Fondsmanager uneins über Dollarkurs

03.01.2013 | 18:23 |   (Die Presse)

Während die einen glauben, dass die US-Wirtschaft am schnellsten aus der Krise kommt, meinen andere Experten, man sollte auf den Euro setzen.

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Frankfurt/Bloomberg/red. Die Manager von vier der größten und erfolgreichsten aktiv verwalteten US-Devisenfonds sind sich über den künftigen Kurs des US-Dollars in diesem Jahr nicht einig. 2012 hat der Greenback gegenüber den Devisen von 13 seiner 16 wichtigsten Handelspartner nachgegeben – wobei der mexikanische Peso am meisten zum Dollar zugelegt und der japanische Yen am stärksten verloren hat. Auch der Euro hat zur US-Währung leicht zugelegt, was vor allem auf die Entspannung der europäischen Schuldenkrise zurückzuführen ist.

Gleichzeitig pumpen die Zentralbanken Milliarden in die Wirtschaft und halten die Zinsen niedrig. Beides soll das Wachstum ankurbeln. Für dieses Jahr wird damit gerechnet, dass die Notenbanken weiter Geld drucken, die USA stärker als andere Industrieländer wachsen und Europa weniger volatil ist.

Euro soll zum Yen steigen

Welche Schlüsse man für den Dollar ziehen soll, darüber sind die Fondsmanager uneins. Für JP Morgan Asset Management und Merk Investments LLC sind dies klare Indizien dafür, dass der Dollar fallen wird, während Columbia Asset Management Advisors LLC und John Hancock Funds daraus eine Dollarstärke ableiten.

Axel Merk, der Gründer und Präsident von Merk Investments, sieht für 2013 bessere Chancen für andere Währungen. Die Konjunkturmaßnahmen der Zentralbanken werden seiner Ansicht nach dazu führen, dass es die beste Idee sei, auf einen Anstieg des Euro zum Yen zu setzen. „In der Eurozone werden vielleicht die Zinsen reduziert, aber verglichen mit den anderen wichtigen Notenbanken wird die EZB voraussichtlich überaus zurückhaltend aussehen.“

Anderer Ansicht ist Nic Pifer, Chef für Festverzinsliche weltweit bei Columbia Management in Minneapolis. „Es wird weiterhin eine Suche nach Renditen geben, aber wenn wir die Zeit vorspulen, wird sich zeigen, dass die US-Wirtschaft schneller aus dem Morast kriechen wird als die anderen wichtigsten Regionen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.01.2013)

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