Auge, bleib wachsam!

Die Torlinientechnik allein macht den Fußball noch lange nicht gerechter.

 

KOMMENTAR

Der Weltfußball wird also künftig um ein Stückchen gerechter. Fifa-Präsident Joseph S. Blatter wird auf seine alten Tage noch zum Reformer, er hat ein Türchen geöffnet, um Technologie einfließen zu lassen. Bereits bei der Klub-WM in Japan bediente man sich der Torlinientechnik, jetzt wird man sie auch bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 einsetzen. Und davor bei der Generalprobe, dem Konföderationen-Cup, diesen Sommer. Irrtümer werden alsbald ausgeschlossen sein, besungen wird vor allem das Ende des Wembley-Tores.

Der Weltfußball hat allerdings wichtigere Probleme zu lösen, als die Frage zu beantworten, ob ein Ball im vollen Umfang eine Torlinie überschritten hat. Große Aufregung hat es nur selten gegeben: Wembley 1966, bei der WM 2010 beim Spiel zwischen England und Deutschland und zuletzt bei der Euro 2012 beim Duell zwischen der Ukraine und England.

Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern wird es weiter geben und es werden auch bei der WM in Brasilien unerfahrene Referees aus Afrika, Südamerika oder Asien im Einsatz sein. Es kommt aber auch nicht immer nur auf die natürliche Sehkraft an. Wie wär's mit ganz menschlichem Fingerspitzengefühl?

 

wolfgang.wiederstein@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2013)

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