Schwimmen: Jukic-Club geht gegen Ausschluss

Der vom österreichischen Schwimmverband (OSV) sanktionierte SC Austria Wien will sich zur Wehr setzen. Wenn nötig, auch vor Gericht.

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APA/ROLAND SCHLAGER

Wie sein Paradeschwimmer Dinko Jukic am Samstag ankündigte, werde man gegen den am Freitag ausgesprochenen Ausschluss rechtlich vorgehen. Der mit dem heimischen Verband im Clinch liegende Jukic bezeichnete die Aktion als gezielt gegen seine Person gerichtet.

Der vom OSV am 23. August 2012 für ursprünglich zehn Monate gesperrte 24-Jährige ist aufgrund einer Einstweiligen Verfügung seit Ende November wieder schwimmberechtigt. Da sein Verein, bei dem Vater Zeljko als Sportdirektor und Trainer fungiert, aber nun gesperrt ist, müsste sich Jukic nun einen neuen Club suchen. "Ich persönlich glaube, dass es vom österreichischen Schwimmverband ein anderer Weg ist, mich trotzdem zu sperren und am Schwimmen zu hindern", vermutete der Olympia-Vierte.

Die Sperre für den SC Austria sei auch verfrüht ausgesprochen worden, argumentierte der Club. In einem vom 22. Jänner datierten OSV-Schreiben an die Vereinsführung ist von einer Zahlungsfrist bis 6. Februar die Rede. Dabei handle es sich außerdem nur um zu begleichende Ausstände der Wasserball-Sektion, dezitiert ist von einer möglichen Sperre für die Wasserball-Meisterschaft die Rede.

Jukic will Gerechtigkeit

Der OSV hatte den Ausschluss des SC Austria am Freitag kommuniziert. Der Verein selbst habe davon laut Dinko Jukic erst aus den Medien erfahren. Grund für die Weigerung seines Vereins, die zugestellten Mahnungen zu begleichen, seien undurchsichtige Rechnungen gewesen. "Wir haben Rechnungen mit gleicher Rechnungsnummer und zwei verschiedene Summen bekommen. Wir wollen die Originalrechnungen bekommen, die dann auch sicher beglichen werden", meinte Jukic.

Es sei auch mehrmals beantragt worden, Einsicht in die Bilanzen zu bekommen. Vom Wiener Landesverband sei auf das Ansuchen aber keine Reaktion gekommen. Am Montag will der SC nun rechtliche Schritte abklären. Jukic glaubt an eine Einstweilige Verfügung zur Aufhebung der Sperre: "Ich sehe der Sache gelassen entgegen."

In persönlicher Hinsicht wird es für den aktuell klar erfolgreichsten aktiven österreichischen Schwimmer am 12. Februar wieder interessant. Nachdem der OSV und Jukic keine außergerichtliche Einigung erzielen konnten, muss ein Gericht klären, ob die Sperre des Olympia-Vierten rechtens war. Sollte der OSV gewinnen, wäre eine Fortsetzung der Sperre möglich. "Für mich ist eines klar: Ich werde bis zuletzt um meine Rechte kämpfen, wenn nötig bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg ziehen", versicherte Jukic.

(APA)

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