12.02.2012 02:36 | Meine Presse Merkliste0

Wir sind Lugner

Zu unserer Instinktausstattung gehört auch ein angeborenes Betroffenheits- und Empörungsbedürfnis. Unbewusst warten wir auf Auslöser, um diese zu befriedigen. Richard Lugner liefert sie uns – alljährlich auf dem Opernball. Na dann: Alles Walzer!

Februar 34 – ein Glücksfall

Österreichs sozialdemokratische Parteiführung ist stolz auf die Parteidisziplin, die durch- zusetzen den Hauptteil ihrer Tätigkeit ausmacht. Sie ist strikt gegen einen Aufstand. Der Aufstand findet trotzdem statt. 12. Februar 1934 oder: Vom Triumph der Widersetzlichkeit gegen das Berechenbare.

Der Geschmack der Niederlage

Anzeigenboykott, Lohnausfall, Kündigungen, Schuldenlast: Spaniens linke Tageszeitung „Público“ ist pleite.

Vorwärts in die 1930er!

Warum wir jene Fehler wiederholen werden, welche Anfang der 1930er-Jahre in die Weltwirtschaftskrise führten. Die Depression der 2010er: ein Rückblick aus der Zukunft.

Die Schlacht um den Souffleur

Position musste jeder beziehen. Für oder gegen Karajan. Ein Dazwischen gab es nicht. Oder doch? Vor 50 Jahren: Herbert von Karajans erster Rücktritt als Staatsoperndirektor – und sein langes Nachspiel.

Wenn der Eismann klingelt

Helmut Barath besucht mit seinem Klein-Lkw täglich 60 Kunden im ländlichen Niederösterreich. Mehr als 200.000 Österreicher kaufen regelmäßig bei Bofrost tiefgekühlte Lebensmittel. – Aus der Serie „Unser tägliches Brot“.

Kasten, Krähen, Korruption

Das zwanzigste Dorf sieht aus wie das erste. Kleine Häuschen, bunt angemalt. Ein Raum, unterteilt, für die ganze Familie. Kein Gehsteig. Kehrende Frauen. Viele Handys. Schwatzende Männer. Alle Stadien der Bekleidung. Indien – ein Besuch.

Wo Freuds wohnten

Sommerfrische am Wiener Stadtrand: eine Ergänzung.

Die Lust, die Sucht, die Kraft

Ein Klimt-Denkmal sucht man nach wie vor in Wien vergeblich. Aber sonst findet sich jede Menge Memorabilien im Stadtbild. Klimts Wien: ein Wegweiser zum Klimt-Jahr.

Über ein totes Kind wächst kein Gras drüber

Diese Woche erhielt er feierlich das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich. Ein Gratulationsschreiben an den Landeshauptmann von Kärnten.

Wenn es einem Mann widerfährt

Die Praline. Eine Epopöe.

Markt, Marx und der Würfel

Ein Brett, das Europa darstellt. Die wichtigsten Städte mit den wichtigsten Straßen, darauf Häuser, Hotels, viel Wettbewerb und kein Klassenkampf. DKT, „Das kaufmännische Talent“: über ein Spiel meiner Kindheit – und was es über die Wirtschaftskrise von heute erzählt.

Die Hunde des Dr. Freud

Sigmund Freud verwaltete sein öffentliches Image sorgsam. Und so wie auf dem Bild von Hans Casparius zeigte er sich sonst nie vor der Kamera: als Privatmann, zusammen mit seinen beiden Hunden. Wie kam es zu dieser Inszenierung? Und wer ist der Fotograf? Eine Recherche.

Auschwitz 2.0

Was geht Auschwitz die Jungen an? Muss sie der Holocaust überhaupt noch interessieren? Eine Fahrt nach Polen mit der Facebook-Generation.

Kommst du mit?

Weg ist er, und recht hat er. Je früher pensioniert der Mensch, desto wohler verdient sein Ruhestand. Vom hiesigen Frühpensionismus, seinen Wurzeln – und warum er Zukunft hat.

Jetzt nageln wir den Pudding an die Wand

Selbstwirksamkeitserwartungskompetenz, Fehlerkulturmessung, Kompetenzkompetenz. – Büro ist überall! Achtung, keine Satire: Wie das neureligiös unterlegte „Change Management“ in alle unsere Lebensbereiche eindringt.

Was darf der Arzt?

Wenn die plastische Chirurgie glaubt, psychische Probleme allein mit Skalpell oder Silikon beheben zu können, überschreitet sie ethische Grenzen, denn: Ein medizinischer Eingriff bedeutet auch einen Angriff auf den Menschen.

Wer erzeugt Stadt?

Mr. Lee zeigt seine Sammlung von Zeitungsartikeln und Flugblättern. Er und seine Frau sind stolz auf ihre neue Wohnung – und auf ihr öffentliches Engagement vor der erzwungenen Übersiedlung. Wie sich Hongkong erneuert: ein Lokalaugenschein.

Der Wald schweigt

Plötzlich entdecke ich die Umrisse der schwarz gestrichenen Baracken: Noch 70 Jahre nach ihrer Errichtung sind sie für den Eindringling kaum zu finden. Hornwald, Dražgoše, Franja: auf den Spuren des slowenischen Widerstands.

Jede Kultur hat ihr Geheimnis

New York in diesem Winter. Ein Spaziergang.

Ein Offizier namens Nadeschda

Wer hat je behauptet, dass bei Kriegen und Kämpfen nur Männer unter den Rüstungen und Schutzanzügen stecken? Tatsächlich gibt es zuweilen Überraschungen, lüpft man so manchen Helm.

Die Schule der Dilettanten

Die „Wissensgesellschaft“ ist zur Spielwiese der Pfuscher geworden: wie unsere Bildungspolitik es versteht, den Dilettantismus in Lehr- und Studienplänen zu verankern.

Die Formel der Revolution

Lassen sich Revolutionen vorhersagen? Immer wieder hat man sich an einschlägigen Berechnungen versucht, aber: Wo wäre das Modell, das den Fall der „Mauer“ oder den „Arabischen Frühling“ prophezeit hätte? Über J-Kurve, „moral indignation“ und den Punkt, an dem alles kippt.

Pauken, Prunk, Plantagen

101 Stockwerke im Zeichen des Energiesparens. Ein Minister, der Aquarelle malt. Geheimste Wünsche auf gelben Zetteln. Eine Republikfeier ohne politisches Gerangel. Nachrichten aus Taiwan.

„Dass ich folgende Juden nicht brauche“

Wie Selma Steiner als Einzige einer Pressburger Buchhändlerfamilie den Zweiten Weltkrieg überlebte. Und warum ein slowakischer Schriftsteller deren Buchhandlung „arisierte“.

Werte nach dem Tsunami

Japan: Der Tsunami kam durch die einzigen zwei Öffnungen der geschützten Bucht. Der Wiederaufbau geht schleppend voran, selbst der Bürgermeister lebt in einem Container-Provisorium. Ein Besuch im ehemaligen Fischerort Yamada.

Dort im Osten

20 Jahre Ende der Sowjetunion: Was man als Teenager im Vorarlberg der 1980er vom „Reich des Bösen“ eigentlich so mitbekam.

Die Apokalypse des Spießers

Wenn Zukunftsangst sich zur kollektiven Hysterie aufschaukelt, wird sie zur sich selbst erfüllen- den Prophezeiung. Ich meine: Raus aus dem Untergangsdiskurs! Wir haben noch andere Talente als das Talent zur Angst.

Sieben ganz junge Gretchen

Bukarests Theater sind voll, manchmal sogar übervoll. Davor martialisch dreinblickende Security-Leute. Allenthalben diese Lust auf jede Art von Kunst. Und nachts bellen die Hunde. Ein Lokalaugenschein.

McDoc macht Medizin

Es soll alles rasch und effizient gehen, Patienten werden im Schnelldurchlauf abgefertigt. Die Ärzte, die wie am Fließband arbeiten sollen, erweisen sich sodann als Dienstleister. Ist das die Zukunft der medizinischen Versorgung?

Klassik

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