Facebook warnt: Machen kaum Geld mit mobilen Nutzern

Keine Werbung für Smartphone-Nutzer: Wenige Tage vor dem Gang auf das Börsenparkett muss Facebook seinen Börsenprospekt jetzt abändern und warnt darin vor Schwächen des Unternehmens im mobilen Geschäft.

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(c) AP (Sean Kilpatrick)

Wien/Auer/AG. Glaubt man dem Wall-Street-Analysten Michael Pachter, dann ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg selbst das größte Risiko für sein eigenes Unternehmen. Der Grund: Zum Treffen mit Investoren erschien der 27-Jährige im Kapuzenpulli. Das sei ein „Zeichen der Unreife“, Zuckerberg solle den Geldgebern „den Respekt zeigen, den sie verdienen“, schäumte Pachter.

Wie berichtet, will das digitale Netzwerk nächste Woche an die Börse gehen und dabei 11,8 Mrd. Dollar (9,1 Mrd. Euro) einnehmen. Damit wäre das Unternehmen mit 96 Mrd. Dollar bewertet – fast 100-mal so viel wie der Vorjahresgewinn. Zuckerberg selbst wird dabei zumindest 846 Mio. Dollar machen. Gut möglich also, dass ihm die Stilkritik des Bankers keine schlaflosen Nächte bereitet.

Facebook: Die Erfolgsstory des sozialen Netzwerks in Zahlen

Eigener App-Store soll Einnahmen bringen

Grund zur Sorge hat er allerdings trotzdem: Wenige Tage vor dem Börsengang musste Facebook seinen Börsenprospekt überarbeiten und warnt nun darin vor Schwächen des Unternehmens im mobilen Geschäft. Mehr als die Hälfte der 901 Millionen Facebook-Nutzer steigen mittlerweile von unterwegs via Smartphone oder Tablet ins Netzwerk ein. Anders als Nutzer, die vor dem Computer sitzen, bekommen sie keine Werbung zu sehen. Für das Unternehmen heißt das aber: Mehr als die Hälfte aller Nutzer bringt so gut wie keine Einnahmen. Im zweiten Quartal konnten die Werbeeinnahmen mit dem Wachstum der Nutzerzahlen schon nicht mehr Schritt halten, gab Facebook bekannt. Im ersten Quartal fiel der Gewinn um zwölf Prozent auf 205 Mio. Dollar.

Zusätzliche Einnahmen verspricht sich die Firma vom geplanten Onlineshop für Facebook-Apps. Er soll als zentrale Anlaufstelle dienen, an der Zusatzprogramme für Facebook heruntergeladen werden können. 30 Prozent der Einnahmen, die Programmierer dort machen, bleiben bei Facebook.

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