Europol zerschlug Netz von Online-Betrügern

14.02.2013 | 08:16 |   (DiePresse.com)

Die Kriminellen gaben sich als Polizisten aus und verlangten von Opfern Bußgelder für das angebliche illegale Herunterladen von Filmen.

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Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Europol ein weltweit agierendes Netz von Cyberkriminellen zerschlagen. Diese hätten versucht, Millionen Computernutzer mit falschen Bußgeld-Bescheiden abzuzocken, teilte ein Polizeivertreter am Mittwoch in Madrid mit. Demnach lud sich beim Surfen auf infizierten Seiten im Internet automatisch ein Computervirus herunter, das den Nutzern im Namen angeblicher Polizeibehörden vorgaukelte, eine strafbare Handlung begangen zu haben - etwa das Herunterladen von Filmen oder der Besuch von Kinderporno-Seiten.

Den Opfern wurde suggeriert, die Sperrung des Computers nur gegen Zahlung eines Bußgelds von 100 Pounds aufheben zu können. Auf diese Weise hätten die Betrüger Millionen Euro erschlichen, berichtete der Polizeivertreter weiter. Betroffen waren Nutzer in mehr als 30 Ländern. Nach seinen Angaben setzte sich das Netz aus "kleineren Zellen" zusammen, die von verschiedenen Ländern aus operierten. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden, darunter auch der mutmaßliche Führer der Bande, ein 27-jähriger Russe. 

(APA/AFP/Red. )

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5 Kommentare

Endlich

Dieser Trojaner bzw einer seiner Klone war der bislang einzige, der meine Rechner jemals erwischt hat. Und das trotz eines topaktuellen Betriebssystems, voll gepatcht und mit ebensolchem Virenscanner versehen.

Der Rechner wird derart extrem blockiert, dass kaum etwas dagegen hilft, in neuesten Versionen nicht einmal mehr das Hochfahren im abgesicherten Modus und ohne Netzwerktreiber. Und das bedeutet - Rechner neu aufsetzen und tagelanges Nacharbeiten, bis alles wieder so ist wie es vor der Infektion war.

Das einzige, was diesen Trojaner relativ gut aufhält, ist eine voll aufgedrehte Benutzerkontensteuerung und ein sehr aufmerksamer User, der genau darauf achtet, welche Installationen er damit durchwinkt und welche nicht.

Da mir diese Typen einiges an privater Qualitätszeit gestohlen haben, empfinde ich entsprechende Genugtuung, wenn ich so etwas lesen darf. Auch wenn es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein mag: Gut gemacht, Europol !

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Das Internet ist frei.

Definitionsgemäß für freien Datenverkehr gemacht worden. Deswegen schlage ich den Kaufleuten vor, neben http und ftp ein PAYNET einzurichten mit getrennten browsern. Auf dem freienInternet kann nur mehr Werbung und ein Verkaufsdialog dafür gemacht werden wie für ein Buch und eine DVD.

Die PRESSE tut sich schwer

die wahren Täter zu nennen. Der SPIEGEL nennt sie bzw. schreibt von wo sie stammen und was sie mit den vielen Millionen gemacht haben:http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bka-trojaner-polizei-fasst-hintermaenner-in-spanien-a-883283.ht

Die € 100,-

wären besser in ein Security Programm und einen IT Fachmann investiert worden, statt es an die zu zahlen.

betrüger

betrüger betrügen betrüger - das darf nicht sein!!
und wer so dumm war,die 100 euro zu zahlen,ist selber schuld.
die legalen betrüger heissen abmahn-anwälte. und die sind um einiges teuerer.

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