: auf der Suche nach Italiens Online-Demokraten.

Wer Patronen ins Feuer wirft

Vier Jahre ist es her, da wurde der große Ortstafelfriede zu Kärnten geschlossen. Was hat sich seither in meiner einstigen Heimat verändert? Und wie steht es heute um meine Muttersprache, das Slowenische? Ein Lokalaugenschein.|16 Kommentare

Wetter aus dem Häuschen

In der Mitte des 19. Jahrhunderts tauchte ein neues Stadtmöbel in den europäischen Metropolen auf: das Wetterhäuschen. Bald wurden die Türmchen zu identitätsstiftenden Stätten und überregionalen Wahrzeichen, die Orientierung boten.

Wo „Hellas“ nur noch Zunder ist

Meine Schachtel Orient und andere Rauchangelegenheiten– samt einer zigarettenkurzen Anekdote.

Ein Bahnhof ohne Züge

Ich bin früher gerne und oft in die Nationalbibliothek gegangen. Ich habe den Lesesaal geliebt. Nie quälte mich Zwielicht, es herrschte unbedingte Stille, das Personal kompetent und freundlich, die meisten Plätze besetzt mit lesenden Menschen. Was davon geblieben ist? Erregung eines Leidenden.|6 Kommentare

Und ab wann zahlen wir fürs Salz?

Alles war gut, bis wir noch ein paar Gläser Wasser bestellten und die Rechnung verlangten. Vom Ende der Kaffeehauskultur.|144 Kommentare

Zwischen Grexit und Charybdis

Der Kurs des griechischen Kahns wurde von schrillen Zurufen begleitet. An den Ufern hatte sich eine lautstarke Elite der Ökonomen versammelt.|7 Kommentare

Mischa und der „Drive“

„Expedition Europa“: Odessa, Ukraine, georgisch wie noch nie.

Was heißt denn da „Reform“?

Irreführende Wortschöpfungen, irreleitende Redefiguren, hohle Phrasen. Höchste Zeit für ein Wörterbuch der Verblödungsmaschine! Über „Staatsschuldenkrise“, „Substanzsteuer“ und andere Vernebelungsversuche.

Eine Fata Morgana namens Omar

Kairo, Sommer 2011. Präsident Mubarak ist abgesetzt, die Demonstrationen aber gehen weiter. Einer, der sich mit den Demonstranten solidarisiert: der Filmstar Omar Sharif. Guter Grund für ein Interview. Aber wie an ihn herankommen? Mit Omar Sharif durch die Weiße Wüste – beinahe. Eine Erinnerung.

Nur kein Wort Deutsch

Jean Winkler sieht für seine 92 Jahre sehr gut aus, er hat nur ein Problem: Er erinnert sich zu gut. Der letzte Überlebende des Massakers von Stein: eine Begegnung in Bourges, Frankreich.

Russland, wohin stürmst du?

„Das Volk will kein Blut“, sagen mir die Leute, und sie meinen damit, dass die russischen Menschen, Leute wie du und ich, bestimmt keinen Krieg wollen. Zu sehen ist, dass die Sanktionen der Europäer hier bestimmt die Falschen treffen. Russland: eine Wiederbegegnung.

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