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Vorratsdaten: Bürger zahlen für eigene Überwachung

22.02.2011 | 08:45 |   (DiePresse.com)

Damit die Verbindungsdaten ein halbes Jahr gespeichert werden, zahlt der Bund 80 Prozent der Kosten aus dem Budget. Den Rest müssen die Provider aufbringen. Die Daten sollen nur bei Straftaten ausgewertet werden.

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Die Einigung über die Vorratsdatenspeicherung ist nun fix. Gestern Abend ist auch der letzte Streitpunkt, die Übernahme der Kosten geklärt werden. Demnach werden die Provider mit 20 Prozent belastet, der Bund übernimmt den Rest. Der Löwenanteil davon (63 Prozent) wird vom Infrastrukturministerium berappt, das Innenministerium zahlt 34 Prozent, das Justizressort einen Fixbetrag von 360.000 Euro, was drei Prozent entsprechen soll.

Gespeichert werden die Verbindungsdaten via Telefon oder E-Mail für sechs Monate, womit - wie von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) stets angestrebt - die entsprechende EU-Richtlinie mit dem Mindestmaß erfüllt wird. Österreich hatte die Umsetzung der Richtlinie vergleichsweise lange hinausgezögert und sich damit auch eine Verurteilung durch den Europäischen Gerichtshof eingehandelt. Bures erklärte damals, sie habe zwar "vollstes Verständnis dafür, dass sich viele die Nicht-Umsetzung der Richtlinie wünschen". Österreich müsse aber vorbereitet sein, um drohende Strafzahlungen in Millionenhöhe zu vermeiden.

Zugriff nur gegen richterlichen Beschluss

Die Umsetzung ist nun geschehen. Strafverfolgungsbehörden erhalten nur Zugriff auf die Daten, wenn ein Vergehen mit einem Strafausmaß von über einem Jahr und ein richterlicher Beschluss vorliegen. Eine Ausnahme sind IP-Adressen, wo es keinen Strafrahmen gibt und die Auskunft nur einer begründeten Anordnung des Staatsanwalts bedarf, womit auch auf diesem Weg Kinderpornografie verfolgt werden kann.

Erleichtert werden kann der Informationszugang für die erste allgemeine Hilfeleistung oder zur Abwehr von Gefahren. Klassische Beispiele: Wenn eine in den Bergen vermisste Personen nur über das Handy geortet werden kann oder die Abwehr einer vorsätzlich begangenen Straftat, etwa einer Entführung, nötig ist.

(APA)

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118 Kommentare
 
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Pilz halt dein Schandmaul!

Auf der eigenen Website eine Denunziantenbox betreiben, und sich dann wieder dreist aufpudeln! Widerliches grünes Gesocks.

Gast: visualisierung
24.02.2011 22:53
0 0

Eine Visualisierung dieser Daten..

... findet man hier: http://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten
Diese Daten exisitieren bald auch in Österreich von jedem einzelnen Bürger und die Polizei hat defacto unbeschränkten Zugriff (es reicht ein Verdacht auf eines von ca. 300 Delikten - so unkreativ kann man gar nicht sein, dass einem da nichts einfällt)

Gast: kristallklar
23.02.2011 09:42
0 0

1a gemacht

Der Bund zahlt gar nicht, es zahlen die Bürger.
Der hat nämlich gar keine Möglichkeiten ausser die Ressourcen der erhaltenden zu verwenden.

Die LANDESHERREN(DAMEN) solltenhier einmal Haltung annehmen.

Gast: diga
23.02.2011 08:31
0 0

bemerkenswert ist,...

...dass diese dinge immer mit der suche nach dem vermissten bergsteiger begründet werden...wir haben zwar viele berg...oba so viele bergsteiger werden zum glück a wieder ned vermisst ;-)
mfg diga

Gast: gast
23.02.2011 03:25
0 0

china

kein politiker soll sich noch der überwachung und kontrolle in china einmal ein wort der kritik zu wort melden.

und die EU ist keine demokratische einrichtung mehr...

Gast: Gastname
23.02.2011 00:13
0 0

Überschrift

Zuerst ist es billiger, aber nach 3 Wochen ist der Staat bankrott und die Regierung weg, weil sich herausstellt, dass der Staat selbst bedingt was er vorgibt zu untersuchen!

Gast: Gast II
23.02.2011 00:05
1 0

STASI und NSDAP RAUS!!!!!!


Gast: Gast
22.02.2011 23:27
3 0

Aristoteles laesst gruessen

Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

Gast: Gast
22.02.2011 21:28
0 1

Gute Maßnahme

Endlich wird man jene pösen Poster ausforschen können, die kritische Kommentare über unsere, zu unser aller Wohl hart arbeitenden Politiker abgeben nur weil sie zu jung, zu intelligent, zu gut ausgebildet, aus zu gutem, wohlhabenden Haus, zu schön und mit einer schönen und reichen Frau verheiratet sind....

Golfing
22.02.2011 21:00
0 0

Erleichtert werden kann der Informationszugang für...

"Erleichtert werden kann der Informationszugang für die erste allgemeine Hilfeleistung oder zur Abwehr von Gefahren. Klassische Beispiele: Wenn über P2P NEtzwerke urheberrechtlich geschützte Werke ausgetauscht werden kann durch die Aufspürung der Beteiligten Fantastilliardenverluste der Film- und Musikindustrie verhindert werden indem diese horrenden Kosten direkt an die Verursacher weitergegeben werden."

parapente
22.02.2011 19:56
4 1

Wer seine Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt,


verliert beides.

Antworten Gast: VersusGerechtigkeit
22.02.2011 23:17
1 0

Re: Wer seine Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt,

RICHTIG - aber der Gedanke, dass es meine Kinder trifft tut mir nicht gut. Das es 50 Jahre dauern wird, so wie bei Gadaffi, bis die ganze Geschichte platzt.....trägt nicht wirklich zu meinem Trost bei.
Es ist nicht auf Dauer zu halten.......aber für mein kleines persönliches Leben wird es zu lange dauern. :-) ELGA,....usw

Antworten Antworten Gast: karl 8745
23.02.2011 08:52
1 0

Re: Re: Wer seine Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt,

ich stimme ihnen 100 prozentig zu.

Antworten Gast: ddddddddddddddddddddddddddd
22.02.2011 21:31
1 0

Re: Wer seine Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt,

Eigentlich heißt es.

Wer seine Freiheit für ein bißchen sicherheit aufgibt,verdient beides nicht.

Antworten Antworten parapente
23.02.2011 10:05
1 0

Re: Re: Wer seine Freiheit wegen der Sicherheit aufgibt,


Danke, kommt aber aufs selbe raus.

Gast: luddwig
22.02.2011 17:33
8 0

Die sorgfältige Frau Bures

Am besten die Erklärungsversuche der Bures, die sinngemäß stets von sich gibt: sie wisse ja, daß das eine heikle Materie sei, gerade deswege werde alles sehr SORGFÄLTIG abgewogen und mit Experten besprochen.

Liebe Frau Bures,

es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder man schafft Grundrechte ab, oder man schafft sie nicht ab. Ob sie das Gesetz sorgfältig überlegt, die Stellungnahmen von fünf Boltzmann-Instituten und zig Professoren eingeholt haben, interessiert für das Endergebnis wenig. Ein Grundrecht wurde abgeschafft - ob jetzt sorgfältig überlegt oder im Vorbeigehen ist letztlich egal.

Eher soll mir die Hand abfaulen, als das ich mein Kreuzerl noch einmal bei SPÖ oder ÖVP mache. Hab ich mir ganz sorgfältig überlegt.

Gast: NocheinGast
22.02.2011 16:14
9 1

Lagsam wird Europa zu einem NAZI Überwachungsstaat!

In 40 Jahren werden uns unserer Kinder fragen:
Wie konntet Ihr da alle mitmachen? Wir: Wir sind von unseren betrügerischen Regierungen hintergangen worden! Die Kinder: Tja, jetzt will´s keiner gewesen sein, nicht wahr!

Weg mit unserer Regierung, die uns an ein durch und durch Bespitzeltes Europa verkauft und verraten hat!!!

Antworten Justin
23.02.2011 02:48
0 0

Re: Lagsam wird Europa zu einem NAZI Überwachungsstaat!

In 40 Jahren werden die Kinder gar nicht mehr erahnen können, wie frei man vor nicht allzu langer Zeit noch gewesen ist und was das überhaupt bedeutet.

Freiheit kann man nur verstehen, wenn man sie erlebt hat.

Gast: N:N
22.02.2011 15:47
4 0

Niemals vergessen

Die Abgeordneten von ÖVP und SPÖ haben im EU Parlament diese Gesetz beschlossen

Antworten Gast: N.N.2
22.02.2011 17:46
3 0

Re: Niemals vergessen

...und zweifellos hat ein(e) österreichische(r) Minister(in) in Brüssel zugestimmt; und im österreichischen Parlament wird mehrheitlich zusgestimmt werden.

P.S: man soll einen hässlichen Sachverhalt auch hässlich formulieren.

Gast: fj
22.02.2011 15:09
3 0

Selbst schuld

Zuerst überwachen sie uns und dann müssen wir dafür bezahlen. Das ist so ähnlich wie in China. Dort müssen die Hinterbliebenen auch die Kugel für die Exekution des Delinquenten bezahlen.
http://gedaunknsplitta.blog.de

Gast: Honeckers Enkel
22.02.2011 14:40
2 0

Bürger zahlen für eigene Überwachung

Lol...............

Antworten Gast: ts ts ...
22.02.2011 17:20
2 0

Re: Bürger zahlen für eigene Überwachung

Ist das was Neues? Wer soll's denn sonst bezahlen?

Gast: Infonaut
22.02.2011 14:34
0 0

Die Zukunft wird so wundervoll

"..oder die Abwehr einer vorsätzlich begangenen Straftat, etwa einer Entführung, nötig ist."

Minority Report here we come!

Antworten Gast: Gast
22.02.2011 20:20
1 0

Re: Die Zukunft wird so wundervoll

Wie Enführungsfälle behandelt oder besser nicht behandelt werden, haben wir ja sattsam erlebt.

Gast: Gast - Heinrich
22.02.2011 14:30
0 0

Terroristenpost

Da ja die Briefsendungen noch nicht aufgezeichnet werden (? Oder?) bietet es sich für Terroristen an alles per Post zu senden.

Die Nachricht kann auf unterschiedliche Arten im Test chiffriert werden und ist für nicht eingeweihte praktisch nicht zu finden .....

Freundschaft
Heinrich

 
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