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Solarstrom aus dem Weltall mit Satelliten-Kraftwerk

15.04.2009 | 15:28 |   (DiePresse.com)

Bereits ab 2016 sollen erste Stromlieferungen aus dem Orbit erfolgen. Noch gibt es aber technische Probleme: Ein einziges Kraftwerk müsste nach Schätzungen des Pentagon zehnmal so groß wie die ISS sein.

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Das kalifornische Energieversorgungsunernehmen Pacific Gas & Electric (PGE) hat angekündigt, eine Solarfarm im Weltraum errichten zu wollen. Der Konzern will dabei mit dem Startup-Unternehmen Solaren kooperieren, das die Solarfabrik im Weltall bauen soll. Wie das Branchenportal Cnet berichtet, wurde vereinbart, dass Solarens Weltraum-Kraftwerk 200 Megawatt Energie an PGE liefert. Laut Gary Spirnak, CEO von Solaren, sollen die Lieferungen ab 2016 aufgenommen werden. Bis dahin muss aber die Transportfrage geklärt werden: Laut Untersuchungen des Pentagons müsste ein einziger Kraftwerkssatellit zehnmal so groß wie die ISS sein.

Solarparks im Weltraum werden schon seit längerem von Experten und Wissenschaftlern diskutiert. Bislang wagte sich jedoch noch kein Unternehmen an die Umsetzung. Solaren will nun Solarpanele mit Satelliten in den Weltraum schicken, wo sie stets optimal zur Sonne ausgerichtet werden und Sonnenenergie gewinnen. Die Elektrizität wird an Bord des Satelliten in ein hochfrequentes Funksignal umgewandelt und zur Erde geschickt. Der Empfänger stellt die Rückwandlung in elektrischen Strom sicher und speist diesen in das Netz ein.

 

Selbe Technologie wie herkömmliche Satelliten

"Die SSP(Space Solar Power, Anm.)-Station wird das erste derartige System sein, das im Weltraum Solarenergie für die Nutzung auf der Erde gewinnt", sagt Spirnak. Als Grundtechnologie werden herkömmliche Kommunikationssatelliten zum Einsatz kommen. "Diese Satelliten nutzen seit 45 Jahren Sonnenengergie, um die eigenen Komponenten mit Strom zu versorgen. Sie senden wiederum Hochfrequenzsignale zur Erde, um Daten zu übertragen", erläutert der Solaren-CEO. Die Solarfarm nutze denselben Umwandlungsprozess.

Der Hauptvorteil der Solarfarm im Weltraum ist, dass Solarenergie rund um die Uhr gewonnen werden kann. "Selbst wenn es auf der Erde Nacht ist oder bewölktes Wetter herrscht, können die Solarsatelliten die Energiegewinnung zu 100 Prozent durchführen", streichen die Solaren-Entwickler hervor. Während die Argumente für die Technologie auf der Hand liegen, bereiten die Kosten für eine derartige Anlage Probleme und hinderten die Entwickler bislang an der Realisierung. "Wir haben Prototypen der SSP-Station konstruiert und zugleich ein Entwicklerprogramm ins Leben gerufen, um eine Kostenreduktion zu erreichen", sagt Spirnak.

 

Weltall-Kraftwerk zehnmal so groß wie ISS

Neben den Labortests plant Solaren jedoch auch Feldversuche, in deren Rahmen Testsatelliten ins All geschickt werden sollen. Die technischen Herausforderungen für die Realisierung des Solarparks sind dennoch enorm. Zu diesem Schluss kam beispielsweise eine Untersuchung im Auftrag des Pentagons aus dem Jahre 2007. Demnach wäre ein einfacher Kraftwerkssatellit mehr als zehnmal so groß wie die ISS. Allein der Transport der einzelnen Komponenten würde eine enorme finanzielle Belastung bedeuten. Auftraggeber PGE gibt sich dennoch zuversichtlich und vertraut auf die Erfahrung der Solaren-Techniker. Zwar gibt es keine genaueren Informationen zu finanziellen Details. PGE-Sprecher Jonathan Marshall meint jedoch, dass die Kosten vergleichbar seien mit jenen, die bei Verträgen über andere erneuerbare Energien anfallen würden.

(pte)

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14 Kommentare
periskop
18.04.2009 15:58
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Wie soll das gehen?

Nicht einmal über ein paar Meter kann man Energiemengen, die den Namen "Kraftwerk" verdienen, drahtlos übertragen. Wie soll das über hunderte Kilometer gehen?

Antworten hw
19.04.2009 03:06
0 0

Re: Wie soll das gehen?

mir fällt dazu eigentlich nur der laserstrahl ein.

Gast: Weiterdenken
16.04.2009 13:02
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Weitere Projekte

Kernreaktoren in der Antarktis: Umweltschützer beklagen, dass durch das Kühlwasser der Reaktoren die Flüsse erwärmt werden. Lösung: Die Reaktoren in die Antarktis stellen, da gibts kein Problem. Und wenns Unfälle gibt, tuts keinem weh. Der Strom wird dann zur Erzeugung von Wasserstoff aus dem geschmolzenen Eis genützt und durch unterseeische Pipelines in die Welt gepumpt.

Pipelines zu Wärmetauschern: Energie wird vor allem für eines gebraucht: Warme Dinge kalt machen und kalte Dinge warm machen. Warum nicht beides kombinieren? Parallel zu den Längengraden riesige Pipelines legen und die Wärme aus den Äquatorregionen richtung Pol pumpen und die dortige Kälte wieder zurück. Entlang der Pipelines kann man dann an Verteilern entnehmen, was gerade gebraucht wird. Die durch die Einsparungen entlasteten Öl- und Gaspipelines kann man ja mit ganz geringem Aufwand (ein bisschen isolieren) in das System einbinden.

Antworten Kito
18.04.2009 15:33
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Re: Weitere Projekte

Wozu denn in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah:
Warum nicht einfach jedem neu eröffnenden Thermalbad die Verpflichtung auferlegen, an das Pumpensystem Wärmetauscher (mit 100% staatlicher Förderung) anzupicken?
Ökostrom ist nicht cool, Wellness-Strom allerdings schon!

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Utopisch

Ich wette so ein Kraftwerk würde eh keine paar Monate dort oben bleiben - bei der Menge an Weltraummüll...

AK
15.04.2009 16:20
0 0

was soll das?!

ist man denn nicht mehr ganz bei sinnen oder hat man im zuge der wirtschaftskrise rechnen verlernt?! wie soll sich das denn rechnen im vergleich zu solarkw, die in sonnenreichen gegenden der welt gebaut werden koennten? abgesehen davon, wenn do oben einmal eine schraube locker ist, was dann? ein raketenstart mit einem mechaniker mit schraubschluessel, und energiebilanz ist eh voellig wurscht? abgesehen von diversen risiken, wenn der transportstrahl einmal versehentlich auf bewohnte gebiete gerichtet wird.. etc, etc. irgendwie glaube ich, hat man sich bei diesem artikel im datum verhaut, heite ist der 15.4..

Re: was soll das?!

das wollte ich auch grad schreiben!

so einen schwachsinn sollte man erst realisieren, wenn die sahara mit solarpanels zugepflastert ist.

Antworten Antworten Zapflhuber
15.04.2009 20:11
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Re: Re: was soll das?!

Schließe mich an! Fliegt das Ding nie durch den Erdschatten? Dann muß die Bahn aber sehr weit oben sein! Vielleicht eine geostationäre Bahn? 36000km? und den Energiestrahl scharf bündeln? (kann nie gewartet werden!) Eine Solaranlage in einer äquatornahen Gegend ist kostenmäßig dagegen ein Klacks! War wohl 1.April...

Antworten Antworten Gast: Kernbua
15.04.2009 16:45
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Re: Re: was soll das?!

Tja, einem Scheuklappendenker is so eine Idee natürlich zu steil.
Wenn es einen Geldgeber für dieses Unternehmen gibt, braucht euch die finanzielle Seite wohl nicht zu interessieren. Ich denke außerdem nicht, dass jemand Milliarden in so ein Projekt investiert, ohne vorher genauer gerechnet zu haben.
Wenn es effektiv umsetzbar ist, warum nicht: es entsteht kein Abgas, es strahlt nicht und es ist vermutlich auch mit freiem Auge nicht sichtbar, also auch optisch keine Verschandelung der Natur...

Antworten Antworten Antworten Gast: peter
16.04.2009 09:44
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Re: Re: Re: was soll das?!


Aeh, schon mal an nen Stationaeren Satelliten gedacht der immer an der selben Stelle steht? Oder zumindest sich immer so ausrichten kann, dass er immer in der Sonne steht?

Uebrigens ist das nicht ganz korrekt, bezueglich keine Strahlung, denn streng genau genommen ist ein hochfrequentes Funksignal nichts anderes als Strahlung, und zwar sogar gar nichtmal ungefaehrlich, denn hochfrequenz Funksignale sind fuer den Menschen sogar toetlich. Daher darf man zB. auf den Kreuzfahrtschiffen oder auf Kriegsschiffen nicht in die Naehe von den Empfaengern/Sendern ... also wenn du schon so einen hochtrabenden Kommentar abgibst und dich ueberaus gebildet darstellst, dann bitte denke ein bisschen mit bevor du was schreibst...

Aber generell finde ich diese Idee einer Solarstation im All auch eine derzeit wahnwitzige Vorstellung und halte sie fuer momentan auch eher unrealisierbar... auch wenn die Idee ansich genial ist und es eine interessante Loesung darstell

Antworten Antworten Antworten Antworten klops
18.04.2009 15:18
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Re: Re: Re: Re: was soll das?!

So so die Strahlen können für Mensch und Tier tödlich sein!!!
Könnte da nicht ein Schurkenstaat wie die USA sich das zu nütze machen und als Kriegswaffe einsetzen? In der Vergangenheit wurden breits viele großartige Forschungsprojekte durchgeführt (und vom Steuerzahler finanziert), die auch für militärische Anwendungen interessant waren.

Re: Re: Re: was soll das?!

wer von technik keine ahnung hat, sollte kein urteil darüber abgeben.

allein der transport ins all verursacht abgase aus brennstoffen, mit denen man eine derartieg anlage ein jahr lang ersetzen könnte. dazu kommt die strahlenbelastung, die solche solarpanele viel schneller altern lassen als auf der erde. weiters ist der finanzielle aufwand derart hoch, daß mit sicherheit kein privater investor da sein geld verpulvert. höchstens eine regierung von lobbyisten könnte soetwas mit steuergeld in die wege leiten. außerdem wäre ein derartiges kraftwerk sehr wohl mit freiem auge zu sehen, wenn es in der selben höhe wie die iss orbiten würde (letztere ist schon sichtbar!). die vorgeschlagene variante der energieübertragung steckt zudem noch nichtmal in den kinderschuhen. höchstens mit lasern wäre eine so hohe energiedichte erreichbar, die dazu nötige ausrüstung ist so groß wie ein bus und läuft sehr ineffektiv.

Antworten Antworten Gast: Kernbua
15.04.2009 16:44
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Re: Re: was soll das?!

Tja, einem Scheuklappendenker is so eine Idee natürlich zu steil.
Wenn es einen Geldgeber für dieses Unternehmen gibt, braucht euch die finanzielle Seite wohl nicht zu interessieren. Ich denke außerdem nicht, dass jemand Milliarden in so ein Projekt investiert, ohne vorher genauer gerechnet zu haben.
Wenn es effektiv umsetzbar ist, warum nicht: es entsteht kein Abgas, es strahlt nicht und es ist vermutlich auch mit freiem Auge nicht sichtbar, also auch optisch keine Verschandelung der Natur...

Antworten Antworten Antworten Zapflhuber
15.04.2009 20:16
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Re: Re: Re: was soll das?!

Schau`n sie sich mal die Satellitenbahn auf die Erde projeziert an! Dann wissen sie wie oft der Satellit über einem bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche drüberfliegt! Bitte nicht posten wenn man keinen Schimmer hat!