Weil er von der für Herbst geplanten Inbetriebnahme des weltgrößten Teilchenbeschleunigers – Large Hadron Collider, LHC – am Europäischen Forschungszentrum CERN in Genf den Untergang der Erde oder gar des ganzen Universums befürchtet, hat Walter Wagner – nach Selbsteinschätzung „Experte für Physik und andere wissenschaftliche Felder“ – Klage vor dem Hawaii District Court eingebracht (Wagner lebt auf Hawaii).
Das Gericht soll Experimente verhindern, die klären sollen, wie es kurz nach dem Urknall aussah. Wagner fürchtet, dass dabei schwarze Löcher entstehen, die alle Materie in sich hineinziehen (www.lhcdefense.org). „Kompletter Unfung“, entgegnet CERN (www.cern.ch): Zwar könne man nicht ausschließen, dass wirklich schwarze Löcher entstehen, aber das seien allenfalls kurzlebige Minilöcher. Zudem werde die Erde dauernd aus dem All von Teilchen mit viel höherer Energie bombardiert, als LHC sie seinen Teilchen mitgeben könne. jl
("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2008)

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