Was wurde aus ... dem Servitenkloster?

Der "Untergang des Abendlands", sagten Anrainer zum Auszug der Serviten aus ihrem Wiener Kloster vor eineinhalb Jahren. Ein Bruder hält aber als letzter Servit von Wien bis heute die Stellung.

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Das Servitenkloster in Wien – (c) APA (Helmut Fohringer)

Lange haben sich die Ordensbrüder und Anrainer gewehrt, im Februar 2009 war es beschlossene Sache: Die Serviten mussten nach 370 Jahren in Wien-Alsergrud ihr Kloster im nach ihnen benannten Servitenviertel räumen. Da half es auch nichts, dass die Aktion "Pro Serviten Rossau" den "Untergang des Abendlandes" heraufbeschworen und 1200 Unterschriften gesammelt hat: Die vier verbliebenen Ordensmänner sollten am 31. August 2009 ins niederösterreichische Kloster Gutenstein oder ins Haupthaus nach Innsbruck übersiedeln.

Allerdings wechselten nur drei Brüder ihr Kloster: Pater Gregor Oberguggenberger, der schon damals mehr als 50 Jahre in Wien tätig war, wollte nicht übersiedeln und ist weiterhin als Seelsorger in der Pfarre Rossau tätig, wie der neue Pfarrer, Pater Michel Harb, gegenüber DiePresse.com sagte. Die Zusammenarbeit mit dem mittlerweile 83-jährigen Pater Gregor, dem letzten Serviten von Wien, funktioniere "hervorragend".

Pater Michel selbst gehört den Maroniten (genauer der "Kongregation der Maronitischen Libanesischen Missionare") an, die am 1. September 2009 in das Servitenkloster eingezogen sind. Die fünf Geistlichen betreuen die Pfarre Rossau und die Gemeinde aus dem Nahen und Mittleren Osten in Wien.

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