Leben, Schritt für Schritt

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In Wien aus dem Haus treten und gehen. Bis in die Schweiz. Oder nach Slowenien. Zu Fuß zu reisen ist die langsamste aller Fortbewegungsarten. Und die ereignisreichste. Eine Selbsterfahrung. |6 Kommentare

Fremd daheim

Der Tonfall der Ämter, die Sprach- und Sprechmuster des Alltags, die Koppelung von gepflegtem Wort und Brutalität des Handelns, einschließlich des falschen poetischen Scheins: Satire als einzig rechtmäßige Form der Heimatkunst. Über Wien in der Literatur des Nachkriegs.

Wien, die Welt, die Mädchen und der Schmäh

„Ich wollte eigentlich nach Paris gehen nach dem Studium, hab kein Stipendium bekommen, und dann war plötzlich eine Kontragitarre da.“ Wie Peter Havlicek zum Mittelpunkt des Booms rund um das neue Wienerlied wurde: ein Gespräch.

Wie man Feuer fängt

Vor kaum etwas anderem haben wir so viel Angst; zugleich ist es uns ein unentbehrlicher Begleiter: Feuer – eine kulturgeschichtliche Erhellung im Jahr des Lichts.

Warum nur, warum?

Ich bin kein Kind mehr, doch das Wort „Warum“ begleitet mich noch immer. Meist in ziemlich alltäglichen Situationen... Ein paar Fragen, auf die es keine vernünftigen Antworten gibt. Warum eigentlich?

2048

Sehnsucht nach dem anderen. Wenn wir uns vorauserinnern: Barbara Frischmuth, Franzobel, Peter Rosei, Josef Winkler.

Der Schrecken in Unter-Maoča

„Expediton Europa“: Islamischer Staat, bosnische Art.

Wer den Dämon braucht

Das „Andere“ als Feindbild und Stimmenbringer: Matti Bunzl, designierter Leiter des Wien Museums, über alten Antisemitismus, neuen Antisemitismus – und was sie mit der hiesigen Islamophobie verbindet.

Was ist ein „Islam ohne Scharia“?

Zu Michael Leys „Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen“ im vorigen „Spectrum“. Eine Replik.|18 Kommentare

Graf Popeye schläft anderswo

„Expedition Europa“: vom Leben zwischen Hausruinen – unterwegs in Westbosnien.

Wer nachts das Bett verlässt

Die Schatzhöhle in meinem Zimmer: ein Nocturno.

Islamisierung Europas: Nein, ich habe keine Visionen

Wohlmeinende Christen preisen den „Dialog“, wohlmeinende Grüne ihren muslimischen Gemüsehändler. Nur die Feministinnen schweigen sich lieber aus. Die Islamisierung Europas. Eine Groteske.|182 Kommentare

Wo der Prof sitzt

Um 17.32 Uhr am 11. Juni dieses Jahres betrete ich zum ersten Mal in meinem Leben das Gebäude der Wiener Staatsoper. Einen „Don Giovanni“ später bleibt mir als Erinnerung ein Tennisarm. Als mich Werner Doralt in die Opernwelt einführte. Und was das alles mit Erwin Pröll zu tun hat.

Wenn Mord zur Posse wird

Eine dieser alten Geschichten von Macht, Gier und Tod? Eine politische Satire? Ein Agententhriller? Ein Anachronismus des Kalten Krieges? Nichts von alledem. Der Fall Alijew ist Realität. Und damit aber doch ein bisschen von alledem.

Knochen hinter Glas

Juni 1944. SS-Hauptsturmführer Fritz Lautenbach erhält den Auftrag, „Bandenstützpunkte“ auszuheben. Als er den Einsatzort verlässt, liegen in den Häusern, Straßen und in den Feldern rundum mehr als 200 Tote. Das Massaker von Distomo: Hinweise zur griechisch-deutschen Debatte um Kriegsentschädigungen.

Erregung am Maschendraht

Kittsee: wo Österreich nicht Österreich ist. In der Serie „Expedition Europa“.

Wie die Mitzi elektrisch wurde

Wenn eine bis dahin männlich dominierte Berufsgruppe mit einem gewissen Status plötzlich das Geschlecht „wechselt“: Vor 100 Jahren versahen Wiens erste Schaffnerinnen ihren Dienst.

Nicht mehr, noch nicht

Wer die Musik nicht hört, hält Tanzende für wahnsinnig. Über die Krise der EU. Samt einer kurzen Geschichte der europäischen Zukunft.|12 Kommentare

Mein Maler und der Krieg

Von der Kunst in düsteren Zeiten: Energodar, Ukraine. In der Serie „Expedition Europa“.

Alles ohne

Wir werden nackt geboren. Von da an ziehen wir immer wieder unsere Kleider aus. |12 Kommentare

Im Paradies

Oft genug sitzen wir mittendrin: Lob der habbaren Verhältnisse.

Böser Nachbar

Immer wenn ich Nachrichten über die Ukraine sehe, fällt mir meine Familiengeschichte ein. Russland und die Ukraine: Hinweise zu einer Nachbarschaftsfehde. Und warum ich in dieser Geschichte – tut mir leid, meine Freunde – keinen „good guy“ erkenne.|5 Kommentare

Das letzte Kapitel

„Wir Kinder hungerten so sehr, dass wir auf allen Vieren zum Misthaufen neben der Küche krochen. Dort sammelten wir Kartoffelschalen ein und brachten sie unseren Müttern, damit sie das, was noch daran zu kochen war, für uns wärmen konnten.“ Ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in Wien: eine Erinnerungsfahrt.

Zeit für einen Aufstand

Der Verlust an stadtbildprägender Bausubstanz außerhalb der Altstadt geht dramatisch weiter, mag dies noch so eifrig schöngeredet werden. Struberkaserne, Riedenburghalle, Rauchmühle: wie man in Salzburg Tabula rasa macht.

Jetzt. Aber.

Das österreichische Bankgeheimnis soll fallen, der Staat Zugang zu allen Konten und Sparbüchern erhalten. So wird längst versteuertes Geld unter Beobachtung genommen. – Über die Ausspähung und Überwachung des Besitzes. Samt vier Szenen aus unserem Amtsfeudalismus.|12 Kommentare


Buongiorno brigadiere!

„Expedition Europa“: wo der Premier im Laufschritt kommt. Dieses Frühjahr endlich eine italienische Reise. Oft traten große Bewegungen in Italien auf spielerische Weise auf, bevor sie anderswo bitterer Ernst wurden.

Die Gedanken und die Fliegen

Schreiben heißt ja nicht, in die Welt hinausschauen und aufschreiben, was man sieht. Du kannst ja nicht einmal eine einzige Nadel an der Kiefer dort drüben auf diese Art beschreiben! Vom Schauen und Denken, vom Wahrnehmen und Erinnern und Aufschreiben.

Edles Volk, strenger Führer

Das Ende des britisch-amerikanischen Krieges 1815 hatte vor allem einen Verlierer: die Indianer. Doch während die reale Welt der „Rothäute“ unterging, begann der Mythos um den Wilden Westen zu wuchern. Über Winnetou, Karl May und die Tecumseh-Bände des Erhard Wittek alias Fritz Steuben.

Kriegserklärung an Österreich: Das sterbende Kamel

Vor hundert Jahren, am 23. Mai 1915: Italien erklärt Österreich-Ungarn den Krieg. Eine Geschichte von Fehleinschätzungen und Verwirrspielen, unfreundlicher Nachbarschaft, „Tücke und Treulosigkeit“ und „sacro egoismo“.|12 Kommentare

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