Schweizer Notenbank erhöht den Risikopuffer

Die Schweizer Notenbank erhöht ihre Rückstellungen für ihre mehrere hundert Milliarden Franken umfassenden Währungsreserven.

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Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verstärkt angesichts ihrer wachsenden Bilanz den Puffer gegen mögliche Verluste. Die Notenbank erhöht ihre Rückstellungen für ihre mehrere hundert Milliarden Franken umfassenden Währungsreserven, wie sie am Montag mitteilte. Für die Notenbank sinkt dadurch der Spielraum, Dividenden an ihre Eigentümer auszuschütten - darunter die Kantone.

Die höheren Puffer sind der Geldpolitik der SNB geschuldet: Sie versucht, mit Käufen von Fremdwährungen wie Euro oder Dollar den Franken zu schwächen. Denn ein teurer Franken schadet der exportorientierten Schweizer Wirtschaft. Doch als Folge dieser Interventionen wächst die Bilanz der Notenbank: Sie war zum Ende des dritten Quartals mit 720 Milliarden Franken bereits größer als die Schweizer Wirtschaftsleistung. 666 Milliarden Franken davon entfielen auf die Devisenreserven.

Bereits in der Vergangenheit hat die SNB für dieses Währungsportfolio Rückstellungen gebildet. Deren Höhe orientierte sich am durchschnittlichen nominellen Wirtschaftswachstum der Schweiz in den vergangenen fünf Jahren. Das Doppelte dieses Wertes hatte die Notenbank als Ausgangspunkt für die Rückstellungen genommen. Für 2016 würde sich damit eine Rückstellung von 3,8 Prozent der Währungsreserven ergeben. Das erschien dem Aufsichtsgremium der SNB - dem Bankrat - angesichts der großen Bilanz als zu gering. Er entschied daher, künftig Rückstellungen von mindestens acht Prozent des Währungsportfolios zu bilden. Für das laufende Jahr ergibt sich daraus ein Anstieg der Rückstellungen um 4,6 Milliarden Franken auf 62,8 Milliarden. Ihr provisorisches Jahresergebnis will die SNB am 9. Januar veröffentlichen.

(Reuters)

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