Afrika Cup: Burkina Faso darf vom ersten Titel träumen

07.02.2013 | 10:04 |   (DiePresse.com)

Der Außenseiter besiegte Ghana 4:3 nach Elfmeterschießen. Im Finale treffen die "Hengste" auf Nigeria, das im Halbfinale gegen Mali 4:1 gewann.

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Durban/Nelspruit. Im Halbfinale des Africa Cup setzte Nigeria setzte dem malischen Märchen ein vorzeitiges Ende. „Meine Spieler wollen ihrem Land ein Geschenk machen“, hatte Malis Nationaltrainer Patrice Carteron vor der Partie gesagt. Der blutige Kampf gegen islamistische Rebellen in der Heimat habe seine Spieler für das Turnier noch extra motiviert - und Mali schaffte den Sprung unter die besten Vier.

In Durban aber wurde Nigeria seinem Spitznamen gerecht, die „Super Eagles“ ließen den malischen „Adlern“ keine Chance und gewannen souverän mit 4:1. Ein Doppelschlag durch Echiejile (25.) und Ideye (30.) brachte Nigeria auf die Siegerstraße, Emenike (44.) sorgte noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Mussa erhöhte auf 4:0 (60.), Mali gelang durch Diarra (75.) zumindest noch der Ehrentreffer. Nigeria hat nun am Sonntag (18.45/Eurosport) in Johannesburg die Chance auf den dritten Titel nach 1980 und 1994.

Burkina Faso ringt Ghana nieder

Nigerias Endspielgegner ist das Überraschungsteam aus Burkina Faso, das zum ersten Mal überhaupt im Finale steht. Die „Hengste“ setzten sich nach einem Spiel auf Augenhöhe im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen Favorit Ghana durch.

In der regulären Spielzeit hatte Mubarak erst Ghana in Führung gebracht (13.), nach Stangentreffern auf beiden Seiten glich Bancé schließlich für den Außenseiter aus (60.). In der Verlängerung dominierte Burkina Faso, ein Elfmeterfoul an Pitroipa wurde vom äußerst schwachen tunesischen Schiedsrichter jedoch als Schwalbe gewertet, der Stürmer sah dafür Gelb-Rot. Im Elfmeterschießen vergab dann Salzburg-Spieler Isaac Vorsah gleich den ersten von insgesamt drei Penaltys für Ghana.

Final-Schiedsrichter gesperrt

Der afrikanische Fußball-Verband reagierte auf die indiskutbale Leistung von Slim Jedidi und sperrte diesen vorerst für unbestimmte Zeit. "Dem Verband hat die Leistung des Schiedsrichterteams nicht gefallen. Uns ist klar, dass Fehler passieren können, aber wir hätten uns ein höheres Leistungs-Level erwartet", sagte CAF-Generalsekretär Hicham El Amrani.

(red)

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