Olympia in Wien: Ein sehr teures Unterfangen

15.01.2013 | 14:52 |   (DiePresse.com)

Allein die Bewerbung würde einen zweistelligen Millionenbetrag schlucken. Stadt würde bei Volksbefragungs-"Ja" dennoch umgehend Studien beauftragen.

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Wien. Im März können die Wiener bei der Volksbefragung darüber entscheiden, ob sich die Bundeshauptstadt als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 2028 bewerben soll. Gibt es eine Mehrheit dafür, wird sich Olympia jedenfalls merkbar im Stadtbudget niederschlagen - ungeachtet dessen, ob Wien dann tatsächlich den Zuschlag bekommt. Dann allein das Bewerbungsprozedere würde mit einem "zweistelligen Millionenbetrag" zu Buche schlagen, sagte Wolfgang Prochaska, stellvertretender Leiter des Sportamts (MA 51), im APA-Gespräch.

Eine genaue Summe konnte Prochaska zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen. Einen halbwegs konkreten Fahrplan gibt es allerdings bereits bezüglich der nächsten Schritte, sollte die Volksbefragung pro Olympia-Bewerbung ausgehen.

Zunächst werde man mit dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) Kontakt aufnehmen und Unterstützung kundtun. Schließlich muss dieses die Bewerbung einreichen. Außerdem werde die Bundeshauptstadt "blitzartig" diverse Studien in Auftrag geben, so Prochaska. Fachleute sollen vorhandene Sportstätten in und um Wien auf ihre Olympia-Tauglichkeit abklopfen und ein Konzept erstellen, welche Anlagen - beispielsweise das Happel-Stadion - lediglich adaptiert und welche Veranstaltungsareale neu geschaffen werden müssen.

"Wie London werden auch wir nicht ohne neue Sportstätten auskommen", nannte der MA-51-Vize etwa ein Leichtathletik- oder Schwimmsportzentrum. Für letzteres hat die Stadt - unabhängig von der Olympia-Sache - bereits vor Monaten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis werde in wenigen Wochen vorliegen, hieß es dazu aus dem Büro von Sportstadtrat Christian Oxonitsch (S).

Die Studien sollen auch erheben, welches Areal sich für die Errichtung eines Olympischen Dorfes eignet und wie dies realisiert werden kann, um eine sinnvolle Nachnutzung zu garantieren. Ausgelotet wird darüber hinaus, welche Nachbarregionen - auch über Österreichs Grenzen hinaus - sich als Veranstaltungspartner anböten und dazu auch bereit wären. So wäre für die Segelbewerbe z.B. der Attersee geeignet. "In Wien werden wir dafür keinen eigenen See bauen", verdeutlichte Prochaska. Die heimischen Stadien, in denen 2008 im Zuge der EURO gekickt wurde, könne man mitunter für Fußball-Vorrundenspiele verwenden.

Untersucht wird auch, welche Infrastrukturmaßnahmen im Fall des Großevents nötig wären. Das reicht von der Verdichtung der Öffis über eventuelle Straßenausbauten bis hin zur Organisation eines Sicherheitskonzepts. Wie viel die nötigen Expertisen kosten, wer sie bezahlt und welchen Zeitraum sie in Anspruch nehmen, könne man derzeit "seriöserweise" noch nicht sagen, hieß es. Prochaska betonte jedenfalls, dass - sollte die Stadt dafür aufkommen - das laufende Sport-Budget nicht angegriffen werde, also die Vereine keine Subventionskürzungen befürchten müssten. Man wies indes darauf hin, dass es bei Veranstaltungen von derartiger Größe wichtig sei, Finanzpartner zu finden.

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10 Kommentare

Ein teures Unterfangen...

...deshalb spart man ja in Zukunft in der Nacht bekanntlich bei der Polizei ein.
Man sieht, wo rot-gruene Schwerpunkte in der Politik liegen.

Die Roten

Bringen nicht einmal einen U Bahn Anschluß unter dem neuen Hauptbahnhof zusammen!

Alles nur rotes Hirngespinst?

Re: Die Roten

Zumindest die beiden Gratisblätter "heute" und "österreich" haben sofort aufgejubelt: "Jeder 2. Wiener ist dafür"! Und auch im ORF überwogen die positven Meinungen. Aber vermutlich hat man bei der Auswahl wieder einmal arg manipuliert. Es mag zwar tatsächlich so sein, daß dieses Wahnsinnsprojekt ein "rotes Hirngespinst" ist. Aber wenn man einen Weg findet, das Volk so richtig "stolz" zu machen, dann wird man auch in der Wahlzelle die benötigte Zustimmung finden! In London kosteten die Olympischen Spiele über 15 Mrd. Euro. In Wien wird´s wohl kaum billiger werden. Vorausgesetzt, wir bekommen tatsächlich den Zuschlag für 2028. Schon jetzt hat aber Wien ein Defizit von 4,5 Mrd. Euro. Woher würde man das Geld für weitere 15 Mrd. hernehmen? Würden dann die Gebühren für die diversen kommunalen Einrichtungen ins Unermeßliche explodieren? Der rot-grünen Rathauskoalition traue ich diesbezüglich alles zu!

olympia

alles steht vor dem untergang und die genossen wollen olympia - unverantwortlich!

die roten in wien...

... brauchen ein grosses nachfolgeprojekt zur parteienfinanzierung, nachdem der bahnhof bald fertig ist.

Olympia muß unbedingt nach Wien kommen


Endlich wieder eine Gelegenheit , wo alle Vettern, Freunde und Genossen und natürlich die Paddei aus dem Vollen der Steuerzahler schöpfen dürfen.

Die dadurch möglichen Schmiergelder und überteuerten Aufträge treiben schon jetzt den Genossen die Tränen in die Augen. Olympia ist wie Skylink und Zentralbahnhof kombiniert mal drei. Damit auch keiner das Maul aufmacht, dürfen die Schwarzen ebenfalls mitschneiden ; dafür sorgt schon die Achse Veltliner-Michel und Breitscheitel. Und die Pseudo-Opposition der Blauen wird auch ihr Klientel bedienen dürfen.

Der Rechnungshof wird fünf Jahre danach seinen hilflosen Rülpser ablassen, und Schwamm drüber.

Freundschaft und Gott zum Gruße


Allein die Bewerbung würde einen zweistelligen Millionenbetrag schlucken.

10 oder 90 ?

Re: Allein die Bewerbung würde einen zweistelligen Millionenbetrag schlucken.

bei uns eher 99,99

raumplanerische Frage

Wohin mit den ganzen Anlagen!?
Man braucht einen Standort, der geeignet ist und zu den man verkehrstechnisch gut anbinden kann. Solche Flächen haben wir aber nicht in Wien!

wenn wien das unbedingt will, dann soll es das ohne weitere subvention der anderen bundesländer durchziehen.


keine unterstützung für die
geldvernichtungsmaschinerie wien !

wien hat ohnedies mehr als genug schulden,
die zuvor erst einmal abbezahlt werden sollten.

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