Erster Sieg gegen Salzburg wäre das Meisterstück

29.03.2013 | 18:33 |   (Die Presse)

Im dritten direkten Saisonduell peilt Austria das erste Tor und den ersten Erfolg gegen den noch amtierenden Titelträger Salzburg an. Trainer Peter Stöger: „Wir denken nicht daran, wann wir als Meister feststehen.“

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Wien/Swi. Es ist das Schlagerspiel zehn Runden vor Schluss: Tabellenführer gegen den Verfolger. Doch Austrias Erfolgslauf und die 13 Punkte Vorsprung auf Salzburg nehmen dem Hit am Ostersonntag (16 Uhr/ORF eins) doch deutlich die Spannung. Ein Sieg im direkten Duell würde dennoch wohl nicht nur die 12.500 Zuschauer der ausverkauften Generali-Arena erfreuen, sondern für die endgültige Vorentscheidung zugunsten der 24. violetten Meisterfeier bedeuten. „Wenn man gegen den Abstieg oder um die Meisterschaft spielt, gibt es nur wichtige Spiele. Aber es gibt auch besondere, und gegen Salzburg ist so eines“, sagt Austria-Trainer Peter Stöger.

Salzburg erwies sich in dieser Saison keinesfalls als Lieblingsgegner der Wiener. Gegen den noch amtierenden Meister gelang in dieser Spielzeit noch kein Treffer, geschweige denn ein Sieg. Das letzte Duell im Dezember endete 0:0. Im ersten Aufeinandertreffen im September sicherte ein später Treffer von Valon Berisha Salzburg den Sieg und besiegelte zudem die letzte Heimniederlage der Austria. Überhaupt gelang Stögers Mannschaft in zehn Ligaspielen nur ein einziger voller Erfolg gegen die Mozartstädter.

 

Stärkster Ligasturm ist gefragt

Am Sonntag soll sich dies ändern und die stärkste Offensive der Liga (65 Tore) um den 27-fachen Torschützen Philipp Hosiner endlich auch gegen den Verfolger zuschlagen. „Uns zeichnet das Spiel nach vorn aus, und da wollen wir nichts verändern. Wir haben gegen Salzburg noch nicht gewonnen, unser Ziel ist es, im direkten Duell voll anzuschreiben“, erklärte Stöger. Dass die im Frühjahr noch alles andere denn überzeugenden Salzburger derzeit unter ihrem Wert agieren, ist dabei auch der Austria bewusst. „Von der Qualität der Spieler ist Salzburg über alle anderen Mannschaften in der Liga zu stellen“, sagt Stöger – um im selben Atemzug sofort zu ergänzen: „Aber Fußball ist eben ein Teamsport.“

An Motivation mangelt es der Austria nicht. Die Aussicht auf den Titel soll beflügeln, Druck von außen lässt Stöger nicht zu. Auch Rechenspielen verwehrt er sich. „Wir wollen nicht daran denken, wann es so weit ist, als Meister festzustehen. Wenn es in der letzten Runde passiert, habe ich auch kein Problem damit. Eine Saison dauert lange, da gilt es von Runde zu Runde zu denken. Das haben meine Spieler auch kapiert.“

Austria kann im Ligahit jedenfalls aus dem Vollen schöpfen. Einzig Nacer Barazite (Aufbautraining nach Knieproblemen) steht nicht zur Verfügung. Die zuletzt im Training geschonten Kaja Rogulj und Tomas Jun sollen hingegen am Sonntag fit sein.

 

Mane gesperrt, Kampl fraglich

Salzburg reist personell mit einigen Fragezeichen an. Der Einsatz von Franz Schiemer (Sehnenreizung im Oberschenkel) und Kevin Kampl (Muskelverletzung) ist ebenso fraglich wie jener von Havard Nielsen und Valon Berisha. Beide Norweger kehrten mit einer Magen-Darm-Erkrankung vom U21-Nationalteam zurück. Rodnei laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Sadio Mane fehlt wegen einer Gelbsperre definitiv. „Wir spielen gegen die nach 26 Spieltagen erfolgreichste Mannschaft, die je in Österreich gespielt hat – und das auswärts. Da ist man nicht Favorit. Aber wir trauen uns zu, gut zu spielen und etwas mitzunehmen“, glaubt Trainer Roger Schmidt dennoch an seine Chance.

Auf der Tribüne Platz nehmen wird ÖFB-Teamchef Marcel Koller. Zudem haben sich zahlreiche Scouts aus der deutschen Bundesliga sowie von Spartak Moskau, Olympique Marseille und den Bolton Wanderers angekündigt.

tipp3-Bundesliga 27. Runde

1.Austria262042651864
2.Salzburg261493603051
3.Sturm Graz261277413443

4.Rapid261268412742
5.WAC26998373736
6.SV Ried269512434032
7.Mattersburg267514265326
8.Admira265714365222
9.Wr. Neustadt265714194522

10.Innsbruck267118235522

Samstag, 16 Uhr: Admira – Mattersburg.
18.30 Uhr: Wr. Neustadt – Sturm, Innsbruck – WAC, Ried – Rapid.

Sonntag, 16 Uhr: Austria – Salzburg (ORF1).

Torschützenliste: 27 Hosiner (Austria) 19 Soriano (Salzburg) 11 Boyd (Rapid), Gartler (Ried) 10 Alar (Rapid), Falk (WAC), Sukuta-Pasu (Sturm).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.03.2013)

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5 Kommentare

wird keiner werden


Re: wird keiner werden

ich hab recht gehabt ......

Re: Re: wird keiner werden

Immerhin konnte die Austria ihren 13-Punktevorsprung gegen Salzburg aufrecht erhalten. Und dass sich dies in den restlichen Runden ändern wird, ist schwer zu glauben. Denn jeder weitere Punkteverlust vermindert die ohnehin geringen Aufholchancen der Roten Bullen immer mehr. Immerhin hat sich das Team trotz langer numerischer Unterlegenheit tapfer geschlagen und das Management aus den Fehlern in dieser Saison gelernt: Es hat keinen Sinn, den Kader zu einem personellen Durchhaus zu machen. So kann niemals Harmonie in die Truppe kommen. Die Austria spielt mit Ausnahme von Hosiner in der laufenden Meisterschaft praktisch mit den selben Leuten wie in der total verkorksten letzten. Peter Stöger hat eine praktisch "tote Truppe" wieder zum Leben erweckt. Das muss ihm erst einmal einer nachmachen...

Re: Re: Re: wird keiner werden

forza Viola , alles gut und schön trotzdem haben wir nicht gewonnen

Re: Re: Re: Re: wird keiner werden

Als Austria-Anhänger bin ich´s dennoch zufrieden: Mehr als die Bullen hinter dem Gatter zu halten war ja im Grunde wirklich nicht nötig und JEDES MATCH kann man im Laufe einer langen Saison eh nicht gewinnen. Woche für Woche zu punkten, darauf kommt es an, denn auch die Salzburger als Hauptverfolger werden bis zu Meisterschaftsende nicht jede Runde einen 3er einfahren...

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