Google feuert Mitarbeiter wegen sexistischen Manifests

Gegenüber Bloomberg bestätigte der Google-Mitarbeiter seine Entlassung und kündigte rechtliche Schritte gegen das Unternehmen.

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REUTERS

Der Google-Mitarbeiter, der in einem internen Schreiben die Meinung vertrat, dass es biologische Gründe hätte, dass weniger Frauen Entwickler seien, wurde entlassen. Gegenüber Bloomberg bestätigte er die Entlassung und kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten, sofern es Möglichkeiten dafür gebe. Das zehnseitige Manifest verbreitete sich rasend schnell online, weswegen Google-Chef Sundar Pichai dafür auch seinen Urlaub unterbrach. Denn nicht nur online, sondern auch intern sorgte das Schreiben für heftige Diskussionen.

Damit brachte das Papier das Unternehmen auch in eine schwierige Position. Denn es gab nicht nur Kritik, auch Befürworter fanden sich in internen Foren, besonders hinsichtlich eines weiteren aufgeworfenen Themas des nun ehemaligen Mitarbeiters. Er hielt nämlich fest, dass es in einer ideologisierten Unternehmenskultur nicht möglich sei, eine abweichende Meinung offen zu vertreten.

In einem Mail erklärte Sundar Pichai, dass er es "nicht okay" fände, wenn Mitarbeiter Zweifel daran hätten, dass sie ihre Meinung nicht frei äußern könnten. Bei den Aussagen hätte der Mitarbeiter aber gegen interne Verhaltensregeln verstoßen. Es sei "beleidigung und nicht okay", einen Teil der Belegschaft aufgrund seiner Biologie als weniger klassifiziert zu bezeichnen. Mit der Verbreitung schädlicher Stereotype sei eine Grenze überschritten worden.

Der Mitarbeiter erklärte den geringen Frauenanteil in der Tech-Welt mit biologischen Grundvoraussetzungen und vertrat in seinem Schreiben die Meinung, dass es ein Fehler wäre, in einen höheren Frauenanteil in Tech-Unternehmen so viel Kraft und Aufmerksamkeit zu investieren. Es gäbe biologische und universelle Unterschiede, die man auch durch derartige Quoten-Bestrebungen nicht ändern könne. So seien Frauen auch weniger widerstandsfähig gegenüber Stress als Männer, weswegen auch so wenige in Führungspositionen sind. Zudem sind die Talente auch unterschiedlich gelagert, ist er überzeugt.

>>> Schreiben des Google-Mitarbeiter

(bagre)

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