Digitalwährung Bitcoin ist mehr Wert als Gold

Die Digitalwährung setzt ihren Höhenflug fort. Der Grund: Spekulationen auf die Genehmigung des ersten Bitcoin-ETF durch die US-Börsenaufsicht.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist.
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Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist.
Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. – REUTERS

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren jüngsten Höhenflug fortgesetzt und ein neues Rekordhoch erreicht. In der Spitze stieg der Bitcoinpreis nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagmittag bis auf 1298 US-Dollar. Am späten Nachmittag wurde er mit 1.272 Dollar (1.209,82 Euro) notiert. Am Donnerstag war ein Bitcoin erstmals mehr als eine Feinunze Gold wert.

Hauptgrund für den jüngsten Preisauftrieb sind laut Experten Spekulationen auf die Genehmigung des ersten Bitcoin-ETF durch die US-Börsenaufsicht. Demnach könnte die Entscheidung für die Genehmigung des Fonds am 11. März fallen. Dies dürfte den Handel mit Bitcoins grundlegend verändern, weil es mehr Anlegern Zugang zur digitalen Währung verschaffen würde.

Zudem haben Länder wie China, Indien und Venezuela ihre Kapitalverkehrskontrollen verschärft. Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen.

Erster Hype 2013

An der Börse BitStamp setzte der Bitcoin-Hype Anfang 2013 ein. Damals stieg der Kurs binnen zwölf Monaten von etwa 20 auf zeitweise mehr als 1.200 Dollar. Bis Mitte 2015 ging er dann auf etwa 200 Dollar zurück. Seither geht es fast ununterbrochen aufwärts. Experten halten einen Test der 2000er Marke noch im laufenden Jahr für möglich.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Sie ist seit 2009 im Umlauf und wurde vor knapp zehn Jahren von einer Person oder Personengruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt. Bitcoin sind aber kein gesetzliches Zahlungsmittel. Das bedeutet, dass es Firmen oder Organisationen freigestellt ist, ob sie die Währung akzeptieren oder nicht.

Bitcoin - die Währung aus dem Internet

Wie entsteht Bitcoin?

Neue Bitcoin werden durch sogenanntes "Mining" erzeugt. Dabei berechnen Computer mathematische Algorithmen und verdienen dadurch Bitcoin. Anfangs reichte ein handelsüblicher PC hierfür aus, mittlerweile ist der Prozess so komplex, dass nur noch spezielle Hochleistungsrechner dazu in der Lage sind.

Miner erzeugen etwa alle zehn Minuten eine bestimmte Menge Bitcoin. Dieser Betrag halbiert sich etwa alle vier Jahre, das sogenannte "Halving". Anfangs wurden 50 Bitcoin dem System zugeführt, dann 25 und seit Sommer 2016 sind es 12,5 Bitcoin. Damit kommen im Laufe der Zeit also immer weniger frische Bitcoin auf den Markt. Je größer die im Umlauf befindliche Menge ist, desto aufwendiger werden die mathematischen Algorhithmen, um neue Einheiten der Cyber-Währung zu berechnen. Die maximal mögliche Zahl an Bitcoin ist auf 21 Millionen begrenzt. Derzeit sind Experten zufolge rund 16 Millionen im Umlauf.

Wer kontrolliert Bitcoin?

Bitcoin werden weder von Regierungen oder Aufsichtsbehörden noch von Zentralbanken reguliert. Sie werden von den Nutzern kontrolliert und von ihnen erschaffen. Den Wechselkurs bestimmen allein Angebot und Nachfrage.

Ist Bitcoin legal?

Ja. Jeder darf Bitcoin kaufen und damit bezahlen. Sie sind aber kein gesetzliches Zahlungsmittel. Das bedeutet, dass es Firmen oder Organisationen freigestellt ist, ob sie die Währung akzeptieren.

(APA/dpa)

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