Rassistische Rufe: AC Milan bricht Testspiel ab

04.01.2013 | 10:23 |   (DiePresse.com)

Anhänger des Viertligisten Pro Patria beleidigten die dunkelhäutigen Spieler der Mailänder. Nach 26 Minuten hatten die Profis genug.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Nach rassistischen Beschimpfungen durch gegnerische Fans haben die Spieler des AC Milan in einem Testspiel vorzeitig den Platz verlassen. In der 26. Minute der Partie beim Viertligisten Pro Patria gingen die Mailänder vom Rasen. Nach Angaben des Klubs hätten vier Anhänger der Heimmannschaft die dunkelhäutigen Kevin-Prince Boateng, M'Baye Niang, Urby Emanuelson und Sulley Muntari rassistisch beleidigt.

"Ich bin enttäuscht und betrübt, aber ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, nicht auf das Feld zurückzukehren - aus Respekt vor unseren Spielern und allen anderen dunkelhäutigen Spielern in jeder Liga", sagte Milans Trainer Massimiliano Allegri. "Wir müssen dieses unzivilisierte Verhalten stoppen. Italien muss ein bisschen zivilisierter und intelligenter werden."

Während der Unterbrechung hatten die Spieler des Amateur-Klubs Pro Patria aus Busto Arsizio noch versucht, mit ihren Anhängern zu sprechen, um eine Fortsetzung des Spiels zu ermöglichen. Präsident Pietro Vavassori verurteilte die rassistischen Rufe und zeigte Verständnis für Milans Reaktion. Seinen Angaben nach gehörten die Störenfriede nicht zu den Fanclubs des Vereins.

Busto Arsizios Bürgermeister Gigi Farioli beklagte, dass seine Stadt durch einige wenige Zuschauer in ein falsches Licht gerückt worden sei: "90 Prozent der Zuschauer haben applaudiert, als die Spieler das Feld verließen", berichtete Farioli.

(ag)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Mehr aus dem Web

4 Kommentare

Wird Ballack ihn auch bedauern?


Niemand hat ihn gezwungen, in Mailand einen Vertrag abzuschließen - er tat dies aus finanziellen Gründen, also muß er auch die Besonderheiten der Fans respektieren. Stattdessen reagierte er wie eine beleidigte Leberwurst ,zog sein Trikot aus und brach damit eigenmächtig das Spiel Aurora Pro Patria gegen AC Mailand ab. Der scheint geistig noch im Kindergarten zu sein, ein Profi benimmt sich anders. Wieviel Geld zahlt ihm sein Verein, damit er spielt? Vielleicht weiß er nicht, daß er kein Stammeshäuptling ist, sondern ein professioneller Fußballspieler.

Unverständlich, daß dies auch noch von zahlreichen Presseorganen unterstützt wird.


Re: Wird Ballack ihn auch bedauern?

Rassismus hat einfach nichts mit beleidigt hin und Leberwurst her zu tun. Intellektuelle Kellerkinder, wie diese "Fans" schaden ihrem Klub und dem Ansehen des Fußballsports. Ergo sollten sich auch andere Spieler ein Beispiel nehmen und vor solch einem Publikum nicht weiterspielen. Die paar Randalierer können dann ja die Mehrheit der Zuseher für den Spielabbruch finanziell entschädigen. man zählt doch nicht Eintritt für die Ausraster von ein paar so Idioten.

Re: Wird Ballack ihn auch bedauern?

daß es nicht möglich ist ein paar ordner und die heimmannschaft dazu zu motivieren die asseln an die luft zu setzen

Re: Re: Wird Ballack ihn auch bedauern?

nachdem das leider nicht klappt, wird man als Fußballfan belächelt und ins Primitivrassistenproleteneck gestellt. ich hasse das, weil ich mag diesen Sport und meinen Verein.

AnmeldenAnmelden